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  •  | ARD Degeto Film/Kai Schulz
  •  | Helmut Fischer
  •  | SWR



















10. Film der Reihe

Harter Brocken – Die Versuchung

5. September 2026 | 20:15 Uhr | Das Erste Ab 3. September 2026 | in der ARD Mediathek
  • Bild: ARD / DEGETO / Kai Schulz
Harter Brocken – Die Versuchung (10. Film)

Inhalt

  • Bild: ARD / DEGETO / Kai Schulz
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Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo die Versuchung her! In diesem Fall kracht hinter dem gescheiterten Hotelier Uwe (Peter Schneider), der seinem Leben gerade ein Ende setzen will, die Lösung aller Geldsorgen durch die Leitplanke: In dem verunglückten Lieferwagen befinden sich nicht nur zwei bewusstlose Männer, sondern auch eine millionenschwere Ladung – Eimer voller Kokain getarnt als billige Spachtelmasse! Davon ahnen „Sheriff“ Frank Koops (Aljoscha Stadelmann) und seine Kollegin Mette (Anna Fischer) zunächst nichts, denn bei ihrem Eintreffen ist der Beifahrer Ruud (Richard Gonlag) bewusstlos, der Fahrer Niko (Antonije Stankovic) getürmt – und die Ladung weg. Dass die holländische Logistikfirma eigens eine Spezialistin namens Fleur (Isabel Berghout) losschickt, um Billigspachtelmasse wiederzubeschaffen, findet Koops jedoch wenig beruhigend. Auch seiner On-Off-Liebe Nadja (Christina Große), der Schwester von Uwe, kann Koops schon bald nicht mehr trauen. Der gierige Finder versucht indes mithilfe seines vorbestraften Kochs Gunnar (Isaak Dentler), den Stoff an Profis zu verkaufen. Doch damit lockt er weitere gefährliche Gestalten ins beschauliche St. Andreasberg …

Wenn sich gierige Dilettanten mit eiskalten Profis einlassen, geht die Sache selten gut aus. Was Aljoscha Stadelmann alias Dorfsheriff Koops längst weiß, findet ein von einer gefährlichen Verlockung verführter Pleitier, wunderbar tragikomisch gespielt von Peter Schneider, auf die harte Tour heraus. Eine verunglückte Drogenlieferung löst eine Kettenreaktion aus, die das organisierte Verbrechen nach St. Andreasberg lockt. In einer der Episodenhauptrollen spielt Isabel Berghout eine ungewöhnliche Speditionsmitarbeiterin, die bei ihrer speziellen Sendungsnachverfolgung keine Gnade kennt. Regisseur Nils Willbrandt verbindet die besondere Tonalität der Krimireihe mit einem subtilen Hauch von Coen-Brüdern.



  • Bild: ARD / DEGETO / Kai Schulz

BESETZUNG

FRANK KOOPS
Aljoscha Stadelmann
METTE VOGT
Anna Fischer
HEINER KELZENBERG
Jakob Benkhofer
FLEUR DE JONG
Isabel Berghout
UWE
Peter Schneider
NADJA
Christina Große
NIKO
Antonije Stankovic
GUNNAR
Isaak Dentler
RUUD
Richard Gonlag

u. v. a.



STAB

REGIE
Nils Willbrandt
DREHBUCH
Henner Schulte-Holtey nach einer Reihenidee von Holger Karsten Schmidt
MUSIK
Lara Frank
CASTING
Dorothee Weyers, BVC
KOSTÜMBILD
Elena Wegner
SZENENBILD
Frank Jauß
SCHNITT
Wiebke Henrich, BFS
KAMERA
Frank Küpper, BVK
TON
Andreas Wölki
MISCHUNG
Karsten Ray
MASKENBILD
Christina Paul

Heike Ersfeld
PRODUKTIONSLEITUNG
Magdalena Denz
HERSTELLUNGSLEITUNG
Annette Schilling

Andrea Wetzel

Kirsten Frehse (ARD Degeto)
PRODUCER
Moritz Schnack
PRODUZENT
Lynn Schmitz
REDAKTIONELLE MITARBEIT
Sascha Mürl (ARD Degeto)
REDAKTION ARD
Diane Wurzschmitt (ARD Degeto)

Christoph Pellander (ARD Degeto)

HARTER BROCKEN eine Produktion der Odeon Fiction im Auftrag der ARD Degeto Film für die ARD. Gedreht wurde vom 16. Oktober bis zum 15. November 2024 in St. Andreasberg, Altenau und Clausthal-Zellerfeld.

Alle Filme der Reihe sind bereits ab 3. September 2026, 20:15 Uhr, als Boxset in der ARD Mediathek abrufbar.

  • Bild: ARD / DEGETO / Kai Schulz





Zehn Fakten zu zehn Filmen

  • Bild: ARD Degeto/Volker Roloff

Der erste Film

... der beliebten ARD-Krimireihe heißt „Harter Brocken“ und wurde am 7. März 2015 im Ersten ausgestrahlt. Von Anfang an dabei: Aljoscha Stadelmann als Dorfpolizist Frank Koops (hier mit Julia Koschitz als Miriam Nohe).

  • Bild: ARD Degeto Film/Kai Schulz

Sein Revier: der Polizeiposten in St. Andreasberg.

  • Bild: ARD Degeto Film/Kai Schulz

14 Specksteinfiguren Schnitzen ist Frank Koops' Leidenschaft. In Folge 1 von „Harter Brocken" schnitzt er seine erste Specksteinfigur, ein Wildschwein. Insgesamt entstehen in zehn Filmen 14 Figuren.

  • Bild: ARD / DEGETO / Kai Schulz

53 Leichen

Insgesamt sterben im „Harten Brocken“ bisher 53 Menschen – gute und böse.

  • Bild: ARD Degeto/Volker Roloff

Besonders viele Tote in besonders kurzer Zeit gibt es in „Die Kronzeugin“.

  • Bild: ARD Degeto Film/Kai Schulz

Drehorte

"Harter Brocken" wird im Harz gedreht, hauptsächlich in der Bergstadt Sankt Andreasberg. Der Harz blickt auf eine faszinierende Bergbau-Historie zurück, entsprechend viele Stollen – angeblich sind es mehrere tausend – sind dort zu finden. Vor allem in „Der Goldrausch“ und in „Der Bankraub“ spielen sie eine entscheidende Rolle.

  • Bild: ARD / DEGETO / Kai Schulz

Frank Koops und die Liebe

Sieben Mal verschenkt Frank Koops sein Herz vorübergehend. Den Anfang machte Julia Koschitz als Miriam Nohe/Simone Schmidt im ersten „Harten Brocken" und in „Der Bankraub“. Es folgen Anja Kling als Christiane Kuschnereit in „Die Kronzeugin“, Franziska Weisz als Claudia Böhm in „Der Geheimcode“, Katharina Heyer als Anna Sorenko in „Die Fälscherin“, Kim Riedle als Jessie/Nina Kuro in „Der Waffendeal“, Sabrina Amali als Zarah in „Das Überlebenstraining“ und Christina Große als Koops On-Off-Freundin Nadja in „Die Versuchung“.

  • Bild: ARD Degeto Film/Kai Schulz

Ein Babybaum für Mette

Es ist eine Tradition St. Andreasberg: Seit 2013 schenkt der Bergstadtverein jedem neugeborenen oder zugezogenem Kind einen Obstbaum mit Namensschild. Als Filmfigur Mette Vogt ihre (Film-)Tochter Lona zur Welt bringt, bekommt auch sie einen „Babybaum“. Die Bäume in der sogenannten „Babyallee“ werden gehegt und gepflegt.

  • Bild: ARD Degeto Film/Kai Schulz

Die Stammkneipe Franks Stammlokal existiert wirklich, und wenn Aljoscha Stadelmann die „Wohnzimmerkneipe“ in St. Andreasberg betritt, wird er mit „N‘ Abend, Herr Kommissar!“ begrüßt. Im Rahmen der Dreharbeiten zapfte „Schöckinger“-Wirt Toni – im echten Leben der ehemalige Bürgermeister von St. Andreasberg und Skilehrer Hans Günther Schärf – 36 Bier.



  • Bild: ARD Degeto Film/Kai Schulz

Halma-Duelle am Tresen

Neun Mal sitzen Frank und Heiner beim Halma am „Schöckinger“-Tresen.

Ein echt guter Schütze? Frank Koops ist absolut davon überzeugt, dass er „ein echt guter Schütze“ ist. Allerdings bringt er es gerade einmal auf neun Treffer in zehn Filmen – den ersten davon im ersten Film, als ihm klar wird, dass Miriam Nohe ihn hintergangen hat.

  • Bild: ARD Degeto/Volker Roloff

Walpurgisnacht im "Harten Brocken"

„Die Hexen zu dem Brocken ziehn, die Stoppel ist gelb, die Saat ist grün...“, singen die Hexen in der Walpurgisnacht in Goethes „Faust“. Der Dichter gibt auch eine genauen Ortsangabe dieser Szene an: „Harzgebirg. Gegend von Schierke und Elend“. In der Walpurgisnacht im ersten „Harten Brocken“ sind es die Bewohner von St. Andreasberg, die in der letzten Aprilnacht als Teufel und Hexen wild ums Feuer tanzen. Und Frank Koops – trifft.





Interview

Aljoscha Stadelmann

(Frank Koops)
Herr Stadelmann, Frank Koops ist nichts Menschliches fremd. Welche Versuchung ist aus seiner (oder Ihrer) Warte gefährlicher: Geld, Liebe oder die Vorstellung, endlich einmal ganz neu anfangen zu können?

Geld zieht in unseren Fällen ja meistens die Kriminellen von außerhalb an. Das ist eine plumpe Versuchung, gierig, aber leicht zu durchschauen. Die Liebe wiederum bricht Koops zwar manchmal das Herz, aber sie treibt ihn nicht in den Abgrund. Dafür ist er am Ende zu sehr Realist. Die gefährlichste Versuchung für Frank Koops ist dann wohl die Vorstellung, noch einmal ganz neu beginnen zu können. Weil sie an unserer tiefsten Schwachstelle ansetzt: der Sehnsucht, den Fehlern der eigenen Biografie zu entkommen. Wenn dir jemand vorgaukelt, du könntest die alte Haut abstreifen, alles hinter dir lassen und ein unbeschriebenes Blatt sein, werden selbst die anständigsten Menschen schwach. Für einen Typen wie Koops ist das gefährlich. Er hat sich mit seinem Leben im Harz arrangiert, aber der Gedanke, dass es irgendwo ein Drehbuch gibt, in dem er nochmal ganz von vorne anfangen darf, das ist eine klare Versuchung.

Womit könnte man Sie im echten Leben garantiert in Versuchung führen?

Mit Eis und guter Pasta. Und einem Haus am Meer.

Frank und Nadja: Was macht eine Jugendliebe so prägend?

Das Spannende an einer Jugendliebe ist ja, dass sie in eine Zeit fällt, in der man noch komplett unbeschrieben ist. Man hat noch keine Hornhaut auf der Seele, keine Schutzmauern aufgebaut. Für einen Typen wie Frank Koops, der heute sehr eigenbrötlerisch lebt, ist die Jugendliebe sowas wie die emotionale Null-Linie. Damals war alles intensiv, absolut ungefiltert. Diese erste große Emotion prägt den inneren Kompass für den Rest des Lebens.

Zehn „Harte Brocken“, ein kleines Jubiläum. Was ist Ihr „Best of-Koops“-Moment?

Rückwärts mit dem Lada die Breite Straße in St. Andreasberg hochfahren. Beziehungsweise der Vorgang an sich: die Straße runterfahren, angerufen werden und rückwärts wieder hochfahren. Der Moment erzählt die ganze Figur: pragmatisch, nicht angepasst, direkt.

Wie würde Frank Koops sein Dienstjubiläum feiern?

Alleine mit Speckstein und Schnitzmesser auf einem Hochsitz im Wald, in der Hoffnung, dass ihn keiner findet.

Mafiosi, Drogendealer und Mörder: Frank Koops hat schon einige Bösewichte hinter Gitter gebracht. Was war aus Ihrer Sicht der legendärste Showdown?

Da gibt es über die Jahre natürlich einige, aber wenn ich mich festlegen muss, ist der Showdown aus dem allerersten Film für mich immer noch der legendärste. Das war dieses klassische „High Noon“-Szenario zur Walpurgisnacht. Einfach, weil er der Grundstein für alles war, was danach kam.

Was haben Sie in zehn Filmen von Frank Koops gelernt?

Ich habe vor allem gelernt, dass unterschätzt zu werden eine verdammt mächtige Waffe ist. Wenn du wie Frank Koops mit dem Lada durch den Harz juckelst, nimmt dich erstmal keiner ernst. Schon gar nicht die Profi-Verbrecher aus der Großstadt. Aber genau dieses Phlegma, diese absolute Ruhe im Auge des Sturms, ist seine größte Stärke. Koops rennt nicht los, er schaut hin. Und privat? Vielleicht, dass es manchmal ganz guttut, einfach mal stur der Fels in der Brandung zu bleiben, während um einen herum die Welt durchdreht.



  • Bild: ARD / DEGETO / Kai Schulz
Interview

Lynn Schmitz

(Produzent)

Zwischen Provinzalltag und Ausnahmezustand: St. Andreasberg spielt von Anfang an fast eine eigene Rolle im „Harten Brocken“. Was erzählt dieser Ort über Deutschland?

Wir haben hier einen eigenen kleinen Kosmos, in dem wir uns bewegen. Skurrile, charmante Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann, treffen auf eine große Herausforderung von außen. Ich glaube in der Überhöhung liegt der Reiz und das Besondere. Wie würde ich mich in so einer Situation verhalten, wie steht es um meine Moral in existenziellen Fragen? Die Antwort darauf wird auf dem Dorf sicher nicht anders ausfallen als in der Großstadt.

Ihr Lieblingsmoment aus zehn „Harten Brocken“?

Mein Lieblingsmoment ist aus dem „Waffendeal“: Aurel Manthei blickt in die Ferne und sagt: „Geile Aussicht!“, und wir blicken auf eine dichte Nebelwand. Wir hatten uns den schönsten Blick im Harz für diese Szene ausgesucht, Panoramablick deluxe. Am Drehtag: Nebel und Regen. Aber der Satz aus dem Buch ist geblieben, und ich finde, er passt bei jedem Wetter.

André M. Hennicke ist mir auch in Erinnerung geblieben: Spielt in „Die Erpressung“ beängstigend und bedrohlich, und ist privat der netteste Typ, den man sich vorstellen kann. Furchteinflößend war der Wind bzw. Sturm beim „Geheimcode“: Da hat uns der Förster aus dem Wald geschickt, keine Sekunde zu spät. Danach wurde es richtig gefährlich.

Letzte Anekdote: Bei der „Erpressung“ hat es am letzten Drehtag im letzten Außenbild so geschneit, dass wir es zwei Monate später in einem anderen Wald nachdrehen mussten.





  • Bild: ARD / DEGETO / Kai Schulz

„Harter Brocken – Die Versuchung“ ist im Presse-Vorführraum zur Ansicht verfügbar: www.ard.de/die-ard/ard-programmdirektion/programmpresse/vorfuehrraum

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