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Taylor Swift ist eine der prägendsten Popfiguren unserer Zeit: musikalische Rekordhalterin, globaler Megastar und Identifikationsfigur für Millennials und die Gen Z. Weltweit versetzt sie Millionen Fans in Euphorie und gilt zugleich als Symbol für Empowerment und weibliche Selbstbestimmung. Anfang Juli steht mit der geplanten Hochzeit mit NFL-Star Travis Kelce ein weiterer Moment von enormer medialer Aufmerksamkeit bevor.
Vom Country-Girl aus Pennsylvania zur globalen Pop-Ikone: Die dreiteilige ARD-Doku-Serie „The Taylor Swift Years – Schicksalsjahre eines Superstars“ zeichnet den außergewöhnlichen Weg der erfolgreichsten Musikerin unserer Zeit nach und blickt zugleich auf gesellschaftliche und kulturelle Umbrüche in den USA. Taylor Swifts Musik wurde zum Soundtrack einer ganzen Generation, ihre Krisen und Comebacks zu globalen Ereignissen. Was mit dem Debütsong im Juni 2006 beginnt und wie ein modernes Märchen anmutet, entpuppt sich als vielschichtige Geschichte über Ruhm, Erwartungen und den hohen Preis öffentlicher Sichtbarkeit. Die Regisseurinnen Inga Turczyn und Anna Bilger zeigen eine Künstlerin, die Brüche nicht vermeidet, sondern sie aktiv nutzt – und ihre Karriere konsequent zu eigenen Bedingungen gestaltet. Die Doku-Serie beleuchtet zentrale Stationen dieser Entwicklung: den öffentlichen Konflikt mit Kanye West nach den MTV Video Music Awards 2009, die digitale „Cancel“-Debatte 2016, den künstlerischen und kommerziellen Befreiungsschlag mit dem Album „Reputation“ sowie den erbitterten Kampf um die Masterrechte ihrer Werke. Immer wieder verliert Taylor Swift die Deutungshoheit über ihre eigene Geschichte – und erobert sie sich smart und strategisch zurück. Mit der „Eras Tour“ 2023 erreicht ihre Karriere einen Höhepunkt. Sie markiert den Moment, in dem aus einer erfolgreichen Musikerin ein globales Pop-Phänomen wird, getragen von einer der engagiertesten Fangemeinschaften der Gegenwart: den „Swifties“. Doch das vielschichtige „Taylorverse“ steht auch unter Druck. Terrordrohungen und politische Kontroversen – etwa Konflikte mit dem US-Präsidenten Donald Trump – begleiten ihren Erfolg. Zugleich nehmen kritische Stimmen zu, die fragen: Wie nahbar ist Taylor Swift tatsächlich? Was ist authentisch, was perfekte Inszenierung? Fans, Kritiker:innen und Expert:innen wie der US-Biograf Rob Sheffield, Autorin Anne Sauer, Influencerin Silvi Carlsson und Entertainer Riccardo Simonetti zeichnen ein multiperspektivisches Porträt einer Künstlerin, die nicht nur Musikgeschichte schreibt, sondern auch konsequent ihren eigenen Weg geht.
„The Taylor Swift Years – Schicksalsjahre eines Superstars“ ist eine Produktion von LOOKSFilm im Auftrag von SWR, rbb (gemeinsame Federführung) und WDR für die ARD. Redaktion: Olga Galicka und Mark Willock (SWR), Rolf Bergmann und Ulrike Gerster (rbb), Ann-Christin Gertzen (WDR)
Der Restaurant-Qualitätsmanager Mirco (Florian David Fitz) und seine Frau Fatime (Aylin Tezel) erziehen ihren Sohn Jason (Cecilio Andresen) mit Liebe - und mindestens genauso viel Geduld. Der autistische Zehnjährige ist hochintelligent, tut sich aber mit Gleichaltrigen schwer. Als ihm eine Versetzung in die Sonderschule droht, lässt sich sein Vater etwas Besonderes einfallen, um seinem von Astrophysik faszinierten Sohn eine alterstypischere Leidenschaft näherzubringen: Jason soll sich einen Fußballverein aussuchen!
Ganz nach seiner akribischen Art möchte der Junge die Stadien aller 56 Profivereine besuchen, um eine Wahl zu treffen. Seine Kriterien entsprechen jedoch nicht dem gängigen Fantum: Das Stadion muss nachhaltig sein, Spieler sollen die gleichen Schuhe tragen und pöbelnde Anhänger gehen gar nicht! Nun beginnt für Vater und Sohn eine Reise, bei der sie sich Samstag für Samstag neu kennenlernen – und sich auf den Weg machen, näher zueinander zu finden. Während so mancher Club bei Jason am Plastikbecher oder Maskottchen scheitert, lernt der Vater, worin seine Aufgabe wirklich besteht.
Der vielfach ausgezeichnete Florian David Fitz spielt die Hauptrolle in einer ungewöhnlichen Vater-und-Sohn-Geschichte: Als „Groundhopper“ reist er zu Fußballstadien, um für seinen autistischen Jungen einen Lieblingsverein zu finden. Mit feinem Humor und wunderbaren Momenten inszenierte Regisseur Marc Rothemund ein lebensnahes Plädoyer für Menschlichkeit, Verständnis und Inklusion. Als Vorlage diente die Autobiografie von „Wir Wochenendrebellen“ von Mirco und Jason von Juterczenka, die für ihren Blog über das Groundhopping mit Asperger den Grimme-Preis erhielten. Mit knapp einer Million Besuchern zählte „Wochenendrebellen“ zu den erfolgreichsten Arthouse-Filmen 2023.
Für seine Rolle als ebenso fürsorglicher wie sympathischer Papa erhielt Florian David Fitz den Bayerischen Filmpreis. Grandios ist auch das Spiel des bei den Dreharbeiten zwölfjährigen Cecilio Andresen bei seinem Spielfilmdebüt. Zu dem exzellenten Cast zählen Aylin Tezel als Mutter und Joachim Król in der Rolle des fußballbegeisterten Opas.
„Wochenendrebellen“ bildet den Auftakt zum diesjährigen ARD SommerKino.
Mit der „QUEER-Reihe in der ARD“ präsentieren rbb, BR, MDR und WDR 2026 großes Kino jenseits der Hetero-Norm: sechzehn Filme, darunter zwölf deutsche Erstausstrahlungen, sowie eine Doku über queeres Kino.
Am 18. Juni startet im BR Fernsehen die Reihe BR QUEER, die bis zum 30. Juli donnerstags ab 23.15 Uhr läuft. Ein besonderes Highlight ist dabei der österreichische Komödien-Hit „What a Feeling“ (BR, 16. Juli), in dem „Mord mit Aussicht“-Star Caroline Peters die Hauptrolle spielt.
Unter dem Titel rbb QUEER hat das rbb Fernsehen vom 14. Juli bis 18. August ebenfalls wieder eine Filmreihe jenseits der Hetero-Norm im Programm. Alle Filme sind jeweils dienstags ab 22.15 Uhr zu sehen. Den Auftakt macht die berührende französische Dramedy „15 Liebesbeweise“ mit Ella Rumpf und Monia Chokri.
Großes queeres Kino ist am 10. Juli um 0.00 Uhr mit "Little Trouble Girls", dem slowenischen Oscar-Kandidaten für den „Besten internationalen Film“ 2026, auch im MDR-Fernsehen zu sehen. Der WDR ergänzt das queere Filmangebot am 16. Juli um 23.45 Uhr mit Christoph Hochhäuslers preisgekröntem Thriller "Bis ans Ende der Nacht".
Flankierend zur Reihe zeigt das BR Fernsehen am 15. Juli 2026 um 22.45 Uhr die Dokumentation "Queer im Kino – Wild. Romantisch. Frei“, die genau wie sämtliche Filme auch in der ARD Mediathek abrufbar ist.
Wird Tadej Pogacar im Juli seine fünfte Tour de France gewinnen? Seine Jäger werden mehr: der erst 19jährige Franzose Paul Seixas fährt erstmals die Tour, gilt als Riesentalent. Und der Deutsche Florian Lipowitz will mindestens seinen dritten Platz aus dem Vorjahr verteidigen. Lipowitz war zuvor Biathlet, Antonia Niedermaier war Skibergsteigerin, will bei ihrer ersten Tour de France Femmes für Furore sorgen. Die „Rising Stars“ des Radsports werden immer jünger. Aber auch das gab es schon, wie der tiefe Blick in die Tourgeschichte zeigt.
Die „Rising Stars“ des Radsports bei Männern und Frauen, das Thema in Staffel 3 von „Mythos Tour“.
Es könnte der fünfte Toursieg für Tadej Pogacar werden. Hatte er in den vergangenen Jahren nur den Dänen Jonas Vingegaard als ernsthaften Gegner, so werden seine Jäger nun mehr und jünger. Florian Lipowitz fuhr hinter Pogacar und Vingegaard im letzten Sommer überraschend auf Platz 3 der Tour. Der junge Deutsche, ein Ex-Biathlet, hat enormes Potential. Aber nun rückt auch der erst 19jährige Franzose Paul Seixas in den Fokus – er hat in diesem Frühjahr für Furore gesorgt und setzt Frankreich in einem Taumel – Seixas soll bald die Tour gewinnen. Folge 1 begleitet Florian Lipowitz durch sein Jahr zwischen Tour und Tour und geht mit einem Sportwissenschaftler der Frage nach, ob es Athleten, die zuvor einen anderen Sport gemacht haben, davon später profitieren.
Kasia Niewiadoma, Siegerin der Tour de France Femmes 2024, sagt über Antonia Niedermaier: „Sie wird bald die Tour gewinnen“. Noch nicht in diesem Jahr, aber das Zeug dazu hat die junge Frau aus Oberbayern ganz gewiß. Folge 2 heftet sich an ihre Spuren: wie Florian Lipowitz hat auch Antonia Niedermaier sich zuvor im Wintersport getummelt. Als Skibergsteigerin hat sie sogar einen Weltcup gewonnen. Im aufstrebenden Frauenradsport wird sie in Zukunft eine Rolle spielen. „Mythos Tour 3“ schaut auch zurück in die Anfänge, als bei den Frauen Jeannie Longo in den 80er Jahren ähnlich erfolgreich war wie Eddy Merckx bei den Männern, die Medien aber noch eher am Frauenradsport vorbeischauten. Der Sieg von Longos Landsfrau Pauline Ferrand-Prévot bei der Tour 2025 hat in Frankreich eine wahre Euphorie ausgelöst.
Emil und Karl Herzog, 20 und 17 Jahre alt, machen sich im Allgäu auf, die Podien der Radsportwelt zu erklimmen. Emil war Junioren-Weltmeister, Karl Junioren-Europameister. Auch im Radsport werden die Profis immer jünger, das Talent-Scouting beginnt immer früher. Der Blick in die Geschichte der Tour zeigt aber: schon in den Anfängen gab es sehr junge Sieger. 1904 gewann Henri Cornet die Tour mit 19 Jahren. Dietrich Thurau und Jan Ullrich gewannen die Nachwuchswertung der Tour, Tadej Pogacar gleich vier Mal nacheinander. Von der Tour träumen auch die Herzogbrüder, die im gleichen Team wie Florian Lipowitz fahren. Und was machen die Söhne des einst als „Jahrhundert-Talents“ des Radsports gepriesenen Jan Ullrich? Sie fahren schon Jugendrennen, der Vater ist mit dabei.
Fünf Jahre nach der Flut im Ahrtal ist nichts wirklich vorbei. Die Region ist noch immer im Ausnahmezustand: Während vielerorts wieder aufgebaut wurde, prägen an anderen Stellen Ruinen das Bild. Wirtschaftliche Unsicherheiten, bürokratische Hürden und vor allem die psychischen Folgen begleiten die Menschen bis heute. „Bundesvibe“ macht diese Realität erfahrbar, indem die Perspektive der Betroffenen konsequent im Fokus steht. Im Mittelpunkt stehen drei Menschen – stellvertretend für viele – in deren Alltag der Film nach Antworten auf diese Frage sucht: Wie verändert eine solche Katastrophe den Blick auf das eigene Leben und auf Sicherheit?
Franziska (31 Jahre), aus Dernau, hat fast alles verloren und trotzdem neu angefangen. Der Familienbetrieb „Kölner Hof“, wurde in der Flut zerstört – mit ihm die wirtschaftliche Grundlage, ihre Perspektive und ein Stück Heimat. Für eine Zeit gibt sie auf, verlässt das Ahrtal. In Österreich verliebt sie sich in Michael. Mit ihm kommt sie zurück ins Ahrtal. Sie werden Eltern und eröffnen ihr eigenes Gasthaus nur wenige Meter entfernt von dem Ort, an dem früher ihr Leben stand. „Bei uns ist das Gute im Schlechten hervorgekommen. Jetzt haben wir ein neues Gasthaus, wir hätten uns ohne die Flut wahrscheinlich auch nicht gefunden. Ich kann auf jeden Fall positive Dinge daraus ziehen. Ich weiß nicht, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn es die Flut nicht gegeben hätte.“
Rebecca (35 Jahre), aus Schleiden, hat in der Nacht der Flut eine Nachricht von Freunden bekommen, stand am nächsten Tag mit der Schippe bei ihnen und hat geholfen, den Schlamm wegzutragen. Nach ersten spontanen Hilfsaktionen baut sie langfristige Strukturen auf – etwa mit dem „MalZirkus“, der Kindern hilft, Traumata kreativ zu verarbeiten. „Ihre Schule war weg, vielleicht war die Oma weg und dann kam auch noch Corona – das Trauma ist bei den Kids bis heute präsent“. Ihre Arbeit zeigt: Die Flut ist für viele nicht Vergangenheit, sondern Teil des Alltags geblieben. Unterstützung wird weiterhin gebraucht, oft jenseits öffentlicher Aufmerksamkeit.
Sören (38 Jahre), aus Grimma, ist bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv. Als die Wassermassen durch das Ahrtal schießen, macht er sich mit anderen Kameraden aus Sachsen auf den Weg, um Keller auszupumpen und Schuttberge zu beseitigen. „So etwas Krasses habe ich noch nie gesehen“, erinnert er sich heute. Aus eigener Erfahrung weiß er, wie zerstörerisch Wasser sein kann. 2002 und 2013 trat die Mulde in Grimma über die Ufer – jedes Mal sprach man von einem Jahrhunderthochwasser. Auch sein Wohnhaus in der Innenstadt war betroffen. Inzwischen gibt es eine 57 Millionen teure Hochwasserschutzanlage. „Das gibt schon ein wenig Sicherheit“, sagt Sören. Dennoch: Die Sorge vor einer erneuten Flut ist nach wie vor da. „Früher kannte man solche Szenarien nur aus Erzählungen der Großeltern, jetzt erlebt man es selbst in relativ kurzen Abständen.“
Zum fünften Jahrestag der Flut im Ahrtal stellt die Doku die Frage, wie es gelingen kann, aus Verlust und Trauer wieder Kraft für den Blick nach vorne zu gewinnen. Franziska, Rebecca und Sören haben das geschafft. Ihre Erfahrungen, ihre Zweifel und ihr Umgang mit Unsicherheit bilden den roten Faden. So entsteht ein Film, der Orientierung bietet in einer Realität, in der Sicherheiten brüchig geworden sind.
Diese Folge ist Teil der Reihe Bundesvibe. Aktuell, regional, relevant. Bundesvibe zeigt, wie politische und wirtschaftliche Entwicklungen das Leben der Menschen in Deutschland verändern – nah dran an ihren Geschichten, Entscheidungen und Gefühlen.
Ab 6.7.2026: Raus aus der Mediensucht – aber wie? (AT) (MDR) Zwischen Dauer-Online-Sein und radikalem Verzicht untersucht die Reportage die Grenze zwischen normaler Mediennutzung und echter Abhängigkeit. Reporterin Helena Brinkmann begleitet Betroffene, deren Leben von Smartphones, Games und Algorithmen bestimmt wird – bis hin zum stationären Entzug in der Klinik. Der Film zeigt Mediensucht als ernsthafte psychische Erkrankung, die gesellschaftlich oft verharmlost und medizinisch noch unzureichend anerkannt ist. Durch persönliche Begegnungen, Experimente und Selbstreflexion fragt die Reportage: Wie gelingt der Ausstieg aus der digitalen Endlosschleife in einer permanent vernetzten Welt?
Ab 13.7.2026: Sleepmaxxing – Von der Obsession zu schlafen (HR) Mehr Informationen in Kürze
Ab 20.7.2026: Unterwegs mit „Pädo-Huntern“ (AT) (Radio Bremen) "Pädo-Hunter“ – so nennen sie sich selbst – erstellen in sozialen Netzwerken Fake-Profile, um mutmaßliche Pädokriminelle in die Falle zu locken und die Konfrontationen anschließend millionenfach zu streamen. Reporter Tobias Dammers begleitet einen der bekanntesten Hunter, Marvin Ojaghi, beobachtet seine Aktionen aus nächster Nähe und konfrontiert ihn mit kritischen Fragen: Warum übernimmt er Aufgaben, die eigentlich der Polizei zustehen? Ojaghi wirft dem Staat vor, bei Pädokriminalität zu wenig zu tun und erhält dafür im Netz großen Zuspruch. Ermittlungsbehörden warnen jedoch: Diese Form der Selbstjustiz kann Ermittlungen gefährden, Täter vorwarnen und sogar rechtsextremen Gruppen als Propaganda dienen. Der Film zeigt diese Szene nicht, um sie zu glorifizieren – im Gegenteil: Die Reportage ordnet ein, welche Gefahren diese Form der Selbstjustiz birgt, wie sie reale Ermittlungen sabotiert und wie sie Ängste um Kinder instrumentalisiert.
Ab 27.7.2026: Lang lebe der Adel? (AT) (HR) Y-Kollektiv-Reporterin Carolin von der Groeben ist adelig, sogar eine echte Gräfin. Aber wenn Leute so tun, als sei das etwas Besonderes, rollt sie mit den Augen – so ein Adelstitel ist doch heute nichts mehr wert. Und die Blutlinie bestimmt doch längst nicht mehr, wie es einem im Leben geht. Oder doch? Für den Film taucht die Reporterin in die exklusive Welt des Adels ein. Sie nimmt, unterstützt durch Archivmaterial, immer wieder Bezug auf die Bedeutung des Adels in der Vergangenheit und die Abschaffung seiner Privilegien und schaut, was heute noch geblieben ist. Denn so ganz bedeutungslos scheint der Titel nicht zu sein, solange es noch Veranstaltungen gibt, die sich nur Menschen mit einem Adelstitel öffnen.
HOOD STORIES lenkt das Scheinwerferlicht auf deutsche Problemviertel und ihre heimlichen Helden! Für den Doku-Mehrteiler begibt sich Entertainer und Grimme-Preisträger $ick auf einen außergewöhnlichen Roadtrip: mitten rein in Deutschlands soziale Brennpunkte, wo vermeintlich Perspektivlosigkeit, Gewalt und Drogen den Ton angeben. Doch genau hier entsteht etwas, das Hoffnung schenkt: Rapmusik – knallhart, schonungslos. Und vor allem 100 % real.
Hamburg, Berlin, Bielefeld, Offenbach – gemeinsam mit $ick tauchen wir tief ein in brisante Schauplätze und die Lebenswelten junger, talentierter Rap-Artists, die sie bewohnen. Auf jeder Station entsteht ein Teil eines Songs, den schlussendlich alle Protagonisten gemeinsam auf einem Festival performen. Ein Protagonist kann allerdings nur aus der Ferne teilnehmen: Er muss wegen einer schweren Straftat die nächsten Jahre im Gefängnis verbringen. Parallel erfahren wir, wie $ick vom kriminellen Junkie zum Mentor für junge Menschen auf der schiefen Bahn wurde.
Seine Botschaft: Rap kann gerade jungen Menschen einen Ausweg aus Elend und Bedeutungslosigkeit aufzeigen. Was es dazu braucht? Coolness. Die richtigen Reime. Humor. Vor allem aber Selbstvertrauen!
HOOD STORIES ist eine unterhaltsame, radikal authentische Momentaufnahme des Lebens junger Menschen am Rand unserer Gesellschaft, die Mut macht. Nicht nur für Rap-Fans!
Gewinner des ARD TopDocs Wettbewerbs 2024.
Eine Produktion von TELLUX MÜNCHEN in Koproduktion mit WDR, rbb, NDR, SWR, MDR und BR. Redaktion: Jutta Krug (WDR), Rolf Bergmann (rbb), Martin Kowalczyk (BR), Anais Roth (MDR), Timo Großpietsch (NDR), Mirjam Dolderer (SWR).
Nic Kaufmann zählt heute zu den prägendsten Gesichtern der Creator-Generation. Auf TikTok und Instagram erreicht der 25-jährige Influencer über 20 Millionen Follower weltweit. Internationale Luxusmarken und Fashion Labels buchen ihn für Kampagnen und laden ihn zu ihren exklusivsten Events ein, darunter Prada, Dior und Louis Vuitton. Er sitzt in den Front Rows der Fashion Weeks in Mailand und Paris, läuft über rote Teppiche wie bei den Filmfestspielen in Cannes oder sogar bei den Oscar-Verleihungen. Doch sein Weg begann weit entfernt von Glamour und Millionenreichweite. Geboren in Singapur wuchs Nic als deutsch-indischer Teenager zwischen unterschiedlichen Welten auf. In der Schule fühlte er sich oft übersehen, hatte nur wenige Freunde und litt unter der Trennung seiner Eltern. Mode spielte damals keine Rolle. Nic war Außenseiter, verbrachte viel Zeit vor dem Computer und kämpfte mit Unsicherheit und dem Gefühl, nicht dazuzugehören. 2018 zog er für ein Informatikstudium nach München. Aus Langeweile postete er sein erstes TikTok-Video, einfach, um es mal auszuprobieren. Aus einem spontanen Clip wurde innerhalb kürzester Zeit ein weltweites Publikum.
In den ersten drei Jahren nach seinem TikTok-Start gab Nic alles für seine Karriere. Content, Content, Content, das war seine einzige Devise. Familie und Freunde kamen dabei oft zu kurz. Als sein Vater plötzlich starb, war Nic erst 21 Jahre alt. Dieser Verlust brachte ihn zum Nachdenken. Er realisierte, dass Erfolg nicht alles sein kann, dass er Termine absagen darf und dass Familie und enge Freunde genauso wichtig sind wie Reichweite und Karriere. Daraufhin nahm er sich bewusst eine Auszeit, um an sich zu arbeiten und seine mentale Gesundheit in den Fokus zu rücken. Nic spricht heute offen über den Druck hinter dem Erfolg: über Selbstzweifel, den ständigen Vergleich, den Leistungsdruck durch Plattformen wie TikTok und Instagram und über die Frage, was es mit dem eigenen Selbstbild macht, wenn Millionen Menschen täglich zusehen. Wie bleibt man authentisch in einer Welt, in der der Algorithmus mitentscheidet, wie sichtbar man ist und wie erfolgreich? Ein wichtiger Part in Nics Karriere ist sein enger Freund Benji Krol, ebenfalls ein weltweit erfolgreicher Creator mit Millionenpublikum. Die beiden sind nicht nur eng befreundet, sondern haben gemeinsam eine eigene Firma gegründet. Damit wollen sie unabhängiger von klassischen Creator-Agenturen werden und mehr Kontrolle über ihre eigenen Projekte, Kooperationen und ihre Marke behalten.
“Money Maker“ begleitet Nic Kaufmann mitten hinein in diese Welt zur Fashion Week nach Mailand, auf den roten Teppich in Cannes und in den Alltag hinter den perfekt inszenierten Bildern. Der Film erzählt von einem jungen Mann, der sich aus Einsamkeit und Unsicherheit eine globale Karriere aufgebaut hat und zeigt zugleich die Schattenseiten des Creator-Business zwischen Klicks, Selbstinszenierung und Leistungsdruck. Es ist das Porträt einer Generation, für die Social Media Karrierechance, Bühne und permanenter Stresstest zugleich geworden ist.
Als Elena plötzlich eine Drohne vor ihrem Badezimmerfenster entdeckt, ist sie geschockt. Das Fluggerät schwebt nur wenige Meter entfernt in der Luft. Filmt jemand direkt in ihre Räume? Das Gefühl, in den eigenen vier Wänden beobachtet zu werden, lässt sie seitdem nicht mehr los. Drohnen sind Teil unseres Alltags geworden. Für wenige Hundert Euro kann heute nahezu jeder ein leistungsfähiges Fluggerät kaufen.
Die Dokumentation begleitet Menschen, die sich durch Drohnen beobachtet, gestört oder sogar ausgespäht fühlen. Gleichzeitig stellt sie rechtliche Fragen: Darf ich mir einfach eine Drohne kaufen und losfliegen? Und was kann ich tun, wenn mein Nachbar immer wieder mit einer Drohne über meinem Grundstück auftaucht? Kann ich herausfinden, wem eine Drohne gehört? Im LKA Nordrhein-Westfalen beschäftigt sich inzwischen ein Drohnen-Forensiker mit dieser Frage.
Hansjürgen Köhler aus dem Odenwald ist Deutschlands wohl ungewöhnlichster Drohnen-Ermittler. Der frühere UFO-Forscher betreibt seit Jahrzehnten eine Hotline für rätselhafte Himmelsphänomene. Doch statt fliegender Untertassen melden Menschen inzwischen vor allem eines: unbekannte Drohnen.
Immer mehr Menschen fragen sich, wer dort oben unterwegs ist – und warum.
„Drohnen über der Siedlung – Wer schützt unsere Privatsphäre?“ erzählt von einem Spielzeug, das sich in unserem Alltag zunehmend zu einem Ärgernis und einer Bedrohung entwickelt hat.
Eine Produktion der Nordendfilm für BR, NDR, RBB
Die Pariser Hauptkommissarin Noémie Chastain (Laura Smet) kommt nach Avalone, einem idyllischen Ort nahe der Grenze zu Spanien. Dort soll sie einen Bericht schreiben - und vor allem ihren letzten Einsatz verarbeiten, der Narben in ihrem Gesicht hinterlassen hat. Der örtliche Kommissar Valant (Théo Costa-Marini) und seine Mutter Catherine (Florence Muller), die Bürgermeisterin und Schulleiterin in Personalunion, nehmen die Fremde in Empfang. Als vom Grund des Sees ein Fass mit Menschenknochen auftaucht, übernimmt Noémie die Ermittlungen. Das Kinderskelett führt wie befürchtet zu einem Cold Case, der bis heute Avalone erschüttert: Vor 23 Jahren, kurz vor der Flutung des ursprünglichen Dorfes für den heutigen Staudamm, verschwanden drei Kinder ebenso wie der einzige Tatverdächtige spurlos. Mit Hilfe des Tauchers Hugo (Tomer Sisley) lässt Noémie den Boden des Sees absuchen, um Gewissheit zu bekommen. Unter Verdacht geraten die Eltern der Vermissten. Je mehr das Kartenhaus aus Geheimnissen und Lebenslügen wackelt, umso rätselhafter wird der Fall. Noémie weiß, dass sie niemandem wirklich trauen kann! Erst als sie erkennt, wer bislang unbemerkt im Zentrum des Falles steht, kommt sie der Wahrheit auf die Spur.
Als Pariser Ermittlerin in der Provinz taucht Laura Smet in die düsteren Geheimnisse eines Dorfes ein, das einst einem Großprojekt weichen musste und nun als Unterwasser-Geisterstadt seinen Bewohnern keine Ruhe lässt. Regisseur Slimane-Baptiste Berhoun verbindet die hochspannende Whodunnit-Frage von Mordermittlungen mit düster inszenierten Thrillerelementen. Die sechsteilige Serie basiert auf dem Erfolgsroman „Surface“ von Olivier Norek, einem ehemaligen Polizeibeamten und preisgekrönten Autor. Die exzellente Bildgestaltung an den Originalschauplätzen in Okzitanien zeichnet die französische Produktion aus.
Sonne, Strand, Gastfreundschaft – so kennen die Meisten Griechenlands größte Insel Kreta. Mehr als eineinhalb Millionen Deutsche verbringen hier jedes Jahr ihren Urlaub. Doch die Wenigsten ahnen, dass Kreta neben seiner hellen eine sehr dunkle Seite hat: Waffengewalt, Blutrache, organisiertes Verbrechen. Auf rund 620.000 Einwohner sollen eine Million Schusswaffen kommen, viele davon illegal.
Die lange Tradition, Streitigkeiten untereinander zu klären statt über Polizei oder Justiz, setzt sich fort. Und gipfelt immer wieder darin, dass sich Familienmitglieder auf offener Straße teils mit Schnellfeuerwaffen liquidieren.
Griechenlands Regierung hat ein hartes Durchgreifen angekündigt. Gleichzeitig sendet sie aber verständnisvolle Signale, gelobt teils das Recht auf Waffenbesitz und Selbstverteidigung.
Doch viele insbesondere junge Kreterinnen und Kreter glauben, dass die Waffentradition nichts mehr mit dem heutigen Selbstverständnis Kretas zu tun hat. Doch sie stoßen auf Widerstand. Wie kann ihr Kampf gelingen?
Korrespondent Moritz Pompl fährt an die Schauplätze von Blutrache und Gewalt und trifft Menschen, die ihr Schweigen brechen wollen. Er begleitet eine junge Lehrerin und ihre Schüler, die mit selbstproduzierten Videos gegen die Waffentradition kämpfen. Und er steigt auf den höchsten Gipfel Kretas, um der Frage nachzugehen: Kann Kreta seine brutale Schattenseite überwinden?
Ein Film von Moritz Pompl und Angie Saltampasi
Das junge Traumpaar François (Julien Pestel) und Alice (Chloé Coulloud) stammt aus unterschiedlichen Verhältnissen. Ihr Vater, der großbürgerliche Weingutbesitzer Frédéric Bouvier Sauvage (Christian Clavier) beruft sich auf einen aristokratischen Stammbaum. François ist hingegen Sohn des Autohändlers Gérard Martin (Didier Bourdon) und der Hausfrau Nicole (Sylvie Testud). Was beide Familien verbindet, ist ihr patriotischer Stolz auf die französische Abstammung! Als die Heiratswilligen beim Kennenlernen der Eltern mit heimlich vorgenommenen DNA-Test aller aufwarten, sorgt das für Überraschungen. Während sich die standesbewusste Brautmutter Catherine (Marianne Denicourt) ihrer portugiesischen Putzfrau genetisch näher als einer angeblich venezianischen Großmutter erweist, kommt bei der kleinmütigen Nicole eine Linie zum Vorschein, die ins britische Königshaus führt. Ihr Mann Gérard erweist sich hingegen als halber Deutscher und muss sich von Frédéric spöttisch „Gerhard“ nennen lassen. Frédéric ahnt nicht, dass auch für ihn das dicke Ende noch kommt…
Im Französischen kann der Ausruf „Oh la la“ verschiedene Facetten des Erstaunens ausdrücken. Für Christian Clavier, hierzulande als leidgeprüfter „Monsieur Claude“ bekannt, öffnet sich Pandoras Büchse aufs Neue. In „Oh la la – Wer ahnt denn sowas?“ muss der Starkomiker als hochmütiger Aristokrat erleben, wie ein eigentlich unbedeutendes Geheimnis seines Stammbaums liebgewonnene Gewissheiten zertrümmert! Mit einem grandios aufgelegten Ensemble inszenierte Julien Hervé die moderne Komödie über das Französischsein. Der Originaltitel „Cocorico“, das „Kikeriki“ des Gallischen Hahns, spielt humorvoll auf den Nationalstolz der Grande Nation an, die bei ihrer Einzigartigkeit in Wahrheit einiges an Diversität verbindet.
Die investigative Dokumentation enthüllt, wie Russland Krypto-Währungen nutzt, um westliche Sanktionen zu umgehen, Rüstungsgüter zu finanzieren und geopolitischen Einfluss auszuweiten. Mithilfe überschüssiger Energieressourcen betreibt der Kreml riesige „Bitcoin-Farmen“ und setzt digitale Währungen gezielt zur Destabilisierung demokratischer Systeme ein. Der Film zeigt, wie sogenannte „Shadow Territories“ für illegales Bitcoin-Mining genutzt werden. Expert:innen warnen: Fehlende Regulierung und internationale Untätigkeit erleichtern den Missbrauch. Die Doku beleuchtet die Gratwanderung zwischen den Potenzialen digitaler Währungen und ihrer Rolle als geopolitische Waffe.
Thibaut Desormeaux (Benjamin Lavernhe) ist ein gefeierter Dirigent und Komponist klassischer Musik. Eine Leukämie-Diagnose verändert sein Leben von einem Tag auf den anderen. Bei der Suche nach einem Stammzellenspender erfährt Thibaut, dass er nicht der leibliche Sohn seiner Mutter Claire (Anne Loiret) ist und auch mit seiner Schwester Rose (Mathilde Courcol-Rozès) nicht biologisch verwandt ist. Stattdessen gibt es einen Bruder, von dem er bislang nichts wusste: Jimmy Lecocq (Pierre Lottin), aufgewachsen bei seiner Adoptivmutter Claudine (Clémence Massart-Weit) in der nordfranzösischen Industrieregion. Für den Beschäftigten einer Fabrikkantine ist es ein Schock, als plötzlich ein Bruder vor ihm steht – und ihn um lebensnotwendige Hilfe bittet.
Nach der Transfusion nimmt Thibaut seine Karriere wieder auf und ermutigt Jimmy, sein musikalisches Talent zu entfalten. So lernt der Klassikstar dessen Amateurorchester kennen. Durch Jimmys Freundin Sabrina (Sarah Suco), die mit der Gewerkschaft gegen eine Fabrikschließung kämpft, erlebt Thibaut die Sorgen der Arbeiterschaft. Doch auch sein Kampf ist noch nicht gewonnen…
Ein französischer Kinofilm zwischen berührender Tragikomödie und engagiertem Sozialdrama: Benjamin Lavernhe und Pierre Lottin brillieren als ungleiches Bruderpaar, das durch die Leidenschaft für Musik zueinander findet. Regisseur Emmanuel Courcol gelingt eine feine Balance aus stillen Momenten und starken Gefühlen. Sein Film feierte Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes und gewann Publikumspreise bei weiteren Festivals. Herausragend sind nicht nur die bildstarken Konzertszenen, sondern auch die modernen Kompositionen von Michel Petrossian, dessen Musik ganz im Sinne des französischen Originaltitels „En fanfare“ eine eigene Kraft entfaltet.
Der dreiteilige Film „Blutspur der Zigaretten-Mafia“ aus der Reihe „ARD Crime Time“ rekonstruiert die Ermittlungen zu einer der größten Verbrechenserien in der deutschen Kriminalgeschichte. Zwischen 1992 und 1997 wurden mehr als 100 überwiegend junge Männer und Frauen auf grausame Weise getötet. Sie fielen den Auseinandersetzungen innerhalb der vietnamesischen Zigaretten-Mafia zum Opfer, als der Kampf um Absatzmärkte und Macht eskalierte. Die Dokumentation zeichnet das Geschehen anhand dreier Doppelmorde in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Berlin nach und verknüpft diese Verbrechen mit den Transformationsprozessen in der ostdeutschen Gesellschaft und der vietnamesischen Community nach der Wiedervereinigung.
Die Produktion beleuchtet, dass viele vietnamesische DDR-Vertragsarbeiter nach der Wiedervereinigung Arbeit und sicheren Aufenthaltsstatus verloren und sich aus wirtschaftlicher Not dem Verkauf unversteuerter Zigaretten zuwandten. Das einträgliche Geschäft zog in kurzer Zeit mafiöse Strukturen an und führte zur Herausbildung krimineller Banden, deren Mitglieder häufig illegal über Osteuropa einreisten.
Im Mittelpunkt steht der rasche Aufstieg des damals 23-jährigen Bandenchefs Ngoc Thien, genannt „der Barmherzige“, der in den 1990er-Jahren rund zwei Drittel des illegalen Zigarettenmarkts in Ostberlin kontrollierte. Sein Versuch, dieses Machtgebiet auf Ostdeutschland auszuweiten, löste einen blutigen Mafiakrieg aus. Das verbreitete Angst und brachte die vietnamesische Community zum Schweigen, was die Ermittlungsarbeit der Behörden erheblich erschwerte. Der Film zeigt, wie Polizei und Ermittler schließlich mit gezielten Aufrufen in der vietnamesischen Gemeinschaft und über ein anonymes Hinweistelefon entscheidende Informationen erhielten und 1996 die Ngoc-Thien-Bande zerschlagen konnten. In der Folge begann in Berlin der bis dahin größte Mafia-Prozess Deutschlands, in dem der Chef dieser Bande maßgeblich durch die Aussage seiner ehemaligen Geliebten als Kronzeugin verurteilt wurde. Mit der detaillierten Rekonstruktion der Ermittlungen und ihrer Hintergründe trägt die „ARD Crime Time“-Dokumentation zur Aufarbeitung eines weitgehend vergessenen Kapitels der deutschen Nachwendegeschichte bei.
Die Zahl der stark verhaltensauffälligen Heranwachsenden in Deutschland ist hoch, die therapeutische Betreuung solcher „Systemsprenger“ häufig fragwürdig. Die investigative Recherche zeigt: Die betroffenen Heranwachsenden werden häufig unzureichend oder gar nicht betreut, von Einrichtung zu Einrichtung hin- und hergeschickt und mitunter einfach nur verwahrt. Statt Psychologinnen und Psychologen kümmern sich in vielen Fällen Sicherheitsdienste um sie. Einige scheinen das als lukratives Geschäft entdeckt zu haben. Es gibt Missstände und Übergriffe, die vertuscht werden. Ein großes Problem: Die Behörden erscheinen abhängig von privaten Einrichtungen der Jugendhilfe. Denn diese können entscheiden, ob sie solche „Systemsprenger“ nehmen oder nicht. Recherchen fördern große regionale Unterschiede zu Tage, wenn es um die sogenannte “Intensive sozialpsychologische Betreuung” (ISE) geht. Platt ausgedrückt: Die Postleitzahl ist entscheidend, wie gut die Betreuung sein wird – aufgrund ungleicher Finanzierung, die in Deutschland eine Folge der dezentralen Organisation der Jugendhilfe ist. Die Relevanz betrifft uns alle: Die Zahl der „Systemsprenger“ ist hoch, die therapeutische Betreuung häufig fragwürdig. Schätzungen gehen davon aus, dass es in Deutschland etwa 5000 bis 8000 Kinder und jugendliche „Systemsprenger” gibt. Was soll aus Ihnen werden? Droht den meisten ein Schicksal in geschlossenen Anstalten? Wollen wir das als Gesellschaft? Zudem alarmiert die Bundesarbeitsgemeinschaft Allgemeiner Sozialer Dienst: “Das System der Kinder- und Jugendhilfe als kritische Infrastruktur kollabiert.”
Alles nur schlecht? Wir treffen junge Erwachsene, ehemalige „Systemsprenger“. Wie haben sie die „dunklen“ Zeiten in Erinnerung und was führte dazu, dass sie einen Weg in ein selbstbestimmtes Leben mit guten Zukunftsaussichten fanden? Welche regionalen Ansätze bei der intensiven sozialpädagogischen Betreuung sind erfolgreich? Auch darüber berichtet die neue Folge „team.recherche“.
Autoren: Rebecca Kupfner und Andreas Rummel Redaktion: Burkhard Kunst
Schlafprobleme, Reizbarkeit, Brainfog. Svenja Post aka Tante Kante ist Anfang 40, Lehrerin, Mutter, DJ – steht mitten im Leben. Doch seit einigen Monaten erkennt sie sich kaum wieder. Auf Social Media begegnet ihr immer wieder ein Begriff – Perimenopause. Svenja will wissen, bin ich da schon drin? Und was heißt das genau? Prof. Bettina Toth der Universitätsklinik für Gynäkologische Endokrinologie Innsbruck will den Weg zur Diagnose erleichtern. Sie forscht zu einem neuen Biomarker: Ihre Forschungen zu dem Protein Klotho sollen künftig eine eindeutigere Diagnose ermöglichen. Die Doku „Perimenopause – Bin ich schon drin?“ will Orientierung geben: Was hilft mir, wenn ich in der Perimenopause bin? Ist eine Hormontherapie die einzige Lösung? Und von welchen Marketing-Versprechen sollte ich lieber die Finger lassen? Je früher Frauen ihre Beschwerden verstehen, desto gezielter können sie sich Hilfe suchen.
Sie kamen als Weltmeister. Sie kamen als Favorit. Und sie gingen als Team im freien Fall. Was ist bei der WM 1994 passiert, dass aus einer der stärksten deutschen Mannschaften aller Zeiten innerhalb weniger Wochen ein Team im Ausnahmezustand wurde?
USA, Sommer 1994. Große Namen, große Erwartungen – und eine DFB-Elf, die auf dem Papier alles mitbringt, um das Turnier zu prägen. Doch schon früh kippt die Stimmung. Interne Konflikte, mediale Kampagnen und Häme gegen Trainer Berti Vogts sorgen dafür, dass sich die vermeintlichen „elf Freunde“ Schritt für Schritt selbst aus dem Gleichgewicht bringen – und aus einer klaren Titelmission ein Turnier wird, das früh zu entgleiten beginnt. „Elf Helden – ein Albtraum“ blickt zurück auf dieses Turnier zwischen Anspruch und Absturz – und auf eine Mannschaft, die auf der größten Bühne des Weltfußballs an sich selbst scheitert... Die vierteilige Dokuserie von Produzent Leopold Hoesch und Autor Manfred Oldenburg zeichnet den Weg der Nationalmannschaft zur und während der WM 1994 nach und zeigt, wie eine der individuell stärksten deutschen Mannschaften aller Zeiten spektakulär scheiterte. Von den WM-Vorbereitungen bis hin zum späteren EM-Sieg im Jahr 1996 – die Doku nimmt den Zuschauer mit in das Wechselbad der Gefühle Deutschlands in den 1990er Jahren, in ein Land zwischen Einheitseuphorie und Identitätssuche.
Mit exklusiven Interviews u.a. mit Berti Vogts, Spielern wie Lothar Matthäus, Stefan Effenberg, Bodo Illgner, Mario Basler und Matthias Sammer, Journalisten wie Reinhold Beckmann, Gaby Papenburg und Marcel Reif sowie der damals mit im Zentrum des Geschehens stehenden Bianca Illgner erzählt „Elf Helden – ein Albtraum“ nicht nur die Geschichte der WM 1994 aus deutscher Sicht. Die vierteilige Hochglanz-Serie ist auch ein vielschichtiges Zeitporträt einer Republik im Wandel und zeigt einmal mehr, wie sehr Fußball auch ein Brennglas gesellschaftlicher Entwicklungen ist.
„Elf Helden – ein Albtraum“ – die vierteilige Dokuserie ab 2. Juni in der ARD Mediathek sowie am 14. Juni nach dem WM-Auftaktspiel der deutschen Mannschaft als 90-Minüter im Ersten.
„Elf Helden – ein Albtraum“ ist eine BROADVIEW-Produktion in Zusammenarbeit mit dem NDR, BR und WDR. Regie führte Manfred Oldenburg, Produzent ist Emmy-Preisträger Leopold Hoesch.
Es wird die größte WM aller Zeiten, fünf Wochen, quer über den zerrissenen nordamerikanischen Kontinent. Mehr Spiele, mehr Teams, mehr Anstoßzeiten – keine WM für Fußballromantiker. Oder doch? Esther Sedlaczek und Thomas Hitzlsperger machen sich auf eine lange WM-Reise. Sie besuchen alle drei Ausrichterländer, treffen Stars wie Leon Draisaitl – Eishockey-Idol in Kanada und in Deutschland. Mit Marco Reus erkunden sie den Fußball in Kalifornien, mit Fans erleben sie den kleinen Fußball-Grenzverkehr nach Tijuana in Mexiko. Vor allem sind sie aber nahe an der deutschen Mannschaft. Und natürlich träumen Deutschlands Elitekicker von einer erfolgreichen WM und dem Pokal. Exklusive Interviews mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und Nico Schlotterbeck geben erstaunliche Einblicke. Die Fans in Curacao feiern die erste WM-Teilnahme ihrer kleinen Karibik-Insel und fiebern dem Spiel gegen Deutschland entgegen. Kritiker bemängeln den Gigantismus dieser Mega-WM mit über 100 Spielen, den überbordenden Kommerz, die mangelnde Rücksicht auf Spieler und deren Gesundheit. Astronomische Ticketpreise machen die WM für viele Fans unbezahlbar. Die angespannte politische Weltlage und die äußerst umstrittenene Männerfreundschaft zwischen Trump und Infantino belasten dieses Turnier zusätzlich.
Esther Sedlaczek und Thomas Hitzlsperger treffen auf ihrer Reise darüber hinaus Freizeitkicker, Wirtschaftsfachleute, Fußballmanager, Spielerberater und den König der Athleten. Aus all diesen Begegnungen wird am Ende ein Bild, das zeigt, was diese WM kann und soll – aber auch, was sie nicht kann und vielleicht auch nicht soll.
Wir zeigen auf unseren Plattformen alles, was diese Fußball-WM zu bieten hat und machen dem Publikum somit ein abwechslungsreiches, vielfältiges und crossmediales Angebot. Dabei nutzen wir Synergien, unseren zentralen ARD SportHub in Köln und modernste technische Produktionslösungen, um dies in hoher Qualität zu ermöglichen.
ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky
Am 11. Juni ist es endlich so weit – die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA wird angepfiffen. Die ARD startet am 12. Juni um 20:15 Uhr mit der Begegnung Kanada – Bosnien-Herzegowina (Anstoß: 21:00 Uhr) in die Übertragungen von der WM im Ersten. In der Vorrunde zeigt Das Erste zwei deutsche Spiele live, am Sonntag, 14. Juni das Spiel gegen WM-Neuling Curaçao (19:00 Uhr) und am 25. Juni Deutschland – Ecuador (22:00 Uhr). Weitere attraktive ARD-Übertragungen in der Vorrunde sind: Europameister Spanien gegen WM-Debütant Kapverde am 15. Juni (19:00 Uhr), Weltmeister Argentinien gegen Österreich am 22. Juni (19:00 Uhr) oder England – Ghana am 23. Juni (22:00 Uhr).
Esther Sedlaczek und Bastian Schweinsteiger präsentieren das jeweilige „match of the day“ live aus den Stadien. Alex Schlüter ist vor Ort und ganz nah dran im Quartier der deutschen Nationalmannschaft. Die übrigen Partien der Fußball-WM werden im Wechsel von Lea Wagner und Malte Völz mit einem Experten aus dem Studio in der ARD-Sendezentrale in Köln moderiert. Live-Reporter für die Übertragungen im TV sind Tom Bartels, Christina Graf und Philipp Sohmer. Unterstützt werden sie von den Co-Kommentatoren Almuth Schult und Thomas Hitzlsperger.
Ein umfangreiches Angebot zur Fußball-WM macht auch die ARD Mediathek: Hier gibt es News, Zusammenfassungen, Highlights, Interviews und vieles mehr. Alle ARD- und ZDF-Spiele werden im Livestream und als Re-Live angeboten. Neu ist bei dieser WM, dass dem User über das Statistik-Icon im Livestream verschiedene Optionen angeboten werden, u. a. die Aufstellungen der Teams, Tabellen, Ranglisten und weitere Turnierstatistiken. Bei Highlight-Spielen gibt es zusätzlich (als Second-Screen-Angebot) die sogenannte Tactical Cam als unkommentierten Livestream.
Darüber hinaus veröffentlicht die ARD Mediathek vor dem Start der Fußball-WM drei starke Dokumentationen, die sich dem großen Thema Fußball-Weltmeisterschaft auf sehr unterschiedliche Weise nähern. Am 2. Juni geht „Elf Helden – Ein Albtraum“ an den Start – die vierteilige Doku-Serie zeichnet den Weg der deutschen Nationalmannschaft zur und während der Fußball-WM 1994 in den USA nach. Am 4. Juni folgen mit „WM-Wahnsinn und Titel-Träume: Deutschland bei der Mega-WM“ (Reportagereise von Esther Sedlaczek & Thomas Hitzlsperger) und „Spielfeld der Macht. Die WM in Trumps Amerika“ (Ingo Zamperoni & Philipp Awounou auf Spurensuche in den USA) zwei Hintergrund-Stücke, die weitere Facetten des Turniers beleuchten.
“Eure WM”: Mit dem Thema "Eure WM" sind crossmediale Reporterinnen und Reporter in den Ausrichterländern und in Deutschland unterwegs. Zu besonderen Spielen treffen sie besondere Fans. So entstehen individuelle und einzigartige Rückblicke auf das Eröffnungsspiel, die Spiele der deutschen Mannschaft und andere ausgesuchte Highlights für die ARD Mediathek.
Auch im Audio-Bereich bekommen die Hörerinnen und Hörer ein vielfältiges Angebot. Die ARD produziert mehr als 60 WM-Spiele als Audio-Vollreportage, die bei sportschau.de, ARD Sounds sowie im Hörfunk als Magazinreportage angeboten werden, neben allen Begegnungen der DFB-Elf unter anderem alle drei Spiele der Türkei in der Vorrunde. Darüber hinaus wird es ein abwechslungsreiches Angebot mit Talks aus den USA, Beiträgen, News und vielem mehr, insbesondere für die Radio-Prime-Time am Morgen, geben. Während des Turniers produziert die ARD u. a. außerdem den täglichen Podcast „WM Update“ – mit dem morgendlichen Update zu allem, was in der WM-Nacht geschah – und den Storytelling- und History-Podcast „Das Geld zu Gast bei Freunden“. Dieser erzählt in mehreren Folgen die „wahre Geschichte“ der WM-2006-Vergabe, inkl. Beckenbauer-Reisen, Nachwirkungen und heutiger Vergabepraxis.
Auf Sportschau.de und in den Social Media-Angeboten der Sportschau wird die WM ebenfalls großgeschrieben. Neben umfangreichen Audio- und Videoangeboten gibt es hier Live-Ticker, Hintergrundberichte und vieles mehr sowie eine individuell auf die verschiedenen Plattformen zugeschnittene Berichterstattung.
Die Federführung für die ARD-Übertragungen von der FIFA WM 2026 liegt beim Südwestrundfunk.
William, ein Prinz in den Schicksalsjahren seines Lebens: Er wird König sein. Das weiß er, seit er ein Kind ist. Er führt ein privilegiertes Leben, gleichzeitig lastet ein enormer Erwartungsdruck auf seinen Schultern. Er muss nicht nur seine Familie zusammenhalten, sondern eines Tages auch eine Jahrhunderte alte Institution in die Zukunft führen. Und anders als sein Bruder Harry kann er seinen Job nicht einfach kündigen. „William – Schicksalsjahre eines Thronfolgers“ (SWR/RBB/NDR mit LOOKSfilm) verfolgt Prinz Williams Entwicklung entlang zentraler Ereignisse und Momente, die sein Leben geprägt und ihn zu dem gemacht haben, der er heute ist. Die dreiteilige Doku à 25 Minuten von den Machern der „Schicksalsjahre“ über Williams König Charles III. und Williams Bruder Harry: ab Freitag, 29. Mai 2026 in der ARD Mediathek und am Montag, 1. Juni 2026 in einer 60-minütigen Version um 20:15 Uhr im Ersten. Die Doku-Serie zeigt Prinz William nicht nur als Thronfolger, sondern als Mensch zwischen Pflichterfüllung und Familie vor dem Hintergrund der Umbrüche im britischen Königshaus sowie der politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen im Vereinigten Königreich. Im Mittelpunkt steht ein Mann, der früh lernen musste, zu funktionieren: Scheidungskrieg der Eltern, der Unfalltod seiner Mutter, der permanente mediale Ausnahmezustand. Heute navigiert William zwischen Familie, Pflicht und einer Monarchie im Wandel. Doch Konflikte und private Krisen holen ihn immer wieder ein – und stellen die Frage, wie selbstbestimmt ein Leben im königlichen Rampenlicht sein kann.
Beobachter wie die Königshaus-Expertinnen Leontine von Schmettow und Tessa Dunlop, der ehemalige Royal-Korrespondent Wesley Kerr und der Historiker Ed Owens bieten neue Perspektiven auf einen Prinzen, der früh gelernt hat, Haltung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen, und der sich zugleich nach einer fast bürgerlichen Normalität sehnt.
„William – Schicksalsjahre eines Thronfolgers“ ist eine Produktion von SWR, rbb (gemeinsame Federführung) und NDR in Zusammenarbeit mit LOOKSfilm. Autoren sind Claire Walding und Andreas Fauser. Produzentin ist Birgit Rasch. Die Redaktion haben Mark Willock und Olga Galicka (SWR), Rolf Bergmann (rbb) und Marc Brasse (NDR).
Eine prinzipientreue Justizbeamtin und ein zynischer Schwerstkrimineller kämpfen auf sich gestellt gegen ein skrupelloses Verbrechersyndikat – und können weder einander noch der Polizei vertrauen. Dies ist die ebenso ungewöhnliche wie spannungsreiche Konstellation der sechsteiligen britischen Thrillerserie. Während BAFTA-Preisträger Otto Bathurst die ersten drei Episoden inszeniert, führt die deutsche Regisseurin Pia Strietmann ab der vierten Folge zu einem furiosen Finale. Ein packendes Katz-und-Maus-Spiel um Moral und Überleben mit Izuka Hoyle, Tahar Rahim und der Deutsche-Filmpreis-Gewinnerin Leonie Benesch als gnadenlose Jägerin.
Die Justizbeamtin Amber Todd (Izuka Hoyle) arbeitet im Gefangenentransport. Nach Geburt ihrer Tochter Mia kehrt die selbstbewusste junge Frau so schnell wie möglich in den Dienst zurück. Ihr kurzfristig erteilter Auftrag lautet, einen gefährlichen Kriminellen von einem geheimen Versteck in Wales nach London zu überführen: Tibor Stone (Tahar Rahim), der als Kronzeuge gegen das Verbrechersyndikat „Pegasus“ aussagen soll. Dessen Chef Harrison Dempsey (Brían F. O'Byrne), gegen den der Prozess am Old Bailey Court beginnt, möchte den Verräter zum Schweigen bringen. Bei Tibors Überführung kommt es zu einem Überfall auf den schwerbewaffneten Polizeikonvoi – und plötzlich ist Amber auf der Flucht, in Handschellen an den hochintelligenten Verbrecher gekettet. Schon bald erkennen die beiden, dass es auch auf Seiten der Polizei einen Maulwurf gibt – und selbst Ambers Ehemann Olly (Finn Bennett) und ihr Baby in Gefahr geraten.
Während die Killerin Nina Drâgus (Leonie Benesch) unerbittlich Jagd auf sie macht, versuchen Amber und Tibor, sich bis zum Gerichtstermin nach London durchzuschlagen. Um zu überleben, muss Amber all ihre bisherigen Prinzipien über Bord werfen und selbst wie eine Kriminelle handeln.
Ab 1. Juni 2026: Alle laufen krasser: Marathon, der Hype und ich (SWR)
Ausgebuchte Marathons, milliardenschwere Umsätze und immer extremere Distanzen: Der Hype ums lange Laufen hat ein neues Level erreicht. In „Alle laufen krasser“ erlebt Reporter Alex Baur, wie aus “joggen” ein Breitensport am Limit geworden ist und – befeuert durch Social Media – ein gesellschaftlicher Trend. Für die Recherche trainiert Alex selbst auf seinen ersten Marathon. Er besucht Running Clubs, begleitet den Extremsportler Jonas Deichmann 120 Kilometer entlang der Küste Sardiniens und erfährt, wieso manche Freizeitläufer für das Runners-High ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.
Lineare Ausstrahlung: 16. Juni 2026 | 23:35 Uhr | Das Erste
Ab 8. Juni 2026: Ohne Jawline kein Mann? Schönheitsdruck bei Männern (BR)
Mehr Informationen in Kürze
Für das Format „team.recherche“ in der ARD Mediathek wurde untersucht, welche Rolle europäische Modelagenturen und Modelscouts im Netzwerk von Jeffrey Epstein spielten. Dokumente und Zeugenaussagen legen nahe: Das Versprechen einer internationalen Modelkarriere diente offenbar als Türöffner, um junge Frauen in ein System aus Abhängigkeit und Machtmissbrauch zu ziehen; auch zu einem Zeitpunkt, als Epstein längst als Sexualstraftäter verurteilt war. Die Spuren reichen von Paris über Prag und Stockholm bis ins Baltikum, wo Frauen laut Epsteins Scouts aussähen wie Skandinavierinnen, aber weniger kosteten. Die Reporterinnen suchen Protagonistinnen, die von Epstein oder Leuten aus seinem Umfeld eingeladen wurden, und erzählen, wie sie angesprochen, was ihnen versprochen wurde und wie sich die Situation vor Ort veränderte.
Fußballmannschaften, die zu einem Turnier anreisen, haben einen Job: erfolgreich Fußball zu spielen und nichts anderes.
Jürgen Klinsmann, Fußballweltmeister von 1990, Trainer der deutschen Nationalmannschaft während des „Sommermärchens“ 2006 und Ex-Coach der US-Mannschaft, lebt seit Jahrzehnten in den USA
Wir leben in einem Regime. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal in einem Land leben würde, in dem Böswilligkeit, Bosheit und Niedertracht normal sind.
Greg Blache, Ingo Zamperonis Stief-Schwiegervater und Ex-Football-Coach
Donald Trump ist der perfekte Mann für diese Position. Ihm ist es egal, ob er gemocht wird. Ihm geht es darum, gefürchtet und respektiert zu werden.
Dustin Jacoby, Mixed Martial Arts-Veteran
Es gibt zwei Gruppen von Menschen, die Sicherheitskräfte hassen – illegale Einwanderer und Kriminelle. Wenn man nicht zu einer dieser beiden Gruppen gehört, warum sollte man Angst haben?
Emily Austin, Sport-Presenterin und konservative Influencerin mit Millionen Followern
ICE ist ein großes Problem. Es ist wirklich wichtig, darüber zu sprechen, weil Menschen aus ihren Familien gerissen werden, leiden. Dieses Land wurde von Einwanderern aufgebaut und die WM ist eine Gelegenheit, Einwanderer in unserem Land zu feiern.
Ali Riley, war lange Kapitänin des Fußballvereins Angel City FC, der unter anderem von der Hollywood-Schauspielerin Natalie Portman gegründet wurde
Im Vorfeld der Fußball-WM 2026, die vom 11. Juni an in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird, erfahren Ingo Zamperoni und Philipp Awounou in einem bildstarken Roadtrip durch die USA, wie bedeutend Sport für die Identität des Landes ist - und wie Donald Trump wie kein Präsident vor ihm Sport politisch instrumentalisiert. Der Tagesthemen-Moderator und der Sportjournalist sind für eine ARD-Dokumentation durch ein zutiefst gespaltenes Land gereist. In Einzelgesprächen, aber auch am Rande von großen Sportevents haben beide gespürt wieviel mehr als in früheren Jahren Politik auch den Sport durchtränkt. Sie haben aber auch erlebt, wie der Sport Menschen über politische Grenzen hinweg zusammenbringen kann.
„Im Kern hat Sport auch etwas unpolitisch vereinendes,“ lautet das Fazit von Awounou. Denn so politisch Sport mittlerweile auch sei, das gemeinsame Erleben, das gemeinsame Feiern der Teams etwa im Footballstadium „ist eine willkommene Auszeit von der Politik“. Doch wie wird sich die Stimmung im Land bei der Fußball-WM auswirken? Zamperoni stellt fest: „Auch bei denen, die sich sehr auf die WM freuen, sitzt eine Skepsis im Hinterkopf: Wird es wirklich ein Fest für alle?“ Der Moderator bleibt im Kern aber optimistisch. „Aus meiner Erfahrung mit dem Land würde ich immer auf die Zuversicht wetten.“ Die beiden Hosts, der eine Kenner der USA, der andere zum ersten Mal beruflich dort, bringen auch aufgrund ihres Alters und ihrer Herkunft unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven mit, die in die Dokumentation einfließen. Bei ihren Begegnungen ging es auch um das brutale Vorgehen von Trumps ICE-Truppen, die angespannte Stimmung zwischen den USA und den WM-Partnerländern Mexiko und Kanada und nicht zuletzt um die aktuellen Auswirkungen des Kriegs im Iran.
Ein Film von Dominic Egizzi, Philipp Awounou und Ingo Zamperoni
Redaktion: Benjamin Best, Jochen Leufgens, Sophie Schulenburg (WDR)
Vor 20 Jahren lautete das Motto der WM in Deutschland: ‚Die Welt zu Gast bei Freunden‘. Ich befürchte, bei dieser WM könnte es heißen. ‚Die Welt zu Gast bei Feinden‘.
Ben Carrington, Soziologe in Los Angeles
Session "Spielfeld der Macht – Warum diese Fußball-WM für Sportschau und tagesschau so besonders ist" mit Philipp Awounou, Lea Wagner und Ingo Zamperoni auf der ARD ZDF Media Stage bei der re:publica26 (ab 03:08:10)
Sie durften ihre Zukunft nicht wählen, sie wurden gar nicht erst gefragt. Vor zehn Jahren waren Alisha, Dylan, Samuel und Ceira noch zu jung, um beim Brexit-Referendum abzustimmen. Heute, als junge Erwachsene, leben sie in einem Land, über das Ältere mit dieser krassen Entscheidung bestimmt haben. Die Folgen tragen sie auf ihren Schultern. Bezahlbarer Wohnraum, gut bezahlte Jobs? Fehlanzeige. Resignieren sie deshalb? Nein. Sie wollen ihre Zukunft jetzt selbst in die Hand nehmen. Doch wo liegt die? Wollen sie wieder Teil der EU sein? Oder doch abgeschottet bleiben, Seite an Seite mit Trumps USA? Alisha, 27 Jahre, ist Gitarristin einer Punkband aus Manchester. Ihre Band steht kurz vor dem Durchbruch. Aber dafür brauchen sie die europäischen Fans. Die Musikindustrie leidet besonders unter der Brexit-Bürokratie: Konzerte in Europa zu organisieren ist jetzt teuer und megaaufwendig. Zusammen mit ihren Bandmitgliedern will Alisha es trotzdem versuchen. Die „Weltspiegel Doku“ begleitet die Band Witch Fever auf ihrer ersten, chaotischen Headliner-Tour auf den Kontinent. Schaffen sie den Durchbruch oder kommen sie komplett pleite und erschöpft zurück? Für Samuel, 21 Jahre, ist der Brexit noch viel zu lau. Als Fan des britischen Rechtspopulisten Nigel Farage, damals Treiber des Brexits, ist sein Credo: Der Bruch mit der EU sei einfach nicht gut umgesetzt worden. Nur deswegen komme das Vereinigte Königreich nicht auf den grünen Zweig. Das ist die Message der Rechtspopulisten in Großbritannien. Sam will als jüngster “Reform”-Kandidat in seinem Wahlkreis bei Birmingham bei den Kommunalwahlen im Mai vor allem bei jungen Männern mit dieser These punkten. Dylan, 20 Jahre, also noch jünger als Sam, muss noch bei seinen Eltern in einer Sozialwohnung in London leben. Durch Gentrifizierung verlieren dort immer mehr Menschen ihren Wohnraum. Und für ihn ist es bei den Mietpreisen in London schlicht unmöglich, zu Hause auszuziehen. Der Studierende tritt jetzt für die Grünen im Wahlkampf an, will Vize-Bürgermeister des Bezirks werden. Die Grünen definieren sich mittlerweile als Partei der sozialen Gerechtigkeit neu – und erleben einen historischen Zulauf. Sie könnten bei den Kommunalwahlen im Mai die Parteien der Mitte komplett überholen. Und Dylan? Welche Chancen hat er auf einen Sieg? Und könnte eine Erfolgswelle der Grünen auch das EU-Thema wieder auf die Agenda bringen? Ceiras Eltern waren schockiert, als Großbritannien für den Brexit stimmte. Jetzt ist Ceira 24 und ihr ganzes Leben geprägt von der Idee, zurück in die EU zu kommen. Ceiras Mutter war Krankenschwester und prophezeite, dass der Austritt die Situation im britischen Gesundheitssystem sogar noch verschlimmern würde. Sie hatte Recht. Als sie an Krebs erkrankte, beschloss Ceira, für ihre Mutter weiterzukämpfen. Ein Jahr nach ihrem Tod zieht sie jetzt zu Fuß von London nach Brüssel, direkt vor das EU-Parlament. Ihre Message: Rejoin! – Wiedereintritt! Schafft sie es, auf dem Weg noch mehr Briten für die Idee zu begeistern?
Das Team der „Weltspiegel Doku“ begleitet diese jungen Briten in einer entscheidenden Phase ihres Lebens: backstage beim Punkkonzert in Manchester, beim Lauftraining im Hagelschauer in Liverpool, beim Wahlkampf, der durch Schlaglochstraßen in der englischen Provinz oder zu alten Friedhöfen in London führt. Und es fragt, wohin die Reise geht, wenn die Generation Brexit die Zügel in die Hand nimmt.
Film von Mareike Aden und Anna Leier
Eine eigene Villa mit Pool auf Mallorca? Ein Chalet in St. Moritz? Für viele ein utopischer Traum. Wie wäre es, wenn man die Ferien-Immobilie und den Kaufpreis einfach teilt? Diese Geschäftsidee hat Nikolaus Thomale während der Corona-Zeit entwickelt und daraus ein rasant wachsendes Unternehmen gegründet.
Myne bietet in neun europäischen Ländern Co-Ownership an spektakulären Ferienimmobilien an. Bis zu acht Parteien teilen sich eine Immobilie. Die Miteigentümer sollen dabei möglichst unterschiedlich sein, um sich gut zu ergänzen und die Immobilie maximal auszulasten. Um alles Weitere kümmert sich der Rundum-sorglos-Service von Myne – von der Finanzierung bis zum Putzen der Fenster. Die Co-Ownership basiert auf komplexen Verträgen nach deutschem Recht, die vom Kauf bis zu den Dienstleistungen alles regeln.
Nikolaus Thomale bezeichnet sich selbst als Unternehmer aus Leidenschaft – mit einer Begeisterung für schnell wachsende Tech-Unternehmen. Er hat schon mehrere Unternehmen gegründet und mehrere erfolgreiche Exits hinter sich. Bei Nikolaus steht die Company immer an erster Stelle. Alles in seinem Leben ist ausgerichtet auf den Erfolg. Auch seine Gesundheit versucht er mit Longevity-Methoden zu optimieren.
Sein absoluter Wille zum Erfolg hat auch Investoren überzeugt und seinem Unternehmen Investments von über 63 Mio. gesichert. Mittlerweile hat Myne rund 50 Mitarbeitende und entwickelt sich gut, aber der Erfolg ist nicht gradlinig. Immer wieder droht Myne zu scheitern, denn die Krisen in der Welt treffen auch die Immobilienbranche: Bauengpässe, Inflation, Krieg in Europa. Wie schafft es der junge Unternehmer in dieser volatilen Weltlage zu überleben?
In der Doku kommt der Unternehmer Nikolaus Thomale selbst zu Wort. Gleichzeitig fragt der Film: Wie gut ist das Angebot von Myne wirklich? Und welche Auswirkungen hat das Geschäftsmodell auf den Immobilienmarkt vor Ort?
Ein Film von Laura Schnitzler Redaktion: Anne Kynast
Der Film zeigt anhand verschiedener Stationen eines Menschenlebens – von der Geburt, über die Schule bis zur Rente – wie Chancenungleichheit in Deutschland in den letzten Jahrzehnten systematisch verfestigt wurde und so den sozialen Frieden im Land gefährdet. Während die Sozialkassen kurz vor dem Kollaps stehen, steigt das Vermögen der reichsten Menschen in Deutschland immer schneller. Während jeder fünfte Schulabgänger keine Ausbildung macht, verharren die Bildungsausgaben im internationalen Vergleich auf niedrigem Niveau. So wird die wachsende soziale Spaltung zur Gefahr für die Demokratie.
Nach dem Erfolg der vergangenen Staffel von "falsch, aber anders lustig" in der ARD Mediathek geht es ab dem 13. Juni endlich in die dritte Runde. Host Moritz Neumeier versammelt in sechs neuen Ausgaben Comedians und andere Mutige, die in Zweier-Teams gegeneinander spielen. Es wird noch mehr gelacht, gemeinsam improvisiert und schräges Zeug entwickelt.
Dieses Mal gehört auch Moderator Kai Pflaume zum Cast. Zusammen mit Till Reiners verkauft er zum Beispiel Tickets für die Titanic, ist Versicherungsvertreter von Kaiser Nero oder lässt uns wissen, was man in der Nähe von Kai Pflaume besser nicht sagen sollte. Auch Katrin Bauerfeind ist neu dabei und verwandelt sich mit Fred Costea zu Alice Weidel, während Costea tiefe Einblicke in das gebeutelte Leben von Willi aus Biene Maja gewährt. Und Niklas van Lipzig und Tahnee entzaubern das offiziell harmonische Verhältnis zwischen Petterson und Findus. Die Folgen eskalieren irgendwo zwischen Therapie, Kindheitsfiguren und komplett absurden Rollenwechseln. Hauptsache lustig.
Ebenfalls im Cast: Rebecca Pap, Marie Lina Smyrek, Khalid Bounouar, Ana Lucia, Hinnerk Köhn und viele mehr.
Ab dem 13. Juni 2026 werden in der ARD Mediathek wöchentlich immer samstags je zwei Folgen veröffentlicht. "falsch, aber anders lustig" ist eine Produktion von rbb, NDR und WDR.
„Falsch, aber anders lustig“ ist eine Produktion von rbb, NDR und WDR.
Was Markus Streinz anbietet, klingt nach einem Ausweg: ein Leben frei von Blockaden, klarer, erfolgreicher, erfüllter. Auch Eva und Manuel folgen diesem Versprechen. Sie finden in Markus Streinz und seiner "Liberator Academy" zunächst, wonach sie gesucht haben: Zugehörigkeit, Anerkennung, scheinbar einfache Antworten. Doch hinter dieser Fassade entfaltet sich ein System gezielter Manipulation.
Die Betroffenen werden immer tiefer in ein geschlossenes, sektenähnliches System geführt, in dem Kritik keinen Platz mehr hat. Schritt für Schritt werden psychologische Mechanismen wirksam: Love Bombing schafft emotionale Bindung, Gaslighting untergräbt die eigene Wahrnehmung, Zweifel werden als persönliches Scheitern umgedeutet. Beziehungen zu Familie und Freunden geraten unter Druck, bis Isolation entsteht. Aus Vertrauen wird Abhängigkeit, aus Orientierung Kontrolle. Auch Eva und Manuel geraten immer tiefer in diesen Sog und verlieren dabei Stück für Stück den Halt im eigenen Leben.
Eine Mutter erlebt diese Entwicklung aus einer anderen Perspektive. Sie bleibt anonym aus Angst um ihr Kind, das noch immer Teil der Gruppe ist. Ohnmächtig beobachtet sie, wie sich ihr eigenes Kind verändert, sich entfernt, nicht mehr erreichbar scheint. Ihre Stimme macht deutlich, was diese Systeme auch im Umfeld anrichten: Sorge, Verlust, Sprachlosigkeit. Ihre größte Angst: dass ihrem Kind Gewalt angetan wird – und das ist nicht weit hergeholt.
Denn Markus Streinz propagiert Gewalt als angeblichem Bestandteil von "Heilung" und Aggression als notwendigen Entwicklungsschritt – verbal wie körperlich. Was als "Ritual" und Grenzerfahrung inszeniert wird, ist in Wirklichkeit rohe Gewalt: Würgen, Schlagen – insbesondere gegenüber Frauen.
Für Eva und Manuel wird der Ausstieg zu einem existenziellen Kraftakt. Als sie sich lösen, haben sie bereits viel verloren: finanziell, emotional und sozial. Erst im Rückblick wird das Ausmaß der Manipulation sichtbar.
Die Dokumentation verknüpft persönliche Erfahrungen mit der Einordnung durch Expertinnen wie der Kriminalpsychologin Lydia Benecke, der Sektenberaterin Bianca Liebrand oder der Investigativjournalistin Christiane Hawranek. Sie zeigen, wie solche Systeme funktionieren, warum manche Menschen für sie anfällig sind und warum es so schwer ist, sich ihnen zu entziehen.
Am 9. Dezember 2022 verschwindet Alexandra R. (39) aus Nürnberg spurlos – kurz nachdem sie ihre Pflegetochter in die Kita gebracht hat. Die hochschwangere Frau ist wie vom Erdboden verschluckt. Was als Vermisstenmeldung beginnt, wird schnell zum rätselhaften Mordfall: Die Polizei vermutet ein Gewaltverbrechen. Im Zentrum der Ermittlungen: der ehemalige Lebensgefährte und sein Geschäftspartner. Doch es gibt keine Leiche, kein Tatwerkzeug, kein eindeutiger Tatort. Reichen Indizien allein, um die Angeklagten wegen Mordes zu verurteilen?
Doping erwünscht – damit sorgten die Enhanced Games weltweit für Aufsehen. Gedopte Sportler*innen sollten neue Weltrekorde aufstellen, eine Marketingidee mächtiger Investoren. Es geht um die Grenzen des Menschen und der Moral. Die Doku blickt hinter die Kulissen eines Systems, das den Sport für immer verändern will.
Tech-Investoren wie Peter Thiel, Christian Angermayer oder Donald Trump Jr. wollen das menschliche Potenzial ausschöpfen – und Verkaufszahlen ihrer Enhancements und Nahrungsergänzungsmittel steigern. Die Dopingspiele in Las Vegas sind ein wichtiger Baustein dafür.
Mittendrin: Der deutsche Schwimmer Marius Kusch, der offen zugibt, von den hohen Prämien angelockt worden zu sein. Eine Million US-Dollar versprechen die Organisatoren, wenn ein Weltrekord gebrochen wird. Dafür sind auch Substanzen wie das Wachstumshormon EPO oder Testosteron erlaubt.
Ein Tabubruch, eine kalkulierte Provokation, ein Angriff auf Olympia. Ist die Zukunft des Sports „enhanced“ – oder ist das dann überhaupt noch Sport?
Für die Schweiz beginnt das Jahr 2026 mit einer Tragödie: Sprühfontänen auf Champagnerflaschen lösen ein verheerendes Feuer aus. 41 Menschen sterben, 115 werden verletzt. Es sind vor allem Jugendliche, die in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana Silvester gefeiert haben.
Auch Valentin, 16 Jahre alt, und sein Bruder Ferdinand, 19, Student in München, sind in dieser Nacht dort. Valentin überlebt nur knapp. 40 Prozent seiner Hautoberfläche sind verbrannt, wochenlang liegt er im Koma. Nun kämpft er sich Schritt für Schritt zurück in sein altes Leben – mit einem veränderten Körper.
Ferdinand hingegen kann sich fast unverletzt aus der Bar retten. Mehrfach läuft er zurück in die Flammen, sucht seinen Bruder, hilft stundenlang bei der Erstversorgung der Schwerverletzten. Die Bilder dieser Nacht lassen ihn nicht mehr los.
Hätte diese Brandkatastrophe verhindert werden können? Zumindest wiegen die mutmaßlichen Versäumnisse schwer: Jahrelang sollen Brandschutzkontrollen ausgeblieben sein. In der Brandnacht waren offenbar Fluchtwege versperrt. Und der Barbetreiber hatte nach eigenen Angaben eigenhändig hochentflammbaren Schaumstoff eingebaut, der die Funken der Sprühfontänen binnen kürzester Zeit in einen Vollbrand verwandelt hat.
Der Film zeigt, wie eine deutsch-französische Familie versucht, nach der Tragödie ins Leben zurückzufinden – und wie gleichzeitig die Justiz versucht, die drängende Frage zu beantworten, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte.
Recep Tayyip Erdoğan regiert die Türkei seit über 23 Jahren. Inzwischen hat er ein Ein-Mann-System etabliert, zugeschnitten auf ihn allein. Als allmächtiger Staatspräsident liegen nahezu alle Befugnisse in seiner Hand. Warum genießt er, der sich hemmungslos seiner Kritiker entledigt und vielen als Tyrann gilt, bei vielen eine solche Popularität? Wie konnte er der mächtigste Politiker der Türkei seit Atatürk werden? Wer ist dieser Mann?
Die ARD-Serie ERDOĞAN geht auf Spurensuche: Zum ersten Mal schildern ehemalige Weggefährten und Vertraute aus Erdoğans unmittelbarem Umfeld den Lebensweg dieses Mannes vom unerschütterlichen Idealisten zum umstrittenen Machthaber. Ihre Erzählungen enthüllen den inneren Antrieb hinter seinem Aufstieg und die Mechanismen seiner Macht: Warum konnte er politische Niederlagen immer wieder in Chancen verwandeln? Woher rührt der politische Instinkt, Schlüsselmomente zu erkennen und gezielt für sich zu nutzen? Wie gelang es ihm, sich zum unangefochtenen Alleinherrscher wählen zu lassen?
Die Dokuserie portraitiert Erdoğan wie unter dem Vergrößerungsglas - unvoreingenommen, mit analytischem Blick, aber immer als eine Geschichte, bei der die Figur im Mittelpunkt steht: Mit Triumphen und Niederlagen, Tiefschlägen, Auswegen und Wendepunkten. Ist er Reformer oder „politisches Chamäleon“, das konsequent auf Machterhalt setzt? Welche Rolle spielt die türkische Community in Deutschland? Wie helfen ihm seine Frau Emine und seine Kinder? Welche Rolle spielen politische Netzwerke? Und wie gelang es ihm, das Militär als Hüter der laizistischen Republik zunehmend zu marginalisieren? Wie hält er es mit dem Vermächtnis von Staatsgründer Atatürk, will er aus seinem Schatten treten? Wie hat er es geschafft, alle Krisen und Intrigen zu überstehen? Wieso steht er trotz massiver Widerstände der Bevölkerung bis heute an der Spitze?
Spitzenpolitiker wie der ehemalige stellvertretende türkische Ministerpräsident Bülent Arınç, der ehemalige US-Verteidigungsminister Leon Panetta, der ehemalige Präsident und langjährige Türkei-Berichterstatter des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, Erdoğans ehemaliger Privatsekretär Turhan Çömez, Nihal Olçok, die Witwe von Erdoğans langjährigen Wahlkampstrategen, AKP-Mitgründerin Fatma Bostan Ünsal sowie der langjährige Kulturminister in Erdoğans Kabinett, Ertuğrul Günay, gewähren zum ersten Mal sehr persönliche Einblicke in das Leben und die Psyche Recep Tayyip Erdoğans. Ihre Beiträge verdichtet die ARD-Serie zu einem vielschichtigen Bild, das den unantastbar wirkenden türkischen Präsidenten zeigt, wie er selten gesehen worden ist.
In vier Teilen erzählt die ARD-Serie die Geschichte seines unaufhaltsamen Aufstiegs – als deutsche und als türkische Sprachfassung.
Eine Serie von Michael Wech und Kristina Karasu Redaktion: Gudrun Wolter und Beate Schlanstein
Jagen liegt im Trend: Immer mehr junge Menschen greifen zur Waffe, darunter auffallend viele Frauen. Naturverbunden, idyllisch, fast schon romantisch – so inszenieren sie ihre Welt auf Social Media. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? „team.recherche“ taucht monatelang in die Szene ein und recherchiert die Schattenseiten des Jagd-Hypes, auch undercover: Wie gut werden Jägerinnen und Jäger ausgebildet? Wird der leichte Zugang zu scharfen Waffen missbraucht? Und welchen Einfluss hat die Jagdlobby? Die Recherche beginnt mit einem Fall, der die Szene erschüttert: dem Tod eines jungen Jägers.
Hier geht es zu den Highlights der vergangenen Monate.
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