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Sie kamen als Weltmeister. Sie kamen als Favorit. Und sie gingen als Team im freien Fall. Was ist bei der WM 1994 passiert, dass aus einer der stärksten deutschen Mannschaften aller Zeiten innerhalb weniger Wochen ein Team im Ausnahmezustand wurde?
USA, Sommer 1994. Große Namen, große Erwartungen – und eine DFB-Elf, die auf dem Papier alles mitbringt, um das Turnier zu prägen. Doch schon früh kippt die Stimmung. Interne Konflikte, mediale Kampagnen und Häme gegen Trainer Berti Vogts sorgen dafür, dass sich die vermeintlichen „elf Freunde“ Schritt für Schritt selbst aus dem Gleichgewicht bringen – und aus einer klaren Titelmission ein Turnier wird, das früh zu entgleiten beginnt. „Elf Helden – ein Albtraum“ blickt zurück auf dieses Turnier zwischen Anspruch und Absturz – und auf eine Mannschaft, die auf der größten Bühne des Weltfußballs an sich selbst scheitert... Die vierteilige Dokuserie von Produzent Leopold Hoesch und Autor Manfred Oldenburg zeichnet den Weg der Nationalmannschaft zur und während der WM 1994 nach und zeigt, wie eine der individuell stärksten deutschen Mannschaften aller Zeiten spektakulär scheiterte. Von den WM-Vorbereitungen bis hin zum späteren EM-Sieg im Jahr 1996 – die Doku nimmt den Zuschauer mit in das Wechselbad der Gefühle Deutschlands in den 1990er Jahren, in ein Land zwischen Einheitseuphorie und Identitätssuche.
Mit exklusiven Interviews u.a. mit Berti Vogts, Spielern wie Lothar Matthäus, Stefan Effenberg, Bodo Illgner, Mario Basler und Matthias Sammer, Journalisten wie Reinhold Beckmann, Gaby Papenburg und Marcel Reif sowie der damals mit im Zentrum des Geschehens stehenden Bianca Illgner erzählt „Elf Helden – ein Albtraum“ nicht nur die Geschichte der WM 1994 aus deutscher Sicht. Die vierteilige Hochglanz-Serie ist auch ein vielschichtiges Zeitporträt einer Republik im Wandel und zeigt einmal mehr, wie sehr Fußball auch ein Brennglas gesellschaftlicher Entwicklungen ist.
„Elf Helden – ein Albtraum“ – die vierteilige Dokuserie ab 2. Juni in der ARD Mediathek sowie am 14. Juni nach dem WM-Auftaktspiel der deutschen Mannschaft als 90-Minüter im Ersten.
„Elf Helden – ein Albtraum“ ist eine BROADVIEW-Produktion in Zusammenarbeit mit dem NDR, BR und WDR. Regie führte Manfred Oldenburg, Produzent ist Emmy-Preisträger Leopold Hoesch.
Es wird die größte WM aller Zeiten, fünf Wochen, quer über den zerrissenen nordamerikanischen Kontinent. Mehr Spiele, mehr Teams, mehr Anstoßzeiten – keine WM für Fußballromantiker. Oder doch? Esther Sedlaczek und Thomas Hitzlsperger machen sich auf eine lange WM-Reise. Sie besuchen alle drei Ausrichterländer, treffen Stars wie Leon Draisaitl – Eishockey-Idol in Kanada und in Deutschland. Mit Marco Reus erkunden sie den Fußball in Kalifornien, mit Fans erleben sie den kleinen Fußball-Grenzverkehr nach Tijuana in Mexiko. Vor allem sind sie aber nahe an der deutschen Mannschaft. Und natürlich träumen Deutschlands Elitekicker von einer erfolgreichen WM und dem Pokal. Exklusive Interviews mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und Nico Schlotterbeck geben erstaunliche Einblicke. Die Fans in Curacao feiern die erste WM-Teilnahme ihrer kleinen Karibik-Insel und fiebern dem Spiel gegen Deutschland entgegen. Kritiker bemängeln den Gigantismus dieser Mega-WM mit über 100 Spielen, den überbordenden Kommerz, die mangelnde Rücksicht auf Spieler und deren Gesundheit. Astronomische Ticketpreise machen die WM für viele Fans unbezahlbar. Die angespannte politische Weltlage und die äußerst umstrittenene Männerfreundschaft zwischen Trump und Infantino belasten dieses Turnier zusätzlich.
Esther Sedlaczek und Thomas Hitzlsperger treffen auf ihrer Reise darüber hinaus Freizeitkicker, Wirtschaftsfachleute, Fußballmanager, Spielerberater und den König der Athleten. Aus all diesen Begegnungen wird am Ende ein Bild, das zeigt, was diese WM kann und soll – aber auch, was sie nicht kann und vielleicht auch nicht soll.
Wir zeigen auf unseren Plattformen alles, was diese Fußball-WM zu bieten hat und machen dem Publikum somit ein abwechslungsreiches, vielfältiges und crossmediales Angebot. Dabei nutzen wir Synergien, unseren zentralen ARD SportHub in Köln und modernste technische Produktionslösungen, um dies in hoher Qualität zu ermöglichen.
ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky
Am 11. Juni ist es endlich so weit – die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA wird angepfiffen. Die ARD startet am 12. Juni um 20:15 Uhr mit der Begegnung Kanada – Bosnien-Herzegowina (Anstoß: 21:00 Uhr) in die Übertragungen von der WM im Ersten. In der Vorrunde zeigt Das Erste zwei deutsche Spiele live, am Sonntag, 14. Juni das Spiel gegen WM-Neuling Curaçao (19:00 Uhr) und am 25. Juni Deutschland – Ecuador (22:00 Uhr). Weitere attraktive ARD-Übertragungen in der Vorrunde sind: Europameister Spanien gegen WM-Debütant Kapverde am 15. Juni (19:00 Uhr), Weltmeister Argentinien gegen Österreich am 22. Juni (19:00 Uhr) oder England – Ghana am 23. Juni (22:00 Uhr).
Esther Sedlaczek und Bastian Schweinsteiger präsentieren das jeweilige „match of the day“ live aus den Stadien. Alex Schlüter ist vor Ort und ganz nah dran im Quartier der deutschen Nationalmannschaft. Die übrigen Partien der Fußball-WM werden im Wechsel von Lea Wagner und Malte Völz mit einem Experten aus dem Studio in der ARD-Sendezentrale in Köln moderiert. Live-Reporter für die Übertragungen im TV sind Tom Bartels, Christina Graf und Philipp Sohmer. Unterstützt werden sie von den Co-Kommentatoren Almuth Schult und Thomas Hitzlsperger.
Ein umfangreiches Angebot zur Fußball-WM macht auch die ARD Mediathek: Hier gibt es News, Zusammenfassungen, Highlights, Interviews und vieles mehr. Alle ARD- und ZDF-Spiele werden im Livestream und als Re-Live angeboten. Neu ist bei dieser WM, dass dem User über das Statistik-Icon im Livestream verschiedene Optionen angeboten werden, u. a. die Aufstellungen der Teams, Tabellen, Ranglisten und weitere Turnierstatistiken. Bei Highlight-Spielen gibt es zusätzlich (als Second-Screen-Angebot) die sogenannte Tactical Cam als unkommentierten Livestream.
Darüber hinaus veröffentlicht die ARD Mediathek vor dem Start der Fußball-WM drei starke Dokumentationen, die sich dem großen Thema Fußball-Weltmeisterschaft auf sehr unterschiedliche Weise nähern. Am 2. Juni geht „Elf Helden – Ein Albtraum“ an den Start – die vierteilige Doku-Serie zeichnet den Weg der deutschen Nationalmannschaft zur und während der Fußball-WM 1994 in den USA nach. Am 4. Juni folgen mit „WM-Wahnsinn und Titel-Träume: Deutschland bei der Mega-WM“ (Reportagereise von Esther Sedlaczek & Thomas Hitzlsperger) und „Spielfeld der Macht. Die WM in Trumps Amerika“ (Ingo Zamperoni & Philipp Awounou auf Spurensuche in den USA) zwei Hintergrund-Stücke, die weitere Facetten des Turniers beleuchten.
“Eure WM”: Mit dem Thema "Eure WM" sind crossmediale Reporterinnen und Reporter in den Ausrichterländern und in Deutschland unterwegs. Zu besonderen Spielen treffen sie besondere Fans. So entstehen individuelle und einzigartige Rückblicke auf das Eröffnungsspiel, die Spiele der deutschen Mannschaft und andere ausgesuchte Highlights für die ARD Mediathek.
Auch im Audio-Bereich bekommen die Hörerinnen und Hörer ein vielfältiges Angebot. Die ARD produziert mehr als 60 WM-Spiele als Audio-Vollreportage, die bei sportschau.de, ARD Sounds sowie im Hörfunk als Magazinreportage angeboten werden, neben allen Begegnungen der DFB-Elf unter anderem alle drei Spiele der Türkei in der Vorrunde. Darüber hinaus wird es ein abwechslungsreiches Angebot mit Talks aus den USA, Beiträgen, News und vielem mehr, insbesondere für die Radio-Prime-Time am Morgen, geben. Während des Turniers produziert die ARD u. a. außerdem den täglichen Podcast „WM Update“ – mit dem morgendlichen Update zu allem, was in der WM-Nacht geschah – und den Storytelling- und History-Podcast „Das Geld zu Gast bei Freunden“. Dieser erzählt in mehreren Folgen die „wahre Geschichte“ der WM-2006-Vergabe, inkl. Beckenbauer-Reisen, Nachwirkungen und heutiger Vergabepraxis.
Auf Sportschau.de und in den Social Media-Angeboten der Sportschau wird die WM ebenfalls großgeschrieben. Neben umfangreichen Audio- und Videoangeboten gibt es hier Live-Ticker, Hintergrundberichte und vieles mehr sowie eine individuell auf die verschiedenen Plattformen zugeschnittene Berichterstattung.
Die Federführung für die ARD-Übertragungen von der FIFA WM 2026 liegt beim Südwestrundfunk.
William, ein Prinz in den Schicksalsjahren seines Lebens: Er wird König sein. Das weiß er, seit er ein Kind ist. Er führt ein privilegiertes Leben, gleichzeitig lastet ein enormer Erwartungsdruck auf seinen Schultern. Er muss nicht nur seine Familie zusammenhalten, sondern eines Tages auch eine Jahrhunderte alte Institution in die Zukunft führen. Und anders als sein Bruder Harry kann er seinen Job nicht einfach kündigen. „William – Schicksalsjahre eines Thronfolgers“ (SWR/RBB/NDR mit LOOKSfilm) verfolgt Prinz Williams Entwicklung entlang zentraler Ereignisse und Momente, die sein Leben geprägt und ihn zu dem gemacht haben, der er heute ist. Die dreiteilige Doku à 25 Minuten von den Machern der „Schicksalsjahre“ über Williams König Charles III. und Williams Bruder Harry: ab Freitag, 29. Mai 2026 in der ARD Mediathek und am Montag, 1. Juni 2026 in einer 60-minütigen Version um 20:15 Uhr im Ersten. Die Doku-Serie zeigt Prinz William nicht nur als Thronfolger, sondern als Mensch zwischen Pflichterfüllung und Familie vor dem Hintergrund der Umbrüche im britischen Königshaus sowie der politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen im Vereinigten Königreich. Im Mittelpunkt steht ein Mann, der früh lernen musste, zu funktionieren: Scheidungskrieg der Eltern, der Unfalltod seiner Mutter, der permanente mediale Ausnahmezustand. Heute navigiert William zwischen Familie, Pflicht und einer Monarchie im Wandel. Doch Konflikte und private Krisen holen ihn immer wieder ein – und stellen die Frage, wie selbstbestimmt ein Leben im königlichen Rampenlicht sein kann.
Beobachter wie die Königshaus-Expertinnen Leontine von Schmettow und Tessa Dunlop, der ehemalige Royal-Korrespondent Wesley Kerr und der Historiker Ed Owens bieten neue Perspektiven auf einen Prinzen, der früh gelernt hat, Haltung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen, und der sich zugleich nach einer fast bürgerlichen Normalität sehnt.
„William – Schicksalsjahre eines Thronfolgers“ ist eine Produktion von SWR, rbb (gemeinsame Federführung) und NDR in Zusammenarbeit mit LOOKSfilm. Autoren sind Claire Walding und Andreas Fauser. Produzentin ist Birgit Rasch. Die Redaktion haben Mark Willock und Olga Galicka (SWR), Rolf Bergmann (rbb) und Marc Brasse (NDR).
Eine prinzipientreue Justizbeamtin und ein zynischer Schwerstkrimineller kämpfen auf sich gestellt gegen ein skrupelloses Verbrechersyndikat – und können weder einander noch der Polizei vertrauen. Dies ist die ebenso ungewöhnliche wie spannungsreiche Konstellation der sechsteiligen britischen Thrillerserie. Während BAFTA-Preisträger Otto Bathurst die ersten drei Episoden inszeniert, führt die deutsche Regisseurin Pia Strietmann ab der vierten Folge zu einem furiosen Finale. Ein packendes Katz-und-Maus-Spiel um Moral und Überleben mit Izuka Hoyle, Tahar Rahim und der Deutsche-Filmpreis-Gewinnerin Leonie Benesch als gnadenlose Jägerin.
Die Justizbeamtin Amber Todd (Izuka Hoyle) arbeitet im Gefangenentransport. Nach Geburt ihrer Tochter Mia kehrt die selbstbewusste junge Frau so schnell wie möglich in den Dienst zurück. Ihr kurzfristig erteilter Auftrag lautet, einen gefährlichen Kriminellen von einem geheimen Versteck in Wales nach London zu überführen: Tibor Stone (Tahar Rahim), der als Kronzeuge gegen das Verbrechersyndikat „Pegasus“ aussagen soll. Dessen Chef Harrison Dempsey (Brían F. O'Byrne), gegen den der Prozess am Old Bailey Court beginnt, möchte den Verräter zum Schweigen bringen. Bei Tibors Überführung kommt es zu einem Überfall auf den schwerbewaffneten Polizeikonvoi – und plötzlich ist Amber auf der Flucht, in Handschellen an den hochintelligenten Verbrecher gekettet. Schon bald erkennen die beiden, dass es auch auf Seiten der Polizei einen Maulwurf gibt – und selbst Ambers Ehemann Olly (Finn Bennett) und ihr Baby in Gefahr geraten.
Während die Killerin Nina Drâgus (Leonie Benesch) unerbittlich Jagd auf sie macht, versuchen Amber und Tibor, sich bis zum Gerichtstermin nach London durchzuschlagen. Um zu überleben, muss Amber all ihre bisherigen Prinzipien über Bord werfen und selbst wie eine Kriminelle handeln.
Ab 1. Juni 2026: Alle laufen krasser: Der Mega-Hype um Marathon (SWR)
Ausgebuchte Marathons, milliardenschwere Umsätze und immer extremere Distanzen: Der Hype ums lange Laufen hat ein neues Level erreicht. In „Alle laufen krasser“ erlebt Reporter Alex Baur, wie aus “joggen” ein Breitensport am Limit geworden ist und – befeuert durch Social Media – ein gesellschaftlicher Trend. Für die Recherche trainiert Alex selbst auf seinen ersten Marathon. Er besucht Running Clubs, begleitet den Extremsportler Jonas Deichmann 120 Kilometer entlang der Küste Sardiniens und erfährt, wieso manche Freizeitläufer für das Runners-High ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.
Ab 8. Juni 2026: Ohne Jawline kein Mann? Schönheitsdruck bei Männern (BR)
Mehr Informationen in Kürze
Für das Format „team.recherche“ in der ARD Mediathek wurde untersucht, welche Rolle europäische Modelagenturen und Modelscouts im Netzwerk von Jeffrey Epstein spielten. Dokumente und Zeugenaussagen legen nahe: Das Versprechen einer internationalen Modelkarriere diente offenbar als Türöffner, um junge Frauen in ein System aus Abhängigkeit und Machtmissbrauch zu ziehen; auch zu einem Zeitpunkt, als Epstein längst als Sexualstraftäter verurteilt war. Die Spuren reichen von Paris über Prag und Stockholm bis ins Baltikum, wo Frauen laut Epsteins Scouts aussähen wie Skandinavierinnen, aber weniger kosteten. Die Reporterinnen suchen Protagonistinnen, die von Epstein oder Leuten aus seinem Umfeld eingeladen wurden, und erzählen, wie sie angesprochen, was ihnen versprochen wurde und wie sich die Situation vor Ort veränderte.
Fußballmannschaften, die zu einem Turnier anreisen, haben einen Job: erfolgreich Fußball zu spielen und nichts anderes.
Jürgen Klinsmann, Fußballweltmeister von 1990, Trainer der deutschen Nationalmannschaft während des „Sommermärchens“ 2006 und Ex-Coach der US-Mannschaft, lebt seit Jahrzehnten in den USA
Wir leben in einem Regime. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal in einem Land leben würde, in dem Böswilligkeit, Bosheit und Niedertracht normal sind.
Greg Blache, Ingo Zamperonis Stief-Schwiegervater und Ex-Football-Coach
Donald Trump ist der perfekte Mann für diese Position. Ihm ist es egal, ob er gemocht wird. Ihm geht es darum, gefürchtet und respektiert zu werden.
Dustin Jacoby, Mixed Martial Arts-Veteran
Es gibt zwei Gruppen von Menschen, die Sicherheitskräfte hassen – illegale Einwanderer und Kriminelle. Wenn man nicht zu einer dieser beiden Gruppen gehört, warum sollte man Angst haben?
Emily Austin, Sport-Presenterin und konservative Influencerin mit Millionen Followern
ICE ist ein großes Problem. Es ist wirklich wichtig, darüber zu sprechen, weil Menschen aus ihren Familien gerissen werden, leiden. Dieses Land wurde von Einwanderern aufgebaut und die WM ist eine Gelegenheit, Einwanderer in unserem Land zu feiern.
Ali Riley, war lange Kapitänin des Fußballvereins Angel City FC, der unter anderem von der Hollywood-Schauspielerin Natalie Portman gegründet wurde
Im Vorfeld der Fußball-WM 2026, die vom 11. Juni an in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird, erfahren Ingo Zamperoni und Philipp Awounou in einem bildstarken Roadtrip durch die USA, wie bedeutend Sport für die Identität des Landes ist - und wie Donald Trump wie kein Präsident vor ihm Sport politisch instrumentalisiert. Der Tagesthemen-Moderator und der Sportjournalist sind für eine ARD-Dokumentation durch ein zutiefst gespaltenes Land gereist. In Einzelgesprächen, aber auch am Rande von großen Sportevents haben beide gespürt wieviel mehr als in früheren Jahren Politik auch den Sport durchtränkt. Sie haben aber auch erlebt, wie der Sport Menschen über politische Grenzen hinweg zusammenbringen kann.
„Im Kern hat Sport auch etwas unpolitisch vereinendes,“ lautet das Fazit von Awounou. Denn so politisch Sport mittlerweile auch sei, das gemeinsame Erleben, das gemeinsame Feiern der Teams etwa im Footballstadium „ist eine willkommene Auszeit von der Politik“. Doch wie wird sich die Stimmung im Land bei der Fußball-WM auswirken? Zamperoni stellt fest: „Auch bei denen, die sich sehr auf die WM freuen, sitzt eine Skepsis im Hinterkopf: Wird es wirklich ein Fest für alle?“ Der Moderator bleibt im Kern aber optimistisch. „Aus meiner Erfahrung mit dem Land würde ich immer auf die Zuversicht wetten.“ Die beiden Hosts, der eine Kenner der USA, der andere zum ersten Mal beruflich dort, bringen auch aufgrund ihres Alters und ihrer Herkunft unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven mit, die in die Dokumentation einfließen. Bei ihren Begegnungen ging es auch um das brutale Vorgehen von Trumps ICE-Truppen, die angespannte Stimmung zwischen den USA und den WM-Partnerländern Mexiko und Kanada und nicht zuletzt um die aktuellen Auswirkungen des Kriegs im Iran.
Ein Film von Dominic Egizzi, Philipp Awounou und Ingo Zamperoni
Redaktion: Benjamin Best, Jochen Leufgens, Sophie Schulenburg (WDR)
Vor 20 Jahren lautete das Motto der WM in Deutschland: ‚Die Welt zu Gast bei Freunden‘. Ich befürchte, bei dieser WM könnte es heißen. ‚Die Welt zu Gast bei Feinden‘.
Ben Carrington, Soziologe in Los Angeles
Sie durften ihre Zukunft nicht wählen, sie wurden gar nicht erst gefragt. Vor zehn Jahren waren Alisha, Dylan, Samuel und Ceira noch zu jung, um beim Brexit-Referendum abzustimmen. Heute, als junge Erwachsene, leben sie in einem Land, über das Ältere mit dieser krassen Entscheidung bestimmt haben. Die Folgen tragen sie auf ihren Schultern. Bezahlbarer Wohnraum, gut bezahlte Jobs? Fehlanzeige. Resignieren sie deshalb? Nein. Sie wollen ihre Zukunft jetzt selbst in die Hand nehmen. Doch wo liegt die? Wollen sie wieder Teil der EU sein? Oder doch abgeschottet bleiben, Seite an Seite mit Trumps USA? Alisha, 27 Jahre, ist Gitarristin einer Punkband aus Manchester. Ihre Band steht kurz vor dem Durchbruch. Aber dafür brauchen sie die europäischen Fans. Die Musikindustrie leidet besonders unter der Brexit-Bürokratie: Konzerte in Europa zu organisieren ist jetzt teuer und megaaufwendig. Zusammen mit ihren Bandmitgliedern will Alisha es trotzdem versuchen. Die „Weltspiegel Doku“ begleitet die Band Witch Fever auf ihrer ersten, chaotischen Headliner-Tour auf den Kontinent. Schaffen sie den Durchbruch oder kommen sie komplett pleite und erschöpft zurück? Für Samuel, 21 Jahre, ist der Brexit noch viel zu lau. Als Fan des britischen Rechtspopulisten Nigel Farage, damals Treiber des Brexits, ist sein Credo: Der Bruch mit der EU sei einfach nicht gut umgesetzt worden. Nur deswegen komme das Vereinigte Königreich nicht auf den grünen Zweig. Das ist die Message der Rechtspopulisten in Großbritannien. Sam will als jüngster “Reform”-Kandidat in seinem Wahlkreis bei Birmingham bei den Kommunalwahlen im Mai vor allem bei jungen Männern mit dieser These punkten. Dylan, 20 Jahre, also noch jünger als Sam, muss noch bei seinen Eltern in einer Sozialwohnung in London leben. Durch Gentrifizierung verlieren dort immer mehr Menschen ihren Wohnraum. Und für ihn ist es bei den Mietpreisen in London schlicht unmöglich, zu Hause auszuziehen. Der Studierende tritt jetzt für die Grünen im Wahlkampf an, will Vize-Bürgermeister des Bezirks werden. Die Grünen definieren sich mittlerweile als Partei der sozialen Gerechtigkeit neu – und erleben einen historischen Zulauf. Sie könnten bei den Kommunalwahlen im Mai die Parteien der Mitte komplett überholen. Und Dylan? Welche Chancen hat er auf einen Sieg? Und könnte eine Erfolgswelle der Grünen auch das EU-Thema wieder auf die Agenda bringen? Ceiras Eltern waren schockiert, als Großbritannien für den Brexit stimmte. Jetzt ist Ceira 24 und ihr ganzes Leben geprägt von der Idee, zurück in die EU zu kommen. Ceiras Mutter war Krankenschwester und prophezeite, dass der Austritt die Situation im britischen Gesundheitssystem sogar noch verschlimmern würde. Sie hatte Recht. Als sie an Krebs erkrankte, beschloss Ceira, für ihre Mutter weiterzukämpfen. Ein Jahr nach ihrem Tod zieht sie jetzt zu Fuß von London nach Brüssel, direkt vor das EU-Parlament. Ihre Message: Rejoin! – Wiedereintritt! Schafft sie es, auf dem Weg noch mehr Briten für die Idee zu begeistern?
Das Team der „Weltspiegel Doku“ begleitet diese jungen Briten in einer entscheidenden Phase ihres Lebens: backstage beim Punkkonzert in Manchester, beim Lauftraining im Hagelschauer in Liverpool, beim Wahlkampf, der durch Schlaglochstraßen in der englischen Provinz oder zu alten Friedhöfen in London führt. Und es fragt, wohin die Reise geht, wenn die Generation Brexit die Zügel in die Hand nimmt.
Film von Mareike Aden und Anna Leier
Eine eigene Villa mit Pool auf Mallorca? Ein Chalet in St. Moritz? Für viele ein utopischer Traum. Wie wäre es, wenn man die Ferien-Immobilie und den Kaufpreis einfach teilt? Diese Geschäftsidee hat Nikolaus Thomale während der Corona-Zeit entwickelt und daraus ein rasant wachsendes Unternehmen gegründet.
Myne bietet in neun europäischen Ländern Co-Ownership an spektakulären Ferienimmobilien an. Bis zu acht Parteien teilen sich eine Immobilie. Die Miteigentümer sollen dabei möglichst unterschiedlich sein, um sich gut zu ergänzen und die Immobilie maximal auszulasten. Um alles Weitere kümmert sich der Rundum-sorglos-Service von Myne – von der Finanzierung bis zum Putzen der Fenster. Die Co-Ownership basiert auf komplexen Verträgen nach deutschem Recht, die vom Kauf bis zu den Dienstleistungen alles regeln.
Nikolaus Thomale bezeichnet sich selbst als Unternehmer aus Leidenschaft – mit einer Begeisterung für schnell wachsende Tech-Unternehmen. Er hat schon mehrere Unternehmen gegründet und mehrere erfolgreiche Exits hinter sich. Bei Nikolaus steht die Company immer an erster Stelle. Alles in seinem Leben ist ausgerichtet auf den Erfolg. Auch seine Gesundheit versucht er mit Longevity-Methoden zu optimieren.
Sein absoluter Wille zum Erfolg hat auch Investoren überzeugt und seinem Unternehmen Investments von über 63 Mio. gesichert. Mittlerweile hat Myne rund 50 Mitarbeitende und entwickelt sich gut, aber der Erfolg ist nicht gradlinig. Immer wieder droht Myne zu scheitern, denn die Krisen in der Welt treffen auch die Immobilienbranche: Bauengpässe, Inflation, Krieg in Europa. Wie schafft es der junge Unternehmer in dieser volatilen Weltlage zu überleben?
In der Doku kommt der Unternehmer Nikolaus Thomale selbst zu Wort. Gleichzeitig fragt der Film: Wie gut ist das Angebot von Myne wirklich? Und welche Auswirkungen hat das Geschäftsmodell auf den Immobilienmarkt vor Ort?
Ein Film von Laura Schnitzler Redaktion: Anne Kynast
Der Film zeigt anhand verschiedener Stationen eines Menschenlebens – von der Geburt, über die Schule bis zur Rente – wie Chancenungleichheit in Deutschland in den letzten Jahrzehnten systematisch verfestigt wurde und so den sozialen Frieden im Land gefährdet. Während die Sozialkassen kurz vor dem Kollaps stehen, steigt das Vermögen der reichsten Menschen in Deutschland immer schneller. Während jeder fünfte Schulabgänger keine Ausbildung macht, verharren die Bildungsausgaben im internationalen Vergleich auf niedrigem Niveau. So wird die wachsende soziale Spaltung zur Gefahr für die Demokratie.
Nach dem Erfolg der vergangenen Staffel von „Falsch, aber anders lustig“ in der ARD Mediathek geht es ab dem 20. Juni endlich in die dritte Runde. Host Moritz Neumeier versammelt in sechs neuen Ausgaben Comedians und andere Mutige, die in Zweier-Teams gegeneinander spielen. Es wird noch mehr gelacht, gemeinsam improvisiert und schräges Zeug entwickelt. Dieses Mal gehört auch Moderator Kai Pflaume zum Cast. Zusammen mit Till Reiners verkauft er zum Beispiel Tickets für die Titanic, ist Versicherungsvertreter von Kaiser Nero oder lässt uns wissen, was man in der Nähe von Kai Pflaume besser nicht sagen sollte. Auch Katrin Bauerfeind ist neu dabei und sorgt mit Fred Costea für grandiose Spiel-Momente auf der Bühne. Auch im Cast: Tahnee, Niklas van Lipzig, Rebecca Pap, Marie Lina Smyrek, Khalid Bounouar, Ana Lucia, Hinnerk Köhn und viele mehr. Ab dem 20. Juni werden in der ARD Mediathek wöchentlich immer samstags je zwei Folgen veröffentlicht.
„Falsch, aber anders lustig“ ist eine Produktion von rbb, NDR und WDR.
Wie werde ich selbstbewusster? Wie finde ich finanzielle Stabilität? Wie heile ich meine Traumata? Und was bedeutet es eigentlich, „in meine Männlichkeit zu kommen“?
Mit diesen Fragen wenden sich Menschen an den selbsternannten Life-Coach Markus Streinz. In wöchentlichen, oft stundenlangen Zoom-Calls verspricht der Österreicher Orientierung, Halt und persönliche Transformation. Was er anbietet, klingt nach einem Ausweg: ein Leben frei von Blockaden, klarer, erfolgreicher, erfüllter. Auch Eva und Manuel folgen diesem Versprechen.
Sie finden in Markus Streinz und seiner „Liberator Academy“ zunächst, wonach sie gesucht haben: Zugehörigkeit, Anerkennung, scheinbar einfache Antworten. Doch hinter dieser Fassade entfaltet sich ein System gezielter Manipulation.
Die Betroffenen werden immer tiefer in ein geschlossenes sektenähnliches System geführt, in dem Kritik keinen Platz mehr hat. Schritt für Schritt werden psychologische Mechanismen wirksam: Love Bombing schafft emotionale Bindung, Gaslighting untergräbt die eigene Wahrnehmung, Zweifel werden als persönliches Scheitern umgedeutet. Beziehungen zu Familie und Freundinnen und Freunden geraten unter Druck, bis Isolation entsteht. Aus Vertrauen wird Abhängigkeit, aus Orientierung Kontrolle. Auch Eva und Manuel geraten immer tiefer in diesen Sog und verlieren dabei Stück für Stück den Halt im eigenen Leben.
Eine Mutter erlebt diese Entwicklung aus einer anderen Perspektive. Sie bleibt anonym aus Angst um ihr Kind, das noch immer Teil der Gruppe ist. Ohnmächtig beobachtet sie, wie sich ihr eigenes Kind verändert, sich entfernt, nicht mehr erreichbar scheint. Ihre Stimme macht deutlich, was diese Systeme auch im Umfeld anrichten: Sorge, Verlust, Sprachlosigkeit. Ihre größte Angst ist, dass ihrem Kind Gewalt angetan wird – und das ist nicht weit hergeholt.
Denn Markus Streinz propagiert Gewalt als angeblichem Bestandteil von „Heilung“ und Aggression als notwendigen Entwicklungsschritt – verbal wie körperlich. Was als „Ritual“ und Grenzerfahrung inszeniert wird, ist in Wirklichkeit rohe Gewalt: Würgen, Schlagen – insbesondere gegenüber Frauen.
Für Eva und Manuel wird der Ausstieg zu einem existenziellen Kraftakt. Als sie sich lösen, haben sie bereits viel verloren: finanziell, emotional und sozial. Erst im Rückblick wird das Ausmaß der Manipulation sichtbar.
Die Dokumentation verknüpft persönliche Erfahrungen mit der Einordnung durch Expertinnen und Experten, wie der Kriminalpsychologin Lydia Benecke, der Sektenberaterin Bianca Liebrand oder der Investigativjournalistin Christiane Hawranek. Sie zeigen, wie solche Systeme funktionieren, warum Menschen für sie anfällig sind und warum es so schwer ist, sich ihnen zu entziehen.
Am 9. Dezember 2022 verschwindet Alexandra R. (39) aus Nürnberg spurlos – kurz nachdem sie ihre Pflegetochter in die Kita gebracht hat. Die hochschwangere Frau ist wie vom Erdboden verschluckt. Was als Vermisstenmeldung beginnt, wird schnell zum rätselhaften Mordfall: Die Polizei vermutet ein Gewaltverbrechen. Im Zentrum der Ermittlungen: der ehemalige Lebensgefährte und sein Geschäftspartner. Doch es gibt keine Leiche, kein Tatwerkzeug, kein eindeutiger Tatort. Reichen Indizien allein, um die Angeklagten wegen Mordes zu verurteilen?
Der deutsche Schwimmer Marius Kusch wagt bei den Enhanced Games in Las Vegas den Wettkampf mit erlaubten Dopingmitteln – eine unwiderrufliche Abkehr vom klassischen olympischen Sport und seinen Regeln. Doch bewegt sich Kusch damit tatsächlich in einem moralisch schwierigen Bereich? Oder ist sein Schritt nicht vielleicht sogar ehrlicher vor dem Hintergrund der Scheinheiligkeit des traditionellen Sports? Mediziner warnen vor unkalkulierbaren Risiken, Ethiker vor einem Rückfall in den Zirkus der Gladiatoren. Olympische Verbände sprechen von einem gefährlichen Tabubruch, der das Fairplay endgültig zerstöre. Doch die Organisatoren kontern: Das jetzige System sei längst kaputt – Heuchelei, Willkür und Doppelmoral seien die eigentlichen Drogen des Sports. Zwischen diesen Fronten stehen die Fragen: Ist die Zukunft des Sports „enhanced“ – oder ist sie dann überhaupt noch Sport? Betritt der Mensch nicht generell eine neue Ebene der Selbstoptimierung und welche Rolle spielt Marketing im Zeitalter der Longevity-Bewegung?
Für die Schweiz beginnt das Jahr 2026 mit einer Tragödie: Sprühfontänen auf Champagnerflaschen lösen ein verheerendes Feuer aus. 41 Menschen sterben, 115 werden verletzt. Es sind vor allem Jugendliche, die in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana Silvester gefeiert haben.
Auch Valentin, 16 Jahre alt, und sein Bruder Ferdinand, 19, Student in München, sind in dieser Nacht dort. Valentin überlebt nur knapp. 40 Prozent seiner Hautoberfläche sind verbrannt, wochenlang liegt er im Koma. Nun kämpft er sich Schritt für Schritt zurück in sein altes Leben – mit einem veränderten Körper.
Ferdinand hingegen kann sich fast unverletzt aus der Bar retten. Mehrfach läuft er zurück in die Flammen, sucht seinen Bruder, hilft stundenlang bei der Erstversorgung der Schwerverletzten. Die Bilder dieser Nacht lassen ihn nicht mehr los.
Hätte diese Brandkatastrophe verhindert werden können? Zumindest wiegen die mutmaßlichen Versäumnisse schwer: Jahrelang sollen Brandschutzkontrollen ausgeblieben sein. In der Brandnacht waren offenbar Fluchtwege versperrt. Und der Barbetreiber hatte nach eigenen Angaben eigenhändig hochentflammbaren Schaumstoff eingebaut, der die Funken der Sprühfontänen binnen kürzester Zeit in einen Vollbrand verwandelt hat.
Der Film zeigt, wie eine deutsch-französische Familie versucht, nach der Tragödie ins Leben zurückzufinden – und wie gleichzeitig die Justiz versucht, die drängende Frage zu beantworten, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte.
Recep Tayyip Erdoğan regiert die Türkei seit über 23 Jahren. Inzwischen hat er ein Ein-Mann-System etabliert, zugeschnitten auf ihn allein. Als allmächtiger Staatspräsident liegen nahezu alle Befugnisse in seiner Hand. Warum genießt er, der sich hemmungslos seiner Kritiker entledigt und vielen als Tyrann gilt, bei vielen eine solche Popularität? Wie konnte er der mächtigste Politiker der Türkei seit Atatürk werden? Wer ist dieser Mann?
Die ARD-Serie ERDOĞAN geht auf Spurensuche: Zum ersten Mal schildern ehemalige Weggefährten und Vertraute aus Erdoğans unmittelbarem Umfeld den Lebensweg dieses Mannes vom unerschütterlichen Idealisten zum umstrittenen Machthaber. Ihre Erzählungen enthüllen den inneren Antrieb hinter seinem Aufstieg und die Mechanismen seiner Macht: Warum konnte er politische Niederlagen immer wieder in Chancen verwandeln? Woher rührt der politische Instinkt, Schlüsselmomente zu erkennen und gezielt für sich zu nutzen? Wie gelang es ihm, sich zum unangefochtenen Alleinherrscher wählen zu lassen?
Die Dokuserie portraitiert Erdoğan wie unter dem Vergrößerungsglas - unvoreingenommen, mit analytischem Blick, aber immer als eine Geschichte, bei der die Figur im Mittelpunkt steht: Mit Triumphen und Niederlagen, Tiefschlägen, Auswegen und Wendepunkten. Ist er Reformer oder „politisches Chamäleon“, das konsequent auf Machterhalt setzt? Welche Rolle spielt die türkische Community in Deutschland? Wie helfen ihm seine Frau Emine und seine Kinder? Welche Rolle spielen politische Netzwerke? Und wie gelang es ihm, das Militär als Hüter der laizistischen Republik zunehmend zu marginalisieren? Wie hält er es mit dem Vermächtnis von Staatsgründer Atatürk, will er aus seinem Schatten treten? Wie hat er es geschafft, alle Krisen und Intrigen zu überstehen? Wieso steht er trotz massiver Widerstände der Bevölkerung bis heute an der Spitze?
Spitzenpolitiker wie der ehemalige stellvertretende türkische Ministerpräsident Bülent Arınç, der ehemalige US-Verteidigungsminister Leon Panetta, der ehemalige Präsident und langjährige Türkei-Berichterstatter des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, Erdoğans ehemaliger Privatsekretär Turhan Çömez, Nihal Olçok, die Witwe von Erdoğans langjährigen Wahlkampstrategen, AKP-Mitgründerin Fatma Bostan Ünsal sowie der langjährige Kulturminister in Erdoğans Kabinett, Ertuğrul Günay, gewähren zum ersten Mal sehr persönliche Einblicke in das Leben und die Psyche Recep Tayyip Erdoğans. Ihre Beiträge verdichtet die ARD-Serie zu einem vielschichtigen Bild, das den unantastbar wirkenden türkischen Präsidenten zeigt, wie er selten gesehen worden ist.
In vier Teilen erzählt die ARD-Serie die Geschichte seines unaufhaltsamen Aufstiegs – als deutsche und als türkische Sprachfassung.
Eine Serie von Michael Wech und Kristina Karasu Redaktion: Gudrun Wolter und Beate Schlanstein
Jagen liegt im Trend: Immer mehr junge Menschen greifen zur Waffe, darunter auffallend viele Frauen. Naturverbunden, idyllisch, fast schon romantisch – so inszenieren sie ihre Welt auf Social Media. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? „team.recherche“ taucht monatelang in die Szene ein und recherchiert die Schattenseiten des Jagd-Hypes, auch undercover: Wie gut werden Jägerinnen und Jäger ausgebildet? Wird der leichte Zugang zu scharfen Waffen missbraucht? Und welchen Einfluss hat die Jagdlobby? Die Recherche beginnt mit einem Fall, der die Szene erschüttert: dem Tod eines jungen Jägers.
Die ARD-Doku-Serie „XATAR – Ein Leben ist nicht genug“ blickt hinter das öffentliche Bild der deutschen Rap-Ikone Xatar und begibt sich auf die Suche nach dem Menschen Giwar Hajabi – zwischen Inszenierung, Widersprüchen, Brüchen, Verfehlungen und Sehnsüchten. Die Dokuserie zeichnet Xatars Biographie zwischen Schatten und Licht differenziert nach und fragt: Was bleibt von diesem Menschen, der so viele Leben geführt hat, als Musiker, Gangster, Talentscout, Geschäftsmann, Ikone, Ehemann, Vater?
Aus der Geflüchteten-Unterkunft in die deutschen Charts, aus Bonner Internetcafés in die Chefetagen der Musikwelt und auf die Kinoleinwand, von der Straße über den Knast in den eigenen Bürotower und schließlich zurück zum engsten Kreis: Kaum eine Figur hat die Widersprüche und Extreme, die das Spielfeld Deutschrap zu bieten hat, so stark personifiziert wie der Gangsta-Rapper Xatar.
Noch zu Lebzeiten begonnen, blickt die ARD-Dokumentation „XATAR“ knapp ein Jahr nach seinem Tod in drei Episoden auf das Leben der öffentlichen und privaten Person Giwar Hajabi aka Xatar zurück. Sie eröffnet Perspektiven, die es so bislang noch nie gab: So spricht erstmals Xatars Ehefrau ausführlich über ihr gemeinsames Leben. Sie erzählt vom Kennenlernen als Teenager im Bus, von den Startschwierigkeiten ihrer Beziehung und der schlussendlichen Entscheidung, ihr Leben an der Seite eines Gangsta-Rappers zu verbringen. Die Liebesbeziehung hält – selbst in Phasen, in denen Xatar wegen eines Goldraubs vor der Polizei ins Ausland flieht und anschließend fünf Jahre in Haft verbringt.
Erzählt wird diese Geschichte mithilfe von Archivmaterial, szenischen Rückblicken und Stimmen aus dem engsten Umfeld. Zu Wort kommen Weggefährtinnen und Weggefährten wie Schwesta Ewa, SSIO, Samy, Maestro, Moritz Bleibtreu, Farid Bang oder Apache 207. Gemeinsam mit den Journalist*innen Miriam Davoudvandi, Düzen Tekkal, Tobias Targoll „Toxik“, Rooz (Roozbeh Farhangmehr), Aria Nejati und Simon Vogt, zeichnen sie ein vielschichtiges Bild der umstrittenen Rap-Ikone.
Knapp 7 Millionen Abrufe und begeisterte Zuschauerreaktionen: Die Dokuserie „In höchster Not – Bergretter im Einsatz“ des BR für die ARD war im vergangenen Jahr ein grandioser Publikumserfolg. Am 6. Mai startet die zweite Staffel in der ARD Mediathek – mit teils gefährlichen Rettungseinsätzen, atemberaubenden Bildern und neuen Gesichtern: Die Bergwacht Bad Reichenhall verstärkt ihre Kolleginnen und Kollegen aus Ramsau und Grainau.
Gleich zum Auftakt der Staffel geraten die Bergretterinnen und Bergretter an ihre körperlichen und mentalen Grenzen. Ein Einsatz am Höllentalgletscher eskaliert innerhalb kürzester Zeit zu einem komplexen Großeinsatz. Ein plötzlich aufziehendes Unwetter verschärft die Rettungs-Situation dramatisch – Blitze, Hagel und Steinschlag machen den Berg zur lebensgefährlichen Zone und den Einsatz für die Retter zu einer Gratwanderung zwischen Selbstschutz und Rettung.
Iris Mayerhofer, Leitung BR-Programmbereich Unterhaltung und Heimat: „Diese zweite Staffel geht näher ran als alles, was wir bisher gezeigt haben – näher an die Einsätze, näher an die Entscheidungen, näher an die Menschen hinter der Rettung. 'In höchster Not' ist kein Blick von außen, sondern ein intensives Miterleben: wenn Sekunden zählen, wenn aus Routine plötzlich Ausnahme wird und wenn Verantwortung schwerer wiegt als jede Ausrüstung. Mit der Bergwacht Bad Reichenhall gewinnt die Staffel noch einmal neue Perspektiven auf dieses wichtige Ehrenamt. Das macht sie nicht nur spannender, sondern auch überraschender. Wer glaubt, Bergrettung zu kennen, wird sie hier völlig neu erleben.“
Was bereits in Staffel 1 als extrem galt, wird nun zur neuen Realität: Ob Gletschereis, das durch den Temperaturanstieg immer unberechenbarer wird, oder plötzliche Wetterumschwünge im Hochgebirge – die äußeren Bedingungen verändern sich sichtbar und beeinflussen jede Entscheidung im Einsatz. Gleichzeitig steigt damit der Druck auf die Einsatzkräfte: mehr Notrufe, komplexere Situationen und oft nur Sekunden für Entscheidungen. Und Rettungsszenarien, die selbst erfahrene Einsatzkräfte an ihre Grenzen bringt.
Produktion und Veröffentlichung
„In höchster Not – Bergretter im Einsatz“ ist eine Produktion von Timeline Production („Bergfreundinnen – Alpenüberquerung“, „Tief im Fels – Überleben am Untersberg“) im Auftrag des Bayerischen Rundfunks für die ARD Mediathek. Die Dokuserie ist eine der bisher aufwändigsten Doku-Produktionen für die ARD Mediathek, gedreht wurde teils unter Extrembedingungen mit Bodycams und 360-Grad-Kameras. Staffel 1 wurde seit Publikation am 9. April 2025 rund 6,9 Millionen Mal abgerufen (Views Global, Basis: AGF-Zensus-Daten, April 2025 bis jetzt, abgerufen am 23.3.2026).
Die acht neuen Folgen werden wie folgt veröffentlicht:
Die Folgen 1 und 2 werden zudem am 18. Mai ab 21:45 Uhr im Ersten ausgestrahlt.
Mit rund 160 Millionen Zuschauer:innen ist der Eurovision Song Contest das größte Musikspektakel der Welt. Die Dokumentation „70 Jahre ESC – More than Music“ blickt zurück auf sieben Jahrzehnte voller Musik, Emotionen und Leidenschaft. Von den Anfängen im Jahr 1956 über schrille Outfits und spektakuläre Performances bis hin zu unvergesslichen Siegen, bitteren Niederlagen und politischen Skandalen: Stars wie Jean Paul Gaultier, Hape Kerkeling, Peter Urban, Tom Neuwirth (alias Conchita Wurst) und die erste deutsche ESC-Gewinnerin Nicole berichten von ihren Erfahrungen auf und hinter der Bühne. Die 90-minütige Doku zeichnet ein facettenreiches Porträt des ESC, beleuchtet seinen prägenden Einfluss auf Musik, Mode und Gesellschaft sowie auf die LGBTQIA+-Community und wird so zu einer lebendigen Zeitreise durch sieben Jahrzehnte europäischer Pop-Kulturgeschichte.
Der Eurovision Song Contest feiert 70-jähriges Jubiläum und die Welt ist zu Gast in Wien, mitten im Herzen Europas, wo diese besondere Ausgabe live aus der Wiener Stadthalle für Gänsehautmomente sorgen wird. Wenn die Scheinwerfer angehen, die ersten Töne erklingen und Millionen Zuschauer:innen gleichzeitig mitfiebern, wird der ESC zum einzigartigen Live-Erlebnis. Eingängige Songs, spektakuläre Inszenierungen, ein imposantes Bühnenbild sowie extravagante Outfits machen den Abend zu einem unvergesslichen Ereignis. Insgesamt 35 Nationen treten unter dem Motto „United by Music“ an – und feiern gemeinsam die verbindende Kraft der Musik. Für Deutschland steht Sarah Engels mit ihrem Song „Fire“ auf der Bühne und das ganze Land hält den Atem an, wenn es wieder heißt: „12 Points go to…“.
1. Halbfinale 12. Mai 2026 | live | ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 12. Mai 2026 | 21:00 Uhr | ONE 2. Halbfinale 14. Mai 2026 | live | ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 14. Mai 2026 | 21:00 Uhr | ONE
„BRAVO – Headlines, Hypes und Herzschmerz“ ist eine ARD-Doku-Serie über Popgeschichte, Medienmacht und die Prägung ganzer Generationen.
Mit Headlines, Hypes und Herzschmerz prägte die Zeitschrift BRAVO über Jahrzehnte die Identität von Millionen von Jugendlichen in Deutschland. Exklusive Geschichten machten Teenie-Idole groß, begleiteten ihre Karrieren und setzen Trends. Die dreiteilige Doku-Serie beleuchtet die Entwicklung des Hefts zwischen 1991 und 2015, von der Hochphase als wöchentliches Massenphänomen bis zum schmerzhaften Bedeutungsverlust.
1991 verkauft BRAVO 1,5 Millionen Hefte pro Woche, Starschnitte hängen an unzähligen Wänden, die Faszination für Idole prägt den Alltag vieler Jugendlicher. Die Doku-Serie zeigt, wie BRAVO Stars nicht nur dokumentierte, sondern erschuf. In den 2000er-Jahren war das Magazin zentrale Instanz für Körper, Liebe und Sexualität. Die Kult-Rubrik „Dr. Sommer“ stand für Aufklärung, verschob aber zunehmend die Grenze hin zum Voyeurismus. Parallel wurden Foto-Love-Storys expliziter, während die Kritik an Inszenierungen und Rollenbildern wuchs.
Die Doku erzählt diese Entwicklung über prominente Zeitzeug:innen: Jasmin Wagner (Blümchen), Eloy de Jong (Mitglied „Caught in the Act“), Angelo Kelly, Jeanette Biedermann, Oli P., Senna Gammour, Eko Fresh und Liont berichten, wie BRAVO ihre Karrieren geprägt, Chancen eröffnet, aber auch Freiheiten genommen hat. Ariana Baborie, Gazelle Vollhase und Aurel Mertz erinnern sich als Leser:innen an die Bedeutung des Magazins in ihrer Jugend.
Der frühere BRAVO-Chefredakteur Alex Gernandt schildert eine Medienwelt, in der jede Ausgabe Karrieren beeinflussen konnte. Redakteurin Jutta Stiehler berichtet von ihrer Zeit bei „Dr. Sommer“, in der BRAVO als Vertrauensinstanz galt und zugleich Deutungsmacht über das Gefühls- und Intimleben junger Leser:innen gewann.
Die Doku zeigt, wie BRAVO Casting-Shows, neue Pop-Phänomene und später Influencer:innen früh aufgriff und gleichzeitig an Einfluss verlor. BRAVO schrumpfte vom wöchentlichen Leitmedium zu einer von vielen Marken im Netz. Die Mechanismen, die das Magazin ausmachten – Selbstinszenierung, Fantum, Gemeinschaft – leben im digitalen Raum weiter.
Was die Rächerin in der ersten „Totenfrau“-Staffel vertuschen musste, kommt nun mehr oder weniger zufällig doch ans Licht! In sechs spannend erzählten Spielfilmfolgen gerät Grimme-Preisträgerin Anna Maria Mühe in einen Sog der Gewalt: Als Jägerin und Gejagte zugleich muss die taffe Titelheldin das Leben ihrer von Emilia Pieske gespielten Tochter retten. Daniel Geronimo Prochaska verbindet einen hochspannenden Wettlauf gegen die Zeit mit der Frage, was hinter einer rätselhaften Geiselnahme steckt. In Österreich begeisterte die Adaption von Bernhard Aichners Bestsellertrilogie sowohl im Fernsehen als auch in der Mediathek das Publikum und erzielte Spitzenergebnisse. Als Gangster-Geschwister stoßen Grimme-Preisträgerin Sabine Timoteo und der mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnete Peter Kurth zu dem Starensemble mit Robert Palfrader, Michou Friesz, Yousef Sweid und Gerhard Liebmann. Eine Gastrolle spielt „Oderbruch“-Ermittler Lucas Gregorowicz als Anwalt mit einem fatalen Geheimnis. Die Tiroler Bergwelt dient als Schauplatz für den exzellent gefilmten deutsch-österreichischen Krimi.
„Elon Musk Uncovered – Das Tesla-Experiment“ gibt exklusive Einblicke in das Imperium von Elon Musk. Zum ersten Mal brechen Vertraute, Whistleblower, Opfer und einstige Tesla-Eliten ihr Schweigen. Ihre Enthüllungen führen tief ins Herz eines Wettlaufs um selbstfahrende Autos, ein gefährliches Spiel, das Menschenleben fordert und den mächtigsten Titanen der Tech-Welt herausfordert.
Achim Oldenburg war ein Tesla-Fan der ersten Stunde. Doch sein Auto prallte auf einer geraden Landstraße gegen einen Baum; das Auto ging in Flammen auf. Er überlebte nicht. Seiner Frau Anja bleibt neben der Trauer vor allem eines: Unklarheit. Als sie versucht nachzuvollziehen, was genau passiert ist, stößt sie auf offenbar gelöschte Tesla-Daten, Schweigen und noch mehr Fragen. In Florida raste ein Tesla in ein haltendes Auto. Die 22-jährige Neima Benavides stirbt, ihr Freund Dillon Angulo und der Tesla-Fahrer überleben. Der Fahrer bestätigt, dass er den Autopiloten aktiviert hatte. Auch hier suchen die Angehörigen nach Antworten und stoßen auf Informationslücken, kryptische Antworten und stumme Systeme. Doch die Familie Benavides gibt nicht auf. Mit Anwälten wagt sie das, was viele zunächst für aussichtslos halten: Sie zieht gegen den Milliardenkonzern vor Gericht. Und erreicht nach vielen Jahren das Undenkbare – ein Urteil, das Tesla zur Verantwortung zieht. Während diese Familien um Gerechtigkeit kämpfen, entsteht im Hintergrund eine zweite, noch größere Geschichte. Sönke Iwersen, Leiter des Investigativ-Ressorts beim Handelsblatt, erhält 2022 einen anonymen Hinweis. Kurz darauf trifft er in Norwegen den Whistleblower Lukasz Krupski und bekommt Zugriff auf 100 Gigabyte interner Tesla-Daten: über 3.000 Kundenbeschwerden zu Notbremsungen, unerwarteten Beschleunigungen und Fehlfunktionen des Autopiloten. Seit Jahren warnen Experten wie Missy Cummings, ehemalige Navy-Kampfpilotin und Robotikforscherin, vor den Risiken dieser unfertigen Technologie des autonomen Fahrens. Die US-Verkehrsbehörde NHTSA und weitere Institutionen beginnen, gegen Teslas Autopilot zu ermitteln. Ehemalige Tesla-Mitarbeiter berichten von Sicherheitslücken, mutmaßlicher Vertuschung und Repressionen. Als John Bernal, früher im Tesla-KI-Team tätig, Videos schwerer Fehlfunktionen veröffentlicht, steht plötzlich das FBI vor seiner Tür. Doch Musk braucht den Autopiloten, den neuen Gral der Autoindustrie, um den Aktienkurs des Konzerns weiter in die Höhe zu treiben. Während immer mehr Kritik an Tesla laut wird und neue Ermittlungen aufgenommen werden, setzt er politisch alles auf eine Karte und stellt sich offen hinter Donald Trump. Als sein „technischer Unterstützer“ gründet er das Department of Government Efficiency (DOGE). Laut dem texanischen Kongressabgeordneten Greg Casar soll Musk auf diesem Weg mehrere Ermittler entlassen und Verfahren gegen Tesla und andere seiner Firmen zum Stillstand gebracht haben.
„Elon Musk Uncovered – Das Tesla-Experiment“ verwebt persönliche Schicksale mit den Stimmen jener, die das System von innen kennen. Es geht um Sicherheitsmängel, internen Druck und Fehlentwicklungen, die nie an die Öffentlichkeit gelangen sollten.
„Elon Musk Uncovered – Das Tesla-Experiment“ ist eine beetz brothers film-Produktion in Koproduktion mit hr, SWR, WDR, NDR für die ARD und Sky, in Zusammenarbeit mit Handelsblatt. Gefördert durch IDM Film & Music Commission Südtirol & The Fritt Ord Foundation
Deepfakes, Datenmissbrauch und digitale Gewalt – zwei neue ARD-Dokumentationen beleuchten die Schattenseite der rasant voranschreitenden digitalen Entwicklung und rücken ein wachsendes, strukturelles Problem in den Fokus, das längst über Einzelfälle hinausgeht: Deepfakes.
In einer umfassenden investigativen Recherche folgt Eckart von Hirschhausen den Spuren einer global agierenden Betrugsindustrie – von Deutschland über Bulgarien bis nach Brasilien – und legt die Strukturen internationaler Datenhändler offen.
„Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ läuft am 4. Mai 2026 um 20:15 Uhr im Ersten und ist bereits ab dem 1. Mai 2026 in der ARD Mediathek verfügbar. Parallel dazu zeigt „F*CK DEEPFAKES!“ mit Collien Fernandes, wie manipulierte Inhalte entstehen, wirken – und wem sie schaden – ab dem 4. Mai in der ARD Mediathek.
Wie einfach es inzwischen ist, mit frei verfügbaren Tools täuschend echte Fake-Inhalte zu erstellen, und wie rasant sich diese Technologien verbreiten, zeigt die ARD-Doku mit Host Collien Fernandes. Wie werden Deepfakes gezielt eingesetzt, um Menschen zu sexualisieren, zu diskreditieren oder zu manipulieren?
Im Film spricht Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes, die sich seit Jahren mit dem Thema Deepfakes und digitale Gewalt beschäftigt und sich für strengere Gesetze und mehr Schutz von Opfern engagiert, mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Der ehemalige Meta-Sicherheitsbeauftragte Sandeep Abraham gibt beispielsweise Einblicke in interne Mechanismen der Plattformökonomie und schildert, wie milliardenschwere Werbesysteme auch von betrügerischen Inhalten profitieren.
Mit der Organisation HateAid, die sich für die Rechte von Betroffenen digitaler Gewalt einsetzt, sprechen Fernandes und Eckart von Hirschhausen darüber, welche rechtlichen und gesellschaftlichen Schutzmechanismen gestärkt werden müssten. Dabei stehen konkrete Lösungsansätze im Fokus: Gemeinsam mit einer Berliner Schulklasse diskutieren sie zusammen mit Digitalberater Gavin Karlmeier Strategien zur digitalen Selbstverteidigung. Wie sinnvoll und zielführend sind Social-Media-Verbote, Klarnamenpflicht und Identifikationspflichten wirklich? Anika Gruner vom Start-up Neuromancer zeigt, wie Deepfakes technisch zuverlässig entlarvt werden können – etwa durch KI-gesteuerte forensische Analysen, die manipulierte Bildstrukturen mithilfe sogenannter "Heatmaps" sichtbar machen.
"Collien Fernandes: 'F*CK DEEPFAKES!'" ist eine Produktion der Bilderfest GmbH (Buch und Regie: Kristin Siebert, Produzent: Stefan Otter) im Auftrag von BR/WDR (Redaktion: Daniel Schwenk (BR), Markus Schall (WDR)) für die ARD Mediathek.
„Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ ist eine Produktion der Bilderfest GmbH (Buch und Regie: Kristin Siebert, Produzent: Stefan Otter) im Auftrag des WDR (Redaktion: Markus Schall) für die ARD Mediathek und Das Erste.
Das ARD-Kompetenzcenter Wissen, Bildung, Schule hat einen thematischen Schwerpunkt initiiert: Unter dem Titel „Age of Fake – Die neue Macht der Täuschung“ widmen sich zahlreiche weitere ARD-Programme – sowohl im linearen als auch im digitalen Angebot – diesem hochaktuellen Thema.
Deutschland steht offiziell fest an der Seite der Ukraine. Sanktionen sollen verhindern, dass westliche Technologie in russischen Waffen landet. Politik und Wirtschaft versichern immer wieder, dass Lieferketten unterbrochen seien. Doch stimmt das wirklich? Filmemacher Michael Höft und sein Team machen sich im kältesten Winter der Kriegsjahre auf den Weg nach Kyjiw. Der Himmel über der ukrainischen Hauptstadt wird fast jede Nacht vor allem von einer Waffe bedroht: der Drohne Geran-2. Diese Drohne wurde ursprünglich im Iran als Shahed-Drohne entwickelt und wird inzwischen in Russland selbst produziert. Immer wieder schlagen diese unbemannten Flugkörper in Wohnhäusern ein. Zivilisten sterben in ihren Wohnungen.
Bei einem Termin beim ukrainischen Militärgeheimdienst erhält das ARD-Team Zugang zu den Überresten abgeschossener Drohnen. Auf Tischen liegen zerlegte Elektronikteile, Kabel und Chips. Experten zeigen den Journalisten Bauteile aus westlicher Produktion. Besonders häufig tauchen elektronische Komponenten deutscher Hersteller auf. Ohne diese Bauteile würden viele der Drohnen nicht fliegen, erklären die Spezialisten dem Team. Doch wie gelangen solche Komponenten trotz der Sanktionen nach Russland?
Geleakte russische Zollpapiere zeigen detailliert, welche Firmen welche Waren nach Russland geliefert haben und welchen Weg diese Güter genommen haben. Die Spur führt nach Zentralasien. Vor allem Kasachstan spielt eine Schlüsselrolle. Die ehemalige Sowjetrepublik hat eine Zollunion und ein Freihandelsabkommen mit Russland. Gleichzeitig können europäische Firmen ihre Produkte problemlos nach Kasachstan exportieren. Seit Beginn des Krieges sind die Handelszahlen explodiert. Mithilfe eines russischen Journalisten im Exil macht sich Michael Höft auf die Suche nach den Zwischenhändlern. In unauffälligen Lagerhallen in Almaty liegen Produkte „Made in Germany“. Von hier aus werden sie weiterverteilt, oft Richtung Russland. Das ARD-Team verfolgt Lieferketten, spricht mit anonymen Händlern und konfrontiert deutsche Unternehmen mit ihren Recherchen. Dabei zeigt sich: Offiziell liefert niemand nach Russland. Doch über Umwege funktioniert der Handel weiterhin, präzise organisiert und äußerst lukrativ.
Die „ARD Story“ folgt den Spuren deutscher Technologie von deutschen Industriegebieten über Zentralasien bis nach Russland. Der Film zeigt ein System aus Zwischenhändlern, Freihandelszonen und logistischen Schlupflöchern und stellt eine unbequeme Frage: Wenn Sanktionen den Krieg stoppen sollen, warum funktionieren die Lieferketten trotzdem weiter?
Ein Hut, eine Sonnenbrille, schwarze Jacke, markante Stimme! Seine Musik verbindet Generationen in Ost- und Westdeutschland. Er ist unverwechselbar, „unsiezbar“. „UDO! Rebell. Rockstar. Ikone.“ ist das filmische Porträt über das bewegte und abwechslungsreiche Leben eines Mannes, der sich aus Gronau in Westfalen aufmachte, um Rockmusiker zu werden.
Der Ausgangspunkt – ein Ort, der untrennbar mit ihm verbunden ist: das legendäre Hotel Atlantic in Hamburg. Direkt aus seinem Hotel-Wohnzimmer blickt Lindenberg im großen exklusiven Fernsehinterview sehr persönlich auf sein „Udoversum“: sein Leben zwischen Bühne, Atelier und Hotelbar, auf eine Karriere voller Höhen und auch Tiefen, Freundschaften und künstlerischer Neuanfänge.
Die aufwendige Dokumentation erzählt von den frühen Jahren des „kleinen“ Udo, der aus der Kleinstadt Gronau in Westfalen aus einfachen Verhältnissen zielstrebig in die große Welt aufbricht, von seinem Durchbruch in den 1970er-Jahren und von Liedern, die längst Teil der deutschen Popgeschichte sind: Songs wie „Cello“, „Andrea Doria“ oder „Sonderzug nach Pankow“. Udo Lindenberg kämpft früh für eine Rockmusik in deutscher Sprache, sucht den kulturellen Dialog über die innerdeutsche Grenze hinweg und wird zu einer Symbolfigur für Freiheit, Haltung und künstlerische Unabhängigkeit.
Die Dokumentation verbindet seltene Archivaufnahmen mit sehr persönlichen Erinnerungen von Freunden, die den Panikrocker seit Jahrzehnten begleiten. Neben Udo erzählen Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Generationen, was er für sie bedeutet: Freunde wie Maria Furtwängler, Inga Humpe, Ulla Meinecke, Anna Loos und Jan Josef Liefers, Jan Delay sowie Bill und Tom Kaulitz und Apache 207. Mit dem Rapper hält Lindenberg den Rekord des erfolgreichsten deutschen Hits aller Zeiten: „Komet“ – Udos erster Nummer-1-Hit im Alter von 76 Jahren.
Auch Weggefährten aus den frühen Jahren wie Bassist Steffi Stephan und sein erster Produzent Thomas Kukuck, Schulfreunde aus der Kindheit sowie Mitglieder der legendären „Panik-Familie“ kommen zu Wort. Gemeinsam entsteht das vielschichtige Bild eines Mannes, der für viele weit mehr ist als nur ein Rockstar.
Seit mehr als sechs Jahrzehnten prägt der Mann aus Gronau nun die deutsche Musiklandschaft: Mit seiner unverwechselbaren Stimme, seinen poetischen Texten in der typischen „Udo-Easy-Sprache“ begleitet er alle Generationen und zeigt dabei immer Haltung.
Die Dokumentation zeichnet das Porträt eines Künstlers, der längst zur Ikone geworden und doch bis heute neugierig geblieben ist und sich immer wieder neu erfindet. In seinen legendären grünen Socken steht der Freigeist und Erfinder der deutschen Rockmusik auch mit 80 Jahren mitten im Leben.
Ab 11. Mai 2026: Down-Syndrom-Filter für Klicks: Sexuelle Ausbeutung von Frauen mit geistiger Beeinträchtigung (AT) (Radio Bremen)
Ein neuer AI-Filter sorgt für Aufsehen: Millionenfach abgerufene Videos auf Social Media stellen Menschen mit Down-Syndrom in sexualisierten Kontexten dar. Zugleich werden Frauen mit Down-Syndrom online, wie offline immer wieder sexueller Ausbeutung ausgesetzt. Reporterin Caro von der Groeben taucht in diese erschreckende Szene ein, spricht offen mit betroffenen Frauen über ihre Sexualität und wie sie mit dieser Ausbeutung umgehen. Die AI-Filter haben ein Thema aus der Dunkelheit geholt, das eine längst überfällige Frage aufwirft: Inwiefern werden Menschen mit Down-Syndrom sexualisiert und ausgebeutet?
Weitere Themen werden noch bekanntgegeben.
Die Augen sind unser wichtigstes Sinnesorgan. Was und wie wir sehen, bestimmt darüber, wie wir die Welt wahrnehmen: Etwa 80% aller Umweltreize nehmen wir über die Augen auf. Wir verständigen uns sogar mit Blicken – ganz ohne Worte. Aber immer mehr junge Menschen sind kurzsichtig und sehen schlechter. Augenärzte sprechen bereits von einer „Pandemie der Myopie“ (Kurzsichtigkeit). Können Laser-OPs eine Lösung sein?
Auch Kathi ist kurzsichtig. Das schränkt sie in ihren Berufen ziemlich ein. Sie arbeitet als Kickbox-Trainerin, näht für ihr eigenes Mode-Label und steht als Moderatorin vor der Kamera. Die Kurzsichtigkeit nervt sie: Die Kontaktlinsen verrutschen beim Trainieren schnell und wenn sie moderiert, stört die Brille. Deshalb möchte Kathi sich die Augen lasern lassen – trotz Angst vor der OP und möglichen Komplikationen. Für Kathi kommt das Laser-Verfahren namens „Trans-PRK“ infrage: Dabei trägt ein hochmoderner Laser einen Teil der Hornhaut der Augen ab. Die Technik gilt als schonend und verspricht schnelle Heilung und wenig Schmerzen. Wie wird Kathi die OP erleben? Und wird sie mit dem Ergebnis zufrieden sein?
Marc Weide ist Weltmeister der Zauberkunst und arbeitet grade an einem neuen Bühnenprogramm. Mit seinen Tricks muss er es schaffen, die Augen seiner Zuschauer zu täuschen. Dafür macht er sich diverse Schwächen unserer Wahrnehmung zunutze, z.B. unsere sehr begrenzte visuelle Aufmerksamkeit. Und auch optische Täuschungen nutzt er immer wieder für seine Tricks – und spielt unserem Gehirn damit einen Streich. Denn die Augen können die Täuschung eigentlich durchschauen, erst durch die Verarbeitung im Gehirn entsteht ein Eindruck der Illusion. Wie funktioniert das genau? Wir sind dabei, wenn er in seiner Show die neuesten Tricks vorführt.
Die Augen von Flugbegleiterin Nadine sind ihr wichtigstes Werkzeug – sie ist auf das „Blicke-Lesen“ trainiert. Wie eine Profilerin „scannt“ sie am Eingang des Flugzeugs alle Passagiere: Könnte jemand aggressiv werden? Ist jemand mit Flugangst unter den Reisegästen oder betrunken? Nadine sieht das in den Augen, schließlich kommunizieren wir mit denen sehr viel und schnell – ob wir wollen oder nicht. Wir nehmen mit unseren Augen nicht nur soziale Signale von unseren Mitmenschen wahr, wir senden gleichzeitig auch Botschaften zurück. Wir begleiten Nadine, die auch angehende Flugbegleiter:innen ausbildet, auf einem Flug und zu einem Workshop.
Stell Dir vor, jemand filmt Dich heimlich in der Sauna. Nackt. Und wenig später landet das Video auf Social Media. Das team.recherche des SWR trifft Frauen, die in privaten und intimen Momenten gefilmt wurden – ohne es zu bemerken. Möglich macht das eine neue Technologie, die auf den ersten Blick harmlos wirkt: Smart Glasses. Unauffällig und kaum von normalen Brillen zu unterscheiden. Das team.recherche des SWR deckt auf, wie die Brillen zum Instrument sexualisierter Gewalt werden. Die Recherche führt die Reporterinnen bis in die USA, wo die smarten Brillen längst zum Alltag gehören und Influencer das heimliche Filmen zum Geschäftsmodell machen. Voyeurismus wird zum Content. Was bedeutet das für uns? Sind wir in Deutschland auf den Trend vorbereitet? Welche Folgen hat es für Betroffene, wenn intime Momente plötzlich öffentlich sind? Und wie gut schützt uns die Politik? Eine team.recherche-Doku über sexualisierte Gewalt und den Verlust der Kontrolle über die eigene Privatsphäre.
„Bin ich schön?“ – die Dokuserie über Schönheitseingriffe, Körperbilder und Selbstoptimierung ist zurück – mit neuen, ganz persönlichen Geschichten: Paola Maria hat mehr als fünf Millionen Follower*innen auf Instagram. Sie erzählt, wie sie wegen einer Wundheilungsstörung nach ihrer Brustvergrößerung über Monate mit nur einer Brust leben musste. Paola Maria warnt davor, sich zu unüberlegt operieren zu lassen. Sandra Lambeck, ebenfalls Content Creatorin, hat sich sogar mehrfach einem Brazilian Butt Lift unterzogen – einer der gefährlichsten Schönheitsoperationen überhaupt. Heute bereut sie die Eingriffe und fragt sich, wie sie das ihrer Tochter irgendwann mal erklären soll. Marie Nasemann, ehemalige „Germany`s Next Topmodel“-Kandidatin verrät, dass gerade die wohl schönsten Menschen oft die größten Selbstzweifel plagen.
Die 3. Staffel begleitet zwei weitere Frauen und zwei Männer über mehrere Monate auf dem Weg zu ihrer persönlichen Schönheit – mit emotionalen Hochs und Tiefs. Arwin (27) fliegt in die Türkei für eine Hauttransplantation und erlebt, was für eine Industrie rund um Schönheitsoperationen dort existiert. Feli (29) glaubt, dass ihr Brustimplantat sie krank macht und lässt es sich deshalb entfernen. Verschwinden die Schmerzen in der Brust, die ständigen Infekte und ihre permanente Abgeschlagenheit endlich? Sabine (46) wurde als Kind von einem Hund ins Gesicht gebissen und hat sich die Narbe am Mund bei einer Beauty-Kette mit Hyaluron auffüllen lassen. Mit dem Ergebnis ist sie sehr unglücklich und will das nun korrigieren lassen. Marcel (32) aus Darmstadt, lässt sich seine „Männerbrüste“ entfernen und sagt, er wolle endlich frei sein.
Macht eine Beauty-OP wirklich frei und glücklich? Was steckt hinter dem Wunsch nach makellosem Aussehen? Die Dokuserie setzt sich kritisch und zeitgemäß damit auseinander. Psychologin Dr. Julia Tanck und Dr. Michaela Montanari (Vorständin der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie) geben Fakten und Einordnungen rund um Nutzen und Gefahren von Schönheitseingriffen und die Balance zwischen Leidensdruck und Schönheitswahn.
Klassische Musik – für viele Menschen ein kultureller Hochgenuss, und für einige darüber hinaus noch mehr: Sie träumen davon, das Musizieren auf ihrem Instrument oder das Singen zum Beruf zu machen. Doch die Klassische Musik ist eine Branche, die von Druck, Abhängigkeiten und Machtgefälle geprägt ist. Gerade zu Anfang der Karriere, beim Studium an einer der 24 deutschen Musikhochschulen, sind Studierende ganz unten im Machtgefüge und „leichte Beute“. REPORT MAINZ trifft Betroffene von sexueller, verbaler oder diskriminierender Gewalt und zeigt, warum der Machtmissbrauch an deutschen Musikhochschulen systemimmanent ist und die Täter – Professoren, Dozenten, Hochschulpräsidenten – fast unantastbar sind. Der Film erzählt, wie für die Betroffenen der Weg zum vermeintlichen Traumberuf zum Albtraum wurde, Karrieren durch das Melden von Missbrauch ausgebremst wurden und die Täter weiter in der Branche für ihr musikalisches Können gefeiert werden.
Eine der erfolgreichsten Bands Deutschlands quartiert sich über Monate in eine Art Jugendherberge auf dem platten Land ein, um ihr letztes Album für ihre Fans auf der ganzen Welt zu produzieren: Zwischen Nutella-Brote schmieren und Pizza-Lieferdienst komponieren und texten Campino, Andi, Breiti, Kuddel und Vom von den Toten Hosen an ihrem musikalischen Nachlass und einer der größten Herausforderung ihrer Bandgeschichte. Der preisgekrönte Regisseur Eric Friedler durfte die Band so nah wie nie zuvor über zwei Jahre begleiten und schafft mit seinem 90-minütigen Dokumentarfilm ein ungeschminktes Porträt der Toten Hosen in ihrer vielleicht schwierigsten Zeit. Zum ersten Mal wurden sie so intensiv im Maschinenraum ihrer Kreativität beobachtet und auch hinter den Kulissen einer Europatournee begleitet. In dieser hoch emotionalen und bilderstarken Doku setzen sich Die Toten Hosen ein filmisches und musikalisches Denkmal – mit einem echten Bonus für ihre Fans: Neun Tage vor der offiziellen Veröffentlichung des letzten Hosen-Albums, können sie in der ARD-Doku vorab schon unveröffentlichte Hits der Punk-Rocker hautnah erleben.
Nia, heimatlos und bis über beide Ohren verschuldet, erbt unerwartet das Stardust, ein heruntergekommenes Grand Hotel im Weltall. Was die Lösung all ihrer Probleme zu sein scheint, entpuppt sich allerdings als heruntergekommener Problemfall. Und die Belegschaft rund um den Chef-Concierge Adam empfängt Nia nicht gerade mit offenen Armen. Um mit einem schnellen Verkauf des Hotels ihren drängenden Gläubiger loszuwerden, muss Nia den Kasten erst mal in Schuss bringen. Sie überzeugt Adam und die Crew, das veraltete Grand Hotel gemeinsam mit ihr in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, um endlich wieder Gäste ins Haus zu bringen. Dass es schnell gehen muss, damit das Kaufangebot nicht erlischt, verschweigt Nia lieber. Denn für die Angestellten Yakumi und Eks, für Dauergast Vero Sue und sogar für den Androiden Adam ist das Stardust Hotel ihr Zuhause. Ganz abgesehen davon, dass Nia Gefühle für Adam entwickelt, Android hin oder her. Überhaupt meldet sich mit der Zeit ein Nia eigentlich fremdes Gefühl der familiären Zusammengehörigkeit zu der schrägen Mischung aus Menschen, Androiden und sonstigen Zwischenwesen im Sternenstaubhotel.
Die Auszubildenen stehen im Mittelpunkt der beliebten Doku-Serie „Azubi Storys“. Jetzt startet die zweite Staffel mit acht neuen Folgen.
Das Format nimmt ganz die Perspektive der Azubis ein und zeigt ihren spannenden Berufsalltag: Manchmal geht alles schief, oft wachsen sie über sich hinaus, immer lernen sie dazu. Zu sehen sind Azubis in acht verschiedenen Berufen – zusammen mit ihren Ausbildern:
Azubi Storys, zweite Staffel, acht Folgen à 30 Minuten, ab 26. Mai 2026, online first im Boxset in der ARD Mediathek. Anschließend wird die Staffel in Doppelfolgen im WDR Fernsehen erstausgestrahlt.
Azubi Storys ist eine Produktion von i&u Studios im Auftrag des WDR und des NDR für die ARD, © 2026, Redaktion: Michael Kerkmann (WDR) und Ralf Kosack (NDR)
Es beginnt als wilder Partyabend und endet in einem Alptraum: In der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 2016 sind Niklas P. (17), seine Schwester und Freunde auf dem Weg nach Hause vom Festival „Rhein in Flammen“. Angekommen in Bad Godesberg werden sie von einer Gruppe Jugendlicher angepöbelt. Plötzlich trifft Niklas ein Faustschlag an der Schläfe, er sackt zusammen und wird noch gegen den Kopf getreten. Niklas fällt ins Koma und stirbt eine Woche später. Genau zehn Jahre ist das jetzt her. Für viele Bad Godesberger ist das der Tiefpunkt im Niedergang ihres Stadtviertels – seit die Hauptstadt nach Berlin verlegt wurde und die Diplomaten wegzogen. Die Stimmung heizt sich auf, als Zeugenaussagen auf einen Täter „südländischen Aussehens“ hinweisen, wie es die Polizei formuliert. Auf einer Demo werden rechtsextreme Parolen gerufen, Politik und Polizei stehen unter Druck: Der Täter muss gefunden und die Polizeipräsenz im Stadtteil verstärkt werden. Schließlich wird ein junger Mann mit arabischen Wurzeln festgenommen. Ist er der Täter?
Die dreiteilige Serie verfolgt, warum der Tod von Niklas Bad Godesberg nicht mehr loslässt. Welche Rolle spielen ein katholischer Priester und ein bekannter Politiker bei der Eskalation des Falles? Was heißt es für die Mutter von Niklas, wenn der Tod ihres Jungen für politische Forderungen missbraucht wird?
Die „Sportfreunde Stiller“, Independent-Popstars mit vielen Hits: Nach 30 Jahren voller Erfolge, Beinahe-Aus und dem Ringen um Kreativität stehen sie an einem Wendepunkt. Erstmals ohne große Plattenfirma produzieren sie ihr nächstes Album selbst und planen ihr Jubiläumsjahr. Der Film begleitet die Band bei Proben und Aufnahmen in Spanien, im Studio, bei Konzerten vor und hinter der Bühne, in privaten Momenten. Mit aufregendem Archivmaterial und Erinnerungen unterschiedlicher Weggefährt:innen erzählt der Film ihren Weg von der Münchner Vorstadt bis zur WM-Hymne „54, 74, 90, 2006“ und zu „MTV Unplugged“. Aber auch von Krise, Entfremdung, Stillstand. Das Porträt einer Band mit Integrität und Haltung, die durch ihre Musik das Lebensgefühl einer ganzen Generation mitgeprägt hat und die versucht, sich neu zu finden. Der Dokumentarfilm „Sportfreunde Stiller – Mit dem Herz in der Hand“ und der Podcast „1LIVE Ikonen: Sportfreunde Stiller“ erzählen ineinandergreifend die Geschichte der Indie-Rock-Band, die vor einem besonderen Jahr steht.
Sechs Folgen des Podcasts „1LIVE Ikonen: Sportfreunde Stiller“ ab Donnerstag, 28. Mai 2026 in ARD Sounds.
In naher Zukunft müssen Frauen Babys nicht mehr selbst austragen, sondern können die Entwicklung des Ungeborenen in sogenannte „Womb Center“ auslagern, wo es in einer künstlichen Gebärmutter, dem „Pod“ heranwächst. Auch Rachel (Emilia Clarke, „Game of Thrones“) und ihr Mann Alvy (Chiwetel Ejiofor, „12 Years a Slave“) beschließen, mithilfe dieser Technologie eine Familie zu gründen. Der naturliebende Alvy ist zwar zunächst skeptisch. Trotzdem baut er schnell eine Verbindung zu dem Fötus auf. Rachel hingegen zweifelt zunehmend, ob der Einsatz des Pods die richtige Entscheidung war. Als dann auch noch das Womb Center die Vertragsbedingungen ändert, um den Pod möglichst schnell für das nächste Paar bereitzustellen, müssen beide eine Entscheidung treffen.
Visuell herausragende und hervorragend besetze Near-Future-Satire, die sich auf unterhaltsame Weise nicht nur mit Themen wie Mutterschaft und Familiengründung auseinandersetzt, sondern auch mit den Konsequenzen der fortschreitenden Digitalisierung unseres Alltags. Deutsche Erstausstrahlung.
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