Diese Website verwendet Funktionen, die Ihr Browser nicht unterstützt. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf eine aktuelle Version.
ARD

Herausgegeben von der ARD-Programmdirektion
Kommunikation | PR  

Impressum

Redaktion:
Alessandra Crivellaro
ARD-Programmdirektion
Kommunikation | PR  

Kerstin Fuchs(ARD Degeto Film)


Bilder:
Copyright: siehe Angabe am Bild
Bilder: unter www.ARD-Foto.de und auf Anfrage


Pressekontakt: 
Alessandra Crivellaro
ARD-Programmdirektion
Kommunikation | PR  
Tel.: 089/558944-933
E-Mail: alessandra.crivellaro@ard.de

Kerstin Fuchs
ARD Degeto Film (Kommunikation und Presse)
Mobil: 0173/5357048
E-Mail: kerstin.fuchs.fm@degeto.de

Christiane Beeck
Beeck|Kommunikation
Tel.: 030/220139860
E-Mail: c.beeck@beeck-kommunikation.de












Medien
  • ARD
  •  | ARD Degeto/Roland Suso Richter
  •  | Helmut Fischer

























ZWEI NEUE Filme (25 + 26)

Der Zürich-Krimi

AB MONTAG, 7. DEZEMEBER 2026 | ARD MEDIATHEK DONNERSTAG, 10. und 17. DEZEMBER 2026 | 20:15 Uhr | DAS ERSTE
  • Bild: ARD Degeto/Roland Suso Richter

Stand: Oktober 2026

FILME

25. Film

Borchert und das bedrohte Paradies

ab 7. Dezember 2026 | ARD Mediathek 10. Dezember 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste

Kaum etwas kann Christian Kohlund alias Borchert schwerer ertragen als Ungerechtigkeit. Im 25. „Zürich-Krimi“ übernimmt der „Anwalt ohne Lizenz“ einen Fall, bei dem seine detektivische Neugier ihn zu einem Umweltskandal an einem idyllischen Waldsee führt – mit ungeahnten Folgen. Während Ina Paule Klink als Dominique Kuster in Lebensgefahr gerät, riskiert Robert Hunger-Bühler als ihr sonst so vernunftbetonter Vater Reto bei einem riskanten Alleingang seine Zulassung. Regisseur Roland Suso Richter und Drehbuchautor Wolf Jakoby treiben in ihrer 14. gemeinsamen Arbeit die Spannung bis zu einem hochdramatischen Finale – zwischen Erleichterung und tiefer Trauer.

Sein Ruf als unbequemer Advokat beschert Borchert (Christian Kohlund) ein Mandat im Kanton Thurgau. Die ehemalige Hausärztin Antonie Meinig (Ilona Schulz), die am Rande eines Naturschutzgebiets wohnt, ist sich sicher: Grund für den tödlichen Treppensturz ihres Ehemanns Henry (Erwin Geisler) ist ein Erdbeben, ausgelöst durch ein Geothermiewerk. Leider kann das jedoch außer ihr niemand bezeugen. Im Gegenteil: Im nahegelegenen Ort, der von billiger Wärme und Energie profitiert, haben weder die Dorfpolizistin (Katharina Haudum) noch der Bürgermeister (Frederik Schmid) ein Beben bemerkt. Zwar findet Borchert Belege für Erderschütterungen am Unfalltag, dennoch scheint eine Klage aussichtslos. Mit Borchertscher Raffinesse hindert Antonie ihn daran, ihren Fall voreilig aufzugeben. Tatsächlich stößt der „Anwalt ohne Lizenz“ auf Ungereimtheiten im Umfeld des Geothermiewerks und hochgefährliche Machenschaften. Borcherts beharrliche Nachforschungen entwickeln sich zum Problem für den wenig zimperlichen Werksleiter Helbing (Ronald Kukulies). Als Kanzleichefin Dominique (Ina Paule Klink) entführt wird, wissen ihr Vater Reto (Robert Hunger-Bühler), Major Furrer (Pierre Kiwitt) und Borchert, was auf dem Spiel steht …

Besetzung

THOMAS BORCHERT
Christian Kohlund
DOMINIQUE KUSTER
Ina Paule Klink
MARCO FURRER
Pierre Kiwitt
DR. RETO ZANGER
Robert Hunger-Bühler
ANTONIE MEINIG
Ilona Schulz
LAURENZ ZOLLER
Roland Bonjour
SIMON SCHOBER
Frederik Schmid
MARTIN HELBING
Ronald Kukulies
URS AEGGI
Yves Wüthrich
MLADEN STOJANOVIC
Luca Maric
KONSTANTIN PESIC
Luka Dimić
RENA STARKE
Katharina Haudum
KIRA
Lea Müller
CARO
Lucia Eliza Lampolia
PASCAL BIELIG
Holger Bülow
HENRY MEINIG
Erwin Geisler
MICHAEL MARKER
Christian Schneeweiß
MONA BECKER
Angelika Fink
ROBERT PESCH
Jan Fiala
TINA
Mira Goeres
JÜRG SCHLUPP
Čestmír Mičan
DRAGAN
Nikola Jankovič

u. v. a.
26. Film

Borchert und der Tod auf dem Gleis

ab 7. Dezember 2026 | ARD Mediathek 17. Dezember 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste

Was wie ein tragischer Unfall aussieht, entpuppt sich als weitreichende Vertuschungsaktion: Christian Kohlund alias Borchert muss im 26. „Zürich-Krimi“ falsche Loyalitäten und fatale Fehler entlarven, um weitere Tragödien zu verhindern. Mit Lebenserfahrung, Gerechtigkeitssinn und Mitgefühl stellt sich der Titelheld auf die Seite derer, die an das Recht glauben wollen – und doch daran scheitern. Das Autorenduo Florian Hanig und Catrin Lüth rückt eine vietnamesische Familie in den Fokus, die an Trauer, Wut und Fehleinschätzung der Behörden zu zerbrechen droht. Regisseur Roland Suso Richter führt in dem emotionalen und hochspannenden Krimi mitten in das Spannungsfeld von Figuren, deren Leben durch einen einzigen Moment aus der Bahn geworfen wird.

Eine Zürcher S-Bahn überfährt in der Nacht den 18-jährigen Lê Minh Hùng (Phong Cao), der sich auf den Gleisen befindet. Für die Polizei scheint die Sache klar: trauriger Unfall, keine weiteren Ermittlungen! Hùngs Vater Quang (Long Dang-Ngoc) kann nicht glauben, dass der sonst so umsichtige Hùng selbst schuld an seinem Tod war – zumal es zur Vorgeschichte offene Fragen gibt. Um eine lückenlose Aufklärung zu erzwingen, übernehmen Kanzleichefin Dominique (Ina Paule Klink) und Borchert (Christian Kohlund) das Mandat. Der „Anwalt ohne Lizenz“ ermittelt, dass Hùng in einem Club einen Streit hatte und wenig später in einem Garten aufgegriffen und von einer Polizeistreife zum S-Bahnhof gebracht worden war. Dies hatten die Beamtinnen Paula Schütz (Maureen Havlena) und Alice Mergenthaler (Franziska von Harsdorf) in ihrem Bericht nicht erwähnt. Eine Taxifahrerin kann den Ablauf jedoch bestätigen. Hùngs Tod bleibt ein Unfall. Während Quang sich vom Schweizer Rechtssystem verraten fühlt, verliert sein Sohn Khôi (Vu Nhat Dang Nguyen) die Nerven. Kurz darauf ist Alice Mergenthaler verschwunden – und Borchert braucht seine ganze Lebenserfahrung, um weitere Tragödien zu verhindern.

BESETZUNG

THOMAS BORCHERT
Christian Kohlund
DOMINIQUE KUSTER
Ina Paule Klink
MARCO FURRER
Pierre Kiwitt
LÊ MINH QUANG
Long Dang-Ngoc
LÊ MINH KHÔI
Vu Nhat Dang Nguyen
PAULA SCHÜTZ
Maureen Havlena
ALICE MERGENTHALER
Franziska von Harsdorf
GABRIEL MERGENTHALER
Max Wagner
URS AEGGI
Yves Wüthrich
REGULA GABRIELLI
Susi Banzhaf
DR. RETO ZANGER
Robert Hunger-Bühler
RICHTERIN MILDENBERGER
Kathleen Gallego Zapata
STAATSANWALT HARTMANN
Leopold Hornung
DORIT BOSCO
Remy Jane Johannsen
VALENTINA SHKRELI
Elda Sorra
TÜRSTEHER (SINAN DEMIR)
Siad Mijthab
TANKWART
Kamil Krejčí
JUNGER MANN
Lukas Nathrath
LÊ MINH HÙNG
Phong Cao
KT-MITARBEITERIN
Daniela Voráčková
NOTRUF-POLIZISTIN #1
Tereza Havránková
NOTRUF-POLIZIST #2
Denis Dočenko
EINSATZLEITER
Philipp Schenker
TAXIFAHRER
Mischa Löwenberg
SKORPION BEAMTER
Radek Bruna

u. v. a.

STAB FÜR BEIDE FILME

REGIE
Roland Suso Richter
DREHBÜCHER
Wolf Jakoby („Borchert und das bedrohte Paradies“)

Catrin Lüth („Borchert und der Tod auf dem Gleis”)

Florian Hanig („Borchert und der Tod auf dem Gleis”)
MUSIK
Michael Klaukien
CASTING
Mai Seck
KOSTÜMBILD
Mirjam Muschel
SZENENBILD
Detlef Déto Provvedi
MONTAGE
Achim Seidel, BFS
BILDGESTALTUNG
Max Knauer, BVK
TON
Pavel Bělohlávek
MISCHUNG
Karsten Ray
MASKE
Jeannette Tripodi

Martina Wolf
PRODUKTIONSLEITUNG
Katja Roesch

Vojta Ludvik

Sandra Moll (ARD Degeto)
PRODUZENT:INNEN
Klaus Graf

Livia Graf-Bechler

Annemarie Pilgram

Michal Pokorný
REDAKTION ARD
Diane Wurzschmitt (ARD Degeto Film)

Katja Kirchen (ARD Degeto Film)

Oliver Rauch (ARD Degeto Film) („Borchert und der Tod auf dem Gleis“)

DER ZÜRICH-KRIMI ist eine Produktion der Graf Film in Koproduktion mit Mia Film im Auftrag der ARD Degeto Film für die ARD, gefilmt teilweise in der Tschechischen Republik und gefördert durch den Tschechischen Staatsfonds der Kinematografie. Gedreht wurde von 16. September bis 14. November 2025 in Zürich und Prag.

INTERVIEWS & STATEMENT

CHRISTIAN KOHLUND

als Thomas Borchert

Borchert hat sich der Gerechtigkeit verschrieben und kommt auch nicht mehr davon los. Er sieht das jetzt als seine Lebensaufgabe. Er kann gar nicht mehr anders. Er hat zwar eine Ermittlerfunktion, aber er ist ja kein Polizist, sondern ein Anwalt, der der Polizei zuarbeitet. Es geht darum, den Menschen hinter dem Verbrechen zu verteidigen und nicht das Verbrechen selbst, damit es ein gerechtes Urteil gibt. Solange er lebt, wird er seinen Kampf weiterführen, sobald er von Ungerechtigkeiten hört – das liegt in seiner DNA. Das ist eine Besessenheit, mit der er nicht mehr aufhören kann.

INTERVIEW

„Borchert und das bedrohte Paradies“ ist der 25. Film der Reihe und markiert gleichzeitig ihr 10-jähriges Bestehen. Was bedeutet dieses Jubiläum für Sie?

Zehn Jahre sind schon eine lange Zeit. Wenn man so lange eine Figur spielt, wird sie einem natürlich sehr vertraut. Borchert ist für mich nicht mehr nur eine Rolle. Ich kenne seine Eigenheiten, seine Sturheit, seine Verletzlichkeit – und wahrscheinlich kenne ich auch seine Schwächen ganz gut. Ich würde sagen, für mich und das ganze Team und die Kollegen ist es eine große Freude, dass wir schon 26 Filme gedreht haben und dass wir weitermachen dürfen. Und es ist wirklich unglaublich, was für eine positive Resonanz wir haben. Ich bin sehr glücklich über dieses überragende Team – wir halten alle zusammen und haben viel Spaß bei der Arbeit.



In 26 „Zürich-Krimis“ hat Borchert viel erlebt und gesehen: Macht ihn das gelassener? Was wird sich niemals ändern?

Borchert ist gelassener geworden, aber nicht unbedingt vertrauensvoller. Er hat gelernt, dass die Dinge selten so sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Das macht einen Menschen vorsichtiger. Er weiß, dass Menschen lügen, dass Institutionen Fehler machen und dass oft auch Macht und Geld eine Rolle spielen. Aber ich glaube, seinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der weit über das geschriebene Gesetz hinausgeht, wird er niemals verlieren. Wenn er an etwas dran ist, dann ist er nahezu stur besessen. Nach dem Motto: Egal, was es kostet – er will es herausfinden. Und vielleicht ist das auch der Grund, warum man ihm als Zuschauer so gerne folgt. Er lässt sich nicht so leicht abspeisen.



In 26 „Zürich-Krimis“ haben auch Sie viel erlebt und gesehen: Woran erinnern Sie sich besonders gern?

Für mich als Schweizer war sicher der Dreh der Episode „Eisiger Tod“ bei minus 24 Grad in den Schweizer Bergen ein besonderes Erlebnis – da habe ich mich so richtig wohl gefühlt.



Borchert ist ein unbequemer Kämpfer für die Gerechtigkeit. Was ist der größte innere Widerspruch, den er in sich trägt? In welchem Punkt sind Sie beide sich besonders ähnlich?

Borchert glaubt sehr an Gerechtigkeit, und gleichzeitig weiß er, dass das Leben selten gerecht ist. Das ist wahrscheinlich sein größter Widerspruch: Er versucht, die Dinge mit seinem eigenen moralischen Kompass zu beurteilen, obwohl er längst gelernt hat, dass Recht und Gerechtigkeit nicht immer dasselbe sind. Das Thema Gerechtigkeit hat mich mein Leben lang begleitet. Aber um wirklich gerecht urteilen zu können, müsste man das Leben des Angeklagten gelebt haben. Das ist sicher fragwürdig, aber im Kern nicht falsch. Als Anwalt verteidigt man ja nicht eine Tat, sondern einen Menschen. Ähnlich sind wir uns wahrscheinlich in der Hartnäckigkeit. Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann bleibe ich dran. Ich glaube, man sollte nicht immer sofort aufgeben, nur weil etwas schwierig wird. Der Unterschied ist allerdings: Borchert darf Dinge tun, die ich mir im wirklichen Leben wahrscheinlich zweimal überlegen würde. Er hat da schon eine ziemlich eigene Methode.



In den neuen Filmen trifft Borchert auf Menschen, die das Vertrauen in den Rechtsstaat verloren haben. Was verbindet Borchert mit ihnen? Was berührt Sie persönlich an diesen Fällen?

Mich berührt daran, dass hinter solchen Fällen immer Menschen stehen. Im neuen Film etwa ein Vater, der nicht akzeptieren kann, dass der Tod seines Sohnes einfach als Unfall abgetan wird. Man muss dabei sehr aufpassen, nicht vorschnell zu urteilen. Es geht nicht darum, den Rechtsstaat schlechtzumachen. Im Gegenteil: Ein Rechtsstaat muss es aushalten, dass jemand Fragen stellt. Ich finde, genau darin liegt auch die Stärke dieser Filme. Sie zeigen nicht einfach Gut und Böse. Sie zeigen, wie schnell Vertrauen verloren gehen kann – und wie schwer es ist, dieses Vertrauen wiederherzustellen. Für Borchert bedeutet das, dass er weitermacht, auch, wenn es unbequem wird. Aus meiner Sicht ist die Demokratie ein zartes Pflänzchen, und sie hat ihre Grenzen – und im Moment sind wir an dieser Grenze angekommen. Es ist und bleibt aber für mich die einzige Form, wie Menschen zusammenleben können. Denn eine Diktatur – das hat sich gezeigt – wird unsere Probleme nicht lösen.



INA PAULE KLINK

als Dominique Kuster

Dominique ist für mich mittlerweile meine ehrgeizige, kluge, humorvolle beste Freundin geworden. Ich mag ihre Art, wie sie als Frau die Dinge anpackt, in einer doch vorwiegend männlichen Jurawelt. Sie lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen, auch nicht von Borchert. Sie hat ihren eigenen Kopf, löst die Dinge in ihrem Stil und kann dennoch Hilfe annehmen, wenn sie nicht weiterkommt. Einfach eine tolle Frau und eine tolle Rolle!

Ina Paula Klink

INTERVIEW

Frau Klink, 25 „Zürich-Krimis“: Was bedeutet dieses Jubiläum für Sie? Was ist Ihre liebste Erinnerung aus dieser langen Zeit?

Es ist etwas enorm Besonderes, so viele tolle und spannende Filme – 25 an der Zahl – gedreht haben zu dürfen. Seit zehn Jahren darf ich ein Teil dieser außergewöhnlichen Reihe sein. Es gibt dementsprechend viele schöne Momente, die mir im Herzen geblieben sind. Allen voran eine Geschichte, die ganz am Anfang, noch vor meinem allerersten Drehtag stattfand: das erste Kennenlernen mit meinem großartigen Kollegen Christian Kohlund. Die Begegnung fand auf der Brücke in der Zürcher Innenstadt direkt vor der Urania statt. Ich sollte noch kurz warten, da Herr Kohlund mir gerne einmal „Hallo“ sagen und mich kurz kennenlernen wollte, bevor er gleich weiter zum Drehen musste. Ich sah ihn auf mich zukommen, mit einem kleinen Blumenstrauß. Er sagte mir in einer unglaublich liebevollen und sympathischen Weise, wie sehr er sich freue, dass ich dabei bin. Ich hatte fast Tränen in den Augen. So einen besonderen Einstieg in ein Projekt hatte ich noch nie erlebt. Den Blumenstrauß gibt es noch. Er liegt getrocknet und verpackt in einer Erinnerungskiste, die ich immer mal wieder öffne und mich daran mit warmem Herzen erinnere.



Dominique kämpft für andere, hat aber gleichzeitig ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle. In welchem Spannungsfeld bewegt sie sich innerlich?

Dominique liebt ihren Job. Sie lebt dafür. Das nimmt sie auch mit in ihr eigenes Leben. Auch dort versucht sie immer, die Kontrolle zu behalten. Wenn es zu emotional wird, macht sie gern mal dicht, zieht sich zurück. Man könnte meinen, sie kämpft dann lieber allein für sich. Allerdings ist dies nur ein Schutzpanzer, um nicht enttäuscht und getäuscht zu werden. Eigentlich ist sie auf der Suche nach Liebe und Ruhe im Herzen und in der Seele. Das ist auch ein Grund, warum sie sich so sehr für das Recht, die Gerechtigkeit und die Wahrheit einsetzt und dabei gerne bis ans Limit geht.



Im Jubiläumsfilm wird Dominique selbst zum Opfer. Was macht ihr daran am meisten Angst? Was haben die bedrückenden und beängstigenden Szenen in Ihnen persönlich ausgelöst?

In der Folge 25 passiert genau das: Sie hat keine Kontrolle mehr. Ist eingesperrt, ist Opfer, entführt, verletzt, mit Schmerzen, nicht wissend, wie es enden wird. Dazu noch die verbundenen Augen. Sie hat nichts mehr in der Hand. Das macht ihr unglaublich viel Angst, die auch noch nachwirken wird. Diese Szenen mit den verbundenen Augen waren wirklich sehr intensiv. Es war fast ein ganzer Drehtag, an dem ich die Augen verbunden hatte. Das war heftig. Nicht zu wissen, was passiert, ist eine Sache, nichts zu sehen, im Bikini in einem kühlen, kahlen Industrieraum, das war schon etwas beunruhigend. Aber meine großartigen Kolleg:innen und unser wunderbares Team haben mir sehr geholfen, gut durch diesen Drehtag zu kommen. Und natürlich auch mein Mann.



Was hat Dominique in 26 Filmen gewonnen – und was vielleicht verloren?

Sie ist an ihren Fällen und dem Leben selbst gereift. Furrer und auch Borchert helfen ihr immer wieder dabei, nicht zu hart mit sich und der Welt zu sein, und mittlerweile nimmt sie die angebotene Unterstützung auch an. Das konnte sie anfänglich nur schwer. „Allein gegen den Rest der Welt“ – das war mehr oder weniger ihr Motto. Das hat sich über die Jahre etwas gelegt. Und das hat sie vor allem Borchert und auch Furrer zu verdanken.



PIERRE KIWITT

als Major Marco Furrer

Furrer hat einen privaten Background, der immer mal wieder hochkommt und die Polizeiarbeit ‚stört‘. Obwohl er für das Gute kämpft, kommt ihm ständig was dazwischen – sei es vom Kriminalfall an sich, der sich auch noch mit seiner Beziehung vermischt, der Zusammenarbeit mit Borchert und natürlich auch die Regeln, an die er sich als Polizist halten muss.

Pierre Kiwitt

INTERVIEW

Herr Kiwitt, was hat die Dreharbeiten zum Jubiläumsfilm für Sie besonders gemacht?

Im neuen Film hat mir besonders das Zusammenspiel mit Christian Kohlund große Freude gemacht. Furrer löst den Fall diesmal, auch durch die gemeinsame Vorgeschichte der Figuren, sehr eng mit Borchert. Daraus sind nicht nur einige lustige Momente entstanden, sondern auch eine besondere Komplizenschaft und der gemeinsame Ehrgeiz, diese Geschichte so gut wie möglich zu erzählen. Wenn dann noch ein Regisseur wie Roland Suso Richter dazukommt, der die Figuren und die Welt des „Zürich-Krimis“ so genau kennt, entsteht eine sehr konzentrierte und zugleich vertrauensvolle Arbeit.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir außerdem meine liebe tapfere Kollegin Paule Klink, die in einigen Szenen im See baden musste. Allerdings wurde, wie das beim Film eben manchmal so ist, bei den Temperaturen ein wenig gemogelt: Es sah zwar herrlich sommerlich aus, warm und idyllisch – für Paule muss es sich aber angefühlt haben wie eine ausgedehnte Ice-Bucket-Challenge. Wir haben alle sehr mit ihr gelitten, aber auch doll für den Mut nachgeklatscht. Ich war natürlich sehr froh, dass Furrer sich in dieser Szene gegen ein Bad entschieden hatte, obwohl ich mich als ehemaliger Leistungsschwimmer selbstverständlich sofort geopfert hätte, mitzuschwimmen.



Furrer steht im „Zürich-Krimi“ für Sicherheit, Ordnung und Verlässlichkeit. Wer ist Furrer für Sie persönlich?

Furrer ist jemand, auf den man sich verlassen kann. Er drängt sich nicht in den Vordergrund, aber wenn es ernst wird, ist er da. Beim Spielen versuche ich immer den Punkt zu finden, an dem er nicht künstlich heroisch wirkt, sondern einfach Mensch sein darf – mit seinen Schwächen, Gefühlen und natürlich auch als Partner von Dominique. Gerade dieser Alltag steht für mich in einem spannenden Gegensatz zu seiner Einsatzfähigkeit als Polizist: Wenn es darauf ankommt, muss er innerhalb von Sekunden umschalten, Verantwortung übernehmen und funktionieren. Genau dieser Wechsel zwischen dem privaten Menschen und dem hochkonzentrierten Polizisten macht Furrer für mich interessant.



Erinnern Sie sich an Ihre ersten Eindrücke mit dem „Team Zürich-Krimi“?

Meine eigene Geschichte mit Furrer begann mit einem Casting, und mit Ina Paule Klink hat es sofort funktioniert und gefunkt. Ironischerweise spielte ich ziemlich genau parallel zu meinem ersten „Zürich-Krimi“ die junge Version von Ludwig Gruber, Christian Kohlunds Rolle im „Bergdoktor“ – und traf Christian dort zum ersten Mal. Das war für uns später eine sehr lustige Einführung in unser gemeinsames Zürcher Leben. Mein „rechter Arm“, Yves Wüthrich, ist von Beginn an ein treuer Begleiter. Auch wenn wir uns im Jahr vielleicht nur zwei-, dreimal sehen, geht unsere Freundschaft inzwischen weit über Furrer und Aeggi hinaus.



Ein Ferienhäuschen am See im Thurgau statt am Strand auf Bali – wäre das auch etwas für Sie?

Absolut. Ich mag Orte, an denen man wirklich zur Ruhe kommt und nicht das Gefühl hat, ständig etwas erleben zu müssen. Ein kleines Haus am See, morgens ins Wasser, danach Kaffee auf der Terrasse – damit könnte ich sehr gut leben. Bali ist sicher wunderschön, aber für Erholung brauche ich nicht unbedingt Palmen und eine zwölfstündige Anreise. Der Thurgau hätte für mich sogar etwas sehr Luxuriöses: Ruhe, Natur und Einfachheit.



25 „Zürich-Krimis“: Was bedeutet dieses Jubiläum für Sie?

Was dieses Jubiläum für mich vor allem bedeutet, ist die Kontinuität: Über einen so langen Zeitraum immer wieder in diese Rolle und in dieses vertraute Umfeld zurückkehren zu dürfen. Und natürlich auch diese schöne Entwicklung zu erleben. Über die Jahre ist das gesamte Ensemble zu einer Art Familie zusammengewachsen.

ROLAND SUSO RICHTER

Regie

Das Jubiläum ist mir unglaublich wichtig. Der „Zürich-Krimi“ ist zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden, sowohl beruflich als auch privat. Es erfüllt mich mit großem Stolz, seit Film 3, also von Anfang an Teil der „Zürich-Krimis“ zu sein. Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem Klaus Graf mir die Regie anbot. Nachdem ich mir die ersten Filme angesehen hatte, war ich von Christian Kohlund begeistert. Wie schön er gealtert ist, das verstehe ich natürlich als Kompliment. Das Alter steht ihm wirklich gut. Seine Stimme ist fesselnd. Es begann ein Weg der Annäherung. Meine Arbeitsweise, ohne Probe zu drehen, stieß bei Christian Kohlund zunächst nicht nur auf große Gegenliebe. Doch Film für Film gewannen er und seine Schauspielerkollegen Gefallen an dieser Methode. So entstanden natürliche Momente. Szenen, die ich als Regisseur beobachten konnte: unverstellt und authentisch.



Als Dramatiker, der Spannung liebt, stellte mich „Borchert und die tödliche Falle“ (Film 7), in der Dominique Kuster als Geisel genommen wird, vor eine besondere Herausforderung. Das Drehbuch war außergewöhnlich, der Schnitt fesselnd und die Schauspieler brillant. Max Knauers atemlose Kameraführung zieht den Zuschauer in ihren Bann. Das Endergebnis hat mich sehr glücklich gemacht. Unvergessen bleibt auch die Doppelfolge „Borchert und die Stadt in Angst“ (20/21) mit Anne und David Bennent. Der Film beginnt mit einer Mondfinsternis – für mich eine einmalige Herausforderung. „Borchert und der eisige Tod“ (10) spielt in der verschneiten Bergwelt der Graubündner Alpen. Am ersten Drehtag in den Bergen strahlte die Sonne vom blauen Himmel. So malerisch die Landschaft auch war, sie passte nicht zur Geschichte. Am nächsten Tag kam dann die ersehnte Erlösung: leichter Schneefall, der den ganzen Tag anhielt. Wir drehten die Szenen einfach noch einmal. Christian Kohlund und Lena Stolze boten im Schneetreiben eine schauspielerische Meisterleistung – ein Geschenk für mich!





25 FAKTEN ZU 25 FILMEN

  • Bild: ARD Degeto/Roland Suso Richter

1. Der Beginn



Die Reihe startet mit einer ikonischen Aufnahme: Borcherts Trailer wird mit einem riesigen Kran auf das Grundstück gesetzt – das einzige Überbleibsel seines „alten“ Lebens, das Borchert nach Zürich mitgenommen hat. Früher wurde das Fahrzeug von der Familie Borchert in den gemeinsamen Urlauben genutzt.



  • Bild: ARD Degeto/Graf Film/Václav S. Sadilek

2. Thomas Borchert, Anwalt ohne Lizenz



Als Thomas Borchert sich trotz Jurastudiums weigert, in das Unternehmen seines Vaters einzusteigen, weil er dessen skrupellose Geschäftspraktiken ablehnt, kommt es zum Bruch mit seinen Eltern. Er geht nach Frankfurt und macht Karriere als Wirtschaftsanwalt. Doch private Schicksalsschläge verändern sein Leben grundlegend: Sein Sohn stirbt kurz vor dem 20. Geburtstag bei einem Autounfall, seine Frau zerbricht am Verlust und stirbt an den Folgen ihrer Tablettensucht. Borchert flieht nach Brasilien, wo er seinem Arbeitgeber mit legalen wie fragwürdigen Methoden zu lukrativen Geschäften verhilft und selbst ein Vermögen verdient. Als jedoch Korruptionsermittlungen beginnen, wird er zum Bauernopfer. Der vermeintliche Selbstmord eines Kollegen bringt ihn schließlich zum Umdenken: Von nun an will er für Wahrheit und Gerechtigkeit kämpfen, besonders für jene, die sich gegen die Mächtigen nicht wehren können. Borchert kommt mit einer Bewährungsstrafe davon, verliert jedoch seine deutsche Anwaltslizenz. Ein Grund mehr, in der alten Heimat Zürich wieder Fuß zu fassen. Hier müsste er sich ins Anwaltsregister eintragen lassen, um wieder als Anwalt arbeiten zu dürfen – doch das will er nicht. Er ist nicht bereit, sich wieder einem Gericht zu stellen, egal auf welcher Seite, und er genießt die Freiheit, die diese Rolle mit sich bringt.



  • Bild: ARD Degeto/Pascal Mora

3. Borcherts blaue Brille



Borcherts blaue Brille ist eine Maßanfertigung für Christian Kohlund und im Handel in dieser Form nicht erhältlich. Zwischen den Dreharbeiten nimmt der Darsteller die Brille mit nach Hause und hütet sie wie seinen Augapfel. Die blaue Brille ist auf Platz 1 der am häufigsten nachgefragten Accessoires seitens der Fangemeinde – auf Platz 2 findet sich sein Hut.



  • Bild: RD Degeto/Graf Film/Mia Film/Pascal Mora

4. Borcherts „Uniform“



„Im Alltag trägt Thomas Borchert eine Art ‚Uniform‘, angepasst, korrekt, sehr klassisch. Er legt Wert auf Maßhemden und Anzüge, die er sich schneidern lässt. Borchert ist kein Mann, der von der Stange kauft. Er kombiniert seine Anzüge mit eleganten, aber bequemen Schuhen – er weiß ja, dass seine Fälle ihn manchmal in steiles Gelände und auf lange Märsche schicken. Hochwertige Uhren sind für ihn als Schweizer selbstverständlich, in seinen Accessoires spiegelt sich manchmal ein Hauch von Eitelkeit, vor der sein Charakter nicht ganz gefeit ist. Alles hat Stil und somit auch seinen Wert, ist aber nie überhöht oder gar auffällig. Borchert trägt sachliche, gedeckte Farben und strahlt damit Ruhe und Vertrauen aus, er kombiniert schlicht, manchmal geradezu konservativ, z. B. im Winter Hut zu Anzug und Mantel. Nur bei ganz wenigen Stücken – etwa einer blauen Sonnenbrille oder seiner Schiebermütze – lässt er den Freigeist und Humor aufblitzen, die ihn ebenso sehr ausmachen wie sein Scharfsinn und seine Menschenkenntnis.“ (Mirjam Muschel, Kostümbild)



  • Bild: RD Degeto Film/Florian Froschmayer

5. Schauplatz Zürich



„Die beschaulichsten Orte verbergen dunkle Geheimnisse. Das sind immer die spannendsten Geschichten, bei denen man nicht ahnt, was sich hinter den Kulissen verbirgt. Der Überraschungseffekt ist umso größer. Genau das ist auch die Spannung des Zürich-Krimis: Diese schöne, reiche Welt, die heil erscheint. Das wunderschöne Zürich mit seinem Flair und die Schweizer mit ihrer Lebensart. Nur hier kann man die Geschichten des „Zürich-Krimis“, die voller Spannung sind und mit einer anderen Farbe des Krimi-Genres gezeigt werden, erzählen.“ (Ina Paule Klink)



  • Bild: ARD Degeto/Roland Suso Richter

6. Christian Kohlund über Thomas Borchert



„Borchert ist stur, auch wenn er nur eine geringe Ahnung hat, in welche Richtung ein Fall gehen könnte. Er ist ein Zweifler. Er zweifelt an dem, was er sieht, und hinterfragt Dinge. ‚Zweifel führen zu Nachforschungen und das ist der Anfang von Weisheit‘, sagte Clarence Darrow, nach dessen Vorbild der Borchert entstanden ist. Borchert nimmt Dinge nicht als gegeben. Wie ein Agnostiker zweifelt er daran, ob das, was ihm vorgespielt wird, richtig ist. Zweifeln und Hinterfragen ist für ihn der Weg, an die Dinge heranzugehen. … Borchert ist auf seine alten Tage so besessen davon, offene Fälle zu klären und für Recht und Gerechtigkeit gleichermaßen zu kämpfen, dass er sich um sich selbst keine Gedanken macht. Er hat nichts mehr zu verlieren, er hat sein Leben gelebt. Und wenn er sich in Gefahr begibt, hat er keine Angst mehr und tut das, was nun mal getan werden muss.“



  • Bild: ARD Degeto/Roland Suso Richter

7. Dominique Kuster, Juristin und Kanzleichefin



Intuitiv, schlagfertig und mit allen juristischen Wassern gewaschen, ist Dominique Kuster der Sohn, den ihr Vater Reto Zanger gerne gehabt hätte. Nach ihrem Jus-Studium hat sie sich in Zürich selbständig gemacht – gegen Retos Rat und Willen eine eigene Kanzlei gegründet. Für ihn, einen der erfolgreichsten Wirtschaftsanwälte Zürichs, ist das eine Verschwendung ihres Talents, und er würde sie nur zu gerne als Kompagnon aufnehmen – doch sie lehnt dies kategorisch ab. Sie will nicht noch eine Anwältin sein, die in einer etablierten Kanzlei ein finanzkräftiges Klientel bedient. Dominique will mit Menschen zu tun haben, nicht mit Zahlen und Verträgen, was ihr oft arbeitsintensive, leider meist auch schlecht bezahlte, Fälle und Mandate bringt. Sie begreift ihren Job als Auftrag, jemandem zu seinem Recht zu verhelfen, der sein Recht vielleicht gar nicht kennt. Sie ist eine selbstbewusste Frau, die von ihren Idealen überzeugt ist und sich von niemandem etwas vorschreiben lassen möchte – schon gar nicht von ihrem Vater, mit dessen opportunistischer Lebenshaltung sie große Probleme hat. Im Laufe der Zeit bringen seine halbseidenen Machenschaften Dominique oft nicht nur in Bedrängnis, sondern auch in Gefahr (speziell in Film 7 „Zürich-Krimi: Borchert und die tödliche Falle“) und der Vater-Tochter-Konflikt wird immer wieder auf die Spitze getrieben.



  • Bild: ARD Degeto Film/Graf Film/Sava Hlavacek

8. 25 Filme und 60 Todesfälle



In 25 „Zürich-Krimis“ sind insgesamt knapp 60 Menschen ums Leben gekommen – teils durch Mord, teils durch Suizid. In jedem Film gibt es zumindest eine Leiche. Besonders viele Todesfälle gab es in der Doppelfolge „Borchert und die Stadt in Angst“, wo die Handlung mit sechs Morden eines Serienkillers beginnt. In den Filmen 4 und 5 kommen jeweils vier Menschen ums Leben, in Film 6 sind es drei Todesopfer. Den traurigen Spitzenplatz nimmt – passend zum Jubiläum – Film 25 „Borchert und das bedrohte Paradies“ ein: Dort kommen gleich sieben Menschen ums Leben. Pro Film wurden im Schnitt ein bis zwei Liter Kunstblut verwendet.



  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter

9. Wie oft geriet Borchert in Lebensgefahr?



Borchert musste im Laufe der Reihe schon so einiges einstecken. Immer wieder gerät er in brenzlige Situationen, wird teilweise sogar lebensgefährlich angegriffen – und entgeht dabei mehrfach nur knapp Schlimmerem: Er wird von einem Taxi angefahren und rettet sich mit einem Sprung in die Limmat, in seinem Trailer mit einem Butterfly-Messer bedroht, in eine Schlägerei verwickelt und niedergeschossen, im Keller eines Klosters niedergeschlagen und gewürgt, mit einem Messer bedroht und anschließend eine Treppe hinuntergestoßen, mit einem Betäubungsmittel-Pfeil niedergeschossen, im Keller eines Clubs mit einem Taser angegriffen und in einer dunklen Gasse am Straßenstrich von einem Dealer zusammengeschlagen. To be continued!



  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter

10. Borchert und Reto: Eine Freundschaft fürs Leben



Borchert und Reto kennen sich bereits seit ihrer Schulzeit. Ihre Freundschaft begann während ihrer gemeinsamen Zeit in einem Schweizer Internat. Über die Jahre hat sich eine enge Verbindung zwischen den beiden entwickelt. „Reto und Borchert verbindet eine untrennbare Freundschaft, doch ihr Ego und zuweilen berufsbedingte Unaufrichtigkeit kommen ihr oft in die Quere. Die beiden kennen die Melodie ihres Herzens und spielen sie einander vor, wenn sie sie vergessen haben.“ (Robert Hunger-Bühler)



  • Bild: ARD Degeto/Florian Froschmayer

11. Borcherts gefährlichster Stunt



In „Borchert und der Sündenfall“ muss sich Borchert auf dem Balkon eines Bordells in eine äußerst brenzlige Situation begeben. Christian Kohlund führt seine Stunts allerdings nicht selbst aus, er wird von einem Stunt-Double unterstützt, das die besonders riskanten und körperlich anspruchsvollen Szenen für ihn übernimmt. Eine Ausnahme bildet die Szene in „Borchert und der Tote im See“, in der Borchert in einen Müllcontainer springen muss. Hier übernimmt Christian Kohlund die Aktion selbst.



  • Bild: ARD Degeto/Graf Film/Roland Suso Richter

12. Borchert und die Liebe



Borchert fühlte sich im Laufe der Zeit zu mehreren Frauen hingezogen – oder zeigte zumindest deutlich mehr als nur freundschaftliches Interesse. Eine besondere Rolle in seinem Leben spielten Leslie Malton als Charlotte Duplessis, Angela Roy als seine Ärztin Marlene Vogt, Julia Richter als Fotografin Corinna Riemer, Alexandra von Schwerin als Sophia Brandner, Agentin des Startenors Niccolò Nardini, und Katja Lechthaler als Katharina Kolling. „Ich glaube, der Verlust seiner Frau und seines Sohnes und die Art und Weise wie er gelebt hat, machen eine ernsthafte Beziehung unmöglich. Er ist den Frauen zwar sehr zugetan, aber nicht fähig, eine echte Beziehung zu führen. Der Verlust sitzt so tief in ihm, dass er sich einfach nicht öffnen kann. Borchert wird als alter einsamer Wolf die irdischen Gefilde verlassen.“ (Christian Kohlund)



  • Bild: ARD Degeto Film/Graf Film/Roland Suso Richter

13. Viel mehr als die gute Seele: Regula Gabrielli



„Ich mag Regulas Humor, die kleinen Seitenhiebe, die sie manchmal verteilt. Und das, was sie so alles zwischen den Zeilen und in den Menschen liest. Sie ist einfach immer für eine Überraschung gut. Gleichzeitig ist sie sehr fürsorglich und hilfsbereit und würde fast alles für die Menschen tun, die ihr wichtig sind. Was ich sehr bewundere, sind ihre Computerkenntnisse und auf welch manchmal nicht ganz legalen Wegen sie an Informationen kommt. Da sind wir uns überhaupt nicht ähnlich ... Regula schätzt an Borchert seine Loyalität ihr gegenüber – dass er anerkennt, wie wichtig sie für die Kanzlei ist und dass er sie nie dafür verurteilen würde, auch mal etwas unkonventionellere Wege zu gehen, um an Informationen zu gelangen. Da stehen sie sich ja beide in nichts nach. Manchmal sind sie ja beinahe `partners in crime`, sowas verbindet natürlich. Da Regula Borchert gegenüber eigentlich eh kein Blatt vor den Mund nimmt, gibt es nichts, was sie ihm nicht sowieso sagen würde. Aber sie würde sich bestimmt riesig freuen, wenn er sie wirklich mal in die Oper einladen würde. Oder zu einem Wochenendtrip. Oder zu beidem.“ (Susi Banzhaf)



  • Bild: WDR/Degeto/Stanislav Honzik

14. Marco Furrer, Major



Marco Furrer ist bei der Zürcher Polizei für die Ermittlungen und den Einsatz seiner Mitarbeiter verantwortlich. In Film 24 wird er vom Polizeihauptmann zum Major befördert. „Die Beziehung zwischen Borchert und Furrer ist ein Geben und Nehmen. Der eine kann ohne den anderen nicht. Auch wenn sie sich manchmal anbellen oder sich im Weg stehen, wissen sie beide sehr wohl, dass sie auf der gleichen Seite kämpfen und aufeinander zählen können. Wo Borcherts Grenzen sind, ist auf Furrer Verlass und umgekehrt: Wenn Furrer die Hände gebunden sind, springt auch gerne mal ein Borchert ein.“ (Pierre Kiwitt)



  • Bild: ARD Degeto/Martin Kovář

15. Urs Aeggi, Team „Zürich-Krimi“



Urs Aeggi, gespielt von Yves Wüthrich, ist im vierten Film zum ersten Mal kurz zu sehen. Sein Auftritt ist zunächst nur sehr klein, seine Rolle wird aber zunehmend größer. Urs Aeggi wird damit im Verlauf der Reihe zu einer wichtigen Bezugsperson für Furrer – beruflich ist er sein Mitarbeiter und zugleich sein loyaler Vertrauter.



  • Bild: ARD Degeto/Roland Suso Richter

16. Bürki – mehr als nur ein Taxifahrer



Bürki, gespielt von Andrea Zogg, war Borcherts Lieblingschauffeur, nachdem Borchert mit Taxifahrern ganz schlechte Erfahrungen gemacht hat. Einst betrieb er eine Kfz-Werkstatt, die jedoch zusperren musste, und fristete als Taxifahrer ein eintöniges Dasein. Drum hat er sich immer über die Abwechslung, den Hauch von Abenteuer und das saftige Trinkgeld gefreut, die sein neuer Lieblingskunde Borchert in sein Leben bringt. „Borchert und Bürki haben etwas von einem alten Paar, wie Don Quichote und Sancho Pansa, sie brauchen nicht viele Worte. Es ist zwar ein Arbeitsverhältnis, das aber auf großer gegenseitiger Sympathie beruht.“ (Andrea Zogg) Durch Bürki erhielt Borchert manchmal schnellen Zugang zu Informationen, an die Marco Furrer nicht oder nur durch aufwendige Recherche gestoßen ist. Bürki war von Film 3 bis 14 an der Seite von Borchert und auch ein unbestrittener Publikumsliebling, bis er in seinen wohlverdienten Ruhestand getreten ist.



  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter

17. Ina Paule Klink über Dominique und Borchert



„Dominique schätzt an Thomas Borchert besonders seinen eisernen Willen, die Wahrheit herauszufinden und Menschen zu helfen, selbst wenn der Weg dorthin manchmal nicht ganz legal und auch gern unkonventionell ist. Sie bewundert ihn für seinen Instinkt, vertraut ihm und baut bei allen Mandaten, welche die beiden auf den Tisch bekommen, auf seinen ganz eigenen, sehr aufmerksamen Blick auf die Dinge. Ihr Verhältnis ist mittlerweile fast familiär. Sie sorgen sich umeinander, auch außerhalb des Büros. Sie respektieren sich sehr und jeder wünscht dem anderen nur das Beste. Obwohl die beiden eigentlich grundverschieden sind, haben sie doch ihre Gemeinsamkeiten entdeckt, und das hält zusammen.“ (Ina Paule Klink)



  • Bild: ARD Degeto/Graf Film/Roland Suso Richter

18. Borchert und die Musik



„Borchert liebt italienische Opern des 19. Jahrhunderts, allen voran Giuseppe Verdis ‚La Traviata‘ (‚Parigi, o cara‘). Aber auch Alfredo Catalanis ‚La Wally‘ gehört zu Borcherts Favoriten, ebenso wie Léo Delibes’ französische Oper ‚Lakmé‘ mit dem berühmten ‚Blumenduett‘ (‚Dôme épais, le jasmin‘) und Richard Wagners ‚Lohengrin‘. Opern hört er besonders gern beim Kochen und bei einem Glas Rotwein in seinem Trailer. Er liebt auch melancholische Songs wie ‚Le cinéma‘ von Claude Nougaro oder ‚Moon and Sand‘ von Chet Baker, Evergreens, Oldies wie ‚Good Times‘ von Eric Burdon & The Animals und Songs, die er mit seiner Vergangenheit verbindet, wie die lateinamerikanische Musik in seiner früheren Lieblingsbar.“ (Michael Klaukien, Komponist)



  • Bild: ARD Degeto/Graf Film/Mia Film/Roland Suso Richter

19. Major Furrer in Action



Pierre Kiwitt, selbst leidenschaftlicher Skifahrer und Snowboarder sowie ausgebildeter Stuntman, übernimmt die körperlich anspruchsvollen Szenen und riskanten Aktionen von Marco Furrer selbst. Gleichzeitig unterstützt er seine Kolleg:innen bei den Dreharbeiten mental bei Stunt- und Actionszenen und sorgt dafür, dass alle sicher durch die Szenen kommen.



  • Bild: ARD Degeto Film/Graf Film/Roland Suso Richter

20. „Und bitte!“: Die „Zürich-Krimi“-Regisseur:innen



Bis einschließlich Film 26 haben sechs verschiedene Regisseur:innen den „Zürich-Krimi“ inszeniert. Den mit Abstand größten Anteil dabei – nicht nur numerisch – hat Roland Suso Richter: Er führte bei 19 der bisher 26 produzierten Filmen Regie. Hinzu kommen Florian Froschmayer, Connie Walther, Matthias Steurer, Carlo Rola und Hansjörg Thurn.



„Was die ‚Zürich-Krimis‘ besonders macht, ist in erster Linie natürlich Christian Kohlund, der als Rechtsanwalt Thomas Borchert brilliert und auf unkonventionelle Art die Fälle annimmt und löst. Christian hat eine Figur kreiert, die es so im Deutschen Fernsehen lange nicht gegeben hat. Besonders war für mich auch das Setting der Filme, denn ich bin in Zürich aufgewachsen und zur Schule gegangen. Für mich war es eine Freude, vor der Kulisse meiner Heimatstadt zu drehen.“ (Florian Froschmayer)



  • Bild: ARD Degeto/Martin Mlaka

21. 19 von 26: Regisseur Roland Suso Richter



„Was die Reihe so besonders macht? Die Hauptfigur Thomas Borchert alias Christian Kohlund. Ich sehe ihn sehr gerne durch seine gelassene Art, er trägt die Figur und hat ein tolles Alter. Christian Kohlund lebt die Figur Borchert zu 100 Prozent aus, und dabei hört und sieht man ihm gerne zu. Was die Figur Borchert so besonders macht? Witz, Frechheit, Hartnäckigkeit und das schöne Alter. Es gibt Schauspieler, die bekommen im Alter nochmal eine ganz andere Ausstrahlung und Dimension – und das ist zum Beispiel bei Christian Kohlund der Fall.“



  • Bild: ARD Degeto/Roland Suso Richter

22. Hunde am Set



Dalmatinerhündin Clara, die dem Regisseur Roland Suso Richter gehört, war von Beginn an bei den Dreharbeiten dabei. In „Borchert und die Zeit zu sterben" bekam sie sogar einen kleinen eigenen Auftritt.



  • Bild: ARD Degeto/Roland Suso Richter

23. My home is my castle



In diesen 20 Quadratmetern fühlt er sich wohl und geborgen: Borcherts besondere Unterkunft am Zürcher Susenberg ist Kult. Dass er nicht im einst prunkvollen Elternhaus, sondern in einem Trailer im Garten davor lebt, ist mehr als eine skurrile Eigenheit: Der Trailer wird zum filmischen Symbol für seine Distanz zu seiner eigenen Vergangenheit. Borchert hatte ein schwieriges Verhältnis zum autoritären Vater und der kühlen Mutter, die ihn zwar finanziell mit allem ausstatteten, jedoch kein echtes Interesse an ihrem Sohn zeigten. Das Elternhaus steht für seine Herkunft, seine Eltern und schmerzhafte Erinnerungen, für eine Vergangenheit, mit der er abgeschlossen hat, während der Trailer seinen bewussten Abstand dazu verkörpert. Den Ort liebt er jedoch sehr.



  • Bild: ARD Degeto Film/Graf Film/Roland Suso Richter

24. Borchert, der Genussmensch



Genussmensch Borchert gönnt sich gerne einen edlen Tropfen. Zu seinen Favoriten zählen unter anderem Château Lafite, Vega Sicilia, Romanée-Conti und Tignanello. Ähnlich wie bei der Oper hat Borchert dabei nicht den einen Lieblingswein – er hat mehrere bevorzugte Tropfen, die er je nach Gelegenheit genießt. Kochen oder Essen gehen? Beides. Wegen der beengten Platzverhältnisse im Trailer begnügt er sich dort oft mit Pasta, Risotto oder Paella, wenn er mit seinen Lieblingsmenschen Reto und Dominique essen geht, probiert er gerne Neues aus.



  • Bild: ARD Degeto/Graf Film/Nicolay Gutscher

25. Kein Film ohne Drehbuch: Die Autor:innen



Bis einschließlich Film 26 waren elf verschiedene Drehbuchautor:innen am Zürich-Krimi beteiligt: Verena Kurth, Daniel Douglas Wissmann, Robert Hummel, Rainer Ruppert, Felix Benesch, Hans-Henner Hess, Jürgen Pomorin, Florian Froschmayer, Florian Hanig und Catrin Lüth. Die Reihe wird dabei besonders stark von Wolf Jakoby geprägt: Er schrieb den Großteil der Drehbücher (16) und war bereits bei Borcherts Abrechnung dabei.



„Seriell zu schreiben heißt vor allem, seine Figuren immer besser kennenzulernen. Je mehr Zeit man mit ihnen verbringt, umso selbständiger werden sie in dem, was sie sagen, denken, tun und empfinden, bis man ihnen mehr folgt als umgekehrt … ‚Der Zürich-Krimi‘ schildert Verbrechen und klärt sie auf, wie jeder Krimi, allerdings auf sehr eigene Art. Denn Borchert verlässt sich nicht auf kriminalistisches Handwerk, sondern immer auf seine größte Stärke: das Lesen von Menschen, ihren Wünschen, ihren Ängsten, ihren Lügen. Das wirkt auf ihn und sein Team zurück, und so liegt ein besonderes Augenmerk jeder Episode auch auf den Protagonisten selbst, und darauf, was jeder Fall mit ihnen macht.“ (Wolf Jakoby)



Alle Filme der Reihe sind bereits ab 7. Dezember 2026 als Box-Set vorab in der ARD Mediathek abrufbar.

Beide neuen Filme des „Zürich-Krimis“ sind im Presse-Vorführraum zur Ansicht verfügbar: www.ard.de/die-ard/ard-programmdirektion/programmpresse/vorfuehrraum

Impressum & Pressekontakt

Herausgegeben von der ARD-Programmdirektion Kommunikation | PR  

Redaktion
Alessandra Crivellaro ARD-Programmdirektion Kommunikation | PR  

Kerstin Fuchs ARD Degeto Film (Kommunikation & Presse)
Texte
ARD Degeto Film/Presse Partner Köln
Bilder
www.ARD-Foto.de und auf Anfrage
Gestaltung
Alessandra Crivellaro ARD-Programmdirektion Kommunikation | PR
Bildnachweise
s. Copyright-Angabe am Bild
Pressekontakt
Alessandra Crivellaro ARD-Programmdirektion Kommunikation | PR   Tel.: 089/558944-933 E-Mail: alessandra.crivellaro@ard.de

Kerstin Fuchs ARD Degeto Film (Kommunikation und Presse) Mobil: 0173/5357048 E-Mail: kerstin.fuchs.fm@degeto.de

Christiane Beeck Beeck|Kommunikation Tel.: 030/220139860 E-Mail: c.beeck@beeck-kommunikation.de