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Medien
  • ARD
  •  | Helmut Fischer

























Freitag im Ersten

NOVEMBERLIEBE – EINE ST. MARTINS GESCHICHTE

AB MITTWOCH, 4. NOVEMBER 2026 | ARD MEDIATHEK FREITAG, 6. NOVEMBER 2026 | 20:15 UHR | DAS ERSTE
  • Bild: ARD Degeto Film/Martin Rottenkolber,

Stand: September 2026



Sankt Martin steht für das Teilen aus Nächstenliebe und Barmherzigkeit. So wie sich die historische Figur des römischen Reiters in einen christlichen Wohltäter verwandelt, genauso muss sich Tobias van Dieken in der Rolle des ausgebrannten Offiziers Henrik auf einen Neubeginn erst einmal einlassen. Kompetent, pragmatisch und sympathisch verkörpert Bettina Zimmermann eine Gutshofbetreiberin, die Menschen mit pferdegestützter Therapie hilft. Mit feinem Gespür für die Charaktere verfilmte Tomy Wigand das Drehbuch von Tim Gondi und Edda Leesch. Die rheinische Naturlandschaft nordwestlich von Köln dient als idyllische Kulisse für den Feel-Good-Fernsehfilm, der Lust auf Lichterfeste und Laternenumzüge macht.

Auf einer Dating-Plattform würden sich Bundeswehroffizier Henrik (Tobias van Dieken) und Therapeutin Anja (Bettina Zimmermann) kaum matchen! Als Mutter, die gerade mitten in der Trennung von Gregor (Janek Rieke) steckt, hat sie anderes im Sinn, als sich zu verlieben. Er, diszipliniert und hart gegen sich selbst, kämpft mit seinen Traumata und Beziehungsproblemen und hat dichtgemacht. Um den Stempel der „Dienstuntauglichkeit“ loszuwerden, muss er Therapiestunden absolvieren – auf Anjas „Martinushof“. Henrik tut sich schwer mit seinem Therapiepferd und überhaupt mit der ganzen Situation. Doch ebenso hartnäckig wie behutsam schafft die erfahrene Therapeutin kleine Momente, in denen Henrik sich aus seiner Starre löst. Eine unerwartete Nähe zu Anja und ihren Kindern Emily (Cora Trube), Luis (Sammy Schrein) und Mia (Sophia Jahn) entsteht. Und während alle dem St.-Martins-Umzug entgegenfiebern, kommen sich auch Henrik und Anja unerwartet näher…





  • Bild: ARD Degeto Film/Martin Rottenkolber

BESETZUNG & STAB



BESETZUNG

ANJA
Bettina Zimmermann
HENRIK
Tobias van Dieken
GREGOR
Janek Rieke
EMILY
Cora Trube
LUIS
Sammy Schrein
MIA
Sophia Jahn
ENES
Christoph Hagen Dittmann
SENNA
Dunja Dogmani
CARO
Eva Verena Müller
PICHLER
Thomas Cermak
DR. HOLBE
Thomas Schmuckert

u.a.



STAB

REGIE
Tomy Wigand
BUCH
Tim Gondi

Edda Leesch
KAMERA
René Gorski
LICHT
Michael Becker
SZENENBILD
Nora M. Stenutz
KOSTÜMBILD
Meike Stangier
MASKE
Johannes Schmager

Annika Gleitsmann
CASTING
Phillis Dayanir
MUSIK
Manfred Plessl
TON
Oliver Held
SCHNITT
Christian Nauheimer
HERSTELLUNGSLEITUNG
Michael Tinney
PRODUKTIONSLEITUNG
Jörg John Werner

Sandra Moll (ARD Degeto Film)
PRODUZENTIN
Vanessa Lackschéwitz
PRODUCER
Nikolaas Meinshausen
REDAKTION
Sascha Mürl (ARD Degeto Film)

Johanna Kraus (ARD Degeto Film)

Gedreht wurde vom 04. November bis 03. Dezember 2025 in Pulheim im Rhein-Erft-Kreis und Umgebung. „Novemberliebe – Eine St. Martins Geschichte“ ist eine Produktion der Bantry Bay Productions GmbH im Auftrag der ARD Degeto Film für die ARD.







  • Bild: ARD Degeto Film/Martin Rottenkolber

DIE DARSTELLER*INNEN UND IHRE ROLLEN

Bettina Zimmermann

als Anja

Herausforderungen jeder Art stellt sich Anja, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, aber ihre nächste Hürde bringt die Therapeutin aus dem Gleichgewicht: ihr neuer Patient Henrik.

Interview

Als Therapeutin Anja arbeiten Sie eng mit Pferden zusammen. Wie war die Begegnung mit ihnen? Waren Sie früher das typische „Pferdemädchen“?

Pferde sind großartige Tiere. Sie haben mich schon sehr früh begleitet. Das erste Mal saß ich mit zwei Jahren auf einem Pferd, und mit Mitte 20 hatte ich selber mal ein irisches Halbblut. Aber dennoch war ich nie so ein typisches Pferdemädchen. Eher eine Freizeitreiterin. Ich bin mit vielen Tieren aufgewachsen und absolute Tierliebhaberin. Mit Tieren zu arbeiten, macht mir immer sehr viel Spaß, es ist aber auch immer eine Herausforderung, da sie natürlich einen eigenen Kopf und Willen haben.

Wie denken Sie über die pferdeunterstützte Therapie und deren Heilungsmöglichkeiten? Haben Sie durch die Dreharbeiten etwas Neues erfahren?

Diese Form der Therapie ist beeindruckend, und die ersten Untersuchungen zeigen wirklich gute Ergebnisse. Pferde sind sensible, soziale und hoch empathische Individuen. Sie spüren jede innere Stimmung ihres Gegenübers. Im Vorfeld hatte ich einiges über diese Therapieform recherchiert und war ganz fasziniert, wie gut Pferde geeignet sind, traumatisierten Menschen zu helfen.

Anja hängt sehr an ihrem Familienhof auf dem Land und möchte nirgendwo anders leben, trotz der Geldprobleme und Reparaturarbeiten, die sie alleine wuppen muss. Können Sie ihre Liebe zu dem alten Hof nachvollziehen?

Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Der Hof, die Pferde, ihre Kinder, das alles ist ihr Leben und dafür kämpft sie. Da, wo man sich mit seinen Liebsten am wohlsten fühlt, wo alle gerne Zeit miteinander verbringen, das gibt man doch nicht so einfach auf. Das verstehe ich sehr gut. Das würde mir genauso gehen.

Im Mittelpunkt des Films stehen auch das Laternenfest und die Vorbereitungen zum St. Martinsfest. Welche Bedeutung hat diese Zeit für Sie? Basteln, backen und dekorierten Sie auch gern mit Ihren Kindern, als sie noch klein waren?

Nicht nur, als sie noch klein waren. Ich denke, mittlerweile machen die Kinder das wahrscheinlich mir zuliebe mit. Ich mag die Zeit des „heimeligen Einmummelns“ sehr gerne. Gemeinsam backen, Zeit miteinander verbringen, reden, lachen, basteln, das ist ein tolles Gegenprogramm für die langen, dunklen Nachmittage und Abende im Herbst und Winter.

Wie blicken Sie insgesamt auf die Dreharbeiten zurück, was hat Sie am meisten beeindruckt, und woran erinnern Sie sich besonders gern?

Die Pferde mit ihren Trainerinnen und Trainern bei der Arbeit zu sehen, hat mich nachhaltig beeindruckt. Das Vertrauen, das die Pferde in ihre Trainer haben, ist einfach toll. Mit diesen wundervollen Kraftpaketen zu arbeiten, war richtig schön. Von all unseren Drehtagen haben wir nur drei Tage drinnen gedreht. Ansonsten waren wir bei jedem Wetter draußen auf dem Pferdehof. Ich war in der Zeit durch und durch ein Pferdemädchen. Den Geruch der Pferde, die Nähe, das habe ich nach dem Dreh alles wirklich vermisst.







  • Bild: ARD Degeto Film/Martin Rottenkolber

Tobias van Dieken

als Henrik

Lebensgefährliche Situationen gehörten zum Alltag des erfahrenen Bundeswehrsoldaten Henrik, doch jetzt muss er sich seinem größten Feind stellen: sich selbst.

Interview

Der Soldat Henrik leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung, verweigert aber konsequent jede Hilfe. Sind Sie eher jemand, der Hilfe annehmen kann oder möchten Sie lieber alles alleine durchziehen?

Sowohl als auch. Natürlich bin ich stolz, wenn ich Herausforderungen bewältige und z. B. im Bad selber etwas reparieren kann. Aber ich habe auch kein Problem damit, andere Menschen um Hilfe zu bitten. Das können ganz alltägliche Situationen sein oder auch Unterstützung bei inneren Konflikten. Da reichen manchmal ein paar Anstöße, ein anderer Sichtwinkel, der einen weiterbringt. Ich kann aber auch gut Henriks Verhalten nachvollziehen. Ich glaube, heutzutage ist es für viele Menschen schwierig, um Hilfe zu bitten oder sie zuzulassen. Das ist innerhalb unserer Gesellschaft durch die Individualisierung ein bisschen verloren gegangen. Was sehr schade ist, denn gegenseitige Hilfe finde ich total wichtig.

Die Therapie ist für Henrik zunächst „Worst Case“, denn er hat eine ausgeprägte Aversion gegen Pferde. Wie gut haben Sie selbst sich mit den Pferden verstanden, sind Sie ein „Pferdeflüsterer“?

Also, so würde ich mich selber nie bezeichnen. Aber ich habe die Arbeit mit den Pferden wahnsinnig geliebt, weil von diesen Tieren so eine Kraft, eine Energie, eine Wärme ausgeht, der man sich gar nicht entziehen kann. Schon als Kind habe ich es geliebt, zu reiten und zu voltigieren. Und es ist wirklich so wie im Film, dass Pferde die Emotionen des Menschen komplett aufgreifen. Die totale Harmonie habe ich selbst erlebt. Einen Sommer lang hatte ich als Jugendlicher ein Pferd, da brauchte ich gar nicht erst in den Trab zu wechseln, ich musste nur „Trab“ denken, und schon reagierte das Pferd entsprechend. Bei der „Novemberliebe“ habe ich witzigerweise mit derselben Pferdetrainerin gearbeitet, die ich seit dem Bully-Film „Das Kanu des Manitu“ kenne. Für meine Rolle hat sie mich entsprechend gecoacht und mir gezeigt, welche Haltung ich als Henrik in den ersten Szenen annehmen muss, damit die Pferde störrisch reagieren. Was gar nicht so leicht war, weil ich die Pferde teilweise schon vor Drehbeginn kannte und sie bereits Vertrauen zu mir entwickelt hatten.

Wie haben Sie sich überhaupt auf Ihre Rolle vorbereitet?

Ich habe mir mehrfach Dokumentationen angeschaut. Zum einen über eine Frau, die traumatisierte Soldatinnen und Soldaten mit der Hilfe von Pferden therapiert, ähnlich wie die Rolle der Anja, die Bettina Zimmermann gespielt hat. Und zum anderen Dokus über Einsätze z. B. in Afghanistan. Vor allem eine Dokumentation veranschaulichte sehr deutlich, welcher Belastung Soldatinnen und Soldaten ausgesetzt sind. Der Film beginnt mit der Perspektive aus einem Panzer heraus, der durch ein Kriegsgebiet fährt. Lange Zeit passiert nichts, aber ab einem gewissen Punkt spürt man, hier geht gleich eine Bombe hoch. Das ist eine so brutale Anspannung, diese Ahnung als ständiger Begleiter, in der nächsten Sekunde könnte die Bombe explodieren. Und diese Situation und dieses Gefühl habe ich versucht, für die Rolle des Henrik zu verinnerlichen.

Gab es ein besonderes Erlebnis während der Dreharbeiten, an das Sie sich besonders gut erinnern?

Es waren sehr intensive Dreharbeiten, aber am beeindruckendsten war für mich die Szene, in der Henrik an seine verstorbene Kameradin und seine verstorbenen Kameraden denkt und sie in einer Vision erscheinen. Die Darsteller waren Statisten, eigens von Regisseur Tomy Wigand ausgewählt, und sie haben großartig gespielt. Vor dieser Szene hatte ich großen Respekt, weil sie so hochemotional ist. Aber es entstand eine echte Verbindung zwischen uns, in ihren Gesichtern spielten sich so viele Gefühle ab – und das wiederum machte es mir leichter, darauf zu reagieren. Für mich ein ganz besonderer Moment während der Dreharbeiten.

Die Geschichte ist eingebettet in die St.-Martins-Legende und das traditionelle Laternenfest. Weckte das bei Ihnen Kindheitserinnerungen?

Und wie. In meiner Kindheit in Bonn gab’s kein Halloween, da sind wir an St. Martin von Tür zu Tür gezogen und haben gesungen: „De helleje Zinter Märtes, dat wor ne jode Mann“ – „Der heilige St. Martin, das war ein guter Mann“. Der rheinische Katholizismus hat da voll zugeschlagen. Ich bin ohnehin sehr katholisch erzogen, war Messdiener und immer Teil der Gemeinde. Die Geschichte von St. Martin und dem geteilten Mantel war bei uns total präsent, und ich habe diese Tradition mit Martinsfeuer, Gesang und Laternenumzug während meiner Laufbahn in anderen Städten, wie Hamburg und München, sehr vermisst. In der Schule haben wir schon zwei oder drei Wochen vorher angefangen zu basteln, das war alles total aufregend. Ich war nicht der talentierteste Laternenbastler, aber darum ging’s ja auch nicht (lacht). Es war vielmehr die ganze Veranstaltung, die Stimmung und natürlich die Weckmänner, aus denen wir immer die Pfeifen rausgepult haben. Und ich will nicht zu viel verraten, aber das Ende unseres Films war dann für mich die Krönung der St.-Martins-Zeit (lacht).









  • Bild: ARD Degeto Film/Martin Rottenkolber

WECKMÄNNER

Weckmänner, auch Stutenkerle oder Klausenmänner genannt, gibt es traditionell zu St. Martin. Die Hefemännchen kann man natürlich auch selber backen.

Rezept

Gesamtzeit: 1 Std. 45 Min.

Zubereitung
20 Min.
Backen
25 Min.
Ruhen
1 Std.
Niveau
Einfach

Zutaten für 6 Weckmänner

220 ml
Milch
500 g
Weizenmehl (Type 405)
80 g
Zucker
1 TL
Zitronenabrieb
1 Prise
Salz
½ Würfel
frische Hefe
100 g
weiche Butter
1
Ei (Größe M)
2 EL
Milch

Ein paar Rosinen

Etwas Mehl zum Arbeiten

Zubereitung

1. 220 ml Milch, 500 g Weizenmehl (Type 405), 80g Zucker, 1 TL Zitronenabrieb, 1 Prise Salz, ½ Würfel frische Hefe, 100 g weiche Butter

Für den Teig Milch in einem Topf erwärmen. Mehl mit Zucker, Zitronenabrieb und Salz in einer Schüssel vermischen. Hefe hineinbröckeln. Lauwarme Milch und weiche Butter zugeben. Die Zutaten 5 Minuten mit den Knethaken zu einem glatten Teig kneten. 45 Minuten zugedeckt ruhen lassen.

2. Etwas Mehl zum Arbeiten

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 Grad) vorheizen. Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und ausrollen. Mit einem Ausstecher mehrere Weckmänner ausstechen.

3. 1 Ei (Gr. M), 2 EL Milch, ein paar Rosinen

Die Weckmänner auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Ei mit Milch verquirlen und sie damit bestreichen. Für die Dekoration die Weckmänner nach Belieben mit Rosinen Augen, Münder und Nasen gestalten.

4. Weckmänner im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen und anschließend abkühlen lassen.



  • Bild: iStock/Getty Images Plus/Bubushonok

WARUM FEIERN WIR ST. MARTIN?











„Laterne, Laterne…“ Jedes Jahr ziehen am 11. November Kindergruppen mit Laternen durch die Straßen und feiern damit den Heiligen Martin. Geboren wurde Martin um das Jahr 316 n. Chr. und war zunächst römischer Soldat. Der Legende nach traf er im Winter am Stadttor von Amiens auf einen frierenden Bettler, der ihm leidtat. Da Martin kein Geld dabeihatte, teilte er spontan seinen warmen Mantel mit dem Schwert und schenkte dem Bettler eine Hälfte. In der Nacht erschien Martin der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen. Tief bewegt ließ sich Martin taufen und im christlichen Glauben unterrichten. Nach seiner Zeit als Mönch wurde er 371 zum Bischof von Tours (Frankreich) gewählt und übte dieses Amt über 20 Jahre aus. Martin starb 397 und wurde am 11. November beigesetzt. Mit den traditionellen Laternenumzügen wird an die guten Taten von St. Martin erinnert – als Symbol für Nächstenliebe und das Teilen mit den Schwächeren.





  • Bild: ARD Degeto Film/Martin Rottenkolber

Der Film „Novemberliebe – Eine St. Martins Geschichte“ ist im Presse-Vorführraum zur Ansicht verfügbar: www.ard.de/die-ard/ard-programmdirektion/programmpresse/vorfuehrraum

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