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Highlights im September 2026

Serie, DEutschland 2026 (8 x 45 Min.)

Babylon Berlin, Staffel 5

(ARD Degeto Film/WDR/SWR/Radio Bremen) Ab 10. September 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 19. September | 20:15 Uhr und 25. September | 22:20 Uhr | Das Erste
  • Bild: Frédéric Batier/X Filme Creative Pool/ARD Degeto Film/WDR/SWR/HR/Radio Bremen/Beta Film/Composing: BDA Creative

Berlin, Januar 1933: Mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler beginnt das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) ermittelt in einer Mordserie an ehemaligen Frontsoldaten. Verbindungen und Motive reichen in das Jahr 1918 zurück. Eine brisante Akte ist verschwunden, die Hitlers Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg in ein neues Licht rückt. Politischer Sprengstoff, und die Betroffenen scheinen vor nichts zurückzuschrecken, um die Akte in ihren Besitz zu bringen – auch nicht vor Mord. Als Gereon Rath (Volker Bruch) plötzlich spurlos verschwindet, weiß Charlotte nicht, ob sie ihn je wiedersehen wird.

Die fünfte Staffel „Babylon Berlin“ verbindet Motive von Volker Kutschers Roman „Märzgefallene“ mit dem großen Figurenensemble der Serie. Acht neue Episoden beleuchten die Tage zwischen Machtübernahme und Reichstagsbrand.

Begleitend zu „Babylon Berlin“: die Doku, das Game und eine Hörspielserie.

ARD History, Deutschland 2026 (45 Min.)

Babylon Berlin – Die Doku

(SWR) Ab 10. September 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 21. September 2026 | 23:35 Uhr | Das Erste
  • Bild: SWR/Reinhard Schütz

Berlin Anfang 1933. In nur wenigen Wochen zerstören die Nationalsozialisten die Weimarer Demokratie – die demokratischen Institutionen werden ausgeschaltet, politische Gegner und Juden verfolgt, Recht und Gesetz ausgehebelt – die historische Kulisse für die fünfte Staffel der Kult-Serie „Babylon Berlin“. Die Doku zur Serie beleuchtet diese ersten Wochen des NS-Regimes anhand der Schicksale von sieben Menschen. Während manche wie die Journalistin Gabriele Tergit und der Kommunistenführer Ernst Thälmann schnell zu Opfern des NS-Terrors werden, treiben andere wie der Finanzfachmann Hjalmar Schacht und der neue Berliner Polizeipräsident Magnus von Levetzow den Aufbau der Diktatur voran und machen Karriere.

Mit nachkoloriertem Archivmaterial und aufwändigen Animationen erweckt die Dokumentation das damalige Berlin zum Leben.

Ein Film von Christian Jakob

Dokumentation, DEutschland 2026 (90 Min.)

SEPTEMBER

(WDR/BR/NDR) Ab 1. September 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 11. September 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste
  • Bild: Spiegel TV/WDR

Der 11. September 2001 veränderte die Welt. Doch wie wurden aus einem einzigen Tag die Erschütterungen, die bis heute nachwirken? Die 90-minütige Dokumentation SEPTEMBER von Johan von Mirbach erzählt die Geschichte der Terroranschläge neu - verdichtet auf die 30 Tage eines Monats, der das 21. Jahrhundert prägte. SEPTEMBER zeigt, wie aus Trauer Krieg wurde, wie Freiheit gegen Sicherheit eingetauscht wurde – und warum die Welt, die wir heute kennen, in jenem Herbst begann. Mit unveröffentlichtem Archivmaterial und eindringlichen Zeitzeugen-Berichten rekonstruiert der Film die Atmosphäre jener Wochen. Im Mittelpunkt stehen Menschen, deren Leben sich für immer veränderte: eine IT-Expertin, die den Einschlag in Manhattan aus nächster Nähe erlebte; ein deutscher Ersthelfer am Ground Zero; eine Baggerfahrerin, die den Schutt wegräumte. Auch politische Stimmen kommen zu Wort: Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil war damals in New York und erinnert sich an jene Tage, die alles veränderten. Joschka Fischer, damals Außenminister, sorgte sich um die Beziehung zu den USA.

„SEPTEMBER“ ist eine Produktion von SPIEGEL tv im Auftrag von WDR (Federführung), BR und NDR.

Krimi, DEutschland 2026 (90 Min.)

Tatort: König in Gelb

(NDR) Ab 13. September 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 13. September 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste
  • Bild: NDR/Frizzi Kurkhaus

Auftakt zur neuen „Tatort“-Saison:

Charlotte Lindholms (Maria Furtwängler) jüngster Fall führt sie ins niedersächsische Kleinhude in ein sogenanntes Demenzdorf, wo Menschen mit Demenz ein normales Alltagsleben ermöglicht wird. Einer der Bewohner, der allseits beliebte Herr König (Thomas Thieme), soll ein Serientäter sein und sieben Menschen ermordet haben. Behauptet zumindest Hauptkommissar Vogel (Andreas Lust). Wütend, weil ihm keiner glaubt, bittet Vogel Charlotte Lindholm um Hilfe. Doch auch Vogel hat ein Geheimnis: genau wie die Leitung des Demenzdorfes.

Im Laufe ihrer Ermittlungen beginnt Charlotte selbst, an ihrer Erinnerung zu zweifeln. Aber sie täuscht sich nicht: Hier gibt es mehrere Verdächtige.

Reality-Gameshow, DEutschland 2026 (12 x 30 Min.)

Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung Staffel 2

(BR/SWR/WDR) Ab 24. September 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 24. September (Folgen 1 und 2) | 18:50 Uhr | Das Erste
  • Bild: ARD/BR/SWR/Artwork

Wer ist Werwolf, wer ist Dorfbewohner? Die zweite Staffel der mit dem Deutschen Entertainment Award ausgezeichneten ARD Reality-Gameshow „Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“ startet im September.

Erneut ziehen außergewöhnliche Persönlichkeiten in ein geheimnisvolles Dorf – und in einen Wald voller Lügen. Jeder erhält per Zufallsprinzip eine geheime Rolle. Ein Teil der Spielenden wird zu Werwölfen, die sich als harmlose Dorfbewohner tarnen, doch nur ein Ziel haben: die anderen nach und nach zu eliminieren – ohne selbst enttarnt zu werden. Jeder Blick, jedes Zögern und jede noch so kleine Geste kann Verdacht erregen. Wer spielt ein doppeltes Spiel? Wem gelingt es, die Gruppe zu manipulieren? Und wem kannst du trauen, wenn alle lügen?

Die Reality-Gameshow basiert auf dem beliebten Gesellschaftsspiel „Die Werwölfe von Düsterwald".

„Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“ in der ARD Mediathek: Episoden 1–4 ab 24. September Episoden 5–8 ab 01. Oktober Episoden 9–12 ab 08. Oktober

Das Erste zeigt vier Episoden von „Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“: Episoden 1 und 2 am 24. September ab 18:50 Uhr Episoden 5 und 6 am 1. Oktober ab 18:50 Uhr

Reportage, Deutschland 2026 (30 Min.)

FAKT: Schwarz, Rot, Blau – Sachsen-Anhalt vor der WAhl

(MDR) Ab 27. August 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 1. September 2026 | 21:45 Uhr | Das Erste
  • Bild: MDR

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wirft ihre Schatten voraus. Die Reportage „Schwarz, Rot, Blau“ erzählt vom Leben auf dem Land – dort, wo Wahlen entschieden werden und politische Entwicklungen ganz konkret spürbar sind. Ausgangspunkt ist eine Tankstelle in Arendsee in der Altmark.

Hier lebt und arbeitet die 24-jährige Unternehmerin Marie Landsberg. Sie hat den Familienbetrieb übernommen und sich bewusst für ein Leben in ihrer Heimat entschieden. Doch Bürokratie, hohe Kosten und eine vielerorts mangelhafte Infrastruktur prägen ihren Alltag. Ihr Vater Alfred, der diese Entwicklungen über Jahrzehnte verfolgt hat, blickt zunehmend ernüchtert auf die Politik.

Auch der Landwirt Jacques Köpke steht unter Druck. Der 28-Jährige kämpft mit wirtschaftlichen Unsicherheiten und den Folgen von Ernteausfällen. Wiederholt hat er sich mit seinen Sorgen an politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger gewandt – ohne die erhofften Antworten zu erhalten. Das Gefühl, nicht gehört zu werden, teilt er mit vielen Menschen in der Region.

Eine andere Perspektive vertritt Anne Buch. Die Grafikdesignerin engagiert sich für demokratische Teilhabe und die Interessen junger Menschen in der Altmark. Sie setzt auf Dialog statt Polarisierung und möchte dazu beitragen, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt auch in politisch aufgeheizten Zeiten erhalten bleibt. Doch immer mehr ihrer Mitstreiterinnen wollen weg aus Sachsen-Anhalt. Anne Buch will bleiben.

Zwischen Unzufriedenheit, Veränderungswünschen und demokratischem Engagement begleitet die Reportage Menschen, die stellvertretend für viele andere stehen. Entstanden ist ein vielschichtiges Porträt eines Bundeslandes auf der Suche nach seinem politischen und gesellschaftlichen Kurs.

Ein Film von Christin Simon und Benjamin Arnold

Doku-Serie, Deutschland 2026 (3 x 25 Min.)

Schule ohne Smartphone – Das Experiment mit Tobi Krell

(SWR) Ab 2. September 2026 | für fünf Jahre | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 7. September 2026 | 23:35 Uhr | Das Erste (Teil 1)
  • Bild: SWR/Thomas Spitschka/Sophie König

Was machen drei Wochen offline mit mir? Die dreiteilige Doku „Schule ohne Smartphone – Das Experiment mit Tobi Krell“ geht dieser Frage gemeinsam mit rund 100 Schüler:innen nach. Bei dem Selbstversuch stehen Wohlbefinden, Konzentrationsfähigkeit und der Schlaf auf dem Prüfstand – von einem Team wissenschaftlich begleitet. Welche spür- und messbaren Veränderungen gibt es? Welche Skills und Freiräume entdecken die Jugendlichen ohne die permanente digitale Ablenkung? Und was machen drei Wochen Handy-Verzicht mit dem Familienleben? Die ARD Wissen-Doku geht den Fragen einfühlsam nach, zieht Bilanz und ermuntert zur digitalen Auszeit.

Die Miniserie „Schule ohne Smartphone – das Experiment mit Tobi Krell“ erscheint im Rahmen der ARD Mitmachaktion #unsereKinder am 2. September in der ARD Mediathek.

Comedy-Serie, Deutschland 2026 (6 x 30 Min.)

Deutschland, ich küss‘ dein Herz

(WDR) Ab 3. September 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 3. und 10. September 2026 | 23:50 Uhr | Das Erste (Folgen 1-4)
  • Bild: WDR/Philipp Pongratz/Nils Reuter

Tahsim Durgun, preisgekrönter Content-Creator und Bestsellerautor, zählt zu den spannendsten jungen Stimmen Deutschlands. In einer neuen Comedy-Serie des WDR für die ARD Mediathek tritt Tahsim Durgun gemeinsam mit einer kurdischen „Tante", die stellvertretend für die Generation von Tahsims Mutter steht, eine ultimative Deutschlandreise an – ein Roadtrip zwischen Hochkultur und Hobby Horsing, Bauernhof und Ballermann, bei dem er feststellt: Deutschland ist ein vielseitiges Land, aber auch ein Land voller Widersprüche.

Zwischen Kleingarten-Paragrafen und Fußballstadien versucht Tahsim, der Tante Zeynep Deutschland näherzubringen. Sie treffen jede Menge prominente Gäste wie Herbert Grönemeyer, Klaas Heufer-Umlauf, Kurt Krömer, Edin Hasanović, Laura Larsson, die Podcaster Niklas & David, die Comediennes Maraam und Tülin Sezgin sowie die Musiker KC Rebell und Summer Cem. Außerdem erleben sie absurde Abenteuer: Sie suchen Kurdistan in einem großen Freizeitpark, probieren sich im Jodeln und kontrollieren mit dem Kleingarten-Sheriff Regelverstöße. Ganz nebenbei kommen sie sich näher, wenn sie über ihre migrantisch geprägten Familien sprechen, über Alltagsrealitäten und ihre Weltanschauungen.

Reportagen, Deutschland 2026 (20-45 Min.)

Y-Kollektiv

(SWR/Radio Bremen/HR/MDR) Immer montags | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek
  • Bild: © Radio Bremen

14. September 2026: Hardtekk, Hass und Hitlergrüße – Wie Rechtsradikale die Rave-Szene unterwandern (AT) (Radio Bremen/MDR)

Hardtekk-Partys wirken auf den ersten Blick wie Kindergeburtstage für Erwachsene: laut, schnell, exzessiv. Doch zwischen Stroboskop-Licht und 200 BPM tauchen immer häufiger Reichsflaggen und andere rechtsextreme Codes auf. Artists und Partygänger tragen Kleidung und Tattoos mit rechter Symbolik, in den Tracks finden sich entsprechende Anspielungen. Was viele für ironische Provokation halten, wird zur Eintrittskarte in ein Milieu, in dem Menschenfeindlichkeit einfach mitfeiert – besonders in Regionen, wo sonst wenig geboten ist. Y-Kollektiv-Reporter gehen dieser Entwicklung nach, begleiten Nächte in der Hardtekk-Szene und konfrontieren Protagonist:innen, die sich „unpolitisch“ nennen, aber Neonazi-Ästhetik verbreiten.

21. September 2026: Y-History: Die "Anti-Touristen" – Warum keiner mehr Tourist sein will (AT) (SWR).

Als Y-Kollektiv-Reporterin Anne Thiele vor einigen Jahren Tulum besucht, erlebt sie den Ort noch als alternatives Paradies. Kurz darauf trendet Tulum auf Social Media. Heute prägen Müll, Bauruinen, Kriminalität und Leerstand das einstige Sehnsuchtsziel. Anne fragt, seit wann Reisen ein Hype ist, wie „Geheimtipps“ entstehen und warum sie so schnell überlaufen sind. Zunächst scheint die Antwort klar: Instagram, TikTok und Google Maps machen aus einzelnen Empfehlungen schnell Massenziele. Doch ihre Recherche führt Anne zurück ins 19. Jahrhundert: Schon damals setzten wohlhabende Reisende mit Bildern und Erzählungen die Standards dafür, was als „schön“ und „sehenswert“ gilt. Heute beschleunigen Algorithmen diesen alten Kreislauf. Wer Geld hat, bereist Orte zuerst – die breite Masse kommt später und gilt dann als Problem. In Barcelona erlebt Anne, wie Anbieter „Authentizität“ als Hidden-Gem-Tour verkaufen. In Frankfurt trifft sie ein Paar, das sich eine individuelle Japanreise abseits von Instagram-Spots planen lässt. In Armenien beobachtet sie, wie der nächste Geheimtipp gezielt entwickelt und vermarktet wird.

28. September 2026: Y-History: Der POKÉMON-Hype – Vom Schulhof zum Milliardenmarkt (AT) (Radio Bremen/HR)

151 pixelige Monster, entwickelt von einem introvertierten Insektensammler in Tokio – heute ist Pokémon das erfolgreichste Medien-Franchise der Welt. Über 150 Milliarden Dollar Umsatz, Millionen Fans, Sammelkarten, die für sechsstellige Summen gehandelt werden. Y-Kollektiv-Reporter Frederik Fleig gehörte zur ersten Pokémania-Generation. Zum Doppeljubiläum – 30 Jahre Pokémon und 10 Jahre Pokémon GO – holt er die alten Karten vom Dachboden seiner Mutter, lässt ihren Wert schätzen und taucht zurück in den Kosmos seiner Kindheit. In Deutschland und Japan sucht er nach dem Geheimnis eines Phänomens, das seit drei Jahrzehnten immer neue Generationen begeistert. Der Film begleitet Kinder auf dem Schulhof, erwachsene Sammler auf Großevents und Verantwortliche hinter der Marke – und fragt: Wie wurde aus einem Gameboy-Spiel ein globales Dauerphänomen? Und warum fasziniert Pokémon bis heute?

Thriller-Serie, Norwegen 2024 (6 x 45 Min.)

Escaping Bolivia

(NDR/WDR/SWR) Ab 4. September 2026 | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 11. September 2026 | 21:30 Uhr | ONE
  • Bild: NDR/Rune Bendiksen

Ein unbeschwerter Mädelstrip wird zum Alptraum; Ida (17), ihre erste große Liebe Cecile (18) und Michelle (21), die Exfreundin ihres Bruders, sind BFF – Best Friends Forever. Nach einem gemeinsamen Trip nach Bolivien werden sie am Flughafen mit 22 Kilo Kokain im Gepäck verhaftet. Die drei beharren darauf, dass jemand ihnen die Drogen untergeschoben hat, doch niemand glaubt ihnen. Sie werden bis auf weiteres im Frauengefängnis in Cochabamba festgehalten und müssen in einer für sie schockierenden Lebensrealität bestehen. Ihr Alltag ist fortan von harter Arbeit und Korruption geprägt. Als die erhoffte Hilfe durch das norwegische Außenministerium ausbleibt, wird die Freundschaft der drei auf eine harte Probe gestellt.

Nachdem sich bald abzeichnet, dass jede für sich allein kämpfen muss, werden der Journalist eines Männermagazins und ein wortkarger Söldner zu Idas ungeahnten Verbündeten. Mit einem waghalsigen Fluchtplan riskiert sie alles und steht schließlich vor der entscheidenden Frage, ob sie es sicher zurück nach Hause schaffen oder der Amazonas zu ihrem endgültigen Gefängnis wird.

Die norwegisch-deutsche Koproduktion ist inspiriert von wahren Begebenheiten.

Die Serie entstand im Rahmen der FabFiction-Initiative von WDR, NDR und SWR.



Satire-Show, Deutschland 2026 (75 Min.)

50 Jahre extra 3 – Die Show

(NDR) Ab 17. September 2026 | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 17. September 2026 | 22:50 Uhr | Das Erste
  • Bild: NDR/ARD

Zum 50. Geburtstag von „extra 3“ wird es besonders: Christian Ehring moderiert eine einmalige Geburtstagsshow mit dem aktuellen „extra 3“-Ensemble und prominenten Gästen aus der deutschen Satire- und Comedylandschaft. Freuen Sie sich auf scharfe Polit-Satire, live Musik, pointierte Sketche im Studio und die satirischen Filme, die „extra 3“ seit Jahrzehnten auszeichnen. Mit dabei sind Oliver Welke, Katrin Bauerfeind, Collien Fernandes, Maxi Schafroth, Michael Mittermeier, Florentine Osche, Kawus Kalantar, Maike Kühl, Max Giermann, Sarah Bosetti, Riccardo Simonetti und Oliver Kalkofe. Gemeinsam versprechen sie einen Abend voller Witz, Satire und überraschender Momente.

Ebenfalls ab 17. September 2026 in der ARD Mediathek (und um 00:05 Uhr im Ersten):

50 Jahre extra 3 – Die Doku

Freddy Radeke und Jakob Leube aus dem „extra 3“-Ensemble präsentieren die Doku zum großen Jubiläum! Die Mission der beiden ist klar: Wie zur Hölle konnte sich diese Sendung 50 Jahre lang halten? Auf ihrer Reportage-Reise treffen sie „extra 3“-Moderator Christian Ehring, aber auch Ex-Moderatoren wie „extra 3“-Legende Hans Jürgen Börner und Tobi Schlegl und graben Archiv-Perlen aus. Prominente Comedians und Satiriker:innen wie Maren Kroymann und Florentine Osche reagieren auf historische Ausschnitte und kommentieren die Geschichte der Sendung sowie die Entwicklung des Humors und der Satire in Deutschland. Das alles im Stil einer klassischen Presenter-Reportage, die Radeke und Leube in Form und Stil satirisch parodieren – und in der sie sich Tipps von erfahrenen Presentern wie Ingo Zamperoni und Jessy Wellmer holen.

Dokumentation, Deutschland 2026 (45 Min.)

Nächster Halt: Weniger Gewalt?– Angst in Bus und Bahn

(WDR/BR/NDR) Ab 22. September 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek
  • Bild: picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt & Caro Keunecke

Viele Menschen fühlen sich in Bus und Bahn nicht mehr sicher. Die ARD Story „Nächster Halt: Weniger Gewalt?“ fragt, wie es um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr steht und was nötig ist, damit Fahrgäste sowie Fahrerinnen und Fahrer sich wieder geschützt fühlen.

Die Doku begleitet Beschäftigte und Fahrgäste im Nahverkehr und zeigt, wie sie mit Gewalt, Bedrohungen und Angst umgehen. Fahrerinnen und Fahrer der Rheinbahn in Düsseldorf berichten von Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffen. „Wenn Männer aggressiv und laut werden, hat man immer ein mulmiges Gefühl“, sagt Straßenbahnfahrerin Sabine Weigle.

Die Rheinbahn reagiert mit neuen Sicherheitskonzepten. Dazu gehören KI-gestützte Kameras, Bodycams und zusätzliche Sicherheitskräfte. „Der öffentliche Nahverkehr muss objektiv sicher sein und sich für die Menschen auch so anfühlen“, sagt Vorstandsvorsitzende Anette Grabbe.

Die Doku nimmt auch die Perspektive der Fahrgäste in den Blick und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen von Zivilcourage. Ein Dortmunder Fahrgast berichtet, wie er nach einem Streit in der Bahn durch einen Messerangriff verletzt wurde: „Plötzlich sah ich in die Gesichter der anderen Fahrgäste und realisierte, dass mich der Mann mit einem Messer verletzt hatte, aus meinem Nacken lief Blut.“

„Nächster Halt: Weniger Gewalt?“ sucht Antworten auf die Frage, wie der öffentliche Nahverkehr ein sicherer Ort für alle bleiben kann.

Doku-Serie, Deutschland 2026 (4 x 45 Min.)

Heli Retter – Ulmer Notärzte im Einsatz

(SWR) Ab 23. September 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: ab 12. Oktober 2026 | montags, 21:00 Uhr | SWR Fernsehen
  • Bild: SWR/movingpicturez

Hubschrauber "Christoph 22" ist am Militärkrankenhaus in Ulm stationiert – von dort fliegt er von frühmorgens bis in die Nacht hinein zu den unterschiedlichsten Einsätzen. Oft ist er das einzige und schnellste Rettungsmittel in dringenden Notfällen.

Ob Verkehrsunfälle, Reanimationen oder schwere Verletzungen in Heimen und privaten Haushalten – das Team aus Pilot, Notarzt und Sanitäter wird immer dann gerufen, wenn wirklich jede Minute zählt. Auch in der neuen Staffel der „Heli-Retter“ begleitet die Kamera das Notarzt-Team hautnah bei ihrem Wettlauf gegen die Zeit.

Spielfilm, Großbritannien, Griechenland, Schweiz 2023 (93 Min.)

Greatest Days

(BR) Ab 25. September 2026 | für 30 Tage | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 27. September 2026 | 23:15 Uhr | BR Fernsehen
  • Bild: GREATEST DAYS LIMITED. All rights reserved/Kerry Brown

England in den 1990ern: Rachel (Lara McDonnell) und ihre Freundinnen Debbie (Jessie Mae Alonzo), Heather (Eliza Dobson), Claire (Carragon Guest) und Zoe (Nandi Sawyers-Hudson) entfliehen dem oft nervigen Teenager-Alltag aus Schulstress, streitenden Eltern und den beengten Verhältnissen ihres Heimatortes mithilfe der gehypten Band "The Boys". Sobald sie die Songs der Boygroup hören, fühlen sie sich schön, mutig und stark genug, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Jahre später allerdings hat sich nicht nur die Band getrennt, auch die Mitglieder der inzwischen erwachsenen Clique haben sich auseinandergelebt. Da kündigen "The Boys" überraschend ein Comeback-Konzert in Athen an. Aus Spaß nimmt Rachel (jetzt Aisling Bea) an einem Radio-Wettbewerb teil – und gewinnt tatsächlich Tickets für den Auftritt! Für sie ist klar: Sie muss mit ihren einstigen Freundinnen dort hin. Tatsächlich schafft sie es, Heather (Alice Lowe), Claire (Jayde Adams) und Zoe (Amaka Okafor) zu dem Trip zu überreden. Doch während der zunehmend chaotisch verlaufenden Reise müssen sie feststellen, dass Nostalgie allein die alten Konflikte zwischen ihnen nicht lösen kann...

Das gleichnamige Musical des britischen Dramatikers Tim Firth ("Kalender Girls") war ein internationaler Erfolg. In Deutschland begeisterte das Stück in Berlin sowie in München mit seinen sympathischen Heldinnen und den Kult-Hits von "Take That" sein Publikum. Auch die Verfilmung setzt auf die erfrischende Story, ausgelassene Choreografien und viel Nineties-Charme, so dass nicht nur eingefleischte Fans von Robbie Williams, Gary Barlow und Co. ihren Spaß haben werden. Vielmehr feiert "Greatest Days" die Kraft der Freundschaft und die der Musik. Damit reißt die Komödie Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Boygroup-Ära selbst als Teenager erlebt haben, genauso mit wie Jüngere, die wissen wollen, wie die Eltern ihre Teenagerzeit verbracht haben.



WEltspiegel DOku (45 Min.)

Paris – Liebe, Luxus, Likes

(WDR) Ab 25. September 2026 | für zwei JAhre | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: tba | Das Erste
  • Bild: WDR

Paris ist die „Stadt der Liebe“ – nicht Rom, nicht Madrid, nicht Berlin. Dieses Label gilt schon seit der Epoche der Romantik, als sich Dichter und Künstler aus ganz Europa in Paris trafen und dieses Bild prägten. Seit einigen Jahren, verstärkt durch Instagram und Co., schlägt dieses Narrativ immer höhere Wellen und zieht zahlungskräftige Klientel aus aller Welt an.

Das Geschäft rund um die „Stadt der Liebe“ boomt. Täglich werden Dutzende Heiratsanträge gemacht – vor der Kulisse der „‚romantischsten Stadt der Welt“. Meist ist der Eiffelturm im Hintergrund. Die Paare kommen aus aller Welt – ein Antrag in Paris gilt als „Traum, der wahr wird“. Serien wie „Emily in Paris“ tun ihr Übriges. Zum Entzücken der Touristen, zum Leidwesen vieler Pariserinnen und Pariser.

Die Doku zeigt Menschen, die mit dem romantischen Bild der französischen Hauptstadt ihr Geld verdienen. Chantelle organisiert Heiratsanträge für Gutbetuchte. Nadine zeigt deutschen Besuchern die Drehorte von „Emily in Paris“. Julien entwirft Prinzessinnenkleider für seine Kundinnen. Vanessa und Siranjivi verkaufen Tickets für ihre Hochzeit. Und Laura und Holly beschäftigen sich auf Social Media mit dem Liebesleben ihrer Interviewpartner – mit einer guten Portion Humor.

Was genau macht Paris zur Stadt der Liebe? Und ist es nur das Image oder gibt es wahre Romantik an diesem mit Klischees überladenen Ort?

Ein Film von Sabine Bohland und Stefanie Vollmann

DOkumentation, Deutschland 2026 (30 Min.)

Report Mainz: Belästigt. Gemobbt. Missbraucht. Soldatinnen in Gefahr?

(SWR) Ab 29. September 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 29. September 2026 | 21:45 Uhr | Das Erste
  • Bild: SWR

Im Ernstfall ihr Vaterland tapfer zu verteidigen, diesen Eid schwören auch Frauen bei der Bundeswehr. Seit 25 Jahren stehen ihnen hier alle Laufbahnen offen. Sie hoffen auf Herausforderungen, aber vor allem auf Kameradschaft. Die ist bei der Bundeswehr sogar gesetzlich verankert, als soldatische Pflicht. Doch statt Kameradschaft erleben Soldatinnen oft Diskriminierung und sexuelle Übergriffe. Das zeigen die Recherchen von REPORT MAINZ.

Hat der frauenfeindliche Umgang System? Denn nicht nur in der Fallschirmjäger-Kaserne in Zweibrücken, die immer wieder mit Skandalen Schlagzeilen machte, kam es zu Fällen von sexueller Gewalt. Betroffene berichten in der Dokumentation über ihre Erlebnisse in der Truppe. Es herrsche eine Kultur, in der Ausbilder und auch Vorgesetzte kritische Situationen bagatellisieren, tolerieren, manchmal sogar befeuern. Nur etwas mehr als dreizehn Prozent der Soldaten sind Frauen, sie bilden somit eine kleine Minderheit.

Die Bundeswehr soll die größte Armee Europas werden, um die Landes- und Bündnisverteidigung zu stärken. Sie braucht gerade jetzt dringend mehr Personal und wirbt gezielt um junge Frauen. Doch: wie attraktiv ist ein Job beim Bund? Ist die Bundeswehr, ein Vierteljahrhundert nach dem vollen Zugang für Frauen, ein sicherer Arbeitsplatz für Soldatinnen? Unternimmt sie genug gegen Sexismus und Diskriminierung in ihren Reihen? Oder werden Täter von Kameraden und Führungspersonen zu häufig gedeckt? Wie gut es der Bundeswehr gelingt, Frauen zu integrieren, könnte auch darüber entscheiden, wie stark und entschlossen unsere Streitkräfte im Verteidigungsfall aufgestellt sind.

DOkumentation, Deutschland 2026 (30 Min.)

Money Maker: Samuel Kutger Mit 14 Unternehmer, mit 18 Millionär

(MDR) Ab 30. September 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek
  • Bild: MDR/Miles Plahuta

„MoneyMaker“ gewährt Einblicke in das Leben eines der jüngsten Firmengründer Deutschlands: des Photovoltaik-Unternehmers Samuel Kutger aus der Region Frankfurt am Main. Der Film thematisiert Unternehmertum, Selbstverwirklichung, Anderssein, Leistungsdruck, Selbstinszenierung, Familie und mentale Gesundheit. Die Doku folgt dem Jungunternehmer an zentrale Orte seines Geschäfts- und Privatlebens – vom Frankfurter Tower bis auf einen Bauernhof in Apulien – und zeigt ihn beim Ironman-Training.

Als der heute 18-jährige Samuel den Grundstein für seine Solarstrom-Firma „Emsbo“ legen wollte, war er erst 14. In diesem Alter dürfen Teenager in Deutschland eigentlich keine Geschäfte aufbauen. In seinem Fall machte es die Sondergenehmigung eines Gerichts möglich. Und das hat sich für den jungen Mann gelohnt. Aus dem frühen Unternehmergeist ist eine schnell wachsende Firma mit hohen Umsätzen entstanden. Neben der Solarbranche engagiert er sich unter anderem auch in einem Anti-Kater-Drink-Startup.

Kutger ist augenscheinlich auf der Sonnenseite des Lebens unterwegs. Das ist aber nicht die ganze Wahrheit. Der Film zeigt auch Brüche und Belastungen im Alltag des Jugendlichen. Da war der dauerhafte Spagat zwischen Schule und Firma, die soziale Distanz zu Gleichaltrigen, eine verpasste Kindheit und schließlich der Abgang vom Gymnasium mit Realschulabschluss zugunsten der Firma. Trotz seiner geschäftlichen Erfolge ist ein junges Alter ein Handicap bei der Gewinnung neuer Kunden. Der Solarmarkt wird härter, sein selbstgesetztes großes Umsatzziel von 100 Millionen Euro kann er zuletzt nicht verwirklichen.







Highlights im AUGUST 2026

Doku-Serie, Deutschland 2026 (6 x 45 Min.)

NAchtstreife, Staffel 7

(SWR) Ab 19. August 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 2., 9. und 16. September 2026 | 23:30 Uhr | SWR Fernsehen
  • Bild: SWR/Christian Mader

Die ARD Doku-Soap gibt einen exklusiven und unverfälschten Einblick in die anspruchsvolle Arbeit der Mainzer Polizei und zeigt die Menschen hinter der Uniform. Was fühlen sie, wenn sie die Stadt Nacht für Nacht ein Stückchen sicherer machen? Gibt es Polizei-Einsätze, die sie besonders stark belasten?

In einer Wohngemeinschaft kommt es zu einem Angriff mit einer Machete, ein Mann türmt aus einer Psychiatrie, ein Mädchen hat im Club eine massive Panikattacke, Crackkonsumenten benehmen sich in Notunterkünften für Wohnungslose daneben und schlagen dort das Personal, ein Ex-Partner manipuliert die Radmuttern am Fahrzeug des neuen Partners seiner Ex-Frau. Die Herausforderungen für die Mainzer Polizistinnen und Polizisten sind enorm und vielfältig. Die Beamtinnen und Beamten berichten über ihr polizeiliches Vorgehen und geben dabei Einblicke in ihre Gefühlswelten.

Ein zentrales Thema dieser Staffel ist die psychische Gesundheit – der Umgang mit Menschen, die sich in akuten seelischen Krisen befinden. Immer häufiger treffen die Einsatzkräfte auf Menschen, die verzweifelt, desorientiert oder suizidgefährdet sind. Hier sind nicht nur professionelle Routinen gefragt, sondern auch Geduld, Empathie und das Gespür, im entscheidenden Moment einfach präsent zu sein.

Mit dabei sind bekannte Gesichter aus den vorherigen Staffeln wie Sarah Schräder (Schrädi), Gerwin Schwiersch, Lena Bottlender, Dominik Muders (Mudi), Sebastian Obermeier (Obi), aber auch neue Beamtinnen und Beamte, wie Said Rahman Nasheed oder Nils Jung. Sie berichten von belastenden Einsätzen, dramatischen Momenten und dem starken Zusammenhalt innerhalb der Teams.

Spielfilm, Deutschland 2024 (90 Min.)

Der Buchspazierer

(ARD Degeto Film) Ab 14. August 2026 | für sechs Wochen | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 17. August 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste
  • Bild: Studiocanal/Wolfgang Ennenbach

Bücher finden ihre Leserschaft – doch manchmal brauchen sie jemanden, der ihnen den Weg weist. Dieser Satz könnte von Carl Kollhoff (Christoph Maria Herbst) stammen, der einer ungewöhnlichen Tätigkeit nachgeht: Er versorgt die Kundschaft einer Altstadt-Buchhandlung mit Lektüre. Obwohl Carl – stets höflich distanziert – wenig über die Menschen weiß, findet er immer das richtige Buch für sie. Kein Wunder, schließlich kennt er jedes Werk und gibt der Leserschaft die Namen von Romanfiguren wie Mister Darcy (Edin Hasanović), Effi Briest (Hanna Hilsdorf) oder Frau Langstrumpf (Maren Kroymann)! Carls Verschmelzung mit der Literatur hat jedoch dazu geführt, dass er so selbstgenügsam wie einsam lebt. Als sich die neunjährige Schascha (Yuna Bennett), ein selbstbewusster Bücherwurm, an seine Fersen hängt, kommt frischer Wind in seine Routinen. Die neugierige Helferin begleitet ihn auf der Tour und schafft es, dass sich Carl zum ersten Mal seit Langem einem anderen Menschen zu öffnen beginnt. Schaschas Vater (Ronald Zehrfeld) ist allerdings wenig begeistert von den Buchspaziergängen seiner Tochter. Als er ihr den Umgang mit ihrem Mentor untersagt und die Buchhandlung auf dessen Dienst verzichtet, muss sich Carl ein Herz fassen, um nicht wieder in seiner Bücherwelt zu versinken …

Als „Buchspazierer” brilliert Christoph Maria Herbst in der Titelrolle der Kinoverfilmung von Carsten Sebastian Henns gleichnamigen Erfolgsroman. Mit feinem Humor und liebenswerter Schrulligkeit spielt der vielfach ausgezeichnete Charakterdarsteller einen belesenen Gesinnungstäter, der auf wundersame Weise das Leben vieler Menschen bereichert - und selbst durch eine junge Begleiterin (wunderbar gespielt von Yuna Bennett) aus seiner Einsamkeit gerissen wird. Die mit Edin Hasanović und Maren Kroymann exzellent besetzte Kundschaft lernt ihren Lektürelieferanten nun erst wirklich kennen. Mit lebenskluger Warmherzigkeit verfasst der preisgekrönte Regisseur und Kameramann Ngo The Chau seine filmische Liebeserklärung an die Magie des Lesens und die verbindende Kraft von Büchern.

Spielfilm, Großbritannien 2023 (90 Min.)

Die fotografin

(ARD Degeto Film) Ab 1. August 2026 | für ein Monat | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 3. August 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste
  • Bild: Sky UK Ltd/Kimberley French

Frankreich 1938. Elizabeth „Lee“ Miller (Kate Winslet) führt als erfolgreiches Mannequin ein Künstlerinnenleben. Bei einer Landpartie mit Freunden verliebt sie sich in den charmanten Galeristen Roland Penrose (Alexander Skarsgård) und zieht mit ihm nach London. Auf ihre Chance, hinter die Kamera zu wechseln, muss Lee trotz ihres Talents lange warten. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, beginnt sie, für die britische Ausgabe der Vogue unter der Leitung von Audrey Withers (Andrea Riseborough) zu arbeiten und sorgt mit einer Reportage zu den Nazi-Bombenangriffen für Aufsehen. Mit Davy Scherman (Andy Samberg) vom berühmten Life-Magazin beginnt eine kollegiale Zusammenarbeit. Als Frau muss sie nicht nur brillant sein, sondern auch Zurücksetzungen ertragen. Obwohl die Royal Armee keine Reporterin an die Front lässt, glaubt Lee an ihre Mission. Dank ihres amerikanischen Passes kann sie US-Truppen bei der Befreiung Frankreichs begleiten. Die mutige Reporterin wirft einen unheroischen Blick auf das Leid: die Verletzten im Lazarett, die Bestrafung von Kollaborateurinnen und die Schrecken der Konzentrationslager. Mit ihrer Arbeit geht Lee an die Grenzen des Zeigbaren – und schafft eine eigene Bildsprache.

Hollywoodstar Kate Winslet zeigt ihr herausragendes Können in dem britischen Biopic, das die Kriegsreporterin Elizabeth „Lee“ Miller porträtiert. Die Zusage der Oscar-Preisträgerin machte den Film erst möglich, der 2024 in die deutschen Kinos kam. In der fiktionalen Rahmenhandlung spielt der vielfach ausgezeichnete Josh O’Connor den Sohn der Fotografin, dessen Biografie als Vorlage für das Drehbuch diente. Regisseurin Ellen Kuras verneigt sich vor einer Pionierin, deren bedeutendsten Kriegsfotos erst nach ihrem Tod veröffentlicht wurden. Brillant ist die preisgekrönte Kameraarbeit von Pawel Edelman, der die Lebensphasen einer Celebrity, Privatperson und Fotografin ins Bild setzt, die eine mutige und aufsehenerregende Meisterin der Selbstinszenierung war.

Weltspiegel DOku (90 Min.)

Ferien bei den Taliban

(MDR) Ab 2. August 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 4. August 2026 | 23:35 Uhr | Das Erste
  • Bild: MDR / SAVIDAS filmproduction

Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban versucht das Regime, Afghanistan touristisch zu öffnen. Während das Auswärtige Amt vor Reisen ins Land warnt, entdecken immer mehr internationale Besucher das vermeintlich Unzugängliche.

ARD-Südasienkorrespondent Markus Spieker kehrt zurück in ein Land, über das er seit 2010 berichtet hat. Als Teil einer internationalen Reisegruppe bewegt er sich zwischen Gastfreundschaft, Propaganda und den Folgen eines Regimes, das Frauen und Mädchen massiv in ihren Freiheiten einschränkt. Wer reist freiwillig nach Afghanistan – und warum? Der Film beleuchtet die Grauzonen zwischen Neugier und Verantwortung, Boykott und Annäherung und stellt die Frage: Kann Reisen politische Wirklichkeit sichtbar machen?

Comedy-Doku, Deutschland 2026 (45 Min.)

Ein Blinder, ein Lahmer, ein Tauber Die behinderte Job-Challenge

(MDR/RBB/SWR) Ab 3. August 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 3. August 2026 | 23:20 Uhr | Das Erste und 6. August 22:10 Uhr | MDR Fernsehen
  • Bild: MDR/Mia Media/Frank Menzel/Melanie Hövelborn

Drei Comedians. Drei Behinderungen. Drei Challenges. Und eine Frage, die so frech ist, dass man erst mal schluckt: Wer ist am beschissensten dran?

Timur Turga, Tan Caglar und Okan Seese treten gegeneinander an. Timur ist fast blind, Tan sitzt im Rollstuhl, Okan ist taub. Gemeinsam wollen sie herausfinden, wer im Alltag die härtesten Barrieren überwinden muss – und wer am Ende die „beschissenste“ Behinderung hat.

Was nach einer völlig unmöglichen Idee klingt, wird zu einem außergewöhnlichen ARD-Format: Inklusion wird nicht erklärt, sondern erlebt. Direkt, komisch, unangepasst und ohne Mitleids-Bonus. Die drei Comedians werfen sich in Situationen, in denen andere oft begründen würden, warum etwas nicht geht. Sie probieren es einfach aus – mit Witz und einer großen Portion Selbstironie.

Die Challenges führen Timur, Tan und Okan mitten hinein in Arbeitswelten, Alltagssituationen und öffentliche Räume, in denen Barrieren nicht abstrakt sind, sondern ganz konkret: zu eng, zu unübersichtlich, zu matschig, zu schnell. Kein Kommentar erklärt aus dem Off. Die drei erzählen selbst, was passiert, was nervt, was weh tut – und worüber man trotzdem lachen kann.

Timur Turga tauscht seinen Blindenstock gegen den Hochdruckreiniger und arbeitet einen Tag lang in einer professionellen Autoreinigung. Zwischen Lack, Felgen, Luxuskarossen und der Angst vor dem Blechschaden stellt sich die Frage: Wie präzise kann man arbeiten, wenn man kaum etwas sieht – und wie viel Vertrauen braucht ein Job, der auf Augenschein und Perfektion ausgelegt ist?

Tan Caglar landet auf einem Bauernhof, auf dem Barrierefreiheit schnell zur Theorie wird. Er muss Rinder versorgen, Schafe füttern und sich mit Bienen anlegen – während sein Rollstuhl auf dem Feld an Grenzen kommt. Mit Humor, Sturheit und echten Steherqualitäten im Sitzen kämpft er sich durch den Tag. Wie kann hier Teilhabe gelingen?

Okan Seese übernimmt den Service in einem vollbesetzten kubanischen Restaurant. Salsa-Musik, Sonderwünsche, Hektik, volle Tische: Kommunikation steht unter maximalem Druck. Wie nimmt man Bestellungen auf, wenn man nichts hört? Und was passiert, wenn ein Team lernen muss, anders miteinander zu sprechen?

„Ein Blinder, ein Lahmer, ein Tauber“ ist Comedy-Reality mit Haltung und hoher Fallhöhe. Humor entsteht aus der Situation, nie auf Kosten der Behinderung. Genau darin liegt die Stärke des Formats: Es ist laut, schnell, respektlos gegenüber Vorurteilen – und zugleich erstaunlich warmherzig. Die Doku zeigt Barrieren, ohne Menschen zu Opfern zu machen. Sie erlaubt Lachen, ohne bloßzustellen. Und sie macht sichtbar, wie viel Mut, Improvisation und Selbstbehauptung in einem Alltag stecken, der für andere selbstverständlich wirkt.

Ein starkes Format für die ARD Mediathek: unterhaltsam, relevant, nahbar und mit drei Protagonisten, die jede Szene tragen.

Ein Film von P. Werse, J. Lindner, A. Huth, H. Ruppert

Reportagen, Deutschland 2026 (20-45 Min.)

Y-Kollektiv

(Radio Bremen/WDR/BR) Immer montags | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek
  • Bild: © Radio Bremen

3. August 2026: Inside Bollywood (Radio Bremen) Als Y-Kollektiv-Reporter Samuel Häde 2013 auf einer Indienreise zufällig Anant kennenlernte, ahnte keiner der beiden, dass aus dem jungen Inder mit Schauspielträumen einmal ein echter Bollywood-Star werden würde. Zwölf Jahre später öffnet Samuel genau diese Freundschaft Türen, die sonst für westliche Journalist:innen verschlossen bleiben: Filmsets, Red Carpets, intime Momente zwischen Drehstress und Fanrummel. Der Film zeigt aus nächster Nähe, wie Glamour, Druck und Härte in der größten Filmindustrie der Welt zusammenwirken. Parallel begleitet Samuel die deutsche Schauspielerin Lisa, die in Mumbai um Rollen kämpft . Auf dem deutschen Markt erlebt Bollywood gerade ein Streaming-Hoch. Millionen sehen indische Serien und Filme – doch wie dieses System wirklich funktioniert, weiß kaum jemand. Wie lebt es sich wirklich in der größten Traumfabrik der Welt?

10. August 2026: Mütter im Knast (WDR) Wie lebt es sich als Mutter hinter Gefängnismauern – getrennt von den eigenen Kindern und konfrontiert mit Schuldgefühlen, Sehnsucht und der Hoffnung auf einen Neuanfang? In der JVA Köln-Ossendorf begleitet Y-Kollektiv-Reporterin Shalin Rogall drei Frauen während unterschiedlicher Phasen ihrer Haft. Sie alle leben von ihren Kindern getrennt und verbüßen ihre Strafen im geschlossenen oder offenen Vollzug. Der Film ermöglicht intime Einblicke hinter die Gefängnismauern und zeigt die emotionalen Herausforderungen, mit denen inhaftierte Mütter konfrontiert sind.

17. August 2026: Wetten auf den Weltuntergang – Wer verdient wirklich auf Prediction Markets? (BR) Kurz vor den US-Luftangriffen auf den Iran am 28. Februar 2026 eröffnen sechs anonyme Krypto-Accounts Wetten auf dieses Ereignis – und erzielen Gewinne von fast einer Million Dollar. Zufall oder Insiderwissen? Der Film beleuchtet die Welt der Prediction Markets (Prognosemärkte), auf denen Nutzer auf so gut wie alles wetten: politische Entscheidungen, Naturkatastrophen oder den Todeszeitpunkt von Prominenten. Plattformen wie Polymarket oder Kalshi werben damit, dass Schwarmwissen die Zukunft vorhersagen, und jeder einzelne damit hohe Gewinne erzielen könne. Doch Studien zeigen: 0,1 % der Accounts machen zwei Drittel des Profits. Wer verdient wirklich an diesen Märkten? Stecken hinter den erfolgreichsten Wetten Insider mit exklusivem Wissen? Profitiert die Öffentlichkeit davon, wenn solche Insiderinformationen nach außen dringen? Und wie weit würden Menschen gehen, um Ereignisse für ihren finanziellen Gewinn zu beeinflussen?

24. August 2026: Strongwomen – die stärksten Frauen der Welt (BR) Sie ziehen Lkws, heben riesige Felsbrocken und werfen Baumstämme: Strongwomen gehören zu den stärksten Frauen der Welt. Bei der Fefor Power Week in Norwegen begleitet Y-Kollektiv-Reporter Niklas Eckert, selbst Ultraläufer, die außergewöhnlichen Athletinnen bei ihrem internationalen Wettkampf. Er trifft auf eine herzliche Community mit beeindruckenden individuellen Geschichten, wie die der Nürnbergerin Sandra Bradley. Sie hat durch den Sport ihre Anorexie überwunden und neues Selbstvertrauen gewonnen. Doch der Film zeigt auch die Schattenseiten dieses Sports: körperliche Grenzerfahrungen, der (erlaubte) Einsatz anaboler Steroide und der Druck, immer stärker zu werden.

31. August 2026: Hilfe gegen Essstörungen (WDR) Y-Kollektiv-Reporter Frederik Fleig taucht ein in eine Welt, die für viele unsichtbar bleibt: den Alltag in Deutschlands einziger Klinik, die sich ausschließlich auf Essstörungen spezialisiert hat. Aktuelle Zahlen sind alarmierend: Essstörungen bei Mädchen zwischen 12 und 17 sind in den letzten sechs Jahren um 50 Prozent gestiegen. Frederik nimmt an Gruppentherapien teil, lernt Patient:innen kennen, die mit Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating kämpfen, und erlebt deren emotionalen Höhen und Tiefen während der Heilung. Er fragt, warum Essstörungen gerade bei jungen Menschen so stark zunehmen und welche Rolle Social Media dabei spielt.

Spielfilm, Frankreich 2022 (90 Min.)

DEr LÜgner

(ARD Degeto Film) Ab 7. August 2026 | für 30 Tage | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 7. August 2026 | 22:20 Uhr | ONE
  • Bild: Constantin Television GmbH

Für den lässigen Charmeur Jérôme (Tarek Boudali) gehört das Lügen zum Hausgebrauch. Er gibt sich je nach Laune als Astronaut, Organspender, Wohltäter oder Best-Friend von Celebritys aus. Wenn sich Jérôme verspätet oder Termine verpasst, ist er nie um eine dramatische Ausrede verlegen. Was andere an ihm nervt, fällt dem wortgewandten Verkaufskünstler nicht einmal mehr auf. Doch egal, was er anstellt oder erfindet – irgendwie kommt Jérôme mit allem durch. Plötzlich geschieht jedoch etwas, das selbst seine Vorstellungskraft sprengt: Jérômes Lügen werden wahr! Was mit einem sintflutartigen Wasserschaden zu Hause beginnt, geht weiter als Kettenreaktion, die andere mit sich reißt. Jeromes Schwägerin Virginie (Louise Coldefy) verzehrt sich willenlos nach ihm - ebenso wie die Dolmetscherin Chloé (Pauline Clément), die ihn bei einem millionenschweren Yachtdeal assistiert. Sein Bruder Thibault (Artus), der immer wieder für Ausreden herhalten muss, wird tatsächlich von einer Pechsträhne heimgesucht. Nun muss sich Jérôme etwas einfallen lassen, um den Fluch zu beenden. Denn er weiß, was noch an Unheil für seine Liebsten droht, wenn seine schlimmsten Lügen zu Realität werden …

Wenn Ausreden, Prahlereien oder Lügen unverhofft wahr werden, wird das zu einem apokalyptischen Albtraum! Um den geheimnisvollen Fluch zu beenden, muss sich Hauptdarsteller Tarek Boudali als notorischer Lügner auf den ungewohnten Weg zur Wahrheit machen. Der Autor und Regisseur Olivier Baroux verpflanzte sein temporeiches Remake des kanadischen Erfolgsfilms „Menteur“ von 2019 ins Urlaubsparadies Nizza an der Côte d’Azur. Beim Kinostart in Frankreich ließ die Komödie selbst einen Hollywood-Blockbuster hinter sich und verzeichnete insgesamt rund eine Million verkaufter Tickets. Grandios spielt der beliebte Comedian Artus in der Nebenrolle als leidgeprüfter Bruder, der tapfer die schlimmsten Folgen der Lügengeschichten seines Bruders wegsteckt.

Doku-Serie, Deutschland 2026 (4 x 30 Min.)

RIDE. Reitsport zwischen Wettkampf, Glamour und Tierwohl

(HR) Ab 8. August 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 14. August 2026 | 13:30 Uhr | Das Erste (Folge 1)
  • Bild: HR

Reitsport in Deutschland ist ein Millionenbusiness, voller persönlicher Dramen, einem knallharten Wettbewerb und Skandalen. Kurz vor der WM 2026 kämpfen die besten Springreiterinnen und Springreiter Deutschlands um die vier begehrten Startplätze. RIDE – eine Serie über die Bedeutung des Pferdes als Partner und Kapital, und die Frage, wer in diesem Sport eigentlich wirklich führt.

Doku-Serie, Deutschland 2026 (3 x 30 Min.)

Fight House – Der Weg zum MMA-Profi

(HR) Ab 11. August 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 24. August 2026 | 22:00 Uhr | hr-Fernsehen
  • Bild: HR/Marc Nordbruch

Die dreiteilige ARD-Dokuserie Fight House, begleitet drei Brüder, die vom großen Durchbruch im MMA träumen.

Im Zentrum steht Piter, 24 Jahre alt, aufgewachsen in Hanau. Er trainiert für seinen ersten MMA-Kampf, sein Debüt im Käfig. MMA – Mixed Martial Arts – boomt weltweit. UFC-Stars, Fitness-Content und Social Media prägen die Szene – und den Traum vieler junger Menschen, es mit dem Sport nach oben zu schaffen. Piter bringt Talent mit. Sein Coach Chris, selbst Black Belt im Brazilian Jiu-Jitsu, glaubt fest an ihn. Doch MMA verlangt absolute Disziplin – und daran scheitert Piter immer wieder.

Denn der eigentliche Kampf beginnt außerhalb des Oktagons. Piter wächst zwischen Gewalt und Kriminalität auf. Seine Brüder Rob und David haben sich – auch mit Hilfe des Sports – ein stabiles Leben aufbauen können. Piter aber kämpft vor allem gegen sich selbst. Er ist vorbestraft, gerade auf Bewährung, Briefe von der Staatsanwaltschaft gehören zu seinem Alltag. Hinzu kommt: Piter ist traumatisiert. Er hat den rassistischen Anschlag von Hanau im Februar 2020 überlebt. Sechs seiner Freunde wurden getötet. Für Piter ist der Sport auch eine Möglichkeit, Halt und Stabilität zu finden.

Fight House begleitet neben Piter auch seine Brüder Rob und David sowie MMA-Kämpfer Moritz, die alle im selben Gym in Stockstadt trainieren. Während Rob und David kurz vor ihrem Einstieg ins MMA-Profigeschäft stehen, hat Moritz (alias Dolph) das schon geschafft: Sein ganzes Leben ist auf Leistung und Training ausgerichtet. Fight House erzählt von jungen Sportlern, die im Gym Halt finden. Vom Traum, es in die UFC zu schaffen. Und von der Hoffnung, durch den Sport ein besseres Leben zu führen.

Investigative Doku, Deutschland 2026 (30 Min.)

Alternative für Arbeiter? Mein bester Freund wählt AfD

(NDR) Ab 13. August 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 13. August 2026 | 21:45 Uhr | Das Erste
  • Bild: NDR

Die AfD wird besonders stark von Arbeitern gewählt, das zeigen Nachwahlbefragungen seit vielen Jahren. Damit übernimmt die Partei ein Kernklientel der SPD. Diese "Panorama"-Dokumentation sucht nach Gründen für dieses Phänomen.

Über Monate hat der Film zwei Freunde begleitet, die politisch völlig unterschiedliche Wege eingeschlagen haben. Thomas und Andreas haben früher beide die SPD gewählt. Heute wählt der eine die AfD, der andere Die Linke. Trotz ihrer politischen Entfremdung verbindet sie eines weiter: die Leidenschaft für den FC Schalke 04. Der Film begleitet Thomas und Andreas am Rande von Heim- und Auswärtsspielen während des Aufstiegskampfes vom FC Schalke 04 in die Fußball-Bundesliga. Die Kamera ist dabei, wenn sie über die SPD, die AfD und die politische Lage diskutieren. Dabei wird sichtbar, was Statistiken allein nicht zeigen können: Erfahrungen, die ihr Vertrauen in die SPD erschüttert haben. Und: Zukunftsängste und Sorgen vor sozialem Abstieg. Wie wirken sich Strukturwandel und die Veränderungen der Arbeitswelt auf politische Einstellungen aus? Im Interview mit Franz Müntefering (SPD) fragen die Reporter*innen auch, welche Verantwortung die SPD selbst für die Stimmenverluste in dieser Wählergruppe trägt.

Ein Film über Arbeit, Politik, Freundschaft und Fußball. Und die Geschichte von zwei Freunden, die trotz aller politischen Differenzen immer wieder nach dem Gemeinsamen suchen – auf den Rängen und jenseits des Stadions.

Redaktion: Marie Blöcher Redaktionsleitung: Volker Steinhoff

Thriller-serie, Israel/Deutschland/Frankreich 2025 (8 x 45 Min.)

Hooligans

(SWR/NDR/WDR) Ab 14. August 2026 | für sechs Monate | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 14. August 2026 | 23:00 Uhr | ONE
  • Bild: SWR/Artza Productions

Meni Azulai (Ben Sultan), ein junger Getränkeverkäufer vor dem Teddy-Fußballstadion in Jerusalem, gerät zufällig in eine Konfrontation zwischen zwei rivalisierenden Hooligan-Gruppen und rettet einem Mann das Leben – ohne zu wissen, dass es sich dabei um Ovad Hamami (Sean Softi) handelt, den Anführer des radikalen Unterstützerclubs „Wächter der Mauern“. Dabei verletzt Meni einen Polizisten und landet mit den Mitgliedern der Gruppe in Polizeigewahrsam. Dies ist der Beginn seines Lebens als Spitzel in einer der gefährlichsten kriminellen Vereinigungen des Landes. Denn die Polizei in Gestalt von Kommissarin Eli Madmoni kann Meni unter Druck setzen, weil er sich bisher dem Militärdienst entzogen hat, und verlangt von ihm, seinen Kontakt zu den „Wächter der Mauern“ auszubauen und zu nutzen. Tatsächlich bindet der dankbare Ovad den an Fußball gar nicht interessierten Meni bei den Wächtern der Mauern ein. Hier findet der junge Mann, was er bisher vermisst hat: Anerkennung, Gemeinschaft, Geborgenheit. Außerdem ist er fasziniert von Kinneret Hamami, der Anwältin des Clubs. Doch was passiert, wenn seine wahre Identität ans Licht kommt? Und ist er überhaupt noch ein Polizeispitzel? Meni muss sich fragen, wohin er eigentlich gehört.

„Hooligans“ ist eine internationale Koproduktion von Artza Productions, Elvie Productions und Place du Marché Productions mit KAN, Canal plus sowie SWR, NDR und WDR. Die Drehbücher stammen von Lee Gilat, Izhar Harlev, Ester Namdar Tamam, Regie führte Lee Gilat.

In den Hauptrollen spielen Ben Sultan, Sean Softi, Dikla Dori, Danielle Menuchin Rudoy und Ben Heine.

Die ersten zwei Folgen von "Hooligans" sind ab 12 Jahren freigegeben, Folgen drei bis acht ab 16 Jahren.

Investigative Reportage, Deutschland 2026 (30 Min.)

team.recherche: Geliked. Gelockt. Verprügelt. Wie Dating-Apps queere Menschen in die Falle locken (AT)

(SR) Ab 18. August 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek
  • Bild: SR / Christian Napiorkowski

Ping, it's a match! Eine Nachricht auf einer Dating-App kann der Beginn eines Abenteuers sein, einer heißen Nacht oder vielleicht sogar der großen Liebe. Für den Berliner Sänger Leopold wird das Date zum Albtraum: Statt eines Traummanns stehen plötzlich drei gewaltbereite Männer in seiner Wohnung, schlagen ihn, filmen ihn, räumen sein Konto leer. „Ich habe mich so erniedrigt gefühlt", sagt er. Leopold ist kein Einzelfall. Immer wieder enden Dates über queere Dating-Apps in schwerer Gewalt, und die meisten dieser Taten werden nie angezeigt.

team.recherche erzählt die Geschichten der Betroffenen, spricht mit Polizei und Beratungsstellen und stößt in Gerichtsakten auf Verbindungen zur sogenannten Pedo-Hunter-Szene, jungen Männern, die vorgeben, Kinder zu schützen, und dabei Queersein mit Pädokriminalität gleichsetzen. Für die Recherche liest das Team schließlich live in einer ihrer Discord-Gruppen mit, irgendwo zwischen Hausaufgaben-Chat und geteilten Gewaltvideos.

Am Ende trifft das Team einen der Betreiber der Gruppe. Im Interview verharmlost er Gewalt und gerät ins Wanken, als die Reporterin ihn mit den Widersprüchen konfrontiert. Mit den Ergebnissen konfrontiert das Team außerdem Sophie Koch, die Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Die Reportage zeigt, warum gerade queere Männer für diese Masche besonders anfällig sind und warum so wenige der Taten überhaupt angezeigt werden.

Der Film ist eine Produktion des Saarländischen Rundfunks und bereits der zweite SR-Beitrag zur Reihe. team.recherche ist das neue investigative Format in der ARD Mediathek. Federführend sind BR und SWR, beteiligt sind außerdem MDR, NDR, SR und WDR. Das Format verbindet fundierten investigativen Journalismus mit streaminggerechtem Storytelling: Hochwertige Visuals, starke Bilder, Undercover-Recherchen und Selbstversuche lassen die Zuschauer:innen nah am Geschehen sein.



Spielfilm, Frankreich 2022 (85 Min.)

Es sind die kleinen dinge

(BR) Ab 21. August 2026 | für 30 Tage | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 3. September 2026 | 22:45Uhr | BR Fernsehen
  • Bild: Happy Entertainment/Stephanie Branchu

Im Mittelpunkt der herzerwärmenden Sommer-Komödie, die in Frankreich fast eine Million Zuschauer ins Kino lockte, steht Alice, gespielt von der aus „Monsieur Claude und seine Töchter“ bekannten Julia Piaton. Die junge Grundschullehrerin ist zugleich Bürgermeisterin eines kleinen Dorfes in der französischen Bretagne. Mit unerschütterlichem Optimismus kümmert sie sich nicht nur um die Belange der Dorfbewohner, sondern steht Tag für Tag vor ihrer Schulklasse. Genau dort taucht eines Tages überraschend der 65-jährige Émile auf. Der alternde Grantler, den der 2024 verstorbene Michel Blanc („Abendanzug“) gewohnt nuanciert porträtiert, ist Analphabet und will endlich Lesen und Schreiben lernen. Weil Alice ein gutes Herz hat, nimmt sie den sturköpfigen Rentner als neuen Schüler auf. Doch bald ist Émiles ruppiges Benehmen ihre kleinste Sorge: Die Schule steht vor der Schließung, was das gesamte Dorfleben bedrohen würde. Doch die Einwohner kämpfen mit Einfallsreichtum für den Erhalt ihrer Schule und ihres Dorfes.

Buch: Mélanie Auffret, Michaël Souhaité, Romain Compingt Regie: Mélanie Auffret

Deutsche Erstausstrahlung



Krimi-Reihe, Deutschland 2026 (90 Min.)

Nord bei Nordwest: Das dritte Grab

(NDR/ARD Degeto Film) Ab 24. August 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 27. August 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste
  • Bild: NDR/Gordon Timpen

Mehmet Ösker (Cem Ali Gültekin) fängt als Friedhofsgärtner an und prompt wird auf dem Schwanitzer Friedhof die Leiche eines Mannes gefunden, der offenbar lebendig begraben wurde. Friedhofsverwalter Dirk Eilers (Arnd Klawitter) und seine resolute alte Bekannte Brigitte Grimm (Oda Thormeyer) fürchten, dass sie die nächsten auf der Liste des Mörders sein könnten. Die beiden teilen nämlich ein düsteres Geheimnis. Während Jule Christiansen (Marleen Lohse) der Legehenne von Brigitte Grimm das Leben rettet, nehmen Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) und Hannah Wagner (Jana Klinge) die Ermittlungen auf. Sie können jedoch nicht verhindern, dass der Mörder bald ein zweites Opfer vergräbt. Und es kommt noch schlimmer, denn das dritte und letzte Grab wartet auf eine ganz besondere Bestimmung …

30. Folge der beliebten Reihe „Nord bei Nordwest“.

Ebenfalls ab 24. August in der ARD Mediathek: „Nord bei Nordwest – Bei Einbruch Mord“ (lineare Ausstrahlung: 3. September 2026, 20:15 Uhr, Das Erste)





ARD Crime Time, Deutschland 2026 (3 x 30 Min.)

SUDO – Vom Schüler zum Darknet-Boss

(BR) Ab 21. August 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 31. August 2026 | 23:35 Uhr | Das Erste (Folge 1)
  • Bild: BR, Sergei Amirdzhanov, Felix Kriegsheim; Montage: BR

Louis wächst in einem niederbayerischen Dorf auf, als stiller Außenseiter, täglich von Mitschülern gedemütigt. Ein altes Laptop verändert sein Leben: Im Netz entdeckt er das Coden und das Darknet. Hier baut er unter dem Decknamen SUDO anonymisierende Knotenpunkte und gewinnt zum ersten Mal Anerkennung. Aus dem verletzten Schüler wird der geachtete Administrator von "Deutschland im Deep Web 3" – der größten Darknet-Plattform, über deren Vorgänger der Amokläufer vom OEZ München seine Waffe kaufte. Schon bald wird SUDO vom BKA beschattet und schließlich festgenommen. Im Gefängnis muss Louis sich fragen: Wie wurde aus ihm, dem Dorfkind, der "Darknet-Boss" – und wie kann er nun sein Wissen auf der guten Seite der Macht einsetzen? Die BR-Dokuserie für ARD Crime Time "SUDO – vom Schüler zum Darknet-Boss" wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt: vor allem aus der des Gejagten, Louis, und der seines Jägers vom BKA.

Natur-Doku (2 x 30 Min.)

Unter Haien

(NDR) Ab 26. August 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: N.N.
  • Bild: NDR/Doclights/Carlo Krüger/Christina Karliczek/ Tiffany Kidder Winn

Sie gelten als eiskalte Killer, blutrünstig und brandgefährlich. Ein Mythos, richtig in Fahrt gekommen durch Steven Spielbergs "Der Weiße Hai". Das Bild vom menschenfressenden Monster verkauft sich, aber es ist komplett falsch. Das zeigt diese zweiteilige Naturdokumentation. Nach "Unter Orcas" und "Geister der Arktis" sucht die preisgekrönte Unterwasserkamerafrau Christina Karliczek diesmal die Nähe zu den ultimativen Top-Prädatoren: Sie taucht ohne Käfig, ohne Angst, aber mit gehörigem Respekt mit Hammerhaien, Riffhaien und schließlich einem der gefürchtetsten Vertreter der Art, dem Tigerhai.

Folge 1: Tauchen mit Tigerhaien

Folge 2: Das Rätsel der Hammerhaie



Serie, Deutschland 2026 (6 x 30 Min.)

Selling Sex

(ARD Degeto Film) Ab 28. August 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 28. August 2026 | ab 23:55 Uhr | Das Erste
  • Bild: ARD Degeto Film/Mia Wallace Productions GmbH/Senator Film Produktion/Michel Vertongen/Xavier Fernandez

Nelly (Ella Morgan) ist 25, klug, ehrgeizig und pleite. Unzufrieden mit ihrem schlecht bezahlten Praktikum, gewöhnlichen Teilzeitjob und ihren austauschbaren Tinder-Dates ist sie auf der Suche nach mehr. Als eine frühere Kollegin sie in ihre Escort-Agentur einlädt, ist das ihre Tür in ein neues Leben. Zwischen WG-Küche und Luxushotels macht Nelly als Escort sehr unterschiedliche Erfahrungen, findet eine Gruppe unschlagbarer Frauen, der Callboy Ben erobert fast ihr Herz und der Geschäftsmann Tsuneo weckt mehr als nur ihr Interesse. Bald muss Nelly entscheiden: Wie weit ist sie bereit zu gehen, für Freiheit, Erfolg … und für sich selbst?

Was passiert, wenn kluge, ehrgeizige junge Frauen den Marktmechanismen von Sex und Selbstvermarktung nicht ausgeliefert sind, sondern sie strategisch nutzen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Regisseurinnen Miriam Dehne und Marie C. König in „Selling Sex“. König bringt dabei ihre eigene Erfahrung aus zehn Jahren Escort-Arbeit sowie ihre Perspektive auf das Escort-Milieu, Begehren und Selbstbestimmung in Regie und Drehbuch ein. Dehne setzt sich seit Jahren mit weiblicher Selbstinszenierung, Sexarbeit und Popkultur auseinander und fungiert bei „Selling Sex“ als Headautorin und Regisseurin. In der Hauptrolle ist Ella Morgen („Morden im Norden“, „Die Discounter“, „Intimate“) zu sehen, in weiteren Rollen sind unter anderem Lera Abova („One Piece“, „Exterritorial“, „Honey Don't“), Samirah Breuer („Schattenseite“, „KRANK Berlin“, „Silber und das Buch der Träume“) und Flora Li Thiemann („Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes”, „Niemandsland – The Aftermath”, „Nellys Abenteuer“) besetzt.

Die Serie wurde im Auftrag der ARD Degeto Film von Mia Wallace Productions (Pauline Striebeck und Estella Suplit) für die ARD Mediathek (Redaktion: Carolin Haasis und Christoph Pellander) in Ko-Produktion mit Senator Film Produktion und Fontana produziert.









Sport-Doku (45 Min.)

Die Derbys. Das Istanbul-Derby

(NDR) Ab 28. August 2026 | für ein Jahr | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 2. September 2026 | Das Erste
  • Bild: NDR/IMAGO/Middle East Images/Seskim Photo TR

Was wäre die Fußball-Welt ohne die Derbys? Halb so schön, halb so spannend, halb so interessant – auf jeden Fall halb so emotional. Jede große Derby-Geschichte ist einzigartig. Noch nie sind diese Geschichten auf eine solche Art und Weise in einer Doku-Serie erzählt worden. Der reine Sport, das Geschehen auf dem Rasen, das Ergebnis, darum geht es in dieser Reportage-Reihe nur am Rande. Es geht vielmehr um Verwurzelung, um Kultur, es geht um Identität.

Die vierte Folge der Doku-Reihe „Die Derbys“ ergründet die emotionale Wucht eines der größten Stadtduelle des Fußballs: dem interkontinentalen Derby zwischen Galatasaray auf der europäischen und Fenerbahçe auf der asiatischen Seite des Bosporus.







WEltspiegel Doku (45 Min.)

Wem gehört New York?

(WDR) Ab 28. August 2026 | für zwei Jahre | in der ARD Mediathek
  • Bild: WDR

New York – eine Stadt wie keine. Reich und glitzernd, zu Hause für Stars und Superreiche, aber auch bunt und vielfältig, Trendsetter und Sehnsuchtsort für Menschen, die vom großen Aufstieg träumen. Nur der Traum scheint irgendwie gebrochen: Die Stadt ist so teuer geworden, dass viele sie sich nicht mehr leisten können. Auch Normalverdiener struggeln mittlerweile mit hohen Lebenshaltungskosten. Kitagebühren von mehr als 30.000 Dollar im Jahr oder Quadratmeterpreise von rund 50 Euro, zweieinhalbmal so viel wie in München – das ist der Lebensalltag geworden.

Es fühle sich an „als werde die Farbe rausgedreht“, erzählt eine New Yorkerin der ARD-Korrespondentin Marion Schmickler beim Friseur. Von den Superreichen, den Jeff Bezos‘, den Rupert Murdochs, die sich zig Etagen in Luxushochhäusern kaufen, koste es, was es wolle. Der Ladenbesitzer Bobby Tochtermann hat’s geschafft – das würden jedenfalls seine Freunde sagen. Gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Liz Wright hat er einen Friseur-Salon im West Village aufgebaut und zuletzt den wohl berühmtesten Bob der Welt gestylt – bei Anna Wintour. Er war dabei, als sie und Meryl Streep für das Cover der amerikanischen Vogue fotografiert wurden. Natürlich sei das der Traum aller Friseure, einmal am Vogue-Cover beteiligt zu sein, lacht der 40-jährige. Aber es gebe trotzdem keinen Tag, an dem er nicht ans Geld denkt – und darüber, wie er überleben kann.

Damit sich was ändert, haben die New Yorker einen zum Bürgermeister gewählt, der sich selbst einen Sozialisten nennt. Zohran Mamdani will aufräumen und dafür sorgen, dass die Stadt mit den meisten Reichen wieder den Normalos und Geringverdienern gehört. Dafür legt er sich sogar mit US-Präsident Trump an, der ihn wiederum gerne als „Kommunisten“ beschimpft.

Doch wie kann das gehen? Und was spüren die New Yorker jetzt schon von der Veränderung? Wir treffen Cristiaan Sparioso, der das Glück hat in einem Appartement zu wohnen, bei dem der Mietpreis durch die Stadt quasi „eingefroren“ ist. Und trotzdem verlässt er die Stadt in diesem Sommer, um in Japan als Lehrer zu arbeiten. Er liebe New York, sagt er, „aber ich kann mir nicht vorstellen, hier eine Familie zu gründen.“

Abigail Disney gehört zu den Reichen in New York, die sich eigentlich keine Gedanken ums Geld machen müssen. Der Enkelin von Roy Disney sind die Millionen in die Wiege gelegt worden. Doch für sie ist ihr berühmter Name auch Verpflichtung. „Tax the rich“, fordert die Filmemacherin. Alle sollten Steuern zahlen, „auch die da oben“, sagt sie und zeigt auf die Etagen, die Jeff Bezos am Madison Square Park gekauft hat. Wenn sich die Arbeiter, die Künstler, die Lehrer, die Familien nicht mehr leisten könnten, in New York zu leben, dann verliere die Stadt das, wofür sie ihre Heimat so liebt. Das Bunte, das Diverse, das Aufregende.

Kann New York, kann der neue Bürgermeister eine Trendwende schaffen? Raus aus der Teuer-Spirale? Und die Stadt damit zum Vorbild auch für andere Städte werden? ARD-Korrespondentin Marion Schmickler untersucht, ob New York auch diesmal wieder zum globalen Trendsetter werden könnte, und der Traum vom großen Aufstieg in New York noch eine Chance hat.

Autoren: Marion Schmickler, Matthias Sdun Redaktion: Nicole Ripperda, Beate Schlanstein







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