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Medien
  • ARD
  •  | SWR/Christine Schroeder















Romantische Comedy im All | Sieben Episoden à 25 Minuten

STARDUST HOTEL

AB FREITAG, 22. MAI 2026 | ARD MEDIATHEK
  • Bild: SWR/Benno Kraehahn



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  • Video: ARD/ SWR

Stand: April 2026

INHALT

  • Bild: SWR/Christine Schroeder
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Nia, heimatlos und bis über beide Ohren verschuldet, erbt unerwartet das Stardust, ein Grand Hotel im Weltall. Was die Lösung all ihrer Probleme zu sein scheint, entpuppt sich allerdings als heruntergekommener Problemfall. Und die Belegschaft rund um den Chef-Concierge Adam empfängt Nia nicht gerade mit offenen Armen. Um mit einem schnellen Verkauf des Hotels ihren drängenden Gläubiger loszuwerden, muss Nia den Kasten erst mal in Schuss bringen. Sie überzeugt Adam und die Crew, das veraltete Grand Hotel gemeinsam mit ihr in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, um endlich wieder Gäste ins Haus zu bringen. Dass es schnell gehen muss, damit das Kaufangebot nicht erlischt, verschweigt Nia lieber. Denn für die Angestellten Yakumi und Eks, für Dauergast Vero Sue und sogar für den Androiden Adam ist das Stardust Hotel ihr Zuhause. Ganz abgesehen davon, dass Nia Gefühle für Adam entwickelt, Android hin oder her. Überhaupt meldet sich mit der Zeit ein Nia eigentlich fremdes Gefühl der familiären Zusammengehörigkeit zu der schrägen Mischung aus Menschen, Androiden und sonstigen Zwischenwesen im Sternenstaubhotel.

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EPISODENINHALTE

Episode 1

Die Gäng
  • Bild: SWR/Christine Schroeder
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Nia erbt das Stardust Hotel: Das ist die Chance ihre Schulden bei dem Hotelmogul Jon Miko loszuwerden. Doch dieser wird den Schuppen nur nehmen, wenn sie es schafft, mit dem Hotel einen Stern zu bekommen. Nia sitzt fest und sieht nur eine Chance: Den alten Stern auf dem Dach einfach anzuschalten. Das ist gegen alle Regeln der Hotel-Testung und bringt den Androiden Adam, Chef-Concierge im Hotel, aus der Fassung. Nias Aktion geht nach hinten los: Die veralteten Kabel lösen einen Kurzschluss aus und das Hotel treibt manövrierunfähig durchs All.



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Episode 2

Hochzeit 3.0
  • Bild: SWR/Christine Schroeder
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Nachdem das mit dem Stern nicht funktioniert hat, müssen neue Pläne her an Geld zu kommen: also hat Nia den Gästen Bonzo und Beatriz vollmundig versprochen, ihre Hochzeit im Stardust auszurichten. Mit der Zeremonie wollen die beiden ihrer Beziehung einen neuen Kick verleihen. Allerdings weiß niemand wirklich, schon gar nicht das Brautpaar, was Hochzeit früher auf der Erde bedeutete. Doch Hochzeit gleich Gäste, Gäste gleich Geld, Geld gleich Renovierung und Renovierung gleich Stern. Also wird improvisiert. Im Chaos der verschiedenen Szenarien erleben sich Adam und Nia plötzlich in der Rolle der Brautleute ...

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Episode 3

Der Wunscherfüller
  • Bild: SWR/Christine Schroeder
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Nia ist kurz vorm Durchdrehen, denn im Stardust macht gerade niemand, was er soll. Sogar Adam hat, als Folge seiner Update-Verweigerungen, fiese Hänger. Nia bestellt sich kurzerhand einen neuen Androiden, der ihr laut Beschreibung alle Wünsche erfüllen wird. Doch als der Neue ankommt, wird schnell klar: Nia hat versehentlich einen Sex-Droid bestellt, und der weicht ihr nun nicht mehr von der Seite, weshalb Adam von beinahe menschlicher Eifersucht getrieben wird. Mit der Wunscherfüllung hapert es auch bei den Gästen Scarlett und Johann, die sich zum unverbindlichen Sex-Date im Stardust verabredet haben.



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Episode 4

Kinder des Lichts
  • Bild: SWR/Christine Schroeder
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Nia hat es endlich geschafft,+ ordentlich Gäste ins Hotel zu holen. In ihrem Eifer hat sie das Stardust allerdings völlig überbucht: Eine Reisegruppe, die sich die „Kinder des Lichts“ nennt, stellt sich als pilgernde Sekte heraus. Die chaotische Truppe ist für den peniblen Adam eine Katastrophe. Eks dagegen fühlt sich von den Gurus als Sängerin anerkannt, was wiederum Yakumi an ihrem Verstand zweifeln lässt. Als die Sauerstoffkonzentration durch die vielen Gäste bedrohlich sinkt, geraten alle in einen halluzinierenden Zustand, in dem Nia Adam versehentlich ihre Zuneigung gesteht.

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Episode 5

Nia-Pia
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Adam ist drauf und dran, Nia zu sagen, dass er genauso für sie empfindet, wie er glaubt, dass sie für ihn empfindet. Er nimmt all seinen Mut zusammen und spricht aus, was er fühlt - nur um dann festzustellen, dass er vor der falschen Nia steht. Nias „Evil Twin“ Pia ist spontan auf einen Besuch vorbeigekommen. Nia schwant nichts Gutes. Verzweifelt versucht sie ihre übergriffige und unverschämte Schwester wieder loszuwerden. Aber bei ihrem Team kommt Pia erstaunlich gut an. Sogar bei der abgeklärten Vero Sue, die allerdings ohnehin mit ihrem neuesten Optimierungsprojekt, dem Überspielen ihres Selbst auf einen neuen jungen Androidenkörper, beschäftigt ist.

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Episode 6

Herr oder Frau Schmitt
  • Bild: SWR/Christine Schroeder
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Nia schafft es, herauszubekommen, wann die Hoteltestungsperson ins Stardust kommen wird. Während sie sich voll und ganz darauf konzentriert, dem vermeintlichen Tester jeden Wunsch zu erfüllen und so endlich an den langersehnten Stern zu kommen, fasst Adam den Entschluss, genau das zu vereiteln, denn ohne Stern muss Nia bleiben. Während die beiden Hals über Kopf in ihren jeweiligen Missionen stecken, checkt ein weiterer Gast ein…



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Episode 7

Der Deal
  • Bild: SWR/Christine Schroeder
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Der große Tag: Nias Verkaufstermin mit Jon Miko steht vor der Tür, aber die letzte Nacht mit Adam hat ihren Gefühlshaushalt ordentlich durcheinandergewirbelt. Sie will eigentlich nicht mehr verkaufen, glaubt aber keine Wahl zu haben, und anstatt auf Wiedersehen zu sagen, will sie sich morgens heimlich aus dem Staub machen. Doch als sie durch die Lobby schleicht, überrascht sie die Stardust Belegschaft, aktiviert durch Adam, mit einer Geburtstagsparty und Nia wird das Herz schwer. Als Jon Miko auftaucht, um den Verkauf über die Bühne zu bringen, ist Nia gänzlich überfordert. In ihrer Not fordert sie Jon Miko heraus, um das Stardust Hotel zu Pokern: alles oder nichts.



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ROLLENBESCHREIBUNGEN

Nia (Vanessa Loibl)

  • Bild: SWR/Christine Schroeder

Nia hat nicht damit gerechnet, das Stardust Hotel zu erben, viel Verbindung zu ihrem Onkel hatte sie nicht. Aber ein Erbe kommt zur rechten Zeit, denn die junge Frau muss viel Geld zurückzahlen und, Glück im Unglück, ihr Hauptgläubiger ist ein Hotelmagnat. Also weg mit dem Kasten, zumal sie sich weder auf diesem verlassenen Fleck im All niederlassen noch ein Hotel leiten will. Nia sieht sich als Outlaw im Universum, die Bindungen oder gar Probleme vermeidet und das Leben locker nimmt. Dass sie verantwortungsvoller ist als sie selbst annehmen würde, bringt ihr „Evil Twin“ Pia zum Vorschein, deren moralisches Gerüst ausgesprochen morsch ist. So will Nia keinesfalls sein. Ohnehin wird die Verbundenheit mit der Hotelcrew und vor allem mit Adam bei jeder Herausforderung und jeder Auseinandersetzung stärker ...











Adam (David Brizzi)

  • Bild: SWR/Christine Schroeder

Wie es sich für einen Androiden gehört, ist Adam ganz darauf fokussiert, sein Amt vorbildlich zu erfüllen. In seine Aufgaben als Concierge lässt er sich keinesfalls dazwischenfunken. Seine KI ist regelbasiert, das Menschliche in seinem Äußeren täuscht darüber hinweg. Das unlogische Verhalten der Menschen bringt ihn oft an seine Grenzen, immerhin ist er in über dreizehntausendvierhundertsechsundfünfzig Einzeltasks besser als der durchschnittliche Mensch. Am allerwenigsten kann Adam falsche Entscheidungen unterstützen. Allerdings hat seine KI im Lauf der Zeit nicht nur Wissen, sondern auch ein paar Verschrobenheiten erlernt. Und wie sich zeigen wird, sind auch seine Gefühle zu größerer Tiefe fähig, als er selbst es für möglich gehalten hätte.











Eks (Tomomi Themann)

  • Bild: SWR/Christine Schroeder

Eks ist im Service im Stardust Hotel. Sehr viel Erfahrung hat sie noch nicht – gibt ja nicht so viele Gäste. Eigentlich strebt sie eine Karriere als Sängerin an. Wobei es dafür womöglich sinnvoll wäre, das Repertoire ein wenig zu erweitern. Selbsterkenntnis ist nicht Eks‘ Stärke, aber ihr gutes Herz wiegt das bei weitem auf.













Yakumi (Silke Sollfrank)

  • Bild: SWR/Christine Schroeder

Yakumi ist sehr schlau und von den technischen Aufgaben im Stardust eigentlich unterfordert. Aber weil Geld fehlt, muss sie dauernd ausbessern, statt dauerhaft zu reparieren. Sowieso würde sie sich am liebsten nur mit ihrer Erfindung, dem Alien Peilomat, beschäftigen. Yakumi ist auch die Trillians-Flüsterin, sie hat allerbeste Beziehungen zu den drei Hotelhelferlein, deren Sprache nur sie verstehen kann.











Vero Sue (Sabine Vitua)

Die meiste Zeit ist Vero Sue der einzige Gast im Hotel, wo sie durch geschicktes Pokern lebenslanges Wohnrecht erspielt hat. Sie kann noch vom Leben auf der Erde erzählen, denn zumindest einige Teile an ihr haben die intakte Erde noch erlebt. Vero Sue hat durchaus Spaß an ihrer Rolle der wissenden Kommentatorin, arbeitet aber energisch am Idealbild ewiger Jugend. Und womöglich wird das dann auch mal ihre Persönlichkeit runderneuern.











Smartie (Detlev Buck)

  • Bild: SWR/Christine Schroeder

Smartie ist ein Smartomat, ein Roboter, dessen Aktionsradius eingeschränkt ist. Das macht ihn abhängig. Aber Smartie kann sprechen, liebt das Sprechen und nutzt es weidlich aus, um sich mit seinen Kommentaren ins Geschehen einzubringen.











John Miko (Roland Bonjour)

  • Bild: SWR/Christine Schroeder

John Miko ist genau der Hotelkettenbesitzer, den der Retrocharme des Stardust Hotel gar nicht gebrauchen kann. Aber da Nia ihm Geld schuldet, er sich herausgefordert fühlt und sowieso am längeren Hebel sitzt, hat er sich zum Ziel gesetzt, das Hotel auf jeden Fall in seinen Besitz zu bringen.





BESETZUNG UND STAB

Besetzung: Hauptcast

NIA
Vanessa Loibl
ADAM
David Brizzi
VERO SUE
Sabine Vitua
EKS
Tomomi Themann
YAKUMI
Silke Sollfrank
SMARTIE
Detlev Buck

Episodenrollen

Folge 1: Die Gäng

JOHN MIKO
Roland Bonjour

Folge 2: Hochzeit 3.0

BONZO
Wilson Gonzalez Ochsenknecht
BEATRIZ
Taneshia Abt
JOHN MIKO
Roland Bonjour

Folge 3: Der Wunscherfüller

JOHANN
Hendrik von Bültzingslöwen
SCARLETT
Sara Fazilat
LINO LOVETOY
Leo Brucklacher

Folge 4: Kinder des Lichts

YAYA
Marie Nasemann
YOYO
Fridolin Sandmeyer
NILUFAR
Phenix Kühnert
GURU
Aram Tafreshian

Folge 5: Nia-Pia

PIA 2.0
Nairi Hadodo

Folge 6: Herr oder Frau Schmitt

FRAU SCHMITT
Anna Böttcher
HERR SCHMITT
Daniel Zillmann
JOHN MIKO
Roland Bonjour

Folge 7: Der Deal

JOHN MIKO
Roland Bonjour



STAB

IDEE
Sebastian Egert
HEADAUTORIN
Valentina Brüning
AUTOREN
Valentina Brüning (Folgen 1, 3, 5, 6, 7)

Thomas Mielmann (Folgen 2 und 4)

Vivien Hoppe (Folge 7)
REGIE
Simon Ostermann (Folgen 1 – 3)

Elsa van Damke (Folgen 4 – 7)
BILDGESTALTUNG
Johannes Greisle (Folgen 1 – 3)

Sabine Panossian (Folgen 4 – 7)
MONTAGE
Ramin Sabeti (Folge 1 – 3)

Laura Espinel (Folgen 4 – 7)
SZENENBILD
Matthias Klemme
KOSTÜMBILD
Kaya Kürten
KOMPOSITION
Lisa Morgenstern
CASTING
Peti Misaila
PRODUCERIN
Malin Duggen
PRODUZENT:INNEN
Benedict Brandt

Wiebke Andresen
REDAKTION
Katharina Dufner (SWR)

Simon Riedl (SWR)

„Stardust Hotel“ ist eine Produktion der Letterbox Filmproduktion im Auftrag des SWR für die ARD.

  • Bild: SWR/Christine Schroeder

INTERVIEW

Vanessa Loibl (Nia) und David Brizzi (Adam)

Sie spielen die Erbin eines Weltraum-Hotels. Wäre das auch ein Traumjob für Sie?

Ich finde den Weltraum unglaublich faszinierend, aber gleichzeitig auch beängstigend.

Vanessa Loibl

Vanessa Loibl: Nein, für mich persönlich wäre das eher nichts. Zum einen wegen des Ortes: Ich finde den Weltraum unglaublich faszinierend, aber gleichzeitig auch beängstigend. Diese endlose, dunkle Weite und das Gefühl von Isolation. Ich bin einfach sehr gern auf der Erde, mit Natur und Sauerstoff. Aber selbst hier würde ich kein Hotel führen wollen. Das ist eine enorme Verantwortung, ein Betrieb, der rund um die Uhr Aufmerksamkeit verlangt und bei dem man ständig präsent sein muss. Dafür habe ich großen Respekt und bin auch sehr dankbar, dass es Menschen gibt, die das mit Leidenschaft machen. Als Schauspielerin finde ich es umso schöner, für eine gewisse Zeit in diese Rolle schlüpfen zu dürfen, die Erbin eines Weltraum-Hotels zu sein und in diese Welt einzutauchen. Aber ich genieße es genauso, danach wieder durch die Studiotür nach draußen zu gehen und zurück auf die Erde zu kommen

Hand aufs Herz, lieber Herr Brizzi: Wie war die Erfahrung, einen Androiden spielen zu dürfen?

Einen Androiden zu spielen hieß für mich, sehr präzise und reduziert zu arbeiten – jedes Detail bekommt Gewicht.

David Brizzi

David Brizzi: Nie langweilig! Einen Androiden zu spielen hieß für mich, sehr präzise und reduziert zu arbeiten – jedes Detail bekommt Gewicht. Gleichzeitig macht Adam aber auch eine Entwicklung durch und wird im Laufe der Episoden immer menschlicher. Das war ein Spagat zwischen Kontrolle und emotionaler Überforderung.

Und wie fühlt es sich an, sich in eine junge Frau hineinzuversetzen, die Gefühle für einen Androiden entwickelt und sich in ihn verliebt?

VL: Ganz natürlich. Nia hat Gefühle für Adam entwickelt, weil er trotz seiner maschinellen Natur viele menschliche Züge zeigt.

Mit Blick auf Sie, Herr Brizzi, wie blickt Adam auf Nia, auf seine Chefin? Wie nimmt er sie wahr, von Android zu Mensch?

DB: Nia ist für Adam von Anfang an ein ganz besonderer Mensch. Zuerst ist da noch sehr viel Skepsis und Misstrauen, aber sofort auch ein Fünkchen Faszination für Nia, die so ganz anders ist als er, so chaotisch und impulsiv. Und dann gibt es ein Auf und Ab der Gefühle, bis Adam begreift, dass er sich verliebt hat. Es ist quasi eine Hassliebe, die zu Liebe wird.

Adam ist der Chef-Concierge und kennt das Hotel zunächst besser als die neue Chefin. Was mag Nia an Adam? Und wo hat er noch Entwicklungspotenzial als Mitarbeiter?

VL: Adam ist jemand, der sich sehr stark an Regeln orientiert, was als Android natürlich naheliegt. Für Nia kann das manchmal anstrengend sein, weil er wenig spontan ist und Schwierigkeiten hat, wenn Dinge nicht nach Plan laufen. Ich glaube, da liegt auch sein größtes Entwicklungspotenzial: Etwas mehr Gelassenheit zuzulassen und offener mit dem Unvorhersehbaren umzugehen. Gleichzeitig ist es aber genau das, was Nia an ihm schätzt, auch wenn es sie manchmal nervt. Adam ist sehr ehrlich und aufrichtig. Nia hingegen hat eher Angst vor zu viel Nähe, sie bleibt nie lange an einem Ort und vermeidet es, sich wirklich auf etwas oder jemanden einzulassen. Adam hält auf seine Weise an dem fest, was er kennt, während Nia ständig in Bewegung bleibt, um sich nicht verletzlich zu machen. Und genau in diesem Gegensatz liegt auch ihre Verbindung: Nia kann von Adams Beständigkeit lernen, während er durch sie mit Veränderung konfrontiert wird. Und was ihn natürlich besonders liebenswert macht, ist sein ehrlicher Versuch, etwas zutiefst Menschliches zu verstehen, wie man liebt.

Sie wissen es jetzt möglicherweise: Wie fühlt man sich als einziger Android in einer Gruppe von menschlichen Wesen? Haben Sie Einsichten gewonnen, was uns Menschen anbelangt, für sich persönlich oder auch gesellschaftlich?

DB: Das etwas Tragische an Adam ist, dass er zu den Menschen dazugehören will, was ihm aber meistens nicht so gut gelingt. Auch wenn Adam kein Mensch ist, sind die Probleme, die er hat, sehr menschlich. Er ist auf der Suche nach Erfüllung und Liebe, wie wir alle.

Konnten Sie eine erste Vorstellung davon entwickeln, wie wir in der Zukunft eventuell mit Avataren, KI-Wesen etc. interagieren könnten und wie sich das anfühlt?

VL: Der Kontakt mit Avataren oder KI-Wesen fühlt sich ja schon heute erstaunlich natürlich an. Es gibt Menschen, die Freundschaften oder Liebesbeziehungen mit KI führen, manche sollen sogar verheiratet sein. KI kann Nähe und Gesellschaft simulieren, aber sie bleibt eine Maschine, sie kann uns trösten, doch genauso gut verunsichern oder das Gefühl vermitteln, ersetzt zu werden. Besonders krass wird es in der Zukunft werden, sollten „ Maschinen“ in menschlichen Hüllen auftreten, so wie Adam. Wer weiß, vielleicht wird es irgendwann kaum noch möglich sein, eindeutig zu unterscheiden, wer oder was vor einem steht. Ich glaube, wir werden lernen müssen, beide Welten zu schätzen: die der Technologie und die der echten, menschlichen Verbindung.

Was hat diese Produktion besonders gemacht? Welche Herausforderungen gab es? Sie konnten naturgemäß nicht an realistischen Motiven drehen, sondern mussten sich vor Green Screen hineinversetzen in diese Welten.

DB: Das Besondere an der Produktion war, dass wir von morgens bis abends in einer Location, im Studio, gedreht haben, ganz abgeschottet von der Außenwelt. Wir waren wie auf unserer eigenen, kleinen Raumstation. In der Hotellobby war eine riesige Videowand installiert, auf der man die Erde vom All aus sehen konnte und die hat sich in Echtzeit mitgedreht. Und in sehr vielen Szenen fuhren kleine ferngesteuerte Roboter um uns herum, völlig verrückt. So schwer war es also eigentlich gar nicht, sich in diese Welt hineinzuversetzen, denn wir hatten diese tolle Szenografie und Ausstattung und ein fantastisches Kostümbild, das alles war ein Geschenk!

Wie ist es, aus dem Weltraum (wenn auch nur vorgestellt) mit Abstand auf unseren blauen Planeten herabzuschauen?

VL: Wenn man sich die Erde aus der Ferne ansieht, wirkt sie unglaublich ruhig und friedlich. Diese Perspektive hat etwas sehr Berührendes, weil sie einem bewusst macht, dass man auf einem Ball durch das Universum fliegt, wie klein man selber ist auf dieser Erde und wie unbedeutend doch Dinge sind, die einem im Alltag so wichtig erscheinen. Traurig ist es zu sehen, wie schön dieser Planet ist, zu wissen, dass wir auf ihm eigentlich nur zu Besuch sind und ihn trotzdem immer weiter zerstören. Ich glaube, man sollte sich diese Perspektive viel öfter bewusst machen. Einfach, um sich daran zu erinnern, wie besonders dieser Ort ist und wie sehr es sich lohnt, ihn zu schützen und wertzuschätzen.

Was ist für Sie das Schöne am Weltraum, was das Besondere an der Erde?

DB: Der Weltraum ist ruhig und klar, fast leer. Er lässt unendlich viel Spielraum für Fantasie. Vom All aus gesehen sind wir sehr klein und unbedeutend. Unsere Erde ist dagegen voller Chaos, Leben und Emotionen. Außerdem gibt es hier das bessere Essen.







STATEMENT

Tomomi Themann (Eks)

Das "Stardust Hotel“ ist für mich eine Geschichte über Heimat, über das Leben und über dieses Gefühl, irgendwie anzukommen.

Es hat etwas Magisches, jeden Morgen ans Set zu kommen und in einen anderen Kosmos einzutauchen. Ein Arbeitsplatz im Weltall, mit der Erde auf dem riesigen VFX-Bildschirm im Hintergrund. Das ist sehr besonders. Das Team hinter der Kamera hat einen eigenen Kosmos entstehen lassen. Es war faszinierend zu sehen, wie Kostüm, Maske bis hin zu Licht, Ton und VFX hier zusammengewirkt haben und aus so vielen einzelnen Elementen eine komplett neue Welt entstehen konnte. Diese Atmosphäre hat uns alle komplett eingenommen und auch eine gewisse Absurdität geschaffen, die beim Drehen einfach Spaß gemacht hat. Dabei ist eine unglaublich liebenswerte und herrlich chaotische Hotel-Crew entstanden und meine Figur Eks ist mir unglaublich ans Herz gewachsen ist. Das „Stardust Hotel“ ist für mich eine Geschichte über Heimat, über das Leben und über dieses Gefühl, irgendwie anzukommen.





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Statement

Sabine Vitua (Vero Sue)

Aber auch im All ist man vor Gier und Neid nicht sicher.

Vero Sue ist ein 270-jähriger Cyborg. Was außer ihrem linken Arm durch eine Maschine noch so ersetzt wurde, weiß man nicht. Man sagt, sie habe sich ihr lebenslanges Wohnrecht im Stardust Hotel erpokert. Für Vero Sue ist es das schönste Hotel des Universums. Das Leben hier tröstet sie ein wenig über den Verlust der Erde hinweg. Hier ist es kuschelig. Sie sind eine liebevolle, lustige Gemeinschaft, bestehend aus Menschen, Androiden, Robotern und ihr. Sie kann sich ganz und gar ihren Gemütszuständen und ihrem Hang zur Melancholie hingeben. Sie arbeitet als einzige nicht. Schachspielen, Sudoku, in Büchern lesen und vor allem Whisky trinken, erfüllt sie ausreichend. Als echte Diva ist sie ihrem Stil und ihrem Aussehen verpflichtet und hat entsprechende Kontakte. Sie fühlt sich pudelwohl. Aber auch im All ist man vor Gier und Neid nicht sicher.



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Statement

Roland Bonjour (John Miko)

John Miko ist ein durch und durch egoistischer, rücksichtsloser und leicht sadistischer Charakter.

John Miko ist ein durch und durch egoistischer, rücksichtsloser und leicht sadistischer Charakter. Tief in ihm drin liegt eine große Einsamkeit – er ist eine tragische Figur, die vielleicht einfach nur geliebt werden möchte. Ein bisschen wie ein fieses Kind. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, diese Rolle zu spielen. Gerade solche Figuren geben einem als Schauspieler viel Freiheit, die ich in der Zusammenarbeit mit den tollen Kolleg:innen und der Regie ausloten konnte. Privat möchte ich mit John Miko allerdings lieber keine Zeit verbringen. Das Stardust Hotel wurde mit sehr viel Liebe zum Detail erschaffen. Sobald man das Studio betrat, befand man sich gänzlich in dieser Welt. Die aufwändigen Kostüme und die ebenso eindrucksvolle Maske haben enorm dazu beigetragen, tief in diese Welt eintauchen zu können. C`était un plaisir!



  • Bild: SWR/Christine Schroeder

Alle Folgen von „Stardust Hotel“ sind im Presse-Vorführraum für akkreditierte Journalist:innen zur Ansicht verfügbar unter:

https://programmpresse.ard.de/

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