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Mirja Bauer
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ARD Degeto, Julia Kainz

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  • ARD
  •  | ARD Degeto Film/Max Knauer (Repros)
  •  | ARD Degeto Film/Roland Suso Richter



















TV-Zweiteiler (2 x 90 Minuten)

MORDACH - BLUTIGER SCHNEE

AM SAMSTAG, 21. NOVEMBER 2026 | AB 20:15 UHR | TEIL 1 + 2 | DAS ERSTE AB 20. NOVEMBER 2026 | ARD Mediathek
  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter

Stand: Oktober 2026

INHALT









Im Bergdorf Mordach folgt das Leben wie gottgewollt den Jahreszeiten, ehernen Regeln und den Kräfteverhältnissen der Alteingesessenen – bis ein rätselhafter Mord die vermeintlich heile Welt erschüttert: Hauptdarstellerin Sarah Bauerett alias Polizeichefin Brandner gerät in einen Fall, der ihr persönlich sehr nahegeht und fatale Verwerfungen zutage bringt. Ina Paule Klink als Opfer, Harald Krassnitzer als manipulativer Patriarch und Anton Spieker als verhasster Verdächtiger bilden die Eckpfeiler für die Tätersuche Toni Brandners, die sich unbeeindruckt gegen die doppelbödige Ordnung auflehnt. Nach dem grandiosen Publikumserfolg des ersten Mordach-Zweiteilers „Tod in den Bergen“ führt Regisseur Roland Suso Richter immer tiefer in ein Geflecht aus Beziehungen, Streitigkeiten und Machtstrukturen.

Was mit einem rätselhaften Kriminalfall beginnt, zieht eine Blutspur durchs idyllische Mordach: Im zweiten Film des Zweiteilers stemmt sich Sarah Bauerett als taffe Ermittlerin gegen korrupte Machtverhältnisse und eine tödliche Kettenreaktion – ohne zu ahnen, wer wirklich hinter dem Mord an ihrer Freundin Lisa steckt. Das Autorenduo Thomas André Szabó und Oskar Sulowski rückt die mutige Protagonistin ins Zentrum des ebenso düsteren wie vielschichtigen Krimis. Während Harald Krassnitzer als patriarchalischer Machtmensch unter Druck gerät, feiert Dominique Horwitz in der Rolle von dessen gerissenem Widersacher Brunner ein überraschendes Comeback. Regisseur Roland Suso Richter erzeugt einen temporeichen Spannungssog, der dramatische Wendungen bietet und zu einem bildstarken Showdown in den Südtiroler Alpen führt.

Teil 1

Auf dem schneebedeckten Hexenplatz hoch oben in den Bergen wird eine Leiche gefunden: Lisa Glauber (Ina Paule Klink), eine erfahrene Jägerin, liegt mit einer Schusswunde in der Brust inmitten eines mit Blut gezogenen Kreises. Die Ermordete war seit Kindheitstagen die beste Freundin von Polizeichefin Toni Brandner (Sarah Bauerett). Dass zwischen Lisa und Toni streitbedingt seit Jahren Funkstille herrschte, belastet die taffe Ermittlerin schwer. Zusammen mit ihrem Kollegen Andi (Max Wagner) muss Toni den Angehörigen die Todesnachricht überbringen. Für Lisas Schwiegervater, den allmächtigen Unternehmer Maximilian Glauber (Harald Krassnitzer), steht der Schuldige von Beginn an fest: Bastian Montag (Anton Spieker), ein in den Bergen hausender Außenseiter, der bewusstlos nahe dem Fundort der Leiche aufgefunden wurde. Toni lässt sich von dem machtgewohnten Patriarchen zu nichts zwingen, wovon sie nicht überzeugt ist. Sie folgt auch anderen möglichen Motiven wie Lisas Trennung von ihrem Ehemann Daniel (Sebastian Weiss) und dem Sorgerechtsstreit um die gemeinsame Tochter Mia (Billie Marie Brown). Zudem decken Toni und ihr Kollege Andi auf, dass die Glaubers und Lisas Familie in einen komplizierten Rechtsstreit in Millionenhöhe verstrickt waren. Als die Ermittlerin herausfindet, woher der tödliche Schuss kam, stößt sie auf einen weiteren Verdacht, der die Tragödie noch näher an sie heranführt.

TEIL 2

In Mordach herrscht der Ausnahmezustand: Während ein Angeschossener (Aleksandar Jovanovic) um sein Leben ringt, eilt Polizeichefin Toni Brandner (Sarah Bauerett) mit ihrem Kollegen Andi (Max Wagner) zu einer Geiselnahme. Im Hotel von Maximilian Glauber (Harald Krassnitzer) erwartet sie eine hochgefährliche Situation. Als sich ein Schuss löst, merkt Toni zunächst nicht, dass ein weiteres Leben in Gefahr ist. Trotz der Rückschläge gibt es längst weder ein Innehalten noch ein Zurück – obwohl sie immer mehr unter Druck gerät. Während Kommissar Alfi (Max Malatesta) aus Bozen anreist, und ihr den Fall entzieht, gibt Toni nicht auf. Sie ermittelt auf eigene Faust weiter. Toni braucht nach dem Ausfall ihres Kollegen Verbündete: ihre Freundin Marie Glauber (Kristina Pauls), ihren „Ex“ Franz (David Zimmerschied), den Bruder der ermordeten Lisa (Ina Paule Klink), Daniel (Sebastian Weiss) und letztlich auch ihren ärgsten Feind. Denn während die Lage weiter eskaliert, kehrt der „Dorfpate“ Brunner (Dominique Horwitz) nach Mordach zurück. Vorzeitig aus der Haft entlassen, macht er Toni ein Angebot, welches sie nicht ausschlagen kann – sie aber ihren Job kosten würde, wenn es herauskommen sollte. Um den Mord an ihrer Freundin Lisa aufzuklären, durchdringt die Ermittlerin einen Jahrzehnte wuchernden Korruptionsfilz. Auf die bitterste aller Wahrheiten ist Toni jedoch nicht vorbereitet …



  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter
  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter
  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter
  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter
  • Bild: ARD Degeto Film/Max Knauer (Repros)
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  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter
  • Bild: ARD Degeto Film/Max Knauer (Repros)
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  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter
  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter
  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter
  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter

BESETZUNG

TONI (ANTONIA) BRANDNER
Sarah Bauerett
ANDI (ANDREAS) BROCCA
Max Wagner
BASTIAN MONTAG
Anton Spieker
MAXIMILIAN GLAUBER
Harald Krassnitzer
LISA GLAUBER
Ina Paule Klink
MILAN PERISIC
Aleksandar Jovanovic
JAKOB BRUNNER
Dominique Horwitz
MARIE GLAUBER
Kristina Pauls
DANIEL GLAUBER
Sebastian Weiss
FRANZ BURATTI
David Zimmerschied
MAGNUS BURATTI
Siemen Rühaak
SINA HAAS
Samantha Hanses
LEO STRODL
Philipp Boos
VINCENZO ALFI
Max Malatesta
MIA GLAUBER
Billie Marie Brown

u. v. m.
  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter

STAB

DREHBUCH
Thomas André Szabó, Oskar Sulowski
MUSIK
Michael Kadelbach, Martina Eisenreich
CASTING
Mai Seck
KOSTÜMBILD
Nicole Stoll
SZENENBILD
Michael Björn Köning
SCHNITT
Robert Kummer
BILDGESTALTUNG
Max Knauer (BVK)
AUSFÜHRENDE PRODUZENTIN
Rebecca Schröder-Witscherkowsky (UFA Fiction)
PRODUZENTIN
Ulrike Leibfried (UFA Fiction)
REDAKTION
Birgit Titze (ARD Degeto Film), Christoph Pellander (ARD Degeto Film)
REGIE
Roland Suso Richter

"Mordach – Blutiger Schnee" ist eine Produktion der UFA Fiction im Auftrag von ARD Degeto Film für die ARD. Die Produktion wurde durch das Ministry of Culture Italia – Direzione Generale Cinema e Audiovisivo gefördert.

  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter

INTERVIEWS & STATEMENTS

INTERVIEW MIT SARAH BAUERETT

(Rolle: Toni Brandner)

Was erwartet Toni Brandner in der zweiten Staffel von „Mordach“?

Toni erwartet eine schmerzhafte Reise in die eigene Vergangenheit. Sie muss sich alten Fehlern stellen und zu ihnen stehen. Auch trifft sie auf Bekannte aus früheren Zeiten, die längst verdrängte Konflikte wieder aufleben lassen. Hinzu kommen der Verlust geliebter Menschen und ein Kampf mit dem bekannten Unbekannten.

Wie würden Sie Toni Brandner inzwischen beschreiben – hat sie sich seit dem ersten TV-Zweiteiler verändert?

Klar haben die Ereignisse im ersten Teil etwas mit ihr gemacht, aber im Kern ist sie Toni und sie bleibt ihren Prinzipien treu! Zwischen „Mordach – Tod in den Bergen“ und „Mordach – Blutiger Schnee“ hat Toni um sich herum aufgeräumt auf eine ehrliche und mutige Art! So wie Toni nun mal ist. Sie hat sich von ihrem Mann Franz getrennt und ist mittlerweile Polizeichefin geworden. Toni nimmt die Erlebnisse als Chance und hat ergebnisorientiert nach vorne geschaut.

Was reizt Sie persönlich an dieser Ermittlerfigur?

Sie hat diese Kraft, die sie immer wieder neu entwickelt, um die Wahrheit herauszufinden. Sie ist niemals konfliktscheu. Dazu kommt ihre unkonventionelle Art zu ermitteln, die sie zu einer ebenso eigenwilligen wie spannenden Figur macht.

Toni bekommt es diesmal mit einem Fall zu tun, der tief in die Immobilienwelt und zu großen wirtschaftlichen Interessen führt. Was macht diesen Hintergrund für den Kriminalfall spannend?

Dieses Thema ist sehr aktuell! Es geht um Macht, Besitz und sehr viel Geld, und bekanntlich lockt das das Böse und die unschönen Seiten eines Menschen und dessen Charakter hervor. Wie weit gehen Menschen, wenn sie von Macht getrieben sind – sie verraten sogar ihre Familien und bringen sie in Gefahr.

Der Dreh führt in eine verschneite Bergwelt. Wie haben Sie die Dreharbeiten unter diesen besonderen Bedingungen erlebt?

Es ist atemberaubend, in so einer Kulisse drehen zu dürfen. Das setzt ganz andere Energien frei. Ich muss sagen, dass dieser Dreh körperlich eine riesige Herausforderung war. Mein Körper ist diese Höhe nicht gewohnt. Der Schnee, die Kälte und am Ende dann die Hitze – das waren meine Endgegner!

Gibt es eine Seite an Toni, die Ihnen persönlich sehr nah ist? Wie viel Toni Brandner steckt in Sarah Bauerett – und umgekehrt?

Viel mehr als ich anfangs dachte. Und auch viel mehr als Toni wahrscheinlich lieb ist (lacht). Beide verbindet ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und ein starkes Durchhaltevermögen. Und beide gehen über ihre Grenzen hinaus. Im Laufe der Zeit haben Toni und Sarah voneinander gelernt. Die beiden zusammen, das wäre ein sehr interessantes Team!

Was nehmen Sie aus dem zweiten Teil persönlich mit?

Ich nehme einen Rucksack voller neuer Erfahrungen mit nach Hause, sowohl beruflich als auch zwischenmenschlich. Ich habe beim Drehen wirkliche Abenteuer erleben dürfen, und die machen bekanntlich stärker. Das darf ich mitnehmen. Besonders in Erinnerung bleibt mir die Zusammenarbeit mit dem großartigen Team und den tollen Kolleginnen und Kollegen.

Warum sollte man „Mordach“ auch im neuen TV-Zweiteiler unbedingt wieder begleiten?

Weil Mordach etwas Besonderes ist. Auch im zweiten Teil begegnen sich bekannte und neue tolle Figuren, deren spannende Konflikte aufeinandertreffen. Ein bisschen Mystik ist diesmal auch dabei. Es haben wirklich alle alles gegeben. Die Bilder unseres Kamerateams sind fantastisch und die Regie sowie alle Abteilungen haben gezaubert, um dieses Abenteuer zu den Zuschauenden zu bringen!

  • Bild: ARD Degeto Film/Max Knauer (Repros)

INTERVIEW MIT HARALD KRASSNITZER

(Rolle: Maximilian Glauber)

Ihre Figur ist ein Mann, der im Hintergrund viele Fäden in der Hand hält. Wie würden Sie diesen Mann beschreiben?

Maximilian Glauber ist ein klassischer Patriarch. Er führt den Betrieb und die Familie mit harter Hand und weiß, wie er Vor- und Nachteile für sich nutzen kann. Er duldet in seinem starren Weltbild keinen Widerspruch. Auch nicht aus der eigenen Familie. Er hat sehr klare Vorstellungen wie die Welt zu funktionieren hat, solang sie zu seinem Vorteil funktioniert.

Ihre Figur bewegt sich in einer Welt, in der Beziehungen und Einfluss offenbar genauso wichtig sind wie Geld. Wie setzt er diese Macht ein?

Wenn man ein Tourismus-Imperium in einem verhältnismäßig kleinen Land wie Südtirol aufbauen will, braucht man Allianzen mit der Politik und der Verwaltung und man muss bereit sein nicht immer die geraden Wege zu gehen. Maximilian Glaubers Erfolg deutet darauf hin, dass er wenige gerade Wege kennt und gegangen ist. Wer so durchs Leben geht, hat starke Allianzen, aber auch starke Feinde.

Der Dreh führt in eine verschneite Bergwelt. Wie haben Sie die Dreharbeiten unter diesen besonderen Bedingungen erlebt?

Ich war während der Dreharbeiten nicht in den verschneiten Bergwelten. Aber als geborener Österreicher sind mir die Alpen natürlich sehr vertraut. Es gibt in Europa kaum Räume, in der sich die Natur mit ihrer Kraft und Vielfalt so dicht darstellt und es gibt kaum Räume, die durch den Übertourismus mehr bedroht sind als die Alpen.

Was war für Sie das Besondere an den Dreharbeiten in den Bergen?

Man sieht tagtäglich die Schönheit und tagtäglich die Menschenmassen, die sie bedrohen.

Gab es eine Szene oder einen Drehtag, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Was mich und wahrscheinlich viele andere Menschen, die gerne nach Südtirol fahren so stark anspricht, ist die Mischung aus Südtiroler Mentalität und italienischem Lebensgefühl: la Dolce Vita.

Was unterscheidet diese Rolle von Figuren, die Sie bisher gespielt haben?

Es ist in meinem Beruf immer schön die Seiten zu wechseln von „Wo waren sie gestern zwischen drei und fünf Uhr?“ auf „Das geht Sie nichts an!“

  • Bild: ARD Degeto Film/Max Knauer (Repros)

MAX WAGNER

(Rolle: Andi Brocca)

Andi ist für mich ein bedachter, loyaler und beschützender Typ. Als Familienvater von Zwillingen weiß er, was es bedeutet, in den richtigen Momenten wirklich da zu sein. In einem Orchester wäre er wahrscheinlich der durchgehende Basston, während Toni als Geige alle Emotionen durchlebt. Ich mag Andi sehr, weil er vielleicht nicht der coolste Typ im Raum ist, aber wahrscheinlich einer derjenigen, auf die man sich am Ende verlassen kann. Gleichzeitig hat er eine zurückhaltende, feinere Seite und Geheimnisse, die wir noch gar nicht kennen. Das unterscheidet ihn auch von vielen Figuren, die ich bisher gespielt habe. Ich stand oft auf der anderen Seite, habe die Bösen gespielt oder die lauten Ansagen gemacht. Andi funktioniert viel subtiler. Besonders schön war für mich, wieder mit Sarah vor der Kamera zu stehen. Dass man mit einem Freund ein Krimi-Team bilden darf, ist etwas Besonderes. Regisseur Roland Suso Richters Arbeitsweise lässt viel Freiheit und bringt einen gleichzeitig unmittelbar in den Moment. Dadurch bleibt viel Raum für Spontaneität und Fantasie. Und dann gab es noch die ganz besondere Herausforderung: auf über 2.000 Metern Höhe bei eisiger Kälte zu drehen. Wenn einem dabei das Gesicht einfriert, muss man erstmal versuchen, seinen Text herauszubekommen – und gleichzeitig darauf achten, nicht abzustürzen.

  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter

ANTON SPIEKER

(Rolle: Bastian Montag)

Bastian ist jemand, der viel Gewalt und Ablehnung erfahren hat. Seine Coping-Strategien, um dem Unerträglichen in seiner Lebensrealität entfliehen zu können, reichen von Drogenmissbrauch, über das Fliehen in unechte Welten, bis hin zu Manipulation seiner Mitmenschen. Das ist verständlich, aber gefährlich. Nicht nur für ihn selbst. Ich würde sagen, er ist mit Vorsicht zu genießen. Aber ich verspüre Mitleid für sein Schicksal und auch dafür, dass er immer wieder zum Sündenbock wird. Wie nähert man sich einer solchen Figur, die den Kontakt zu Menschen meidet, seit Jahren, als Einsiedler in der Natur lebt und immer wieder danach sucht, den Bezug zur Wirklichkeit zu verlieren? Das Miteinander ist ja eigentlich das, was eine Figur definiert. Für Bastian ist das Miteinander aber immer eine große Aufgabe. Ich musste also versuchen, diese sehr fragile Figur über eine Körperlichkeit und eine Sprache zu finden. Aber die Kreatürlichkeit von Bastian ist vielleicht das Besondere an ihm.

  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter

DOMINIQUE HORWITZ

(Rolle: Jakob Brunner)

Jakob Brunner ist ein Mann, der seinen Erfolg seinem unbedingten Willen verdankt. Er hat sehr viel erreicht, und in den Jahren seinen Einfluss in Mordach stetig ausgebaut hat. Manchmal zum Guten der Stadt, oft aber zu seinem Vorteil. Eine zwiespältige Figur. Ein selbstgerechter Herrscher. Mehr als dass ich ihn mag, mochte ich ihn sehr gerne spielen. Selbstgerecht kann ich. Er bestimmt über Recht und Unrecht, und setzt sich über alles hinweg, was sich ihm in den Weg stellt. Rücksichtslosigkeit ist sein Markenzeichen. Interessant an der Figur ist, dass er für die Kommissarin väterliche Gefühle hegt und er sich dadurch moralischer verhält, als er es selbst für möglich hält.

  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter

Roland Suso Richter

(Regie)

Ich wollte unbedingt einen kraftvollen Einstieg: die weiße unberührte endlose Schneelandschaft, die verlorenen kleinen Menschen, die zum Tatort, dem Blutkreis, laufen. Die ersten Bilder sollten wie ein Signet wirken, ein unauslöschliches Zeichen, das den Zuschauer auf seiner Reise durch die Mordach-Geschichte verfolgt. Der mystische Blutkreis, die Blutspur des Hexenplatzes zieht sich konsequent durch die gesamte Geschichte. Der Aberglaube spiegelt sich in den Perchtenmasken und in den Wahnvostellungen meines Antagonisten Bastian Montag, gespielt von Anton Spieker, wider. Mordach, ein mystischer Thriller, verwebt den Geisterglauben mit der rauen, unerbittlichen Natur der zerklüfteten Dolomiten und erzeugt so ein Gefühl der Ohnmacht. Und Mordach ist kein typischer Ermittlerfilm, und das war auch schon beim ersten Zweiteiler „Tod in den Bergen“ so. Wir wollten diesen Aspekt unbedingt beibehalten. Das bedeutet, dass unsere Kommissarin Toni Brandner persönlich emotional in die Geschichte verwickelt ist. Als Regisseur ermöglichen mir diese Emotionen, über die reine Ermittlung hinauszugehen und eine Figur zu präsentieren, die zwischen Zerrissenheit, Aggression und Betroffenheit schwankt. Die Gegensätzlichkeit der Generationen einzufangen, war gar nicht so schwierig. Mit Harald Krassnitzer und Dominique Horwitz als männliche Hauptdarsteller transportiert Mordach eine klare Haltung zum Thema Leben und Überleben. Die junge Generation präsentiert sich kämpferisch. Sarah Bauerett als Ermittlerin hält mit ihren schnellen, bohrenden Fragen das Tempo hoch und sorgt für Kontroversen.

  • Bild: ARD Degeto Film/Roland Suso Richter

MICHAEL BJÖRN KÖNING

(Szenenbild)

Ob ein Wald mit Blick auf eine verlassene Skisprungschanze, ein Schneeplateau auf 3.000 Metern, eine einsame Felslandschaft, ein verlassener Bunker oder eine natürliche Quelle, die erst gebaut werden musste – jeder dieser Orte war eine Herausforderung. Aber genau diese extreme Natur brauchten wir, um die bildgewaltigen Szenen des Drehbuchs visuell zum Leben zu erwecken. Das ist uns, denke ich, sehr gut gelungen. Möglich wurde das auch durch die langjährige, vertraute Zusammenarbeit mit Roland Suso Richter. Gemeinsam haben wir schon viele Extreme geschaffen – vom steinzeitlichen Dorf im Dschungel bis zum entführten Flugzeug in der Wüste. So konnten wir einen fast dokumentarischen Stil in der Motivwahl entwickeln, ergänzt durch besondere "Lost Places", deren Kraft wir für unsere Geschichte genutzt haben. Diese Kombination, gepaart mit langer Recherche der lokalen Riten und Traditionen und auch der Symbolik und Archaik des Brauchtums und der wohl abgewogenen reduzierten, aber kraftvollen Requisiten, gelingt diese eigenartige Überhöhung, die dieses Format Mordach so kraftvoll und besonders macht. Schön, dass unser Art Department seinen Teil dazu beitragen konnte. Danke an alle!

Der TV-Zweiteiler ist im Presse-Vorführraum zur Ansicht verfügbar: www.ard.de/die-ard/ard-programmdirektion/programmpresse/vorfuehrraum

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