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Medien
  • ARD
  •  | Helmut Fischer































ARD-Dokumentation zum 25. Jahrestag der Terroranschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001

SEPTEMBER

AB DIENSTAG, 1. SEPTEMBER 2026 | ARD MEDIATHEK FREITAG, 11. SEPTEMBER 2026 | 20:15 UHR | DAS ERSTE
  • Bild: WDR/Getty Images/Spencer Platt

Stand: Juli 2026



















Der 11. September 2001 veränderte die Welt. Doch wie wurden aus einem einzigen Tag die Erschütterungen, die bis heute nachwirken? Die 90-minütige Dokumentation SEPTEMBER von Johan von Mirbach erzählt die Geschichte der Terroranschläge neu - verdichtet auf die 30 Tage eines Monats, der das 21. Jahrhundert prägte. SEPTEMBER zeigt, wie aus Trauer Krieg wurde, wie Freiheit gegen Sicherheit eingetauscht wurde – und warum die Welt, die wir heute kennen, in jenem Herbst begann.





  • Bild: picture alliance / dpa



















Mit unveröffentlichtem Archivmaterial und eindringlichen Zeitzeugen-Berichten rekonstruiert der Film die Atmosphäre jener Wochen. Im Mittelpunkt stehen Menschen, deren Leben sich für immer veränderte: eine IT-Expertin, die den Einschlag in Manhattan aus nächster Nähe erlebte; ein deutscher Ersthelfer am Ground Zero; eine Baggerfahrerin, die den Schutt wegräumte. Auch politische Stimmen kommen zu Wort: Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil war damals in New York und erinnert sich an jene Tage, die alles veränderten. Der damalige Außenminister Joschka Fischer sorgte sich um die Beziehung zu den USA.





  • Bild: WDR/Markus Albrecht/privat



INHALT



New York, Sommer 2001: eine Stadt im Aufbruch. Die Kriminalität sinkt, junge Menschen aus ganz Amerika strömen in die Metropole, Fashion Week und das Tennisturnier US Open bestimmen den Rhythmus der Stadt. Für Susanne Hegenscheidt, eine junge Deutsche, die zu ihrem Verlobten Brad an den Broadway gezogen ist, ist es die glücklichste Zeit ihres Lebens: Verlobung, Hochzeitspläne, der Blick aus dem Fenster direkt auf die Türme des World Trade Center. Ihr Freund und sie nennen sie liebevoll: „Our Towers“. Auch der heutige Finanzminister Lars Klingbeil erlebt mit 23 Jahren als Praktikant seine ersten Wochen in der großen weiten Welt, überwältigt vom Tempo und der Größe der Stadt.

Die Dokumentation SEPTEMBER lässt diese unbeschwerte Atmosphäre eines letzten Sommers vor der Zäsur noch einmal lebendig werden. Er stellt in parallel montierten Rückblenden, die Vorbereitungen der 19 Attentäter gegenüber, die zur gleichen Zeit unbemerkt mitten unter den New Yorkern leben.

Am Morgen des 11. September 2001 beginnt für die Protagonistinnen und Protagonisten ein ganz gewöhnlicher Tag: Radiomoderator Lee Harris kündigt einen „langweiligen“ Nachrichtentag an, Désirée Bouchat fährt hinauf in ihr Büro im 101. Stock des Südturms, der deutsche Außenminister Joschka Fischer erwartet einen ruhigen Arbeitstag in Berlin, der damalige ARD-Korrespondent Claus Kleber verfolgt in Washington einen Bericht über einen Präsidentenbesuch in einer Grundschule. Dann, um 8:46 Uhr, fliegt das erste Flugzeug in den Nordturm. In den 16 Minuten zwischen dem ersten und dem zweiten Einschlag wird für die Protagonisten aus einem vermeintlichen Unfall die Gewissheit eines Terrorangriffs. Susanne Hegenscheidt fotografiert aus nächster Nähe von ihrer Dachterrasse das Geschehen, wie Menschen aus den brennenden Stockwerken springen. Désirée Bouchat arbeitete im 101. Stock des Südturms. Sie ist eine der letzten, die sich mit dem Aufzug aus dem World Trade Center retten können. Sie läuft über die verrauchte Lobby nach draußen, während über ihr das zweite Flugzeug auf ihren ehemaligen Arbeitsplatz im Südturm zusteuert. Der zweite Einschlag passiert live vor laufenden Kameras, danach folgt der Angriff auf das Pentagon, und der Absturz von Flug United 93, nachdem Passagiere versucht haben, die Entführer zu überwältigen.

New Yorks damaliger Gouverneur George Pataki schildert die chaotischen Stunden im Krisenstab und seinen Besuch am Ground Zero am Tag des Anschlags, es war „die Hölle auf Erden“ erklärt er. Der Film zeigt auch die Ersthelfer: den deutschen Rettungssanitäter Markus Albrecht, der sich mit einem deutschen Rotkreuz-Ausweis Zugang zum Trümmerfeld verschafft, und die Baggerfahrerin Pia Hoffmann, die tagelang nach Überlebenden und schließlich nach Toten sucht.

In den Tagen und Wochen danach verändert sich New York und mit ihm Amerika: Die Stadt trauert gemeinsam, Vermisstenplakate bedecken die Straßen, Blutspender stehen Schlange, Präsident Bush wird bei seinem Besuch am Ground Zero frenetisch gefeiert. Gleichzeitig kippt die Stimmung: Hasskriminalität gegen Muslime und arabischstämmige New Yorker nimmt zu, ein Taxifahrer berichtet von Ablehnung und Angst.

Der Film zeichnet nach, wie aus der Schockstarre eine politische Zeitenwende wird: der von Präsident Bush ausgerufene „Krieg gegen den Terror“, die Vergeltungsschläge gegen Al-Qaida in Afghanistan, neue Sicherheitsgesetze, und in der Folge mehr Überwachung. Die ehemalige Staatssekretärin im US-Heimatschutzministerium Juliette Kayyem ordnet aus amerikanischer Perspektive ein, wie sich binnen weniger Stunden die sicherheitspolitische Agenda der USA veränderte. Der damalige deutsche Außenminister Joschka Fischer und der ARD-Korrespondent Claus Kleber schildern, wie Deutschland und Europa auf den Anschlag und die amerikanische Reaktion blickten.

SEPTEMBER endet im Heute, 25 Jahre später. Susanne Hegenscheidt lebt inzwischen zurückgezogen in einem norwegischen Dorf. Sie kämpft noch immer mit den psychischen Folgen jenes Tages und erzählt ihren Kindern behutsam von 9/11. Bridget Gormley, die als Elfjährige aus dem Klassenzimmer geholt wurde, berichtet vom Krebstod ihres Vaters, eines Feuerwehrmanns, der monatelang im giftigen Staub von Ground Zero gearbeitet hatte. SEPTEMBER rekonstruiert einen einzigen, alles verändernden Tag und mit ihm den langen Schatten, den die Anschläge in die Gegenwart werfen.



  • Bild: picture-alliance / akg-images

STAB

STAB

BUCH UND REGIE
Johan von Mirbach
KAMERA
Johannes Straub
MONTAGE
Nico Schlegel
SOUNDDESIGN
Moritz Zuchantke
GRAFIK
Fritz Gnad
RESEARCHER
Lou Matzen

Julide Tanriverdi
ARCHIV RESEARCHER
Florian Schneider
PRODUZENT
Kay Siering
REDAKTION
Christiane Hinz (WDR)

Ann-Christin Gertzen (WDR)

Astrid Harms (BR)

Marc Brasse (NDR)

„SEPTEMBER“ ist eine Produktion von SPIEGEL tv im Auftrag von WDR (Federführung), BR und NDR. Redaktion: Christiane Hinz, Ann-Christin Gertzen (WDR), Astrid Harms (BR), Marc Brasse (NDR). Regie Johan von Mirbach.

  • Bild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

STATEMENTS

9/11 ist der Wendepunkt. Genau darüber wollte ich diesen Film machen.

Statement von Johan von Mirbach

Regisseur
Ich erinnere mich noch genau an den 11. September 2001. Wie wohl die meisten Menschen weiß ich noch, wo ich war, als die Terroranschläge geschahen. Etwas bis dahin Undenkbares passierte, und schon damals war klar, dass dieses Ereignis die Welt verändern würde. Es gibt die Zeit davor und die Zeit danach – 9/11 ist der Wendepunkt. Genau darüber wollte ich diesen Film machen: Über den Tag der Anschläge und den Monat September. Die Flugzeuge der Terroristen krachten in eine positiv gestimmte Welt. Der Ost-West-Konflikt war vorbei, die Militärausgaben weltweit rückläufig, und die Menschen blickten mit Hoffnung in die Zukunft. Ganz anders als heute. Dieser politische und atmosphärische Umschwung wurde am 11. September eingeleitet. An diesem furchtbaren Tag starben fast 3000 Menschen durch die Terroranschläge. Die Welt stand damals auf Seiten der USA. Doch es waren vor allem die Entscheidungen unmittelbar danach, die unsere Gegenwart geprägt haben: Der 'Krieg gegen den Terror', neue Sicherheitsgesetze, ein verändertes Verständnis von Freiheit und Überwachung, geopolitische Konflikte und ein Gefühl permanenter Unsicherheit. Die damals heftig umstrittenen Reaktionen der amerikanischen Regierung blieben nicht folgenlos. Die Kriege, die auf die Terroranschläge folgten, forderten hunderttausende Tote. Trotzdem wirken sie im Rückblick weniger radikal. Die Verrohung der Politik heute und das Großmachtdenken waren damals kaum vorstellbar. Gleichzeitig wollte ich diesen Film nicht aus analytischer Distanz erzählen. Als Filmemacher interessieren mich die Geschichten der Menschen: diejenigen, die an diesem Morgen einfach zur Arbeit gingen und plötzlich um ihr Leben rannten. Die Politiker, die innerhalb weniger Stunden Entscheidungen von historischer Tragweite treffen mussten. Die Journalisten, Ersthelfer und Augenzeugen, die die Erinnerung an diesen Tag bis heute mit sich tragen. Während der Dreharbeiten hat mich immer wieder beeindruckt, wie lebendig die Erinnerungen unserer Protagonistinnen und Protagonisten geblieben sind. Diese Unmittelbarkeit hat mich tief berührt. Erst dieser direkte Blick auf die Tragödie offenbart ihr wahres Ausmaß und den Epochenwechsel, die die Terroranschläge auslösten. Ich hoffe, dass unser Film deshalb mehr ist als eine Dokumentation über den 11. September: Dass er dazu einlädt, die Welt, in der wir heute leben, mit neuem Blick zu betrachten.







  • Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress

Wie sich ein traumhafter Spätsommer in einen Alptraum verwandelt

Statement von Kay Siering

Produzent
Im Sommer 1986 stand ich im 107. Stockwerk des Südtowers des World Trade Centers – und fühlte mich als zehnjähriger Junge aus Deutschland hineinkatapultiert ins Zentrum der modernen Welt. Unter mir breitete sich die legendäre Welt-Metropole New York aus, jene Mega-City, in der alles möglich schien, in der die Trends von morgen entstanden, in der diese ganz besondere Energie herrschte. Es war dieser Moment im Sommer 1986, an dem New York mich in seinen Bann gezogen hat. Als ich am 11. September 2001 in der Nachrichten-Redaktion von SPIEGEL TV miterlebte, wie die Türme in sich zusammenfielen, war mir bewusst, dass die Terroristen nicht nur Tausende Menschen brutal töteten, sondern auch das wohl bekannteste Symbol der westlichen Welt auslöschten. Dieser unvorstellbare Moment, an dem das legendäre World Trade Center sich in den 'Ground Zero' verwandelte, markierte eine Zeitenwende. Seit dem 11. September 2001 gibt die die Welt davor und die Welt danach. Die Anschläge haben nicht nur das Leben der Familien der Opfer verändert – sie haben das geopolitische System der Welt und den Alltag der Menschen weltweit verändert. Vor diesem Hintergrund haben wir uns dazu entschieden, in unserer Dokumentation SEPTEMBER den ganzen Monat zu rekonstruieren. Wir erleben anhand von emotionalen Geschichten einzelner Menschen, wie sich dieser Monat im Jahr 2001 von einem traumhaften, heißen Spätsommer in einen Alptraum verwandelt – und wie in den Tagen nach den Anschlägen der Grundstein für eine neue Weltordnung gelegt wird. Seit 2001 bin ich zahllose Male in New York gewesen. Bei aller Trauer und Wut über den 11. September 2001 spüre ich noch immer die unbändige Energie dieser Stadt, die mich bereits 1986 fasziniert hat. 9/11 hat zwar die Welt verändert, aber New York hat sich seinen Spirit bewahrt. Und das ist gut so.
  • Bild: Spiegel TV GmbH

PROTAGONIST:INNEN UND INTERVIEWPARTNER:INNEN





Markus Albrecht ist ein Ersthelfer der zufällig am 11. September als Tourist in Manhattan war. Er suchte kurz nach dem Einsturz der Türme nach Toten und Vermissten.



John Bolton erlebte den Anschlag in Washington. Er war Mitarbeiter der damaligen amerikanischen Regierung.



Désirée Bouchat arbeitete im 101. Stock des Südturms. Sie konnte gerade noch aus dem Turm flüchten, bevor das zweite Flugzeug einschlug.



Joschka Fischer war zur Zeit der Anschläge deutscher Außenminister.



Bridget Gormley ist die Tochter eines Feuerwehrmannes, der an den Folgen des Anschlags starb.



Lee Harris moderierte 2001 die beliebte Morningshow bei 1001WINS – einem New Yorker Radiosender. Er berichtete den ganzen Tag aus seinem Studio in Manhattan, nicht weit entfernt von den einstürzenden Türmen.



Susanne Hegenscheidt wohnte im September nur wenige hundert Meter vom World Trade Center entfernt und erlebte die Anschläge aus nächster Nähe.



Pia Hoffmann ist eine Kranführerin die 8 Monate an Ground Zero arbeitete. Sie räumte dort den Schutt ab, unter dem die Leichen der Opfer lagen.



Juliette Kayyem war einige der wenigen Terrorexpertinnen 2001 die sich mit islamistisch motiviertem Terror auskannten. Sie arbeitete später im US-Heimatschutzministerium.



Claus Kleber berichtete als ARD-Korrespondent in den USA über die Anschläge.



Lars Klingbeil – Der heutige Finanzminister absolvierte im September 2001 ein Praktikum in Manhattan.



George Pataki – der ehemalige Gouverneur von New York koordinierte die Aufräumarbeiten nach den Anschlägen.



Silke Rapelius – arbeitet seit über 25 Jahren als Architektin in Manhattan und baut dort Wolkenkratzer.



  • Bild: WDR/privat/Markus Albrecht/

PODCAST

Fünfteilige investigative Podcast-Serie über mögliche Verbindungen nach Saudi-Arabien

Staatsgeheimnis 9/11 – Die Saudi-Connection 

Ab 1. September | ARD Sounds im Feed „Dark Matters“ Ab 8. September | alle gängigen Podcast-Plattformen
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Trailer: Staatsgeheimnis 9/11 – Die Saudi-Connection 

  • Bild: ARD

Parallel zur Dokumentation greift eine investigative Podcast-Serie des WDR eine der bis heute umstrittensten Fragen rund um die Anschläge auf: Welche Rolle spielte Saudi-Arabien? Gab es tatsächlich Verbindungen zwischen staatlichen Stellen der Regierung und den Attentätern? In der fünfteiligen Serie „Staatsgeheimnis 9/11 – Die Saudi-Connection“ folgt WDR-Journalist Nikolaus Steiner den Spuren des saudischen Staatsbürgers Omar Al-Bayoumi, der bereits kurz nach den Anschlägen ins Visier internationaler Ermittlungen geriet. War er nur ein Student, der an die falschen Leute geraten ist, oder doch etwa ein Geheimdienstagent, der den Auftrag hatte, einige der späteren Attentäter zu unterstützen? Die brisanten Recherchen stützen sich auf bislang unveröffentlichtes Material, Interviews mit ehemaligen FBI-Ermittlern, führenden Juristen und Angehörigen der Opfer. Aktuell läuft ein großes juristisches Verfahren in New York: Hunderte Angehörige von Opfern der Terroranschläge fordern mehrere Milliarden Dollar Schadenersatz von der saudischen Regierung. Ein Bezirksgericht hat der Zivilklage grünes Licht gegeben. Saudi-Arabien hat dagegen Berufung eingelegt. Das Land bestreitet bis heute alle Vorwürfe, genauso wie Omar Al-Bayoumi.







Jeder Journalist hat diese eine Frage, die einen immer wieder beschäftigt. Bei mir ist es: Wer war Omar Al-Bayoumi? Nur ein harmloser Student? Oder ein Spion des saudischen Geheimdienstes, der den Auftrag hatte, Terroristen zu unterstützen?

Nikolaus Steiner, Host des Podcasts „Staatsgeheimnis 9/11“





















  • Bild: WDR/Tilman Schenk

Der Dokumentarfilm „SEPTEMBER“ ist im Presse-Vorführraum zur Ansicht verfügbar: www.ard.de/die-ard/ard-programmdirektion/programmpresse/vorfuehrraum

Impressum & Pressekontakt

Herausgegeben von der ARD-Programmdirektion Kommunikation | PR

Redaktion
Dr. Lars Jacob ARD-Programmdirektion Kommunikation | PR
Texte
Mark Willock (SWR)

Rolf Bergmann (rbb)

Birgit Rasch

Andreas Fauser
Bilder
www.ARD-Foto.de und auf Anfrage
Gestaltung
Alessandra Crivellaro ARD-Programmdirektion Kommunikation | PR
Bildnachweise
s. Copyright-Angabe am Bild
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Dr. Lars Jacob ARD-Programmdirektion Kommunikation | PR Tel.: 089/558944-898 E-Mail: lars.jacob@ard.de

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