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Stand: Mai/2026
Taylor Swift ist eine der prägendsten Popfiguren unserer Zeit: musikalische Rekordhalterin, globaler Megastar und Identifikationsfigur für Millennials und die Gen Z. Weltweit versetzt sie Millionen Fans in Euphorie und gilt zugleich als Symbol für Empowerment und weibliche Selbstbestimmung. Anfang Juli steht mit der geplanten Hochzeit mit NFL-Star Travis Kelce ein weiterer Moment von enormer medialer Aufmerksamkeit bevor.
Vom Country-Girl aus Pennsylvania zur globalen Pop-Ikone: Die dreiteilige ARD-Doku-Serie „The Taylor Swift Years – Schicksalsjahre eines Superstars“ zeichnet den außergewöhnlichen Weg der erfolgreichsten Musikerin unserer Zeit nach und blickt zugleich auf gesellschaftliche und kulturelle Umbrüche in den USA. Taylor Swifts Musik wurde zum Soundtrack einer ganzen Generation, ihre Krisen und Comebacks zu globalen Ereignissen. Was mit dem Debütsong im Juni 2006 beginnt und wie ein modernes Märchen anmutet, entpuppt sich als vielschichtige Geschichte über Ruhm, Erwartungen und den hohen Preis öffentlicher Sichtbarkeit. Die Regisseurinnen Inga Turczyn und Anna Bilger zeigen eine Künstlerin, die Brüche nicht vermeidet, sondern sie aktiv nutzt – und ihre Karriere konsequent zu eigenen Bedingungen gestaltet. Die Doku-Serie beleuchtet zentrale Stationen dieser Entwicklung: den öffentlichen Konflikt mit Kanye West nach den MTV Video Music Awards 2009, die digitale „Cancel“-Debatte 2016, den künstlerischen und kommerziellen Befreiungsschlag mit dem Album „Reputation“ sowie den erbitterten Kampf um die Masterrechte ihrer Werke. Immer wieder verliert Taylor Swift die Deutungshoheit über ihre eigene Geschichte – und erobert sie sich smart und strategisch zurück. Mit der „Eras Tour“ 2023 erreicht ihre Karriere einen Höhepunkt. Sie markiert den Moment, in dem aus einer erfolgreichen Musikerin ein globales Pop-Phänomen wird, getragen von einer der engagiertesten Fangemeinschaften der Gegenwart: den „Swifties“. Doch das vielschichtige „Taylorverse“ steht auch unter Druck. Terrordrohungen und politische Kontroversen – etwa Konflikte mit dem US-Präsidenten Donald Trump – begleiten ihren Erfolg. Zugleich nehmen kritische Stimmen zu, die fragen: Wie nahbar ist Taylor Swift tatsächlich? Was ist authentisch, was perfekte Inszenierung? Fans, Kritiker:innen und Expert:innen wie der US-Biograf Rob Sheffield, Autorin Anne Sauer, Influencerin Silvi Carlsson und Entertainer Riccardo Simonetti zeichnen ein multiperspektivisches Porträt einer Künstlerin, die nicht nur Musikgeschichte schreibt, sondern auch konsequent ihren eigenen Weg geht.
STAB
BUCH UND REGIE | Anna Bilger |
| Inga Turczyn |
KAMERA | Oliver Gurr |
| Christopher Sharman |
| Chris Mariles |
| Sam Schmitz |
SCHNITT | Jakob Kastner |
| Marvin Leibold |
| David Holfelder |
TON | Luca Pontow |
| Zora Butzke |
| Yorck Schönbrunn |
| Jonathan Blagrove |
| Nathan Morgan |
TONMEISTER | Tobias Fritzsch |
ARCHIVE PRODUCER | Michel Schoch |
CREATIVE PRODUCER | Martin Philipp Graf |
PRODUKTIONSLEITER | Paul Israel |
POSTPRODUKTION | Helena Baumgärtner |
| Karen Bornkessel |
| Volker Schulze |
| Sandra Müller |
PRODUKTION | Birgit Rasch |
| Regina Bouchehri |
| Gunnar Dedio |
REDAKTION | Olga Galicka (SWR) |
| Mark Willock (SWR) |
| Rolf Bergmann (rbb) |
| Ulrike Gerster (rbb) |
| Ann-Christin Gertzen (WDR) |
„The Taylor Swift Years – Schicksalsjahre eines Superstars“ ist eine Produktion von LOOKSFilm im Auftrag von SWR, rbb (gemeinsame Federführung) und WDR für die ARD.
Die Doku-Serie ist ein Jahr und in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der ARD Mediathek verfügbar.
EPISODEN
Episode 1: American Sweetheart
Ein modernes „Coming-of-Age“-Drama: 2008 wird die 18-jährige Taylor Swift mit „Love Story“ über Nacht zum Weltstar. Der Romeo-und-Julia-Hit trifft den Nerv der Millennials. Auf den rauschenden Erfolg folgt die Ernüchterung: Bei der Verleihung der MTV Video Music Awards nimmt ihr Rapper Kanye West das Mikrofon ab und erklärt vor aller Welt, dass sie den Preis nicht verdient habe, sondern Beyoncé. Was in den nächsten Jahren folgt, ist kein Märchen. Ihr Aussehen, ihr Verhalten und ihr Liebesleben werden öffentlich seziert. Und der Konflikt mit Kanye West und seiner Frau Kim Kardashian eskaliert. Im „Famous“-Video von Kanye West ist Taylor als Puppe nackt zu sehen. Nach anfänglichem Zuspruch für Taylor kippt die Stimmung und es wird ihr vorgeworfen, sich als Opfer zu inszenieren. Der Hashtag #TaylorSwiftIsOverParty geht viral. Kurz darauf verschwindet sie aus der Öffentlichkeit.
Episode 2 : What you made me do
Ein spektakuläres Comeback: Aus dem Bild der „falschen Schlange“, mit dem sie gemobbt wurde, macht Taylor Swift ihr neues Markenzeichen. Mit dem Song „Look What You Made Me Do“ und dem Album „Reputation“ (2017) beerdigt sie ihr altes Image. Die neue Taylor ist düster, ironisch und ein Kontrollfreak. Ab jetzt will sie selbst entscheiden, wie sie gesehen wird. 2018/2019 folgt ein neues Drama. Taylor Swift kämpft um die Rechte an ihren eigenen Songs. Sie trennt sich von ihrem ehemaligen Label Big Machine Records, das dann ausgerechnet an Kanye Wests einstigen Manager Scooter Braun verkauft wird. Taylor „verliert“ so die Masterrechte ihrer bisherigen Alben. Aber Taylor gibt nicht auf, sondern nimmt mehrere Alben erneut auf als „Taylor‘s Version“! Sie verkaufen sich millionenfach. Taylor Swift macht aus einem Businesskonflikt eine Erfolgsgeschichte.
Episode 3: End of an era?
Die „Eras Tour“ 2023/24 wird zum globalen Ereignis, Millionen Fans strömen zu den Konzerten und verwandeln ganze Städte in „Swift Towns“. Doch diese Zeit ist nicht nur von Erfolg und Euphorie geprägt. Es gibt Terrordrohungen für Konzerte. Drei Mädchen werden bei einem Messerangriff während eines Swift-Ferientanzkurses ermordet. Im US-Wahlkampf versucht Donald Trump, Swift und die „Swifties“ für sich zu vereinnahmen, postet Fotos von angeblichen Fans („Swifties for Trump“). Taylor bezieht daraufhin Position und unterstützt Kamala Harris im Wahlkampf. Als Trump 2025 erneut ins Weiße Haus zieht, bezieht Taylor öffentlich keine Stellung zum Kulturkampf in den USA. Eine neue Story rückt ins Zentrum: Taylor Swifts Beziehung mit NFL-Star Travis Kelce. Taylor zieht sich ins Private zurück, postet romantische Verlobungsfotos und plant ihre Traumhochzeit.
INTERVIEWS & STATEMENTS
Sie kennt ihre Karten und spielt das ‚Game‘!
Weiß man nicht schon alles über Taylor Swift? Was erzählt ihr in der ARD-Doku-Serie anders?
Anna Bilger: Klar, man kennt bei Taylor Swift natürlich die großen Schlagzeilen. Aber die Doku-Serie fragt: Warum ist Taylor Swift eigentlich so ein riesiges Phänomen — und was erzählt sie und ihr Erfolg uns über unsere Zeit? Was lernen wir aus Taylors Geschichte über Ruhm, Macht, Öffentlichkeit und darüber, wie weibliche Stars ständig beobachtet und bewertet werden.
Inga Turczyn: Was mich besonders an ihrer Geschichte interessiert: die Einordnung ihrer Person in ihre Zeit. Gerade heute, in einer Phase, in der viele die US-Politik als zunehmend autoritär beschreiben, nehme ich wahr, dass sich auch innerhalb ihrer Fan-Community Fragen häufen: Warum nutzt eine der einflussreichsten Personen der Popkultur ihre Stimme nicht, um politische Missstände zu benennen oder sich sichtbar für vulnerable Gruppen einzusetzen – auch solche, für die sie sich früher positioniert hat, als das vielleicht gesellschaftlich weniger riskant war? Wie viel von ihr ist Produkt ihrer Zeit, wie viel geht auf ihre eigene Entwicklung zurück und wie viel ist bewusst gestaltetes Narrativ?
Was findet ihr an Taylor Swift stark?
Inga Turczyn: Ich finde ihre Fähigkeit beeindruckend, die eigene Geschichte zu kontrollieren und immer wieder neu zu schreiben. Taylor Swift hat ein außergewöhnliches Gespür für Öffentlichkeit, für Nähe zu ihrem Publikum und für strategische Entscheidungen. Für mich persönlich hat sie auch die kapitalistische Logik der US-Popkultur „inkorporiert“ wie kaum eine andere – ohne ihr Opfer zu sein. Sie kennt ihre Karten und spielt das „Game“! Gleichzeitig interessiert mich der Weg dahin und die Ambivalenz darin: Dieses präzise Austarieren zwischen Positionierung und Zurückhaltung. Ich frage mich, ob das heute eher Selbstschutz ist, Kalkül oder Ausdruck davon, wie sehr sie selbst Teil eines Systems ist, das klare Haltung nicht immer belohnt. Diese Uneindeutigkeit macht sie für mich als Figur rätselhaft und spannend.
Anna Bilger: Ich finde stark, dass sie Niederlagen oder Angriffe nicht einfach wegsteckt, sondern sich hinsetzt und echt unterhaltsame Songs schreibt und Musikvideos inszeniert. Was mich auch fasziniert: Wie nahbar und spontan sie rüberkommt. Sie filmt ihre Katzen, ihren Sauerteig, ihre Family, sich. Und gleichzeitig ist sie natürlich eine globale Unternehmerin und Milliardärin. Gerade das ist spannend: Was ist echt? Was ist Inszenierung?
Gab es einen Moment in der Recherche, der euren Blick auf Taylor verändert hat?
Anna Bilger: Mein Blick hat sich vor allem da verändert, wo es um ihre Masterrechte ging. Denn hinter all den „easy“ Popsongs steckt eben auch ein knallharter Kampf um Eigentum, Macht und Selbstbestimmung. In ihrer Geschichte ist ein feministischer Aspekt, diese Erfahrung, als Frau ganz nach oben zu wollen in einer Branche, in der Männer fast immer die Regeln machen — und sich dauernd behaupten zu müssen. Natürlich ist Taylor Swift heute maximal reich und privilegiert, aber der Weg war lang. Und das Grundgefühl dahinter kennen, glaube ich, sehr viele Frauen: dieses Rennen, dieses Sich-Beweisen-Müssen, dieses Gefühl, dass man als Mann vielleicht schneller da wäre und es leichter hätte.
Inga Turczyn: Was meinen Blick verändert hat, war weniger ein einzelner Moment als ein wiederkehrendes Muster: der Wandel von einer Phase, in der sie sich politisch geäußert hat, hin zu einer deutlich vorsichtigeren oder stilleren Haltung. Im Kontext aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen wirkt dieses Schweigen für viele unheimlich laut. Und das ist natürlich ein Phänomen, das in vielen aktuellen Krisen unserer Zeit und bei vielen Menschen sichtbar ist.
Welcher Song von Taylor hat euch bei der Arbeit an der Serie begleitet?
Inga Turczyn: Mich hat tatsächlich immer wieder der Song „Exile“ begleitet – einfach, weil ich ihn mag. In der Vorbereitung wurde ich immer wieder gefragt, wie ich es aushalte, mich so intensiv mit einer vermeintlich „belanglosen“ Künstlerin zu beschäftigen. Dahinter steckt ja oft die grundsätzliche Frage: Was ist an Taylor Swift eigentlich interessant – außer, dass ihr Projekt perfekter Mainstream ist? Sie wird oft aus einer privilegierten Perspektive heraus formuliert. Gleichzeitig unterschätzt sie, wie belastet viele Menschen sind und wie legitim es ist, sich auch über Popkultur Räume der Ablenkung, der Identifikation oder des Trosts zu schaffen, ohne die Realität komplett auszublenden. Mir war wichtig, bei aller Analyse nicht zu vergessen, warum Taylor Swift für so viele Menschen relevant ist: wegen der Musik.
Anna Bilger: Ich persönlich mag ihre „Sad-Dad“-Songs, also die eher folkigen Sachen mit „The National“ und „Bon Iver“. Aber wer sich mit Taylor Swift beschäftigt, kommt an „Look What You Made Me Do“ eigentlich kaum vorbei. Weil in diesem Song und in diesem Comeback so viel von Taylor steckt: Wut, Ironie, Selbstinszenierung. Ich hatte aber viele Ohrwürmer. Einfach, weil man die Songs ja im Schneideraum wieder und wieder hört, z. B. „Shake it off“ oder „Blank Space“. Hängen geblieben ist bei mir auf jeden Fall auch diese Zeile aus „The Man“: „I’m so sick of running as fast as I can / Wondering if I’d get there quicker if I was a man.“
Sie ist zweifellos die einflussreichste Musikerin seit den Beatles. Und genau wie die Beatles hat sie ihre ganze Karriere damit verbracht, Dinge anders zu machen als jemals zuvor. (…)
Sie vertraut ihrem Gehör und ihrer künstlerischen Vision. Vor allem aber vertraut sie ihrem Publikum.
Rob Sheffield
US-amerikanischer Journalist, Autor und Taylor-Swift-Biograf
Sie war eine typische amerikanische Teenagerin aus der Vorstadt. Taylors Aufrichtigkeit, Ernsthaftigkeit und Unschuld machten einen großen Teil ihres Appeals aus. (…)
Als Taylor sich schließlich zu den Rechten von Homosexuellen äußerte und einen Kandidaten der Demokraten unterstützte, war das ein großer Schritt für sie, ein Wendepunkt. Damit hat sie ein Zeichen gesetzt: Daran glaube ich. Das bin ich.
Annie Zaleski
US-amerikanische Autorin, Musikhistorikerin und Taylor-Swift-Biografin
Taylor ist tatsächlich einer der wenigen Menschen, die allein durch ihre Musik eine Milliarde Dollar verdient haben. Sie ist zudem die erste Frau, der dies gelungen ist. (…)
Travis Kelce ist einer der erfolgreichsten NFL-Spieler. Er ist der klassische gutaussehende, blonde amerikanische Sportler. Genau die Art Mann, über die Taylor früher oft gesungen hat. Dass die beiden nun ein Paar sind, ist also das perfekte Ende für das Märchen, das sie erschaffen hat.
Zing Tsjeng
Journalistin, Sachbuchautorin und Podcasterin aus Singapur
Es macht erschreckend viel Spaß, Popsternchen fallen zu sehen. Es macht erschreckend viel Spaß, zuzugucken, wie sich etwas aufbaut. Und wir warten nur darauf, dass es wieder runterfällt und zerplatzt. Es hat etwas Voyeuristisches. (…)
Es ist ein Aspekt von Feminismus, sich die eigene Arbeit zurückzuholen und zu sagen: Das habe ich mir erarbeitet. Ich verdiene das Geld daran!
Anne Sauer
Deutsche Buch-Autorin, u. a. zu Taylor Swift, Podcasterin und Moderatorin
Taylor ist ein Marketinggenie. Popstars, selbst Madonna oder Michael Jackson, waren einfach sehr weit weg und sehr unnahbar. Und sie war die erste, die so war: Ich kann auch deine beste Freundin sein. (…)
Taylor Swift möchte so viele Menschen wie möglich erreichen und vermeiden, anzuecken. Und wenn man gar nicht anecken möchte, wird halt dieses Korsett eines ‚Good Girls‘ immer enger. Bis man da eigentlich nur noch platzen kann.
Janina Rook
Deutsche Comedienne, Autorin und Regisseurin
Dass Gelsenkirchen sich ‚Swiftkirchen‘ genannt hat, macht total Sinn, weil es sich wirklich anfühlt wie eine ganz eigene Welt. Was Taylor Swift auf der Bühne geleistet hat, war enorm. Aber noch krasser war das Publikum, das einfach eine Energie mitgebracht hat, die ich bei keinem anderen Popkonzert auf der Welt jemals erlebt habe. (…)
Ich glaube, dass die Musikwelt sehr davon dominiert wird, was Männer als richtig und falsch empfinden. Und deshalb ist es schon ein feministischer Moment, dass eine Frau ihr Recht einfordert, überhaupt gehört zu werden.
Riccardo Simonetti
Deutscher Entertainer und Autor
Für viele Fans ist Taylor Swift die große Schwester, zu der man aufschaut. Die hat einen begleitet über Jahre. Und dann fällt es irgendwann schwer, sich zu trennen: Okay, möchte sie das Beste für mich? Oder ist sie eine knallharte Strategin, die am Ende auch mein Geld möchte? (…)
‚Queerbaiting‘ meint, Geld verdienen damit, dass man zeigt, wie sehr man selbst LGBTQ-friendly ist. Auch eine Taylor Swift ist vermutlich so ein bisschen Teil von Queerbaiting. Es ist ein finanzieller Anreiz, diese Gruppen für sich zu gewinnen.
Alicia Joe
Deutsche Webvideoproduzentin, Influencerin, Autorin und Podcasterin
Ich glaube, wenn Frauen sehr ambitioniert sind, dann werden sie natürlich als zu ehrgeizig tituliert. Die Ehrgeizige ist immer so ein bisschen unangenehm und unsympathisch.
Silvi Carlsson
Deutsche Autorin und Webvideo-Produzentin
Ihr sagenhafter Erfolg, die Verkaufszahlen und natürlich die Dominanz in den Charts: Taylor Swift ist die Pop-Ikone der Gegenwart, weil sie wirklich ein Phänomen geworden ist, ein Kulturphänomen, an dem man nicht mehr vorbeikam. Ich glaube nicht, dass die Hochzeit das Ende von Taylor Swift bedeutet. Auf gar keinen Fall. Ich glaube, dazu ist diese Frau einfach zu sehr Musikerin. Und sie ist ein Workaholic. Und sie ist leidenschaftlich bei ihrer Kunst.
Jörn Glasenapp
Deutscher Kulturwissenschaftler
Die ARD-Reihe „Schicksalsjahre“, in der auch die Doku-Serie „The Taylor Swift Years – Schicksalsjahre eines Superstars“ läuft, hat sich der Aufgabe verschrieben, Geschichte zu erzählen – multiperspektivisch, vielstimmig, offen für Widersprüche. Mit Königinnen und Königen, mit Präsidenten und Kanzler:innen haben wir gezeigt, wie individuelle Biografien zum Spiegel ihrer Zeit werden können. Bislang haben wir von Menschen erzählt, die in Palästen und Parlamenten regiert haben. Taylor Swift hingegen füllt ganze Stadien. In ihren Songs schreibt sie ihre Geschichte immer wieder neu und erreicht damit eine globale Fangemeinschaft von 100 Millionen Menschen, die ihr von Album zu Album folgt. In zwanzig Jahren werden wir erklären wollen, wie junge Menschen in den USA, in Indien, Brasilien und Europa in den 2010er und 2020er Jahren zwischen digitalem Dauerlicht und politischer Erschütterung, zwischen Überreizung und Rückzug gelebt, gelitten und nach Orientierung gesucht haben. Dann wird Taylor Swifts Name fallen. Taylor Swift hat früh gelernt, was Erfolg kosten kann: Vereinnahmung, Demütigung, den Verlust des eigenen Werks. Daraus hat sie eine Haltung entwickelt. In einer Industrie, die Künstlerinnen oft als Produkt behandelt, hat Taylor Swift die Spielregeln verändert. Sie fasziniert, weil sie verkörpert, was sich viele Millennials und Vertreter:innen der Gen Z insgeheim wünschen: kämpfen, neu anfangen und die eigene Geschichte zurückerobern. Wem gehört die Macht? Wer wird gesehen? Wer erzählt deine Geschichte? Taylor Swift sagt uns etwas, das weit über Popkultur hinausreicht.
Taylor Swift ist für viele Millennials und die Gen Z eine Konstante in ihrem Leben. Ihre Songs, Krisen und Neuerfindungen sind für sie eng mit ihrem eigenen Leben verbunden. Für die, die mit ihr aufgewachsen sind, steht ihre Musik für ganze Lebensphasen: Für den ersten Liebeskummer, für ihr „Coming-of-Age“, für besondere Momente in ihren Freundschaften. Gerade deswegen wollten wir mit Taylor Swift erzählen, wie sich die vergangenen zwanzig Jahre für diese Generationen angefühlt haben. Taylor Swifts ersten großen Erfolge fallen in eine optimistische Zeit. Während der Obama-Jahre gerieten Millennials zum ersten Mal ins Rampenlicht. Mit Myspace, Tumblr und den frühen sozialen Medien können sich junge Menschen plötzlich weltweit vernetzen. Sie finden Gleichgesinnte, bilden Communities und erleben, wie das Internet ihre Welt größer und vielfältiger macht. Viele Millennials haben in dieser Zeit das Gefühl, dass alles möglich ist. Doch diese Stimmung hält nicht lange an. Gewalt und Hasskommentare dominieren zunehmend die Feeds. Spätestens mit Donald Trumps zweiter Präsidentschaft und den immer schärferen Kulturkämpfen verlieren viele die Hoffnung. Taylor Swift steht wie nur wenige andere Popfiguren im Zentrum dieser Umwälzungen. An ihrer Karriere kann man beobachten, wie schnell eine Frau im Rampenlicht gefeiert und im nächsten Moment zerlegt werden kann. Gleichzeitig bleibt sie erstaunlich nahbar. Ihre Fans sehen in ihr eine Frau, die mit den gleichen Dingen ringt wie sie. Mit dem Wunsch nach Anerkennung, mit Selbstzweifeln und der Suche nach persönlichem Glück in einer unübersichtlichen Welt. Dabei setzt sie sich in einer männlich dominierten Musikindustrie durch und nutzt das Internet für sich. Sie erlebt immer wieder, wie schnell sich ihre eigenen Werkzeuge gegen sie wenden können. Wie schnell das Pendel umschlägt und wie Anforderungen aus entgegengesetzten ideologischen Lagern sie zu einer Haltung zwingen.
KURZBIOGRAFIE TAYLOR SWIFT
Taylor Swift (*13.12.1989 in Reading, Pennsylvania) ist die Pop-Ikone der Gegenwart und die Stimme, mit der Millionen junger Menschen aufgewachsen sind. Schon als Teenager zieht sie mit ihren Eltern nach Nashville, Tennessee, um ihren Traum von einer Musikkarriere zu verfolgen. Nashville, das Herz der Country-Musik, wird für Taylor Swift zur ersten wichtigen Station als Musikerin. Sie knüpft Kontakte in der Musikindustrie und findet ihre Stimme als Songwriterin.
Mit 15 Jahren unterschreibt sie ihren ersten Plattenvertrag bei Big Machine Records und startet ihre Karriere als Country-Sängerin. Am 19. Juni 2006 – vor zwanzig Jahren – läuft erstmals im Radio ein Song von ihr, die Country-Ballade „Tim McGraw“. Ihr Debütalbum „Taylor Swift“ wird am 24. Oktober 2006 veröffentlicht. Mit „Love Story" (2008) katapultiert sie sich in die internationalen Charts und in die Herzen eines weltweiten Publikums. Ihre Songs klingen wie Tagebucheinträge, in denen sich ihre Fans wiederfinden. Schon früh entsteht so die Nähe, für die Swift heute bekannt ist: Taylor spricht aus, was ihre Fans denken und fühlen.
Der große Umbruch kommt mit dem Album „1989“ (2014). Taylor lässt den Country hinter sich, macht Pop und wird zum Star. Gleichzeitig gerät Taylor Swift immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und erlebt, wie schnell jede Entscheidung bewertet wird. Taylor Swift beginnt, sich zu wehren. Auch gegen die Ausbeutung durch Streamingdienste. 2014 zieht sie ihre Musik von Spotify zurück, um auf die unfaire Bezahlung von Künstler:innen aufmerksam zu machen – mit Erfolg.
2019 trennt sich Taylor von ihrem bisherigen Musikproduzenten Scott Borchetta. Er aber behält die Rechte an ihren Mastern, den Originalaufnahmen all ihrer bisherigen Songs – und verkauft sie dann ausgerechnet an Scooter Braun, den einstigen Manager von Kanye West. Doch anstatt das hinzunehmen, nimmt sie viele ihrer Alben neu auf und holt sich so die Kontrolle über ihre Songs zurück.
Mit der „Eras Tour“ 2023/2024 setzt sie neue Maßstäbe: 149 Shows, eine Reise durch ihre gesamte Karriere – und die erfolgreichste Tour aller Zeiten. Taylor Swift wird zur Milliardärin und zur einflussreichsten Künstlerin der Gegenwart. Am 3. Oktober 2025 erscheint ihr zwölftes Studioalbum – es trägt den wunderbar spielerischen Titel „The Life of a Showgirl“. Und auch privat scheint sie angekommen zu sein: 2025 macht sie ihre Verlobung mit NFL-Star Travis Kelce öffentlich. Im Sommer 2026 ist ihre Hochzeit geplant. Ein neues Kapitel beginnt – diesmal nicht nur in ihrer Musik, sondern im echten Leben.
Alle Folgen der Doku-Serie „The Taylor Swift Years – Schicksalsjahre eines Superstars“ sind im Presse-Vorführraum zur Ansicht verfügbar: www.ard.de/die-ard/ard-programmdirektion/programmpresse/vorfuehrraum
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