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Deutschland 2015: Der Islamische Staat rekrutiert Kämpfer im syrischen Bürgerkrieg. Der NRW-Staatsschützer Laudin (Albrecht Schuch) beobachtet einen Medizinstudenten (Doguhan Kabadayi), der sich den Terrormilizen anschließen möchte. Um an die Hassprediger heranzukommen, die junge Männer radikalisieren, schleust Laudin einen Informanten in das IS-Milieu ein: den Ex-Kriminellen Murat Cem (Tamer Trasoglu), der sich seine riskanten Dienste bezahlen lässt. Dank seiner Freundschaft mit dem Prediger Salaman (Damir Avdic) findet der abgebrühte Cem bald einen Platz in der Bruderschaft. Dort lernt er einen jungen Mann kennen, den er für den Idealtypen eines künftigen Attentäters hält: Anis Amri (Wael Alkhatib), ein labiler und gewaltbereiter Einzelgänger. Cems Hinweisen geht die junge Polizeibeamtin Isra (Bayan Layla) nach, die selbst mit ihrer Familie aus dem Irak geflohen ist. Doch der BKA-Experte Heyse (Hanno Koffler) hält Amri für einen kleinen Fisch.
Während Frankreich von Terrorwellen erschüttert wird, erwartet Laudin einen Anschlag in Deutschland. Im Nebel aus Befugnissen und Rivalitäten fällt Anis jedoch durchs Raster. Als er am 19. Dezember in Berlin zu einer Amokfahrt aufbricht, stellt sich niemand in den Weg…
Die Amokfahrt auf einem Berliner Weihnachtsmarkt, die Trauer um die Opfer vom Breitscheidplatz und viele offene Fragen – der 19. Dezember 2016 steht für einen der schwersten Terroranschläge in der Geschichte der Bundesrepublik. Entlang wahrer Begebenheiten und genau recherchierter Ereignisse, verdichten Regisseur David Nawrath mit Co-Autor David Marian und dem Autorenteam – in teils fiktionalen Elementen und Figuren – das Bild eines multiplen Staatsversagens in der sechsteiligen Serie.
Trotz eines dreijährigen Bundestags-Untersuchungsausschusses, dessen Dokumente bis heute größtenteils unter Verschluss geblieben sind, bleiben schmerzliche Fragen der Verletzten, Angehörigen und der Öffentlichkeit auch zehn Jahre nach „19/12“ unbeantwortet.
Ein kleiner, abgeschiedener Ort im tiefsten Schwarzwald. Zwei Mädchen verschwinden aus ein und demselben Haus. Das erste Mädchen 1949, das zweite 1999. Sie tauchen nie wieder auf.
In der Mysteryserie „House of Yang“ kommt Jessie nach Jahren in das verlassene Haus ihrer Familie zurück und wird hineingesogen in die Geschichte ihrer deutsch-chinesischen Familie, die auf unheilvolle Weise mit dem Haus verbunden ist.
Verschwunden im Nichts
Jessie muss sich mit ihrer Teenager-Tochter Mila im Schlepptau nicht nur dem Verkauf ihres Elternhauses im Schwarzwald stellen, sondern auch dem traumatischsten Erlebnis ihrer eigenen Jugend, bei dem ihre kleine Schwester Isabel auf unerklärliche Weise verschwand. Zu spät begreift sie, welche Gefahr auch für sie und Mila in der Dunkelheit des Hauses lauert. Eine Gefahr, entstanden aus der Kluft, die seit Generationen durch ihre deutsch-chinesische Familie geht. Inmitten von schleichendem Horror und unerklärlichen Ereignissen stellt sich die Frage: Sind wir dazu verdammt, die tragischen Fehler unserer Eltern und Großeltern zu wiederholen? Oder gibt es einen Ausweg aus ererbtem Trauma, um einen eigenen Weg zu beschreiten, frei und unbelastet von der Vergangenheit?
Vor und hinter der Kamera
Erfunden und geschrieben wurde die Serie von Showrunnerin Stefanie Ren, die Regie der sechs Folgen übernahm Mia Spengler. „House of Yang“ ist eine Produktion der Wood Water Films in Koproduktion mit dem SWR und wurde von der MFG Baden-Württemberg gefördert. Produzenten sind Arto Sebastian, Karoline Henkel und Jasper Ph. Mielke, Wood Water Films. In den Hauptrollen standen Elisa Hofmann, Purnima Grätz, Linda Chang, Andrea Guo, Vladimir Burlakov, Emma Bading, Ursula Werner, Antonia Bill und Max Woelky vor der Kamera von Zamarin Wahdat. Ausgestattet wurde das mysteriöse Haus von Cosima Vellenzer, die Kostüme schufen Juliane Maier und Judith Stryczek, die Musik stammt von Marc Fragstein, das Casting lag bei Lisa Stutzky und die Montage bei Anna Nekarda und Linda Bosch. Die Redaktion liegt bei Katharina Dufner.
Wettbewerbssieger
Das Konzept zu „House of Yang“ war 2024 Sieger des Ideenwettbewerbs „Tief im Südwesten“, den der SWR für die beste Idee zu einer originären und im Südwesten verorteten Serie ausgeschrieben hatte. Mit dem aufregenden Genre, dem fesselnden Aspekt interkultureller Geschichte und dem Setting Schwarzwald setzte sich Showrunnerin Stefanie Ren gegen 180 Mitbewerber:innen durch. Im Februar 2026 feierte „House of Yang“ Weltpremiere im Rahmen von Berlinale Special, als einzige deutsche Serie im Programm.
Im österreichischen Dorf Engelsberg sorgt die Polizistin Pia Kraus (Julia Koschitz) mit Augenmaß für Recht und Ordnung. Ihre gesundheitlichen Sorgen verschweigt sie vor ihrem Mann Jonas (Matthias Koeberlin) und den beiden Kindern Vivian (Anja Pichler) und Linus (Leopold Pallua). Nur ihre enge Freundin, die Ärztin Anni Rath (Regula Grauwiller), hat davon Kenntnis. Pia kann jedoch nicht kürzertreten: Seit Monaten sucht sie nach ihrer 17-jährigen Nichte Amelie (Fabia Matuschek), die nach einem Streit mit ihrer Mutter Caro Scheuer (Martina Ebm) spurlos verschwunden ist.
Als Amelies Leiche im Moor entdeckt wird, nimmt Pia mit ihrem Kollegen Tarek Moser (Bardo Böhlefeld) die Mordermittlungen auf. Sie müssen jedoch nicht nur nach dem Täter suchen, sondern auch nach einem Baby, das Amelie kurz vor ihrem Tod zur Welt gebracht hat und das vielleicht noch lebt. Ins Visier kommt zunächst Amelies „Ex“ Roman (León Orlandianyi), der einiges zu verbergen hat. Doch er ist nicht der Einzige: Sowohl der Autohausbetreiber Broszek (Julian Looman) als auch der Lehrer Bichler (Clemens Berndorff) müssen fürchten, was Nachforschungen über sie ans Licht bringen könnten. Als Pia erkennt, keinem mehr trauen zu können, versucht sie verzweifelt, ihr eigenes Geheimnis zu verbergen, um die Mordermittlungen weiterführen zu können. Auf sich gestellt, scheut sie kein Risiko – und keine bittere Wahrheit.
Was mit einem tragischen Vermisstenfall in der österreichischen Provinz beginnt, führt zu einer dramatischen Kettenreaktion – und weiteren Opfern! Julia Koschitz als Ermittlerin gerät in einen doppelten Wettlauf mit der Zeit: Während die eigensinnige Polizeibeamtin ans Licht bringen möchte, wer hinter dem Mord an ihrer Nichte steht, muss sie gegen eine persönliche Veränderung ankämpfen, die sich wie ein düsterer Schatten über ihre Arbeit und ihr Leben ausbreitet. Emotional packend und atmosphärisch dicht erzählt führt die sechsteilige Thrillerserie in fatale Abgründe aus Vertrautheit, Lügen und Doppelmoral.
Emotional packend erzeugt das Regieduo Daniel Geronimo Prochaska und Johanna Moder einen mitreißenden Spannungssog.
Les, eine energiegeladene Fahrradkurierin, hält von der Zukunft nicht viel und genießt ihren chaotischen Alltag zwischen rasanter Lieferung und spontanen Partys. Doch das Auftauchen ihres entfremdeten Vaters Bert und ihre ungeplante Schwangerschaft stellen ihr Leben auf den Kopf. Fahrradkurier Tyler – der Erzeuger und selbst noch ein Kind – hätte richtig „Bock“ auf ein Baby, genau wie Roya, die Frau, mit der Les gerade ins Bett geht und von der sie insgeheim gerne viel mehr hätte. Les` Welt gerät aus den Fugen; und dabei hat Bert ihr noch gar nicht gesagt, dass er ein ernstes Problem hat …
„Tatort: Explosive Mischung“ mit dem Team aus Ludwigshafen
„Tatort: Unter Freunden“ und „Tatort: Unter Freinden“ mit dem Team aus Kiel. Einstand für Karoline Schuch als Polizeipsychologin Elli Krieger.
Kriminalhauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Kriminalhauptkommissarin Emmy Rathgeber (Rosalie Thomass) auf dem Staffelberg.
„Polizeiruf 110: Sie haben Namen“ mit dem Team aus Rostock
An den Sonntagen laufen folgende Tatort- und Polizeiruf 110-Erstausstrahlungen im Ersten und in der ARD Mediathek:
Tatort: Explosive Mischung (SWR) Ab 2. Oktober 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 4. Oktober 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste Team Ludwigshafen
Tatort: Unter Freunden (1) (NDR) 9. Oktober 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 11. Oktober 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste Neues Team Kiel | Einstand für Karoline Schuch als Polizeipsychologin Elli Krieger.
Tatort: Unter Feinden (2) (NDR) 16. Oktober 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 18. Oktober 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste Neues Team Kiel | Einstand für Karoline Schuch als Polizeipsychologin Elli Krieger.
Tatort: Gottesgarten (BR) 23. Oktober 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 25. Oktober 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste Team Franken | Einstand für Rosalie Thomass als Kriminalhauptkommissarin Emmy Rathgeber.
Polizeiruf 110: Sie haben Namen (NDR) 30. Oktober 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 1. November 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste Team Rostock
5. Oktober 2026: Y-History: Urlaub ohne Touris? – Wie Geheimtipps seit 200 Jahren zu Hotspots werden (SWR)
Als Y-Kollektiv-Reporterin Anne Thiele vor einigen Jahren Tulum besucht, erlebt sie den Ort noch als alternatives Paradies. Kurz darauf trendet Tulum auf Social Media. Heute prägen Müll, Bauruinen, Kriminalität und Leerstand das einstige Sehnsuchtsziel. Anne fragt, seit wann Reisen ein Hype ist, wie „Geheimtipps“ entstehen und warum sie so schnell überlaufen sind. Zunächst scheint die Antwort klar: Instagram, TikTok und Google Maps machen aus einzelnen Empfehlungen schnell Massenziele. Doch ihre Recherche führt Anne zurück ins 19. Jahrhundert: Schon damals setzten wohlhabende Reisende mit Bildern und Erzählungen die Standards dafür, was als „schön“ und „sehenswert“ gilt. Heute beschleunigen Algorithmen diesen alten Kreislauf. Wer Geld hat, bereist Orte zuerst – die breite Masse kommt später und gilt dann als Problem. In Barcelona erlebt Anne, wie Anbieter „Authentizität“ als Hidden-Gem-Tour verkaufen. In Frankfurt trifft sie ein Paar, das sich eine individuelle Japanreise abseits von Instagram-Spots planen lässt. In Armenien beobachtet sie, wie der nächste Geheimtipp gezielt entwickelt und vermarktet wird.
Ab 12. Oktober 2026: Jung, todkrank, aber lebendig (HR)
Ginge es nach der Statistik, dann wäre Sabrina längst tot, doch die moderne Medizin hat dem Schicksal ein Schnippchen geschlagen. Mit einem angeborenen Herzfehler lebt sie nun schon 27 Jahre. Dabei hatten die Ärzte ihr nur eine Prognose von wenigen Jahren gegeben. Was für die Betroffenen und ihre Familien ein Segen ist, stellt Gesellschaft und Versorgungssystem vor besondere Herausforderungen, denn die Anzahl der jungen Erwachsenen mit lebensverkürzenden Krankheiten verdoppelt sich alle fünf Jahre, es sind mittlerweile über 100.000 in Deutschland.
Betroffene kämpfen gegen Stigma, Diskriminierung, überbordende Bürokratie und eine gravierende Versorgungslücke im Hospizsystem.
Was nun? Y-Kollektiv Reporter Lukas Wiehler begegnet jungen lebensverkürzt erkrankten Menschen und versucht deren Herausforderungen im Alltag mitzuerleben. Wie lebt es sich mit dem Bewusstsein, nicht zu wissen, wie lange man noch hat? Wie geht man mit Plänen, Freundschaften und Beziehungen um? Was wünschen sich die jungen Erwachsenen vom Rest der Gesellschaft?
Ab 19. Oktober 2026: Hikikomori – die einsamsten Menschen der Welt (WDR)
In Japan leben Schätzungen zufolge rund 1,5 Millionen sogenannte Hikikomori: Menschen, die sich über Monate, Jahre oder sogar Jahrzehnte weitgehend aus der Gesellschaft zurückziehen, ihr Zimmer oder ihre Wohnung nicht mehr verlassen.
Für das Y-Kollektiv reist Reporter Tim Schreder durch Japan und trifft Betroffene, Eltern und Helfer. Er begegnet Menschen, die kaum noch ihr Haus verlassen, Familien, die seit Jahren versuchen, den Kontakt zu ihren Kindern nicht zu verlieren, und ehemaligen Hikikomori, die langsam wieder einen Weg in Arbeit und Gemeinschaft gefunden haben.
Doch im Laufe der Recherche verändert sich Tim Schreders Blick. Hikikomori ist keine einzelne Krankheit und Rückzug bedeutet nicht zwangsläufig, niemals das Haus zu verlassen. Immer stärker geht es um eine andere Frage: Was passiert, wenn die Verbindung zu anderen Menschen abreißt?
Dabei richtet sich der Blick zunehmend auch auf Deutschland. In einer Welt voller Leistungsdruck, Erwartungen und digitaler Möglichkeiten wird es immer leichter, einen großen Teil des Lebens von zu Hause aus zu führen. Gleichzeitig kämpfen auch hier viele Menschen mit Einsamkeit und sozialem Rückzug.
Y-Kollektiv „Hikkikomori“ ist damit nicht nur eine Reportage über Japan, sondern eine persönliche Suche nach der Frage, was Menschen brauchen, um den Kontakt zur Welt nicht zu verlieren.
Ab 26. Oktober 2026: Tödliches Gold (AT) (SWR)
Gold ist so begehrt wie selten zuvor. Die Preise steigen rasant. Immer mehr junge Deutsche investieren in das Edelmetall. Es ist nicht mehr nur Statussymbol, es ist ein Versprechen: auf Sicherheit, auf Rendite, auf etwas, das bleibt. Doch wo kommt dieses Gold eigentlich her?
Autorin Judith Hartmann hat ein Jahr in Ghana gelebt. Als sie vor zwei Jahren zurückkommt, bemerkt sie: Etwas hat sich verändert. Plötzlich dreht sich alles ums Gold, mitten im Regenwald entstehen riesige, illegale Goldmienen. Ein lukratives Geschäft, aber auch ein sehr gefährliches. Für das Y-Kollektiv kehrt Judith gemeinsam mit Autor Jakob Sax zurück nach Ghana. Sie tauchen ein in die Welt des Goldes. Die beiden tauchen tief ein in die Welt des Goldes ein und treffen Menschen, die den Preis für das edle Metall zahlen: Arbeiter, die unter lebensgefährlichen Bedingungen in illegalen Minen schuften, genauso wie Anwohner, deren Böden und Flüsse mit Quecksilber vergiftet sind. Je länger sie unterwegs sind, desto klarer wird: Jeder im Dorf ist beteiligt am illegalen Business, auch Personen bei denen man das gar nicht vermutet hat. Zu verlockend ist es, damit viel, sehr viel Geld zu verdienen.
Stell dir vor, du hast alles richtig gemacht. Jahrelang gelernt. Nachtschichten geschoben. Verantwortung übernommen. Du bist gut in deinem Beruf, in dem Leistung eigentlich über alles entscheiden sollte. Klar, du weißt, dass Frauen oft schlechtere Chancen haben. Dass manche übergangen, ausgebremst oder nicht ernst genommen werden. Aber du denkst: Für mich gilt das nicht. Ich bin gut. Ich arbeite hart. It's not me! Und dann, mitten in der Karriere, passiert etwas. Du bekommst die OP nicht. Die Beförderung geht an jemand anderen. Wieder entscheidet ein einzelner Vorgesetzter über deine Zukunft. Erst wirkt es wie ein Einzelfall. Dann passiert es noch einmal. Viele Ärztinnen erzählen genau das. Sie berichten von Chefärzten, die über ihre Zukunft bestimmen. Von Männern, die entscheiden, wer operieren darf, wer gefördert wird und wer auf der Stelle tritt. Von Sprüchen, die sie schlucken. Von Fehlern, die sie lieber nicht ansprechen. Und von dem Gefühl, dass Können allein oft nicht reicht. Für diese Recherche sprechen wir mit Ärztinnen aus ganz Deutschland. Wir wollen verstehen, wie viel Macht einzelne Vorgesetzte wirklich haben und was das für die Menschen bedeutet, die in diesem System arbeiten.
Ab Spätsommer 1980 gehen zehn junge Leute von West nach Ost, tauchen unter in der DDR. Im konspirativen „Objekt 74“ des Ministeriums für Staatssicherheit bei Briesen werden sie zu DDR-Bürgern „ausgebildet“. Sie erhalten gefälschte Papiere und neue Identitäten. Sie gehören zu den meistgesuchten Personen der Bundesrepublik Deutschland. Unter ihnen ist die damals 30-jährige Silke Maier-Witt, die seit 1977 Mitglied der Roten Armee Fraktion war, zur zweiten Generation der RAF zählte und zu den Entführern des ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer gehörte. Silke Maier-Witt und einige andere RAF-Mitglieder wollten schließlich aussteigen, das Leben im Untergrund war gefährlich, das Morden brutal. Der aktive Teil der zweiten Generation kann mit den zögerlichen Zweiflern nichts anfangen, sie sind Ballast für die Bewegung. Man will sie loswerden, in irgendein sozialistisches Land. Über Kontakte zur Stasi landen sie schließlich – überraschend – in der DDR. Ein scheinbar sicherer Rückzugsort. Aus Silke Maier-Witt wird Angelika Gerlach, aus einer im Westen mit Steckbrief gesuchten Top-Terroristin wird im Osten eine unscheinbare Krankenschwester. Dass die DDR zehn RAFlern Unterschlupf und ein bürgerliches Leben im eigenen Land gewährt, ist ein Staatsgeheimnis. Ein Bekanntwerden der Stasi-RAF-Kollaboration hätte zu schweren innerdeutschen Verwerfungen geführt. Das kann sich die DDR nicht leisten, denn sie ist auf finanzielle Unterstützung aus Bonn angewiesen. Deshalb setzt die Stasi alles daran, dass die Ex-Terroristen im eigenen Land nicht auffliegen. Eine RAF-Attentatsserie Mitte der 80er Jahre, zu der die Ermordung des Ministerialdirektors im Auswärtigen Amt Gerold von Braunmühl am 10. Oktober 1986 gehört, erhöht den Druck auf die Stasi, ihre „Schützlinge“ noch besser zu verstecken. Maier-Witt wird mit neuem Namen und neuer Identität als Sylvia Beyer nach Neubrandenburg „versetzt“. Als 1989 die Mauer fällt, weiß sie aber, dass das Versteckspiel aus ist. Im Frühsommer 1990 wird sie verhaftet. Die Zeit des Asyls im Arbeiter- und Bauernstaat ist für die Ex-Terroristen zu Ende. Silke Maier-Witt kooperiert bei der Aufklärung. Sie wird nach fünf Jahren Haft zur Bewährung entlassen.
Der preisgekrönte Filmemacher Claus Räfle rekonstruiert die Umstände, die zur Aufnahme der zehn RAF-Aussteiger in der DDR führten. Er erzählt am Beispiel von Silke Maier-Witt vom Leben im DDR-Alltag, vom Versuch, hier unauffällig heimisch zu werden, von den Ermittlungen westdeutscher Behörden und den Verschleierungstaktiken der Stasi. Claus Räfle redet mit Experten und Zeitzeugen – und mit Silke Maier-Witt. Wie schon in seinem Doku-Drama „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ (2017), das von Juden in der Zeit des Nationalsozialismus handelt, spürt Claus Räfle erneut einer Ausnahmesituation nach, die mit einem Identitätswechsel verbunden ist. Die Dokumentation verwebt Interviews und Archivmaterial mit KI-animierten Szenen (von Helmut Fischer und Parviz Balucci). So entsteht ein zeitgeschichtlicher Doku-Thriller.
Die „Germanische Neue Medizin“ versteht Krebs nicht als Krankheit, sondern als seelischen Konflikt. Sie lehnt die evidenzbasierte Medizin ab. Eine Lehre, die tödliche Folgen haben kann. „Seelenfänger: Der falsche Heiler“ zeigt in emotionalen Interviews und teils nachgespielten Szenen Menschen, die Familienmitglieder verloren haben, weil diese den Lehren der sogenannten „Germanischen Neuen Medizin“ vertrauten und auf medizinische Behandlung verzichteten. Obwohl der Begründer der Pseudomedizin, Ryke Geerd Hamer, seit 2017 tot ist, leben seine Ideen weiter – und werden vor allem im Internet immer weiter verbreitet.
Vom erfolgreichen Podcast zur Dokuserie
„Seelenfänger: Der falsche Heiler“ basiert auf den Recherchen für die fünfte Staffel des erfolgreichen BR-Podcasts „Seelenfänger: Diagnose Tod“, die am 14. März 2025 veröffentlicht wurde und sich ebenfalls mit den Auswirkungen der „Germanischen Neuen Medizin“ befasst hat. Die Dokuserie erzählt nun die Geschichte weiter und macht sichtbar, wie die Mechanismen funktionieren und weshalb gerade Menschen in Krisen für falsche Heilsversprechen anfällig sind. Die Podcast-Hosts Emeli Glaser und Dennis Müller führen durch die beiden Folgen der Dokuserie.
Alle Podcast-Staffeln von „Seelenfänger“ gibt es in ARD Sounds.
Ein Jahr lang begleitet die Doku Nadja Benaissa, Lucy Diakovska, Sandy Mölling und Jessica Wahls auf dem Weg zu ihrem 25-jährigen Bandjubiläum. Zwischen Proben, Erinnerungen und sehr persönlichen Gesprächen blicken die vier Frauen auf die Erfolge aber auch Tiefpunkte ihres gemeinsamen Weges zurück. Dabei geht es nicht nur um die Geschichte der erfolgreichsten deutschen Girlgroup, sondern auch um Themen wie Identität, Familie, Freundschaft, Mental Health und Selbstbestimmung. Eine Geschichte über Frauen, die sich immer wieder gefunden und neu erfunden haben.
Eine Einheit im Schatten der Demokratie: Das Kommando Spezialkräfte ist die geheimste Truppe der Bundeswehr und zugleich ihre umstrittenste. 2026 feiert das von Krisen und zahlreichen Legenden gekennzeichnete KSK sein dreißigjähriges Bestehen. Ursprünglich gegründet für die Befreiung deutscher Geiseln im Ausland, wird das KSK bald in vielen Krisengebieten eingesetzt. Christian, Mike und Philipp haben jahrelang in dieser abgeschotteten Welt verbracht, denn alle drei hatten den gleichen Traum: Sie wollten zu den Besten der Besten gehören. Exklusiv geben sie Einblick in das Innerste dieser Elitetruppe – von der berüchtigten „Höllenwoche“ über geheime Kommandoeinsätze auf dem Balkan und in Afghanistan bis hin zur tiefen Krise durch Rechtsextremismus-Vorwürfe. Es geht um Pflicht, Patriotismus, körperliche Höchstleistung und den Umgang mit dem Tod. Was ist die Motivation der Kommandosoldaten, sich in Krisengebieten in Lebensgefahr zu begeben, während zu Hause die Familie oft monatelang wartet?
Der Neuntklässler Lukas (Levy Rico Arcos) wächst in der „Platte“ der Berliner Gropiusstadt auf: Schule nervt, zu Hause nur Stress. Von den Gangs im Park möchte er sich fernhalten. Sein großmäuliger Kumpel Julius (Vincent Wiemer) legt sich jedoch beim Graskaufen mit den „Arabern“ an – und löst eine brutale Schlägerei zwischen Jugendgangs von Djamel (Wael Alkhatib) und Cem (Lucio101) aus. Am Ende muss ausgerechnet Lukas dafür bezahlen: Die „Araber“ verlangen 500 Euro als Wiedergutmachung. Wo soll Lukas, dessen Vater (Jörg Hartmann) arbeitslos ist, so viel Geld herbekommen? Nach einer durchzechten Nacht überreden ihn seine Kumpels Gino (Rafael Luis Klein-Hessling), Sanchez (Aaron Maldonado Morales) und Julius, die neuen Computer der Schule zu klauen. Tatsächlich gelingt der Einbruch überraschend leicht, doch nun tauchen neue Probleme auf. Um die heiße Ware zu verticken, muss Lukas seinem großen Bruder Marco (Luvre47) vertrauen, der selbst in Geldnöten steckt. Nun wird es noch gefährlicher…
Mit seinem preisgekrönten Kinofilm zeichnet David Wnendt eine ebenso raue wie berührende Milieustudie. Die Coming-of-Age-Geschichte von vier Jugendlichen, die im Hitzesommer 2003 spielt, lässt in eine Welt von Gewalt, Kriminalität und Perspektivlosigkeit eintauchen, in der ihre Freundschaft den einzigen Halt bietet. Als Vorlage diente der gleichnamige, autobiografisch inspirierte Bestseller von Felix Lobrecht, der zusammen mit Wnendt das Drehbuch schrieb. Originalschauplätze im berüchtigten Problembezirk Neukölln, der exzellente Rap-Soundtrack und die Besetzung mit Kids aus dem Kiez geben dem Film eine berührende Authentizität.
Die erfolgreiche Comedy-Impro-Show „falsch, aber anders lustig“ ist mit sechs brandneuen Folgen zurück in der ARD Mediathek! Gastgeber Moritz Neumeier begrüßt wieder die feinste Auswahl an Comedians, Influencer:innen und Schauspieler:innen, um in kuriosen Spielen die lustigsten Antworten zu geben, auch und gerade, wenn sie falsch sind. Denn das ist alles, was zählt. Zum Beispiel wird der Bau der Berliner Mauer endlich korrekt wiedergegeben. Wir sehen, was passiert, wenn Friedrich Merz unangekündigt vor der Tür steht oder Heidi Reichinnek bei der Logopädin aufschlägt. Aber auch Service wird in der ARD großgeschrieben, indem geklärt wird, wie man in drei Schritten (sicher nicht) reich wird.
u.a. mit dabei: Florentine Osche, Teresa Reichl, Katrin Bauerfeind, Fred Costea, Simon Stäblein, Eva Karl Faltermeier, Niklas van Lipzig, David Martin, Rebecca Pap, Emilia Suchlich u.v.m.
Motsi und Oti Mabuse gewähren erstmals private Einblicke in ihr echtes, authentisches (Familien-) Leben. Sie öffnen die Türen zu ihrer Welt: bunt, laut, voller Lebensfreude- aber vor allem emotional und zutiefst persönlich.
Die sechsteilige Personality-Doku begleitet die international bekannten und erfolgreichen Schwestern abseits des Rampenlichts. In London, wo Oti Mabuse mit ihrem Mann Marius und der gemeinsamen Tochter lebt und in Kelkheim, wo Motsi Mabuse, ihr Mann Evgenij und ihre Tochter ein Zuhause gefunden haben.
Motsi und Oti Mabuse teilen fröhliche und schillernde Erlebnisse, wie die ausgelassene Feier zu Motsis 45. Geburtstag, aber auch die Glückseligkeit über einfache Dinge wie ein gemeinsames Barbecue mit ihren Familien.
Die Frage nach Identität und Heimat sind ständige Begleiter der beiden Schwestern. In Südafrika haben sie ihre Kindheit verbracht, hier lebt weiterhin ihre dritte Schwester Phemelo Mabuse, genau wie die Eltern Peter und Dudu Mabuse. Während eines Besuchs in Pretoria macht Motsi Mabuse eine Reise in ihre Vergangenheit und kehrt zurück an die Orte und zu den Menschen, die ihre Kindheit geprägt haben. Und sie erkennt, wer und was sie zu dem Menschen gemacht hat, der sie heute ist.
Eine junge Frau aus Goslar beschuldigt ihre Mutter und ihren Stiefvater des jahrelangen sexuellen Missbrauchs – mit grauenvollen Details zu Gruppenvergewaltigungen, Folter und einem Mordplan. Die Eltern werden zu hohen Haftstrafen verurteilt, die Mutter sogar mit anschließender Sicherungsverwahrung. Wenige Jahre zuvor hatten Josephine und ihre Mutter mit ihren Partnern noch eine Doppelhochzeit gefeiert, es soll Josephines Idee gewesen sein. Jetzt war sie die Zeugin der Anklage, gegen ihre Eltern. Die Justiz glaubte Josephine, die Medien glaubten ihr. Auch ihren damaligen Ehemann beschuldigte sie der Vergewaltigung.
Doch dann kommen Zweifel auf: Was, wenn Josephine R. gar kein Opfer ist? Die Ermittler der Kriminalpolizei hatten schon sehr früh festgestellt: Allein die Chatverläufe von Josephine R. passen rein zeitlich nicht mit ihren Anschuldigungen zusammen. Sie befürchteten, die Eltern würden zu Unrecht in Untersuchungshaft sitzen.
In der neuen ARD Crime Time-Staffel „Der Fall Josephine R.“ spricht ein damals leitender Kripobeamter über seine Arbeit und über seine Zweifel. Doch die zuständige Staatsanwaltschaft blieb bei ihrem Kurs. Das Landgericht Braunschweig stützte sich in seinem Urteil wesentlich auf die Anschuldigungen von Josephine R. Später kritisieren Bundesrichter, es sei gar nicht geprüft worden, ob Josephine R. überhaupt aussagetüchtig gewesen sei.
Die Eltern von Josephine erzählen in der dreiteiligen ARD Crime Time-Serie erstmals exklusiv vor einer Kamera von plötzlichen Verhaftungen und von 684 Tagen in Haft. Über eine traumatische Zeit, in der ihnen kaum jemand geglaubt hat.
Autorin der ARD Crime Time Staffel ist Ina Kessebohm, produziert wurde sie von der beetz brothers film production im Auftrag des NDR.
Die Dokumentation zeichnet das außergewöhnliche Leben eines der erfolgreichsten Formel-1-Fahrer nach. In vier Episoden beleuchtet sie nicht nur Vettels Weg vom motorsportbegeisterten Jungen zum vierfachen Weltmeister, sondern auch die persönlichen Konflikte und Wendepunkte seiner Karriere. Im Mittelpunkt stehen sein unermüdlicher Ehrgeiz, die sportlichen Erfolge sowie seine zunehmende Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und ökologischen Themen. Mit exklusiven Interviews, seltenem Archivmaterial und sehr persönlichen Einblicken des Protagonisten zeigt "Being Sebastian Vettel“ einen Menschen, der sich immer wieder neu hinterfragt.
„Die Carolin Kebekus Show“ ist zurück! Ab dem 22. Oktober 2026 werden in der ARD Mediathek und im Ersten wöchentlich sieben neue Folgen ausgestrahlt. Wie gewohnt erwartet die Zuschauenden ein einzigartiger Genre-Mix aus Stand-up, Musik, Sketchen und humorvollen Aktionen mit fantastischen Gästen (u. a. Motsi Mabuse, Bastian Pastewka und Mai Thi Nguyen-Kim). Im Mittelpunkt steht Deutschlands erfolgreichste Komikerin Carolin Kebekus, ihr Humor und ihre klare Haltung –authentisch und unverstellt. Mit dabei sind außerdem Künstlerinnen und Künstler, die bereits zur „DCKS-Familie“ zählen, wie Comedienne Maraam und die Content Creator Niklas & David. Es wird witzig, überraschend, persönlich, meinungsstark und vor allem sehr, sehr lustig!
ARD-Korrespondentin Gudrun Engel reist vor den anstehenden Midterms kreuz und quer durchs Land – wie fühlt es sich an, für die Amerikaner – zwei Jahre unter Trump? Beurteilen sie seine Arbeit an den Wahlurnen mit?
In Minneapolis trifft sie nach den Razzien der Einwanderungsbehörde ICE auf traumatisierte Menschen, die kämpferisch sagen: Nicht mit uns! Andere fürchten eine Einschüchterung durch Bundes- oder Polizeibeamte an den Wahllokalen und eine mögliche Einflussnahme auf Wahlgesetze/Abläufe durch die Regierung. Bei Schulungen zum Schutz der Demokratie proben sie für einen möglichen Ernstfall am Tag der Wahl.
In Idaho hat Shay Myers Trump beim letzten Mal seine Stimme gegeben, jetzt ist er frustriert wegen dessen undifferenzierter Migrationspolitik. Seine Botschaft: Wenn wir alle Arbeiter aus Lateinamerika einfach rauswerfen, werden wir verhungern. Und dann auch noch die gestiegen Preise. Durch den Iran-Krieg sind Benzin/Diesel und Dünger deutlich teurer geworden.
Bei Turning Point USA halten sie zu Trump. Hier geht es nicht um Preise – es geht um das Bild der Gesellschaft. Es ist ihnen wichtig, eine Wende zu schaffen – weg von der Wokeness, zurück zu einem konservativen Amerika. Bei den bevorstehenden Kongresswahlen steht Donald Trump zwar nicht selbst auf dem Stimmzettel, aber an den Wahlurnen wird auch über seine Politik abgestimmt.
Der Präsident selbst tut also alles dafür, dass seine schlechten Umfragewerte nicht zu einem schlechten Wahlergebnis für die Republikaner werden. Wahlkreisreformen, Wahlgesetzte verändern, jetzt schon vor möglichem Wahlbetrug warnen und das Vertrauen in das System erschüttern.
Und zum ersten Mal soll es auch vor den Kongresswahlen einen Parteitag der Republikaner in Texas geben, um alle einzuschwören Ob das funktioniert? An der Basis jedenfalls, bei den Wählern, sind Meinungsfreiheit und Demokratie ein Hohes Gut, wie Gudrun Engel erfährt.
Ein Film von Gudrun Engel und Ulrike Brincker Redaktion: Nicole Ripperda, Beate Schlanstein
Die „Baltic Charisma“ bricht zur Übernachtfahrt von Stockholm nach Helsinki auf. Von der Sicherheitsoffizierin Pia Hautaranta (Jessica Grabowsky) unbemerkt, schmuggelt eine Frau (Tuppence Middleton) ihren betäubten Sohn (Kolbjörn Skarsgård) im Koffer in einer der Kabinen. Nur sie weiß, welche Gefahr der „Blinde Passagier“ für alle bedeutet. An Bord herrscht indessen ein guter Mix aus illustren Partygästen, Alleinreisenden und Familien. Sicherheitsoffizierin Pia Hautaranta rechnet mit einer eher ruhigen Nacht. Auf dem Programm steht eine Show mit dem Superstar Nadja (Phoenix Jackson Mendoza) ebenso wie Karaoke mit dem abgehalfterten Entertainer Dan (Björn Bengtsson). Alles verspricht eine angenehme Überfahrt. Doch dann schafft es der Blinde Passagier, aus seiner Kabine auszubrechen. Der unscheinbare Walter ist ein Vampir, dessen Biss seine Opfer in einen wilden Blutrausch versetzt. Als erste Reisende spurlos verschwinden, der Entertainer Dan gebissen wird und sich der Schrecken immer sichtbarer ausbreitet, beginnen der junge Albin (Orlando Wahlsteen) und seine Teenager-Cousine (Lissa Edil) als Erste zu begreifen, was wirklich vor sich geht. Aber erst als der Horror immer stärker um sich greift und die Gebissenen das Schiff zu übernehmen drohen, erkennt auch Pia Hautaranta, dass sie jetzt alles riskieren muss, um eine Katastrophe zu verhindern…
In einem neuen Infotainment-Format wird Alexander Prinz zum Quizmaster und führt bekannte Gesichter durch Festungen verschiedener Regionen. Dabei hat er eine Menge Burgenwissen und Legenden im Gepäck. Seine Gäste müssen herausfinden: Was ist wahr? Was bloß frei erfunden?
Alles Humbu(r)g?
Alexander Prinz aka "Der Dunkle Parabelritter" ist Creator und absoluter Mittelalter-Nerd. Bei seinen Streifzügen durch mittelalterliche Festungen hat er bekannte Gäste dabei und glänzt mit historischer Sachkenntnis. Vermeintlich, denn er versucht, die sie gezielt auf die falsche Fährte zu locken. Erkennen die Gäste die wahre Geschichte? Oder lassen sie sich von Prinz' Redekünsten täuschen? Vor der Kulisse markanter Burgen stellen sie sich seiner Challenge.
Prominente aus der Region erkunden ihre Heimat
Mit dabei ist Schauspielerin Davina Fox, die statt im Ludwigshafener Tatort ausnahmsweise auf der Pfälzer Hardenburg ermittelt. Sternekoch Robin Pietsch lernt auf Burg Falkenstein im Harz die mittelalterliche Küche kennen und Comedian Tony Bauer kommt mit viel Humor der Geschichte von Burg Altena im Sauerland näher.
Das dreiteilige Format setzt auf die Verbindung von historischen Fakten, regionalem Erleben und spielerischen Elementen und ist ab 24. Oktober in der ARD Mediathek verfügbar.
Während die etablierten Kirchen Mitglieder verlieren, bleibt auch bei jungen Menschen die Sinnsuche. Neu-religiöse Bewegungen bieten vielerorts eine Alternative. Doch unter ihnen befinden sich auch schwarze Schafe. Aussteiger berichten von psychischem Druck und Abhängigkeiten. team.recherche taucht ein in die Welt sektenähnlicher Gruppierungen, recherchiert undercover und erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die den Druck ihrer Gruppe nicht mehr aushielt. Wo finden Betroffene wie sie Unterstützung und welche Rolle übernimmt der Staat dabei?
Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Und auch wenn sich nicht jeder Mensch an seine Träume erinnert – jeder von uns träumt dabei: vom Alltag, von faszinierenden Fantasiewelten aber auch von verstörenden Horrorszenarien. Was sagen Träume über uns aus? Sind wir belastenden Träumen hilflos ausgeliefert? Und können wir Träume eventuell sogar aktiv gestalten? Die Dokumentation begleitet drei Menschen dabei, ihre Träume besser zu verstehen.
Berlin, Januar 1933: Mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler beginnt das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) ermittelt in einer Mordserie an ehemaligen Frontsoldaten. Verbindungen und Motive reichen in das Jahr 1918 zurück. Eine brisante Akte ist verschwunden, die Hitlers Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg in ein neues Licht rückt. Politischer Sprengstoff, und die Betroffenen scheinen vor nichts zurückzuschrecken, um die Akte in ihren Besitz zu bringen – auch nicht vor Mord. Als Gereon Rath (Volker Bruch) plötzlich spurlos verschwindet, weiß Charlotte nicht, ob sie ihn je wiedersehen wird.
Die fünfte Staffel „Babylon Berlin“ verbindet Motive von Volker Kutschers Roman „Märzgefallene“ mit dem großen Figurenensemble der Serie. Acht neue Episoden beleuchten die Tage zwischen Machtübernahme und Reichstagsbrand.
Begleitend zu „Babylon Berlin“: die Doku, das Game und eine Hörspielserie.
Berlin Anfang 1933. In nur wenigen Wochen zerstören die Nationalsozialisten die Weimarer Demokratie – die demokratischen Institutionen werden ausgeschaltet, politische Gegner und Juden verfolgt, Recht und Gesetz ausgehebelt – die historische Kulisse für die fünfte Staffel der Kult-Serie „Babylon Berlin“. Die Doku zur Serie beleuchtet diese ersten Wochen des NS-Regimes anhand der Schicksale von sieben Menschen. Während manche wie die Journalistin Gabriele Tergit und der Kommunistenführer Ernst Thälmann schnell zu Opfern des NS-Terrors werden, treiben andere wie der Finanzfachmann Hjalmar Schacht und der neue Berliner Polizeipräsident Magnus von Levetzow den Aufbau der Diktatur voran und machen Karriere.
Mit nachkoloriertem Archivmaterial und aufwändigen Animationen erweckt die Dokumentation das damalige Berlin zum Leben.
Ein Film von Christian Jakob
Der 11. September 2001 veränderte die Welt. Doch wie wurden aus einem einzigen Tag die Erschütterungen, die bis heute nachwirken? Die 90-minütige Dokumentation SEPTEMBER von Johan von Mirbach erzählt die Geschichte der Terroranschläge neu - verdichtet auf die 30 Tage eines Monats, der das 21. Jahrhundert prägte. SEPTEMBER zeigt, wie aus Trauer Krieg wurde, wie Freiheit gegen Sicherheit eingetauscht wurde – und warum die Welt, die wir heute kennen, in jenem Herbst begann. Mit unveröffentlichtem Archivmaterial und eindringlichen Zeitzeugen-Berichten rekonstruiert der Film die Atmosphäre jener Wochen. Im Mittelpunkt stehen Menschen, deren Leben sich für immer veränderte: eine IT-Expertin, die den Einschlag in Manhattan aus nächster Nähe erlebte; ein deutscher Ersthelfer am Ground Zero; eine Baggerfahrerin, die den Schutt wegräumte. Auch politische Stimmen kommen zu Wort: Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil war damals in New York und erinnert sich an jene Tage, die alles veränderten. Joschka Fischer, damals Außenminister, sorgte sich um die Beziehung zu den USA.
„SEPTEMBER“ ist eine Produktion von SPIEGEL tv im Auftrag von WDR (Federführung), BR und NDR.
Auftakt zur neuen „Tatort“-Saison:
Charlotte Lindholms (Maria Furtwängler) jüngster Fall führt sie ins niedersächsische Kleinhude in ein sogenanntes Demenzdorf, wo Menschen mit Demenz ein normales Alltagsleben ermöglicht wird. Einer der Bewohner, der allseits beliebte Herr König (Thomas Thieme), soll ein Serientäter sein und sieben Menschen ermordet haben. Behauptet zumindest Hauptkommissar Vogel (Andreas Lust). Wütend, weil ihm keiner glaubt, bittet Vogel Charlotte Lindholm um Hilfe. Doch auch Vogel hat ein Geheimnis: genau wie die Leitung des Demenzdorfes.
Im Laufe ihrer Ermittlungen beginnt Charlotte selbst, an ihrer Erinnerung zu zweifeln. Aber sie täuscht sich nicht: Hier gibt es mehrere Verdächtige.
Wer ist Werwolf, wer ist Dorfbewohner? Die zweite Staffel der mit dem Deutschen Entertainment Award ausgezeichneten ARD Reality-Gameshow „Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“ startet im September.
Erneut ziehen außergewöhnliche Persönlichkeiten in ein geheimnisvolles Dorf – und in einen Wald voller Lügen. Jeder erhält per Zufallsprinzip eine geheime Rolle. Ein Teil der Spielenden wird zu Werwölfen, die sich als harmlose Dorfbewohner tarnen, doch nur ein Ziel haben: die anderen nach und nach zu eliminieren – ohne selbst enttarnt zu werden. Jeder Blick, jedes Zögern und jede noch so kleine Geste kann Verdacht erregen. Wer spielt ein doppeltes Spiel? Wem gelingt es, die Gruppe zu manipulieren? Und wem kannst du trauen, wenn alle lügen?
Die Reality-Gameshow basiert auf dem beliebten Gesellschaftsspiel „Die Werwölfe von Düsterwald".
„Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“ in der ARD Mediathek: Episoden 1–4 ab 24. September Episoden 5–8 ab 01. Oktober Episoden 9–12 ab 08. Oktober
Das Erste zeigt vier Episoden von „Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“: Episoden 1 und 2 am 24. September ab 18:50 Uhr Episoden 5 und 6 am 1. Oktober ab 18:50 Uhr
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wirft ihre Schatten voraus. Die Reportage „Schwarz, Rot, Blau“ erzählt vom Leben auf dem Land – dort, wo Wahlen entschieden werden und politische Entwicklungen ganz konkret spürbar sind. Ausgangspunkt ist eine Tankstelle in Arendsee in der Altmark.
Hier lebt und arbeitet die 24-jährige Unternehmerin Marie Landsberg. Sie hat den Familienbetrieb übernommen und sich bewusst für ein Leben in ihrer Heimat entschieden. Doch Bürokratie, hohe Kosten und eine vielerorts mangelhafte Infrastruktur prägen ihren Alltag. Ihr Vater Alfred, der diese Entwicklungen über Jahrzehnte verfolgt hat, blickt zunehmend ernüchtert auf die Politik.
Auch der Landwirt Jacques Köpke steht unter Druck. Der 28-Jährige kämpft mit wirtschaftlichen Unsicherheiten und den Folgen von Ernteausfällen. Wiederholt hat er sich mit seinen Sorgen an politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger gewandt – ohne die erhofften Antworten zu erhalten. Das Gefühl, nicht gehört zu werden, teilt er mit vielen Menschen in der Region.
Eine andere Perspektive vertritt Anne Buch. Die Grafikdesignerin engagiert sich für demokratische Teilhabe und die Interessen junger Menschen in der Altmark. Sie setzt auf Dialog statt Polarisierung und möchte dazu beitragen, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt auch in politisch aufgeheizten Zeiten erhalten bleibt. Doch immer mehr ihrer Mitstreiterinnen wollen weg aus Sachsen-Anhalt. Anne Buch will bleiben.
Zwischen Unzufriedenheit, Veränderungswünschen und demokratischem Engagement begleitet die Reportage Menschen, die stellvertretend für viele andere stehen. Entstanden ist ein vielschichtiges Porträt eines Bundeslandes auf der Suche nach seinem politischen und gesellschaftlichen Kurs.
Ein Film von Christin Simon und Benjamin Arnold
Was machen drei Wochen offline mit mir? Die dreiteilige Doku „Schule ohne Smartphone – Das Experiment mit Tobi Krell“ geht dieser Frage gemeinsam mit rund 100 Schüler:innen nach. Bei dem Selbstversuch stehen Wohlbefinden, Konzentrationsfähigkeit und der Schlaf auf dem Prüfstand – von einem Team wissenschaftlich begleitet. Welche spür- und messbaren Veränderungen gibt es? Welche Skills und Freiräume entdecken die Jugendlichen ohne die permanente digitale Ablenkung? Und was machen drei Wochen Handy-Verzicht mit dem Familienleben? Die ARD Wissen-Doku geht den Fragen einfühlsam nach, zieht Bilanz und ermuntert zur digitalen Auszeit.
Die Miniserie „Schule ohne Smartphone – das Experiment mit Tobi Krell“ erscheint im Rahmen der ARD Mitmachaktion #unsereKinder am 2. September in der ARD Mediathek.
Tahsim Durgun, preisgekrönter Content-Creator und Bestsellerautor, zählt zu den spannendsten jungen Stimmen Deutschlands. In einer neuen Comedy-Serie des WDR für die ARD Mediathek tritt Tahsim Durgun gemeinsam mit einer kurdischen „Tante", die stellvertretend für die Generation von Tahsims Mutter steht, eine ultimative Deutschlandreise an – ein Roadtrip zwischen Hochkultur und Hobby Horsing, Bauernhof und Ballermann, bei dem er feststellt: Deutschland ist ein vielseitiges Land, aber auch ein Land voller Widersprüche.
Zwischen Kleingarten-Paragrafen und Fußballstadien versucht Tahsim, der Tante Zeynep Deutschland näherzubringen. Sie treffen jede Menge prominente Gäste wie Herbert Grönemeyer, Klaas Heufer-Umlauf, Kurt Krömer, Edin Hasanović, Laura Larsson, die Podcaster Niklas & David, die Comediennes Maraam und Tülin Sezgin sowie die Musiker KC Rebell und Summer Cem. Außerdem erleben sie absurde Abenteuer: Sie suchen Kurdistan in einem großen Freizeitpark, probieren sich im Jodeln und kontrollieren mit dem Kleingarten-Sheriff Regelverstöße. Ganz nebenbei kommen sie sich näher, wenn sie über ihre migrantisch geprägten Familien sprechen, über Alltagsrealitäten und ihre Weltanschauungen.
14. September 2026: Hardtekk, Hass und Hitlergrüße – Wie Rechtsradikale die Rave-Szene unterwandern (AT) (Radio Bremen/MDR)
Hardtekk-Partys wirken auf den ersten Blick wie Kindergeburtstage für Erwachsene: laut, schnell, exzessiv. Doch zwischen Stroboskop-Licht und 200 BPM tauchen immer häufiger Reichsflaggen und andere rechtsextreme Codes auf. Artists und Partygänger tragen Kleidung und Tattoos mit rechter Symbolik, in den Tracks finden sich entsprechende Anspielungen. Was viele für ironische Provokation halten, wird zur Eintrittskarte in ein Milieu, in dem Menschenfeindlichkeit einfach mitfeiert – besonders in Regionen, wo sonst wenig geboten ist. Y-Kollektiv-Reporter gehen dieser Entwicklung nach, begleiten Nächte in der Hardtekk-Szene und konfrontieren Protagonist:innen, die sich „unpolitisch“ nennen, aber Neonazi-Ästhetik verbreiten.
Ab 28. September 2026: Y-History: Aussortiert im Schulsystem? (HR)
Warum ist Schule so ungerecht? Und warum dürfen Kinder schon im Alter von neun, zehn Jahren nicht mehr gemeinsam lernen sondern werden auf verschiedene Schulformen verteilt? In kaum einem Land ist die Herkunft so entscheidend für den Schulerfolg wie in Deutschland. Das sehen nicht nur Jugendliche und junge Erwachsene so, die zu Tausenden ihre persönlichen Bildungsgeschichten auf Social Media posten – es wird uns regelmäßig (und fast einhellig) auch von Bildungsforschern bescheinigt. Y-History-Reporter Adrian Oeser war selbst mal so ein Kind, das um ein Haar „aussortiert“ wurde. Er geht für diesen Film zurück an seine alte Grundschule und begegnet Viertklässlern, denen es so geht wie ihm damals. Er besucht eine Schule in Estland, wo alle bis inklusive die 9. Klasse gemeinsam lernen. Und er wühlt im Archiv: Das Gefühl, dass Schule nicht gerecht ist, gibt es schon lange. Aber warum hat sich dann am deutschen Schulsystem bis heute kaum etwas geändert?
28. September 2026: Y-History: Der POKÉMON-Hype – Vom Schulhof zum Milliardenmarkt (AT) (Radio Bremen/HR)
151 pixelige Monster, entwickelt von einem introvertierten Insektensammler in Tokio – heute ist Pokémon das erfolgreichste Medien-Franchise der Welt. Über 150 Milliarden Dollar Umsatz, Millionen Fans, Sammelkarten, die für sechsstellige Summen gehandelt werden. Y-Kollektiv-Reporter Frederik Fleig gehörte zur ersten Pokémania-Generation. Zum Doppeljubiläum – 30 Jahre Pokémon und 10 Jahre Pokémon GO – holt er die alten Karten vom Dachboden seiner Mutter, lässt ihren Wert schätzen und taucht zurück in den Kosmos seiner Kindheit. In Deutschland und Japan sucht er nach dem Geheimnis eines Phänomens, das seit drei Jahrzehnten immer neue Generationen begeistert. Der Film begleitet Kinder auf dem Schulhof, erwachsene Sammler auf Großevents und Verantwortliche hinter der Marke – und fragt: Wie wurde aus einem Gameboy-Spiel ein globales Dauerphänomen? Und warum fasziniert Pokémon bis heute?
Ein unbeschwerter Mädelstrip wird zum Alptraum; Ida (17), ihre erste große Liebe Cecile (18) und Michelle (21), die Exfreundin ihres Bruders, sind BFF – Best Friends Forever. Nach einem gemeinsamen Trip nach Bolivien werden sie am Flughafen mit 22 Kilo Kokain im Gepäck verhaftet. Die drei beharren darauf, dass jemand ihnen die Drogen untergeschoben hat, doch niemand glaubt ihnen. Sie werden bis auf weiteres im Frauengefängnis in Cochabamba festgehalten und müssen in einer für sie schockierenden Lebensrealität bestehen. Ihr Alltag ist fortan von harter Arbeit und Korruption geprägt. Als die erhoffte Hilfe durch das norwegische Außenministerium ausbleibt, wird die Freundschaft der drei auf eine harte Probe gestellt.
Nachdem sich bald abzeichnet, dass jede für sich allein kämpfen muss, werden der Journalist eines Männermagazins und ein wortkarger Söldner zu Idas ungeahnten Verbündeten. Mit einem waghalsigen Fluchtplan riskiert sie alles und steht schließlich vor der entscheidenden Frage, ob sie es sicher zurück nach Hause schaffen oder der Amazonas zu ihrem endgültigen Gefängnis wird.
Die norwegisch-deutsche Koproduktion ist inspiriert von wahren Begebenheiten.
Die Serie entstand im Rahmen der FabFiction-Initiative von WDR, NDR und SWR.
Zum 50. Geburtstag von „extra 3“ wird es besonders: Christian Ehring moderiert eine einmalige Geburtstagsshow mit dem aktuellen „extra 3“-Ensemble und prominenten Gästen aus der deutschen Satire- und Comedylandschaft. Freuen Sie sich auf scharfe Polit-Satire, live Musik, pointierte Sketche im Studio und die satirischen Filme, die „extra 3“ seit Jahrzehnten auszeichnen. Mit dabei sind Oliver Welke, Katrin Bauerfeind, Collien Fernandes, Maxi Schafroth, Michael Mittermeier, Florentine Osche, Kawus Kalantar, Maike Kühl, Max Giermann, Sarah Bosetti, Riccardo Simonetti und Oliver Kalkofe. Gemeinsam versprechen sie einen Abend voller Witz, Satire und überraschender Momente.
Ebenfalls ab 17. September 2026 in der ARD Mediathek (und um 00:05 Uhr im Ersten):
50 Jahre extra 3 – Die Doku
Freddy Radeke und Jakob Leube aus dem „extra 3“-Ensemble präsentieren die Doku zum großen Jubiläum! Die Mission der beiden ist klar: Wie zur Hölle konnte sich diese Sendung 50 Jahre lang halten? Auf ihrer Reportage-Reise treffen sie „extra 3“-Moderator Christian Ehring, aber auch Ex-Moderatoren wie „extra 3“-Legende Hans Jürgen Börner und Tobi Schlegl und graben Archiv-Perlen aus. Prominente Comedians und Satiriker:innen wie Maren Kroymann und Florentine Osche reagieren auf historische Ausschnitte und kommentieren die Geschichte der Sendung sowie die Entwicklung des Humors und der Satire in Deutschland. Das alles im Stil einer klassischen Presenter-Reportage, die Radeke und Leube in Form und Stil satirisch parodieren – und in der sie sich Tipps von erfahrenen Presentern wie Ingo Zamperoni und Jessy Wellmer holen.
Viele Menschen fühlen sich in Bus und Bahn nicht mehr sicher. Die "ARD Story“ fragt, wie es um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr steht und was nötig ist, damit Fahrgäste sowie Fahrerinnen und Fahrer sich wieder geschützt fühlen.
Die Doku begleitet Beschäftigte und Fahrgäste im Nahverkehr und zeigt, wie sie mit Gewalt, Bedrohungen und Angst umgehen. Fahrerinnen und Fahrer der Rheinbahn in Düsseldorf berichten von Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffen. „Wenn Männer aggressiv und laut werden, hat man immer ein mulmiges Gefühl“, sagt Straßenbahnfahrerin Sabine Weigle.
Die Rheinbahn reagiert mit neuen Sicherheitskonzepten. Dazu gehören KI-gestützte Kameras, Bodycams und zusätzliche Sicherheitskräfte. „Ich möchte, dass die Menschen - sowohl die Fahrgäste als auch die Mitarbeiter - spüren, dass wir ihre Ängste und Sorgen ernst nehmen, handeln und dass wir darauf einzahlen wollen, jeden Tag besser zu werden“, sagt Vorstandsvorsitzende Anette Grabbe.
Die Doku nimmt auch die Perspektive der Fahrgäste in den Blick und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen von Zivilcourage. Ein Dresdener Fahrgast berichtet, wie er in einen Streit in der Bahn verwickelt war: „Da haben die Leute weggeguckt. Ich würde sagen aus Angst. Aus Angst nicht zu wissen, was vielleicht als nächstes passiert“.
„Nächster Halt: Auf die Fresse? Angst in Bus und Bahn“ sucht Antworten auf die Frage, wie der öffentliche Nahverkehr wieder ein sicherer Ort für alle werden kann.
Hubschrauber "Christoph 22" ist am Militärkrankenhaus in Ulm stationiert – von dort fliegt er von frühmorgens bis in die Nacht hinein zu den unterschiedlichsten Einsätzen. Oft ist er das einzige und schnellste Rettungsmittel in dringenden Notfällen.
Ob Verkehrsunfälle, Reanimationen oder schwere Verletzungen in Heimen und privaten Haushalten – das Team aus Pilot, Notarzt und Sanitäter wird immer dann gerufen, wenn wirklich jede Minute zählt. Auch in der neuen Staffel der „Heli-Retter“ begleitet die Kamera das Notarzt-Team hautnah bei ihrem Wettlauf gegen die Zeit.
England in den 1990ern: Rachel (Lara McDonnell) und ihre Freundinnen Debbie (Jessie Mae Alonzo), Heather (Eliza Dobson), Claire (Carragon Guest) und Zoe (Nandi Sawyers-Hudson) entfliehen dem oft nervigen Teenager-Alltag aus Schulstress, streitenden Eltern und den beengten Verhältnissen ihres Heimatortes mithilfe der gehypten Band "The Boys". Sobald sie die Songs der Boygroup hören, fühlen sie sich schön, mutig und stark genug, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Jahre später allerdings hat sich nicht nur die Band getrennt, auch die Mitglieder der inzwischen erwachsenen Clique haben sich auseinandergelebt. Da kündigen "The Boys" überraschend ein Comeback-Konzert in Athen an. Aus Spaß nimmt Rachel (jetzt Aisling Bea) an einem Radio-Wettbewerb teil – und gewinnt tatsächlich Tickets für den Auftritt! Für sie ist klar: Sie muss mit ihren einstigen Freundinnen dort hin. Tatsächlich schafft sie es, Heather (Alice Lowe), Claire (Jayde Adams) und Zoe (Amaka Okafor) zu dem Trip zu überreden. Doch während der zunehmend chaotisch verlaufenden Reise müssen sie feststellen, dass Nostalgie allein die alten Konflikte zwischen ihnen nicht lösen kann...
Das gleichnamige Musical des britischen Dramatikers Tim Firth ("Kalender Girls") war ein internationaler Erfolg. In Deutschland begeisterte das Stück in Berlin sowie in München mit seinen sympathischen Heldinnen und den Kult-Hits von "Take That" sein Publikum. Auch die Verfilmung setzt auf die erfrischende Story, ausgelassene Choreografien und viel Nineties-Charme, so dass nicht nur eingefleischte Fans von Robbie Williams, Gary Barlow und Co. ihren Spaß haben werden. Vielmehr feiert "Greatest Days" die Kraft der Freundschaft und die der Musik. Damit reißt die Komödie Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Boygroup-Ära selbst als Teenager erlebt haben, genauso mit wie Jüngere, die wissen wollen, wie die Eltern ihre Teenagerzeit verbracht haben.
Paris ist die „Stadt der Liebe“ – nicht Rom, nicht Madrid, nicht Berlin. Dieses Label gilt schon seit der Epoche der Romantik, als sich Dichter und Künstler aus ganz Europa in Paris trafen und dieses Bild prägten. Seit einigen Jahren, verstärkt durch Instagram und Co., schlägt dieses Narrativ immer höhere Wellen und zieht zahlungskräftige Klientel aus aller Welt an.
Das Geschäft rund um die „Stadt der Liebe“ boomt. Täglich werden Dutzende Heiratsanträge gemacht – vor der Kulisse der „‚romantischsten Stadt der Welt“. Meist ist der Eiffelturm im Hintergrund. Die Paare kommen aus aller Welt – ein Antrag in Paris gilt als „Traum, der wahr wird“. Serien wie „Emily in Paris“ tun ihr Übriges. Zum Entzücken der Touristen, zum Leidwesen vieler Pariserinnen und Pariser.
Die Doku zeigt Menschen, die mit dem romantischen Bild der französischen Hauptstadt ihr Geld verdienen. Chantelle organisiert Heiratsanträge für Gutbetuchte. Nadine zeigt deutschen Besuchern die Drehorte von „Emily in Paris“. Julien entwirft Prinzessinnenkleider für seine Kundinnen. Vanessa und Siranjivi verkaufen Tickets für ihre Hochzeit. Und Laura und Holly beschäftigen sich auf Social Media mit dem Liebesleben ihrer Interviewpartner – mit einer guten Portion Humor.
Was genau macht Paris zur Stadt der Liebe? Und ist es nur das Image oder gibt es wahre Romantik an diesem mit Klischees überladenen Ort?
Ein Film von Sabine Bohland und Stefanie Vollmann
Im Ernstfall ihr Vaterland tapfer zu verteidigen, diesen Eid schwören auch Frauen bei der Bundeswehr. Seit 25 Jahren stehen ihnen hier alle Laufbahnen offen. Sie hoffen auf Herausforderungen, aber vor allem auf Kameradschaft. Die ist bei der Bundeswehr sogar gesetzlich verankert, als soldatische Pflicht. Doch statt Kameradschaft erleben Soldatinnen oft Diskriminierung und sexuelle Übergriffe. Das zeigen die Recherchen von REPORT MAINZ.
Hat der frauenfeindliche Umgang System? Denn nicht nur in der Fallschirmjäger-Kaserne in Zweibrücken, die immer wieder mit Skandalen Schlagzeilen machte, kam es zu Fällen von sexueller Gewalt. Betroffene berichten in der Dokumentation über ihre Erlebnisse in der Truppe. Es herrsche eine Kultur, in der Ausbilder und auch Vorgesetzte kritische Situationen bagatellisieren, tolerieren, manchmal sogar befeuern. Nur etwas mehr als dreizehn Prozent der Soldaten sind Frauen, sie bilden somit eine kleine Minderheit.
Die Bundeswehr soll die größte Armee Europas werden, um die Landes- und Bündnisverteidigung zu stärken. Sie braucht gerade jetzt dringend mehr Personal und wirbt gezielt um junge Frauen. Doch: wie attraktiv ist ein Job beim Bund? Ist die Bundeswehr, ein Vierteljahrhundert nach dem vollen Zugang für Frauen, ein sicherer Arbeitsplatz für Soldatinnen? Unternimmt sie genug gegen Sexismus und Diskriminierung in ihren Reihen? Oder werden Täter von Kameraden und Führungspersonen zu häufig gedeckt? Wie gut es der Bundeswehr gelingt, Frauen zu integrieren, könnte auch darüber entscheiden, wie stark und entschlossen unsere Streitkräfte im Verteidigungsfall aufgestellt sind.
„MoneyMaker“ gewährt Einblicke in das Leben eines der jüngsten Firmengründer Deutschlands: des Photovoltaik-Unternehmers Samuel Kutger aus der Region Frankfurt am Main. Der Film thematisiert Unternehmertum, Selbstverwirklichung, Anderssein, Leistungsdruck, Selbstinszenierung, Familie und mentale Gesundheit. Die Doku folgt dem Jungunternehmer an zentrale Orte seines Geschäfts- und Privatlebens – vom Frankfurter Tower bis auf einen Bauernhof in Apulien – und zeigt ihn beim Ironman-Training.
Als der heute 18-jährige Samuel den Grundstein für seine Solarstrom-Firma „Emsbo“ legen wollte, war er erst 14. In diesem Alter dürfen Teenager in Deutschland eigentlich keine Geschäfte aufbauen. In seinem Fall machte es die Sondergenehmigung eines Gerichts möglich. Und das hat sich für den jungen Mann gelohnt. Aus dem frühen Unternehmergeist ist eine schnell wachsende Firma mit hohen Umsätzen entstanden. Neben der Solarbranche engagiert er sich unter anderem auch in einem Anti-Kater-Drink-Startup.
Kutger ist augenscheinlich auf der Sonnenseite des Lebens unterwegs. Das ist aber nicht die ganze Wahrheit. Der Film zeigt auch Brüche und Belastungen im Alltag des Jugendlichen. Da war der dauerhafte Spagat zwischen Schule und Firma, die soziale Distanz zu Gleichaltrigen, eine verpasste Kindheit und schließlich der Abgang vom Gymnasium mit Realschulabschluss zugunsten der Firma. Trotz seiner geschäftlichen Erfolge ist ein junges Alter ein Handicap bei der Gewinnung neuer Kunden. Der Solarmarkt wird härter, sein selbstgesetztes großes Umsatzziel von 100 Millionen Euro kann er zuletzt nicht verwirklichen.
Hier geht es zu den Highlights der vergangenen Monate.
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